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Mittwoch, 28. März 2007, 23:03

Die Protokolle der Weisen von Zion

Von Holger Vonhof
28.03.2007

Kein Kraut gegen absurde Überzeugungen


Der Historiker an der Technischen Universität Berlin, zugleich Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung, weiß: Kaum etwas verbindet so wie Feindschaft den Juden gegenüber. Die „Protokolle der Weisen von Zion“, ein angebliches Geheimdokument, das die Pläne der Juden zur Übernahme der Weltherrschaft skizziert, wird von Antisemiten in Europa, Amerika und in der islamischen Welt gerne als Berechtigung zur Bekämpfung der zionistischen Gefahr zitiert. ...


...Nur: Die 24 „Protokolle“ stammen aus einer Fälscherwerkstatt des zaristischen Geheimdienstes und wurden kurz vor 1900 aus älteren Traktaten kompiliert, etwa aus Abbé Augustin Barruels 1797 erschienenem Werk „Mémoire pour servir à l’histoire du Jacobinisme“, wonach die französische Revolution eine Inszenierung von Freimaurern und Philosophen sei, aus Schriften über angebliche Komplotte der Illuminaten oder mittelalterlichen Juden-Traktaten.

Die Judenfeindschaft, seit dem 4. Jahrhundert in Europa immer wieder aufgebrandet, erreichte in der Form des rassistisch und sozialdarwinistisch argumentierenden, modernen Antisemitismus eine neue Dimension. Der Judenhass des Christentums, so sieht es Benz, war ursprünglich über die Identitätsprobleme des noch jungen Christentums motiviert, das sich als „wahres Israel“ verstand. Die Juden galten, bewiesen durch den Gottesmord, als Verweigerer des göttlichen Heilsplans. Religiöse Konflikte und Sozialneid, Missionsbestrebungen oder die Legendenbildung über jüdische Ritualmorde und Hostienschändungen führten zusehends zu einer aggressiveren Judenfeindschaft.

Im 19. Jahrhundert, in Zeiten der Industrialisierung und der damit verbundenen sozialen Nöte, wurden in der „Judenfrage“ politische, wirtschaftliche und kulturelle Existenz- und Überfremdungsängste zugespitzt, doch man suchte nach „Beweisen“, um die Hasspropaganda zu untermauern. Die Judenfeindschaft im wilhelminischen Kaiserreich war kein typisch deutsches Phänomen. Während sich der Judenhass in Deutschland vorrangig in Schimpftiraden entlud, kam es in Frankreich zu antijüdischen Exzessen wie der Dreyfus-Affäre. Die größte Aggressivität gegenüber den Juden, so konstatiert Benz, wurde bis zum Ersten Weltkrieg jedoch in Russland an den Tag gelegt; es kam von 1881 an zu mehreren Pogrom-Wellen. Deshalb hatte das zaristische Russland Interesse daran, die Opfer dieser Pogrome als Täter darzustellen: Die „Protokolle der Weisen von Zion“ sollten die Schuldfrage belegen.


Ist ja interessant! Wenn die Protokolle gefälscht sind, dann war der Fälscher ein Genie, denn er wusste vor 1900 wie es heute überall ist.

Zitat

Obwohl die Fälschungen plump und seit Mitte der 30er Jahre definitiv aufgedeckt sind, verbreitet sich die Legende noch heute weiter. Gerade in Zeiten, in denen Weltverschwörungstheorien wieder gefragt sind, wird gerne auf die antisemitischen Ausdünstungen der russischen Geheimpolizei zurückgegriffen: Sie sind das zentrale „Referenzdokument“ des Antisemitismus und wurden, wohl nicht zum letzten Mal, nach dem 11. September wieder in Internetblogs und auf anderen Weltverschwörungsmarktplätzen verbreitet.

Wolfgang Benz’ historisch dokumentierende Aufklärungsschrift, in der Beck-Taschenbuchreihe „Wissen“ erschienen, wird gegen die mehr als 100 Jahre alten Verleumdungen nicht ankommen. Die „Protokolle“ haben, so konstatiert Benz selbst, die „Überzeugungskraft des Absurden“. Schon der Staatsrechtler Carl Schmitt hatte in seiner theoretischen Unterfütterung der Hitler-Diktatur festgestellt, dass „keine noch so klare Gedankenführung . . . gegen die Kraft echter mystischer Bilder“ ankomme.

Schriften zu den „Protokollen“ sowie antisemitisches Begleitmaterial hat Benz nicht nur auf dem Büchertisch der Geschichte oder im aktuellen arabischen Fernsehen gefunden, sondern sogar 2005 an einem iranischen Stand auf der Frankfurter Buchmesse.

Wolfgang Benz: „Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende der jüdischen Weltverschwörung“. Verlag C. H. Beck, München, 128. S., 7,90 Euro.


Schön, dass einfach Behauptungen aufgestellt werden, die zu überprüfen es nicht erlaubt ist. :kopfkratz: :pillepalle::

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2

Freitag, 21. September 2007, 15:51

Re: Die Protokolle der Weisen von Zion



http://www.verschwoerung-von-illuminaten-bis-wtc.de/protokolle-der-weisen-von-zion


3

Freitag, 21. September 2007, 18:35

Das gleiche gilt für die Protokolle der Weisen von Zion, die kann ich auch nicht überprüfen.

ASY

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4

Freitag, 21. September 2007, 19:21

Re: Die Protokolle der Weisen von Zion

@ caddy40

Sie wurden 1890 geschrieben und haben sich mittlerweile selbst als echt bewiesen, oder der Fälscher war ein Prophet.

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Freitag, 21. September 2007, 19:38

@ ASY
Ich bin im Net fündig geworden:
http://www.jm-hohenems.at/mat/504_weisen_zion.pdf

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Freitag, 21. September 2007, 19:42

@ caddy40

Ich kenne sie eh, du findest sie halt nicht so leicht, weil sie zensiert sind.

Ich habe sie fast auswendig gelernt.

7

Freitag, 21. September 2007, 19:50

Der Link von mir ist zensiert ????

ASY

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Freitag, 21. September 2007, 20:22

@ ASY
Ja, das weiss ich, aber sie werden zerpflückt ? :wink2:

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10

Freitag, 21. September 2007, 20:24

Re: Die Protokolle der Weisen von Zion

@ caddy40

Man muss sie gelesen haben um diese Zerpflückung als Unsinn hinzustellen. Was du ja nicht kannst.

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