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ASY

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51

Freitag, 15. Juni 2007, 19:19

Re: Inflationsrate steigt und steigt und steigt!

@ qualtinger

Von welchem Warenwert sprichst du? Du schreibst, als ob du glaubst, es könne mit Geld nur einmal bezahlt werden.

Wenn ich ein Haus bauen lasse, warum muss dann die Geldmenge erhöht werden, wenn alle Menschen schon ARbeit hätten? Auch wenn wer viel verdient, so wird er sich ein Trum kaufen, indem er es gegen verdientes Geld tauscht.

Da verschwindet und entsteht nirgends Geld - ich verstehe echt nicht was du meinst.

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52

Freitag, 15. Juni 2007, 20:06

Das ist ja gerade das Problem bei Deiner Betrachtungsweise. Du vernachlaessigst voellig die Produktion! Bei der Produktion wird - extrem betrachtet aus nichts ein Wert gemacht der vorher nicht da war.

Hast jetzt ein limitiertes Geldvolumen, so wird der Produktionswert bald den Wert des Geldvolumen uebersteigen.
Resultat: Das Geld landet beim Produzenten und wird dem Umlauf entzogen. Willst Du das wirklich?? kann ich nicht glauben?
Q.

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ASY

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53

Freitag, 15. Juni 2007, 21:20

Re: Inflationsrate steigt und steigt und steigt!

@ qualtinger

Die Produktion schafft einen Wert und der wird von einem anderen Wertschöpfer bezahlt. Mehr Geld brauchst du doch nur, wenn es irgendwo gesammelt liegt. Natürlich muss eine ausreichende Geldmenge vorhanden sein, doch die durch Zinsen lukrierte Geldmenge ist kein Wertschöpfungsgeld, sondern sie würde auch schuldnerisch existieren wenn absolut nix produziert würde.

Auch braucht es kein limitiertes Geldvolumen, es müssen lediglich die Zinsen aus dem Kalkül gezogen werden.

Der Produzent muss Löhne zahlen, somit fliesst das Geld wieder in die Wirtschaft und richtigerweise zum Konsumenten, die dann die Produkte kaufen.

Alles bleibt gleich, nur die Zinsen müssen fallen.

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54

Freitag, 15. Juni 2007, 22:04

Finanzierung ist ein Produkt
Mit was bezahlst Du dieses Produkt?

Noch 2 Fragen:
Wie kompensierst Du die Inflation?

Wer haette Zugriff Auf eine Finanzierung?
Q.

ASY

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55

Samstag, 16. Juni 2007, 00:50

Zitat von »"qualtinger"«

Finanzierung ist ein Produkt
Mit was bezahlst Du dieses Produkt?

Mit schon verdientem Geld. Einziger Geldausgeber ist der Staat, der das Geld selbst produziert.


Zitat von »"qualtinger"«

Wie kompensierst Du die Inflation?

Es gibt keine Geldinflation, es kann nur mehr der Wert der Dienstleistung variieren. Gibt es zu wenig Müllmänner, dann steigen für diese Arbeit die Löhne.


Zitat von »"qualtinger"«

Wer haette Zugriff Auf eine Finanzierung?
Q.

Alle Betreiber von sozialnützlichen Ideen.


Hier noch "Das Wunder von Wörgl"

Wörgler Geldexperiment [Bearbeiten]

In Wörgl war um 1932 die örtliche Zement- und Zellulosefabrikation stark zurückgegangen und die Arbeitslosenquote bedrohlich angestiegen. Die Gemeinde hatte einerseits beträchtliche Steuerausfälle, andererseits hohe Lasten durch Unterstützungsleistungen an Arbeitslose. Die Kasse war leer, und ein Ende war nicht abzusehen. Ab Anfang Juli 1932 gab die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Michael Unterguggenberger als Lohn der Gemeindeangestellten eigene sogenannte Arbeitswertscheine aus, den Wörgler Schilling. Die Scheine gab es in Nennwerten von 1, 2 und 5 Schilling. Bis zum Ende der Aktion im August 1933 waren insgesamt Scheine im Wert von etwa 34.500 Schilling ausgegeben worden. Maximal wurden 12.000 Schilling gleichzeitig emittiert.

Die Arbeitswertscheine waren umlaufgesichertes Freigeld. Ideenlieferant war dabei die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells. Monatlich musste eine Marke zu einem Prozent des Nennwertes der Note gekauft und in ein dafür vorgesehenes Feld auf der Vorderseite des Geldscheins geklebt werden, um ihn gültig zu erhalten. Das Geld war durch Hinterlegung von Schillingen der Gemeinde bei der örtlichen Raiffeisenkasse gedeckt und gleichwertig an Schillinge gekoppelt. Mit diesen Scheinen konnten Gemeindesteuern bezahlt werden. Einheimische Geschäftsleute nahmen das Geld in Zahlung.

Das Experiment glückte. Geldkreislauf und Wirtschaftstätigkeit wurden – allerdings im Einklang mit dem allgemeinen Trend im Land – wiederbelebt. Überall in Wörgl wurde gebaut und investiert. Noch heute zeugt unter anderem eine Straßenbrücke mit der Aufschrift „mit Freigeld erbaut“ davon. In den vierzehn Monaten des Experiments nahm die Arbeitslosenquote in Wörgl von 21 auf 15 Prozent ab, während sie im übrigen Land weiter anstieg.

Die positiven Auswirkungen führten dazu, dass der Modellversuch in der Presse als das „Wunder von Wörgl“ gepriesen wurde. Das Interesse daran stieg derart, dass über hundert weitere Gemeinden in Österreich dem Beispiel folgen wollten. Auch im Ausland und in Übersee fand die Aktion starke Beachtung und Nachahmer. Aus Frankreich reiste der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Édouard Daladier nach Wörgl, und in den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung – wenn auch vergeblich – vor, ein Wörgl-ähnliches Geld mit Namen Stamp Scrip zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.

Allerdings erhob die Oesterreichische Nationalbank gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor Gericht erfolgreich Einspruch, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Geld zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Unter Drohung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933. Da bald darauf der Zweite Weltkrieg ausbrach, gerieten das Modell und sein Erfolg weitgehend in Vergessenheit.

Der Verein Unterguggenberger Institut hält das Erbe des Wörgler Geld-Experimentes hoch und bringt historische Erfahrungen mit aktuellen Projekten zusammen. Gemeinsam mit dem Heimatmuseum und dem Stadtarchiv wird eine Ausstellung bereitgehalten. Zeitgemäße Lösungen rund um das Thema Komplementärwährung werden umfassend zusammengetragen und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Jahr 2007 wurde von der Stadt Wörgl offiziell zum "Wörgler Freigeldjahr" erklärt. In zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen soll hier den Bürgern der Stadt und anderen Interessenten das Freigeldexperiment nähergebracht werden.

Anonymous

unregistriert

56

Samstag, 16. Juni 2007, 01:49

Zu 1. Das heisst du kannst nie mehr Geld ausgeben als Du hast.

Zu 2. Und wenn es zu viele Muellmaenner gibt, dann fallen die Loehne?

Zu 3. Wer bewertet diese Ideen?

Die Woergler Sache war ein Versuch die damals 4stellige Inflation regional einzudaemmen. In Zeiten in denen ein Laib Brot Morgen das dreifache kostet als heute macht das auch Sinn! Bei einer Rate von 1.8% aber nicht. Aus dieser Zeit stammt auch das "Notgeld" Die Mattighofner Lederfabrik hat das z.B. fuer seine Mitarbeiter waehrend des Krieges ausgegeben und es wurde im ganzen Ort akzeptiert - Klar mit 10.000 beschaeftigten und 5000 Einwohner des Ortes.

Aber gut mal sehen was da rauskommt - spielen wir das Spiel! Machen wir eine Cyber Sim City mit diesen Regeln und sehen wie weit wir kommen.
Thats your challenge now! Make your Kingdom!!!
:D

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ASY

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57

Samstag, 16. Juni 2007, 14:18

Zitat von »"qualtinger"«

Zu 1. Das heisst du kannst nie mehr Geld ausgeben als Du hast.

Zu 2. Und wenn es zu viele Muellmaenner gibt, dann fallen die Loehne?

Zu 3. Wer bewertet diese Ideen?


ad1)Das fände ich im Grunde genommen richtig. Jeder soll auf Ursache einer Leistung oder demokratischer Beteilung höhere Kontingente verwalten können.

ad2)Wäre die logische Konsequenz.

ad3)Jetzt bewertet die Ideen doch auch wer, leider nach Kriterien der persönlichen Gewinnsucht und Kraft der Zinsgeldmacht.

Anonymous

unregistriert

58

Samstag, 16. Juni 2007, 15:25

Zu1
Wer bewertet die Faehigkeit von jemanden hoehere Beitraege verwalten zu koennen und wem gehoeren die Beitraege?
Ist eigentlich auch nix anders als eine Bank. Die verwalten die Einlagen.
Wo ist der Unterschied?

Zu2! Mit der Konsequenz sind schon jetzt billigst Arbeitsplaetze und arbeitslose geschaffen wollen da Muellmann keiner besondere Klassifizierung bedarf. Jeder kann muellmann sein und damit gibt es mehr Muellmaenner als jobs.
Funzt also nicht!

Zu3! Zur Zeit kann die Ideen jemand selber bewerten da er Zugriff auf Kapital hat. In deinem Modell braucht er einen Kurator.
Also auch nicht so ganz geeignet.

ASY

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59

Freitag, 27. Juli 2007, 12:38

Re: Inflationsrate steigt und steigt und steigt!

Inflation bleibt bei 2,0%;
Wohnen, Energie und Nahrungsmittel weiterhin teuer


Zitat

Wien, 2007-07-16 – Die Inflationsrate für Juni 2007 beträgt nach Berechnungen der Statistik Austria 2,0%. Sie verharrt damit den zweiten Monat in Folge auf erhöhtem Niveau (Mai 2,0% revidiert, April und März jeweils 1,8%). Die Ausgabengruppen „Wohnung, Wasser und Energie“ sowie „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ verursachen etwa zwei Drittel der Inflation.


Statistik Austria

60

Freitag, 27. Juli 2007, 15:21

da man ja anstrebt, gewisse kosten grundsätzlich jährlich an die inflationsrate anzupassen, ist natürlich das interesse da, diese inflationsrate künstlich in die höhe zu schrauben. würde mich nicht wundern, wenn diese in den nächsten jahren sich bei 4-5% einpendelt
gezwitschert vom Gimpel


Ein festverwurzelter Baum kann Mauern sprengen, auch wenn er klein ist

Gimpel

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