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Anonymous

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21

Samstag, 4. November 2006, 10:58

Zitat von »"Emanuela"«

Irgendwie hat Loyalität heute etwas von blindem Gehorsam, und den lehn ich ab.


In der Industrie - korporativer Kapitalismus - in der ich mich bewege, fragt niemand mehr nach Loyalitaet. Alles funktioniert nach Angebot und Nachfrage.

Ich glaube oft, dass ich 100 Jahre zu spaet zur Welt gekommen bin, da ich ein loyaler, treuer Mensch bin, ohne in irgendeiner Weise fanatisch oder verkrustet zu sein.

In einem Privatbetrieb waere ich sicher irgendwo die rechte Hand des Chefs geworden. Im korporativen Kapitalismus zaehlt Loyalitaet nichts mehr, da es keinen Eigentuemer mehr gibt, sondern nur noch Aktienbesitzer.

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22

Samstag, 4. November 2006, 11:01

Das seh ich anders: im Kapitalismus wir die Loyalität vom Untergebenen bedingungslos gefordert ihm aber nicht mehr entgegengebracht. Ein weiterer Grund für mich nicht loyal zu sein. Ich verhalte mich meiner persönlichen Moral entsprechend - nicht mehr nicht weniger. Und ich stelle immer wieder fest: das ist wesentlich mehr als die meisten um mich tun.
I walk the earth, my darling. This is my home.
(voice of the beehive)

Anonymous

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23

Samstag, 4. November 2006, 12:58

Zitat von »"Emanuela"«

Das seh ich anders: im Kapitalismus wir die Loyalität vom Untergebenen bedingungslos gefordert ihm aber nicht mehr entgegengebracht.


Ich meinte nicht Untergebene, sondern die rechte Hand des Chefs (engl. 'staff member'). Ausserdem ist es meine Gewohnheit, immer mehr zu geben als gefordert wird. :axt

Deshalb habe ich kaum Probleme mit Chefs oder Untergebenen, um so mehr mit Kollegen. :kopfhau

F. Schiller: "Ueber Pflicht und Neigung" (oder so ungefaehr)

24

Samstag, 4. November 2006, 13:48

Zitat von »"Emanuela"«

Das seh ich anders: im Kapitalismus wir die Loyalität vom Untergebenen bedingungslos gefordert ihm aber nicht mehr entgegengebracht.


So wie du es beschreibst wird es sicherlich praktiziert.

Das bedingt unsere hyrachische Struktur in allen Belangen. Und in "keiner" Gleichstellung ist ehrliche Loyalität nicht möglich..

@Eberndorfer
Wenn du dich einer Sache annimmst, dann nimmst du die Dinge ernst und mit ganzem Wissen und Gewissen. Versteh ich dich so richtig? Egal ob gefordert, oder nicht.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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Anonymous

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25

Samstag, 4. November 2006, 13:58

Zitat von »"Die Kratzbürste"«

@Eberndorfer
Wenn du dich einer Sache annimmst, dann nimmst du die Dinge ernst und mit ganzem Wissen und Gewissen. Versteh ich dich so richtig? Egal ob gefordert, oder nicht.


Ja, ich setze den Standard. Ist der verlangte ueber meinem, was selten ist, gilt er, wenn er unter meinem ist, gilt meiner. Wenn das nicht akzeptiert wird, gibt's entweder Krach oder ich verabschiede mich sobald dies ohne Schaden fuer das Projekt moeglich ist. Meistens drohe ich nur damit. Das genuegt dann meistens.

Man muss dabei wissen, dass ich auf 'freelance'-basis arbeite und nie eine Fixanstellung habe.

26

Samstag, 4. November 2006, 14:12

Nun ja, das bedingt dieses "Gewissen". Bei dem die Norm in der Regel man selbst bestimmt. Wir sind uns da sehr ähnlich. Ich möchte keine Arbeit schlechter machen, nur weil eben mein Aufwand oder Ergebnis nicht gefordert sind. Zum anderen will ich mit meinem Ergebnis für mich zufrieden sein. Umso wichtiger, wenn ein Chef fehlt, der einem auf die Schultern klopft um zu loben. Da sollte man schon in der Lage sein, seine Arbeiten auch selbst zu beurteilen.

Ich, für mich bestimme meine Loyalität den Dingen oder Menschen gegenüber selber. Denn im Fall bin ich es, die Rede und Antwort stehen muss.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

Anonymous

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27

Samstag, 4. November 2006, 15:14

Zitat von »"Die Kratzbürste"«

Ich, für mich bestimme meine Loyalität den Dingen oder Menschen gegenüber selber. Denn im Fall bin ich es, die Rede und Antwort stehen muss.


Im Endeffekt tue ich alles in erstrer Linie fuer mich. Ich bin der Filter durch den alles durch muss. Mich betruegt (ich) nicht.

Wenn es keine ethische oder moralische Instanz ueber mir gibt, und die gibt es nicht, muss ich mit etwas anderem meine Lebens- und Leistungs-Konstanz bewahren. Da hilft mir Kant und Schiller. Kant mit seinem Kategorischen Imperativ und Schiller der lehrt, wie Pflicht zur Neigung wird, beinahe ein Hobby.

28

Samstag, 4. November 2006, 15:24

Gut ist, wenn die Menschen lernen sich auf sich selber zu verlassen. Das ist die beste Basis um einen lebenswerten Lebensraum für alle zu schaffen.

Denn bei der "oberflächlichen" Ehrlichkeit, die die meisten Menschen praktizieren, möchte ich mich nicht all zu oft auf die Meinung anderer stützen müssen.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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Anonymous

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29

Sonntag, 5. November 2006, 04:14

Zitat von »"Die Kratzbürste"«

Denn bei der "oberflächlichen" Ehrlichkeit, die die meisten Menschen praktizieren, möchte ich mich nicht all zu oft auf die Meinung anderer stützen müssen.


Ich behandle die Meinungen anderer wie Schwammerln die mir vor die Füße kommen.

Ich untersuche alle, trete auf keine von ihnen drauf, bücke mich nach den voraussichtlich schmackhaftesten oder nützlichsten unter ihnen, lasse die üblen und faulen Sorten liegen und beschäftige mich bei Gelegenheit dann nur mit den Eierschwammerln die ich aufgelesen hatte, je nach dem, wie und wann die Nützlichkeit oder Aufschlusskraft des einen oder anderen Schwammerls zu irgendeinem gegebenen Thema sich anbietet oder passt.

30

Sonntag, 5. November 2006, 09:47

Meiner Erfahrung nach sind Meinungen sehr oft einfach verkappte Forderungen an mich. Und die ignoriere ich weil nur ich mein Leben für mich richtig gestalten kann. Sehr selten ist unter "Meinungen" eine Perle zu entdecken die es sich lohnt näher zu betrachten und sich zu eigen zu machen.
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(voice of the beehive)

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