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Anonymous

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1

Montag, 19. Februar 2007, 19:36

Unternehmer = Kapitalist???

Mitnichten.
Hier wird eigentlich der groesste und grundlegende Fehler gemacht.
Ein Unternehmer ist einer der etwas 'Unternimmt"
Im Gegensatz zur Industrie die Standorte mit Belegschaft hat, ist der Unternehmer nicht oft alleine oder nur mit ein paar Handvoll Mitarbeitern unterstuezt auf weiter Flur mit den gleichen Spielregeln der Industrie. So ist ein Abteilungsleiter eines Grossbetriebes oder einer Bank meist besser dotiert als der Chef eines Handwerksbetriebes wird jedoch von seinen Kontrahenten sofort als "Geldsau" oder aehnliches betitelt. Diese beiden voellig unterschiedlichen Erwerbsformen in einen Topf zu werfen und auch noch gleichen gewerkschaftlichen Regeln zu unterwerfen halte ich fuer einen der groessten Gaunereinen der Gesellschaftspolitik.
Asy hat es ja schon mal andiskutiert. Die Industrie wird vom Grosskapital gelenkt. Da hat er recht. Aber der Baecker, Mechaniker, oder wie auch immer kleine Dienstleistungs oder Herstellungsbetrieb ist ja nur der verlaengerte Arm des Finanzamtes damit die Steuern besser eingetrieben werden koennen. Der hat mit Grosskapital rein gar nichts zu tun
Die Forderung den Reichen nehmen ist somit ein Bumerang der den Forderer immer selber trifft.
Mal sehen, ob nun zu dieser Aussage auch konstruktive Beitraege kommen.
Q.

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ASY

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2

Montag, 19. Februar 2007, 20:13

@ qualtinger,

vollkommen richtig - es täte mir auch echt leid, so jemand denken würde, dass ich jeden Unternehmer als Kapitalisten sähe und so jeden Arbeiter als meinen Freund. So ist das bei mir überhaupt nicht - es gibt auch Ausbeuter unter den Arbeitern.

Unternehmer sind sehr wichtig für die Gesellschaft, weil sie auch für Einkommen sorgen, auf die mancher aufgrund seiner Unfähigkeit verzichten müsste. Nicht jeder kann organisieren oder mit den Leuten (Kundschaft und Angestellte) auskommen. Dafür darf der Unternehmer natürlich mehr Geld verdienen.

Mir geht's bei meinem Gezeter nur um das System, welches den Hackler, die Verkäuferin, den Versicherungsvertreter, den Kleinstunternehmer, uswusf. zum Ausbeuter züchtet und um die Tatsache der Wertvorstellung, die jeden von einer Karriere hin zum Millionär träumen lässt und er dadurch seine Menschenverachtung fördert.

Die Privatindustrie ist mE wieder ein zweischneidiges Schwert und sie sollte verstaatlicht sein, sonst sind der Ausbeuterei Tür und Tor geöffnet.

3

Montag, 19. Februar 2007, 20:23

@ ASY,

mein grossvater war kleinunternehmer, der hatte immer ein altes auto und nur eine woche urlaub im wechselgebiet.

bei kleinfirmen gibts keine ausbeutung der arbeitskräfte, denn die sind meist so familär geführt das sich die ganze belegschaft selbst auch in der freizeit trifft, inkl. chef.

meines erachtens hat schon kreisky damals den fehler gemacht die grosskonzerne auf zeit und mit viel geld nach österreich zu locken, statt klein und mittelbetriebe zu forcieren hat er sie ausgeblutet und die bräuchten wir heute wie einen bissen brot
lg. str.

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4

Montag, 19. Februar 2007, 20:39

Ja ich glaube auch, dass der Hund da begraben ist. Der Kleinunternehmer zahlt die Rechnung der Industrie und die Politik ist gluecklich darueber.

Verbleiben wir bei der Industrie. Wie definiren wir sie und Ihre Aufgabe?
Q.

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ASY

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5

Montag, 19. Februar 2007, 20:50

@ qualtinger,

ich muss da an meine "Protagonistische Planwirtschaft" denken.

Ich denke der Fehler liegt in der Zwangsindustrialisierung, die den KMUs die Erwerbsbasis nimmt und das Ziel der Industrie ist die Gewinnmaximierung auf Kosten von Arbeitsplätzen - das darf nicht sein, weil so die Industrie gegen Wohlstand, Frieden und für Kriminalität, Armut arbeitet.

Dazu gehören auch die Einkaufsketten - da habe ich ja Geschichtln übern Billa gehört. Du kannst bspw. nur mit mindestens 2 Produkten einsteigen und für den Verkauf deiner Ware wird dir Miete berechnet. Ausgezahlt wird zwar pünktlich, aber erst nach sechs Monaten.

Klingelt's da jetzt? Hier wird via Geld monopolisiert, wie der Opernball nur Gstopfte reinlässt - so trennt man die finanzielle Streu vom WEizen.

Industrie ist gut, aber nur für große Projekte, die ein KMU nicht übernehmen kann (Schiffs-, Flugzeug-, Bahnbau usw.) aber doch nciht Tierzucht und die Verarbeitung oder jedes Kleinzeug oder eben den Verkauf.

6

Montag, 19. Februar 2007, 21:03

@ ASY,

die tollen eröffnungsangebote tragen die produktionsfirmen, die handelsketten haben die selbe kohle wie bei normalverkauf.

für regale im vorderen bereich wird miete velangt.

die industrie tut sich furchtbar leicht, wenn es um zuwendungen geht, die drohen mit abwanderung und dem entlassen von leuten und schwups sie bekommen das gewünschte
lg. str.

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7

Montag, 19. Februar 2007, 21:10

Ich hab bei der Eroeffnung dieses Themas auch an Deine Planwirtschaft gedacht und moechte eigentlich herauskristallisieren, welchen Wert sie in unserer Gesellschaft finden kann.
Die Billa und Industriegschichteln kenn ich zur Genuege! Was glaubst welche Grabenkaempfe zwischen der Herstellenden Industrie und der Vertriebsindustrie laufen. Beim Hersteller gibt es immer irgend jemanden der es besser und billiger macht. -
und schon sind wir in einer anderen Industrie! Die Logistik!
Zubringer und Verteiler.
Wobei der Zubringer aus Notwendigkeit handelt bereits bestellte Produkte die verarbeitet werden.
Bleibt der Verteiler ueber. Er kauft obwohl er noch nicht verkauft hat sondern einen Verkaf erwartet. Manche versuchen das Risiko wieder auf den Hersteller abzuwaelzen. (Nahrungsmittel, Moebel - Abrechnung Monate spaeter abzueglich Lagergebuehr)
Wo ist nun Eurer Meinung nach der Handlungsbedarf gegeben?
Q.

ASY

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8

Dienstag, 20. Februar 2007, 10:30

Zitat

Wo ist nun Eurer Meinung nach der Handlungsbedarf gegeben?

@ qualtinger,

ich sehe den Handlungsbedarf vorrangig darin, dass nur für Menschenarbeit Geld verlangt werden darf - anders ist für mich jede Bemühung umsonst.

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9

Dienstag, 20. Februar 2007, 15:04

Fuer Fertigungsroboter also nicht??

ASY

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10

Dienstag, 20. Februar 2007, 15:10

@ qualtinger,

nein, denn ich wüsste jetzt auf die Schnelle nicht warum. Den die Fertigung des Fertigungsroboters gab Menschen ein Einkommen. Was nun der Roboter fertigt soll der Allgemeinheit als Grundeinkommen gewährt werden, weil diese Arbeit ja weg ist. Warum Geld in Bewegung bringen, welches ja ohnehin für die Menschen da sein soll? DEr Roboter macht ja anstatt der Menschen die Arbeit - so arbeitslos gewordene Menschen haben dann nix zu tun.

Das fände ich korrekt.

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