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Maria

Lieber Hydrokultur als gar keine Bildung!

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1

Sonntag, 21. Januar 2007, 12:00

Einfach mal zum Nachdenken ..

Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze. "Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!"

Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu mir umdrehte, sagte er: "Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf! Jeder Tag den du lebst, ist ein besonderer Anlass. Ich denke immer noch an diese Worte ... sie haben mein Leben verändert. Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger. Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft ohne auf das Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit. Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt. Von jetzt an bewahre ich nichts mehr auf. Ich benutze täglich meine Kristallgläser. Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen. Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich Lust dazu habe. Sätze, wie z. B. "Eines Tages.." oder "An einem dieser Tage..." sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden.

Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt sehen, hören und machen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird (ein Morgen, das wir oft zu leicht nehmen). Ich glaube, dass sie noch ihre Familie und engen Freunde angerufen hätte. Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen. Der Gedanke, dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr.

Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt sind. Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich "an einem dieser Tage" in Verbindung hätte setzen sollen.

Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich "an einem dieser Tage" schreiben wollte. Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe. Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, dass jeder Tag etwas Besonderes ist ... jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes.
Ein wacher Geist weiß das in der Rache nichts als Zerstörung liegt.

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ASY

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2

Montag, 12. Mai 2008, 12:59

Zitat

Statt uns mit dem Größten zu befassen, haben wir uns in dem Versuch verfangen, die tierischen Probleme – Essen, Schlafen, Verteidigung und Sexualität – zu lösen. Diese kleinen Probleme lösen sich von selbst. Sogar Tiere genießen Sexualität, Schlafen, Essen und Verteidigung. Es ist für alles gesorgt. Diese Bedürfnisse des Körpers sind keine echten Probleme, doch wir haben sie zu Problemen gemacht. Man soll sich über die Erfüllung dieser Bedürfnisse nicht den Kopf zerbrechen, denn dafür ist in jeder Lebensform gesorgt. Vielmehr sollten wir versuchen herauszufinden, was der Ursprung all dieser Manifestationen ist. Die menschliche Lebensform ist nicht dafür bestimmt, sich mit der Lösung materieller Probleme abzumühen, die selbst ein Schwein, ein Kotfresser, lösen kann. Das Schwein gilt als das niedrigste Tier, aber trotzdem hat es genug zu fressen, es hat die Möglichkeit sich zu vermehren, es hat seinen Platz zum Schlafen und kann sich verteidigen. Selbst wenn wir uns nicht um diese Dinge bemühen, werden wir sie bekommen. Statt um dieser Dinge willen Anstrengungen zu unternehmen, sollte der Mensch herausfinden, wo sie herkommen, was ihr Ursprung ist.

Aus dem Buch "Bewusste Freude" Seite 28, 29

Autor: Autorenkollektiv,

Label: Krischna Gesellschaft,

Titel: Bewußte Freude,

Erscheinungsjahr: 1982,


ASY

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3

Samstag, 29. November 2008, 00:40

Die Arroganz der Lebenden!

Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe. Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, dass jeder Tag etwas Besonderes ist ... jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes.
Heute sah ich kurz eine Abhandlung über einen Sterbehilfefall in der Schweiz. Ein Angehöriger nannte in einem Interview unseren Leichtsinn ständig etwas immer wieder auf die lange Bank zu schieben, "Die Arroganz der Lebenden!"

Treffender ist das nicht zu formulieren

derphaetonsack

unregistriert

4

Samstag, 29. November 2008, 12:14

RE: Die Arroganz der Lebenden!

Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe. Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, dass jeder Tag etwas Besonderes ist ... jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes.
Heute sah ich kurz eine Abhandlung über einen Sterbehilfefall in der Schweiz. Ein Angehöriger nannte in einem Interview unseren Leichtsinn ständig etwas immer wieder auf die lange Bank zu schieben, "Die Arroganz der Lebenden!"

Treffender ist das nicht zu formulieren


Lieber ein Ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende :schulter:

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ASY

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5

Samstag, 29. November 2008, 12:52

Hier ging es mir weniger um die Sterbehilfe, mehr um die fahrlässige Vertrödelung des Lebens. Wir leben nicht so, als wenn wir das Leben nützen wollten, sondern wir schieben viele Dinge auf die lange Bank und bequemen uns lieber mit seichten Denkvorgängen.

Wenn wir dann mal erfahren, dass noch so viele unerledigte Pläne im Kopf sind, dann merkt man meist, dass zu wenig Leben zur Verfügung steht.

derphaetonsack

unregistriert

6

Samstag, 29. November 2008, 13:17

Wenn wir dann mal erfahren, dass noch so viele unerledigte Pläne im Kopf sind, dann merkt man meist, dass zu wenig Leben zur Verfügung steht.


ach es ist nicht selten nicht das leben welches uns da im wege steht asy ;) wie pflegte ein weiser mann einst zu sagen?? man kann im leben nicht alles haben :D nicht glücklich zu sein nur weil man nicht bekommt was man verdient muss nicht immer negativ sein

Maria

Lieber Hydrokultur als gar keine Bildung!

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7

Samstag, 29. November 2008, 14:15

verddrödelung.....was ist das ?
ich habe wie mein mann ein geschenktes zweites leben.
wir nehmen uns kaum mehr was vor sondern "leben"!
was nützen dir all deine pläne wenn du vergißt dabei zu leben!
für mich ist auch leben einen spaziergang zu machen und all die kleinen dinge am wegrand nicht zu übersehen.
Ein wacher Geist weiß das in der Rache nichts als Zerstörung liegt.

8

Samstag, 29. November 2008, 15:03

wüßte nicht was man im leben immer zu erledigen hat, da dürfte es sich um unzufriedene immer nach irgendetwas suchende menschen handeln
zur zeit wüßte ich nicht was ich zu erledigen hätte

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derphaetonsack

unregistriert

9

Samstag, 29. November 2008, 17:10

wüßte nicht was man im leben immer zu erledigen hat, da dürfte es sich um unzufriedene immer nach irgendetwas suchende menschen handeln
zur zeit wüßte ich nicht was ich zu erledigen hätte


Signed !!! Lieber entspannen vor dem warmen kamin denn zum sachen erledigen hat man das ganze jahr über zeit ;)

hachja reini und phaetonsack zusammen aufm bärenfell vor dem kaminfeuer :liebe :liebe :liebe :oops: :ggg:

Maria

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10

Samstag, 29. November 2008, 19:28

"hachja reini und phaetonsack zusammen aufm bärenfell vor dem kaminfeuer :liebe :liebe :liebe :oops: :ggg:"
und die frau von phaetonsack kommt mitn nudelholz!
Ein wacher Geist weiß das in der Rache nichts als Zerstörung liegt.

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