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Donnerstag, 10. Mai 2007, 18:06

Privatisierung unseres Wassers

Wasser wird privatisiert!

In Österreich ist man so stolz, weil man sich bis jetzt so glorreich gegen die Privatisierung des Wassers wehren konnte. Zu Recht? Mit Sicherheit nicht, denn immer mehr Gemeinden überlegen – aus Geldnot – ihre Wasserrohre an private Firmen zu verkaufen. Die Quellen werden freilich nicht veräußert (noch nicht) doch die Wassernetze, und das hat am Ende den gleichen Effekt.

Beispiel: Pressbaum/ NÖ (Quelle: Falter 17/07 „Nach mir die Sintflut“)

Der Gemeinderat wird regiert, es darf gestaunt werden, aus SPÖ/Grünen und dennoch spielt man mit den Gedanken zur Privatisierung der Wasserrohre. Der Grund? Natürlich das liebe Geld welches winkt und für die Schuldentilgung verwendet werden soll. Anbieter ist der Energieversorger EVN welches nun sukzessive Wassernetze aufkauft. Bereits um die 20 Orte in NÖ beugten sich ihrer scheinbar auswegslosen Schuldenfalle und verkauften.

Freilich, die Angebote sind sehr verlockend. Das Wasser soll vorerst sogar billiger werden, der Preis soll für 20 Jahre nicht über die durchschnittliche Teuerungsquote hinausgehen und es gibt noch Geld bar auf die Kralle. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass es danach eine Monopolstellung eines Anbieters gibt und wer kann sagen wie sich die Preise nach der 20 jährigen Preisbindung entwickeln?

Weiters wird von Anbieterseite argumentiert, dass das Land NÖ mit 51 Prozent Mehrheitseigentümer der EVN ist. Doch ist es so abwegig dass NÖ weitere Anteile veräussert um selbst Schulden abzubauen zu können? In Kärnten wurde bereits ein Exempel statuiert. Dort wurde der Wasserdienstleister Aquassist – Tochter der Klagenfurter Stadtwerke – zu 51 Prozent an den französischen Konzern Veolia verkauft.

Pressbaums Bürgermeister zum Falter: „Die EVN liefert bereits unser Wasser und hat eine Monopolstellung. Wenn sie heute sagt, sie geht mit dem Preis aufs Doppelte hinauf, können wir auch nichts machen. Man kann nicht gegen den Strom schwimmen.




P.S.: konnte den Artikel leider nicht im Netz finden
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2

Donnerstag, 10. Mai 2007, 18:24

Re: Privatisierung unseres Wassers

@ Santa

Danke für die brave Abschreibarbeit, aber ich glaube diese Meldung ist jeden Handgriff wert.

Wer das Spiel Schach kennt, der weiß was die Vorbereitung zu bedeuten hat - die ganzen Bauern (das Volk) sollen fallen und der König (Regierung) kann nur mehr zwischen zwei Feldern wählen. Die übrigen Figuren (die Helfershelfer des Großkapitals) torkeln nur mehr herum und versuchen sich an anderen zu bereichern.

Bravo Arschregierungen!

3

Donnerstag, 10. Mai 2007, 18:29

@ ASY

Es ist auch so schön durchschaubar. Zuerst werden die Wasserpreise billiger um den anderen Gemeinden zu signalisieren, dass die EVN kein Monster sondern eine Firma ist welche aus Menschen besteht. Also springt Gemeinde um Gemeinde auf den Zug der Wassernetzprivatisierung auf. Ist alles in privater Hand, gehen die Preise rauf und die Wasserqualität zurück.

Etwas anderes muss man sich ja nicht vormachen!
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4

Donnerstag, 10. Mai 2007, 18:36

Die Ursache ist, das jedes Nest einen eigenen Bürgermeister hat, das sind die Dorfkaiser.
Investiert wurde in den letzten Jahrzehnten in Schwimmbäder, jedes Kaff ein eigenes Bad und jetzt sind sie "Nega".
Man soll einen Furchengeher nicht zum Bürgermeister wählen.

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ASY

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5

Donnerstag, 10. Mai 2007, 18:38

Die tiefe Kanalisierung hat das Grundwasser absinken lassen - so wird's in vielen Bereichen auch nix mit einem Brunnen. Außerdem ist das Brunnenschlagen ohne Anmeldung ohnehin verboten.

Ich sehe, es kommen harte Zeiten auf uns zu. Wer kann, sollte sich in den Bergen einen Zufluchtsort suchen.

6

Donnerstag, 10. Mai 2007, 18:44

Privatisiert man das Wasser, verkauft man seine Seele!
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ASY

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7

Donnerstag, 10. Mai 2007, 18:49

Re: Privatisierung unseres Wassers

@ caddy40

Die Gesetze sind so gestaltet, dass diese Schweinereien alle möglich wurden.

8

Donnerstag, 10. Mai 2007, 19:01

Zitat

Die Gesetze sind so gestaltet, dass diese Schweinereien alle möglich wurden.


Ich bin ein geborener Förderalist in einem zentralistischen Staat. Die Gemeinden haben in Ö prinzipiell nichts zu sagen. Alle wichtigen Dinge werden zentral ge- und verklärt. Warum dürfen also gewisse Dorfdeppen über so etwas wichtiges wie Wasser entscheiden? Es reicht ja schon, dass diese Verantwortlichen Schulden über Schulden machen dürfen. Die Banken geben und geben natürlich, man ist ja Mensch und he an Bürgen (Steuerzahler) mangelt es ja auch nicht. Und einmal wird die Schuld zurück verlangt!
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Marie von Ebner-Eschenbach

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9

Freitag, 11. Mai 2007, 19:09

Die Gemeinden haben sehr viel zu sagen, der Bürgermeister ist zb. Baubehörde 1. Instanz.

10

Freitag, 11. Mai 2007, 19:35

In Wien bleibt das Wasser in öffentlicher Hand.

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