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ASY

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11

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 14:37

Zuerst muss veranlasst werden, dass der Bürger überhaupt kapieren kann, welch einem System er unterliegt.

Zitat von »Henry Ford«

Eigentlich ist es gut, daß die Menschen der Nation unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.
Diese Aussage kann nur verstehen, wer das System verstanden hat. :schulter:

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12

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 14:42

Gibds wirklich soviele Milliarden Idioten auf der Welt ? :kopfkratz:

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ASY

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13

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 15:32

Nein Caddy, die Menschen sind keine Idioten. Unser Gesellschaftssystem entzieht den Eltern die Kinder und das Familienleben immer mehr. Zwischen Arbeit, Schlafen und überall dabei sein, bleibt halt für das Beobachten der Nachkommen keine Zeit übrig. Sie werden von der Medienlandschaft erzogen und ausweglos gelenkt.

Darum habe ich gestern diesen Thread gestartet, der das Thema philosophisch beschreibt.
Vorsicht heiß, nicht anfassen!

ASY

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14

Samstag, 23. Februar 2008, 09:08

Österreich ist ein "Fluchtland"

http://kurier.at/geldundwirtschaft/133541.php

Zitat

Denn unsere Heimat hat nicht nur eine ansehnliche Landschaft und hohe Lebensqualität zu bieten, Österreich ist für Menschen mit großen Vermögen ein kleines Steuerparadies. Und das Gute daran, wie deutsche Medien urteilen: Je mehr Geld man mitbringt, umso billiger wird es; und das meist ganz legal. Schon vor Jahren, so hieß es in offiziellen Bankenberichten, lag Österreich als "Fluchtland" für deutsches Kapital mit 15 Prozent hinter der Schweiz und Luxemburg an dritter Stelle. Der Betrag, den reiche Deutsche hier gebunkert haben sollen, liegt zwischen offiziellen sieben Milliarden und geschätzten 50 Milliarden Euro. Auch von bis zu 70 Milliarden Euro ist in der Finanzbranche inzwischen die Rede.
[...]

Nachfrage erst ab 50.000 Euro


Und die Banken wenden sich ganz gezielt an die potenziellen Kunden aus dem Nachbarland. So wirbt etwa die Tiroler Sparkasse Jungholz als "Das Kompetenzzentrum für deutsche Anleger" um Geldanlagen. Um Steuern sparen zu können, muss man nicht in Österreich wohnen. "Als Devisenausländer zahlen sie auf Zinseinnahmen zurzeit 15 Prozent Quellensteuer", sagt ein gut geschulter Angestellter am Telefon auf Anfrage. "Natürlich" könne man auch Bares einzahlen. Allerdings: "Ab etwa 50.000 Euro wollen wir schon wissen, ob das Geld auch Eigentum des Kunden ist." Die Steuer wird übrigens anonym an den deutschen Fiskus überwiesen.

Wer sein Vermögen offiziell von Deutschland nach Österreich verlagern will, muss allerdings mehr Mühen in Kauf nehmen. So müssen Anleger ihren Wohnsitz permanent in das Nachbarland verlegen. Der Lohn: Die Besteuerung von Vermögen in Österreich ist deutlich niedriger und sinkt noch mit der Größe des Vermögens. Erheblich geringer ist auch die Erbschaftssteuer. Die für 2008 geplante Abschaffung veranlasste die Regierung in Berlin, einen entsprechenden Passus im geltenden Doppelbesteuerungsabkommen außer Kraft zu setzen, um einen massiven Abfluss von Vermögen zu verhindern. Bereits 1993 führte Österreich dazu die Institution der "Privatstiftung" ein, die reichen Bürgern und hier
lebenden Gästen zahlreiche Möglichkeiten gibt, die Steuerlast unbehelligt vom Fiskus weiter drastisch zu senken.

Stark wachsende Kluft zwischen Reich und Arm

Und so kommt es, dass in Österreich nach Angaben der OECD die Kluft zwischen Reich und Arm schneller wächst, als in anderen EU-Ländern. Laut Attac besitzen in Österreich (Werbung: "Ein steueroptimaler Wohnsitz") zehn Prozent der Bevölkerung 67 Prozent des Vermögens. Dazu Attac-Experte Christian Felber: "Nach offiziellen Berechnungen zahlt hier eine Kassiererin im Supermarkt prozentual an indirekten und direkten Abgaben mehr als ein Generaldirektor."
Dazu gibt es ohnehin nicht viel zu schreiben, wer die Schweinerei nicht kapieren will, der macht sich an 90% der österreichischen Bevölkerung schuldig.

Ein Normalo gibt fast sein ganzes Geld aus, zahlt also auch noch massig andere Aufschlagssteuern, während stinkfaule Reich noch belohnt werden, indem sie diese Steuern nicht leisten müssen, sondern für das Zurückhalten von Geld fürstlich belohnt werden.

15

Samstag, 23. Februar 2008, 09:32

die aldi brüder haben sich das aufgebaut, oder hat ihnen das wer geschenkt, also steht es ihnen auch zu
wenn ich soetwas aufbaue, dann stehen mir die millionen auch zu

ASY

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16

Samstag, 23. Februar 2008, 09:54

Warum versuchst du darüber nicht logisch nachzudenken?

Wenn du keine Zinsen zahlen musst, dann kannst du dir ganz einfach Geld ausleihen und dieses gegen Zins weiterverleihen. Wo siehst du da eine aufbauende Arbeit? Das kann jeder, sogar mein Hund.

Wenn du den Aldi/Hofer Konzern als Arbeit erkennst, dann hast du dich getäuscht - er ist lediglich eine Monopolisierung in der Lebensmittelbranche um die letzten Habenden (bspw. Bauern) zu verarmen. :schulter:

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17

Samstag, 23. Februar 2008, 10:54

Da ich (wie vermutlich alle anderen) keine Informationen über die Brüder Albrecht besitze, habe ich mich mal auf die Suche im Google gemacht. Hierzu ein nicht uninteressanter Bericht:

Zitat von »Süddeutsche.de«

Yetis in Essen

Theo und Karl Albrecht sind die Brüder Mustermann unter den deutschen Milliardären: Sie sind mit ihren 30 Milliarden Euro die Reichsten und mit ihren zwei bekannten Fotos die Unsichtbarsten. „Die Albrechts leben zurückgezogener als der Yeti“, klagte Forbes einmal. Wenn das Magazin alljährlich seine Liste der reichsten Menschen abdruckt, müssen sie immer auf dieselben Bilder zurückgreifen, zwei krisselige Aufnahmen, die wie Standbilder aus einer Derrick-Folge aussehen, mausgraue Herren vor hingeramschter Achtziger-Jahre-Architektur. Die Bilder hat der Münchner Fotograf Franz Ruch gemacht.

Er mietete sich 1987 für Forbes einen Bus und wartete zwei Wochen lang;hängte sich morgens an ihre Autos, stromerte vor den Häusern herum, und irgendwann hatte er sie dann. Theo kriegte er, als der mittags zum Essen ging, Karl, als er nach Feierabend die Firma verließ.

Auf einem Nachbargrundstück steigt eine Frau aus ihrem Mercedescoupé und nähert sich freundlich. Als der Name Albrecht fällt, rasseln vor ihrem Gesicht die Jalousien runter, und sie sagt den wunderbaren Satz: „Sie werden verstehen, dass ich aus juristischen Gründen dazu keine Stellung beziehen kann.“

Später hat angeblich nochmal jemand die Albrechts in einer Essener Kirche fotografiert. Der Fotograf musste eine Unterlassungserklärung unterschreiben und die Bilder rausrücken. Natürlich wollten die Aldis auch Ruchs Bilder verbieten. Aber irgendwann haben sie nachgegeben. Vielleicht weil sie wussten, dass dann Ruhe ist. „So hab ich jetzt mein kleines Monopol“, sagt Ruch.

Eine Putzfrau kommt vorbei, die gerade fertig ist mit ihrer Schicht und zischelt: „Klar, hier das Haus, da wohnt der Karl. Der hat in der Straße das Sagen, der bestimmt, wer wo mit seinen Hunden laufen darf.“ Soweit das durch Gestrüpp und Bäume zu sehen ist, ist das Haus ein mondänes Anwesen, mehrere ineinander gesteckte Würfel, Flachdach, halb Finca, halb LBS-Werbung. Die Buchen hier haben schon geblüht, als das Industriezeitalter noch nicht mal am Horizont zu sehen war. Weiter die Straße runter hoppelt ein Hase durch den Zaun eines unsichtbaren Nachbarn.

„Reichtum ist ein scheues Wild“, stellten SPD und Grüne fest, als sie 1999 den Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung in Auftrag gaben. Eigentlich weiß niemand, wie viele Reiche es gibt in Deutschland. Die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, die alle fünf Jahre Einnahmen und Ausgaben von 75000 Haushalten protokolliert, lässt Menschen mit einem Einkommen von mehr als 18000 Euro im Monat außer Acht.

Seit das Bundesverfassungsgericht 1996 die Vermögenssteuer abschaffte, fällt auch diese Erkenntnisquelle weg. Und von den 300 Milliarden Euro Vermögen, die nach Schätzung der Deutschen Steuer-Gewerkschaft in Steueroasen geparkt sind, weiß auch niemand nichts Genaues. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass Unkenntnis über hohe Einkommen vielleicht sogar eine ihrer Grundvoraussetzungen darstellt,“ sagt der Bochumer Reichtumsforscher Ernst Ulrich Huster.

Huster glaubt, die Unsichtbarkeit des deutschen Reichtums hänge mit dem Mythos vom Wirtschaftswunder zusammen: „Schuld ist die Fiktion, dass wir 1949 bei Gründung der Bundesrepublik alle gleich waren und uns dann mehr oder weniger hochgearbeitet haben, deshalb gibt es kaum aktuelle Vermögensstatistiken.“

Nach 1945, als alles am Boden lag und der Markt völlig neu aufgebaut wurde, hatten tatsächlich auch Newcomer eine Chance. „Es gab eine größere soziale Durchlässigkeit“, so der Darmstädter Soziologe Michael Hartmann. Axel Springer, Max Grundig, der Schraubenverkäufer Reinhold Würth, sie alle stammen nicht aus reichen Familien. Seit den achtziger Jahren ist die Chance aufzusteigen viel geringer geworden. Die Milliardäre bleiben seither quasi unter sich.

Der Kleinwagen hält mit quietschenden Reifen. Eine Frau kurbelt die Scheibe runter und sagt gehetzt: „Sie stehen hier schon richtig, aber den werden Sie nie zu Gesicht bekommen. Hier sieht man niemanden. Die gehen alle zum Lachen in den Keller.“ Schon ist sie weg.

Die gesichtslosen Albrechts sind kein Sonderfall. Kennen Sie Otto Beisheim? Dem gehören Metro und 4,2 Milliarden Euro. Das Managermagazin schreibt über ihn: „Beisheim litt jahrelang unter dem Zwang, einen höheren Zustand der Abwesenheit zu erreichen, als einfach nur nicht da zu sein.

Deshalb ließ er sich nicht blicken, markierte Phantom, spukte herum wie der verstorbende Milliardär Howard Hughes.“ Von Dieter Schwarz, dem Lidl-Besitzer, gibt es auch nur ein einziges Foto. Aber bei Schwarz kennt man wenigstens den Geburtsort.

Im Archiv heißt es: „Karl Albrecht, kath., wurde am 20. Febr. 1920 (der Geburtsort ist, wie viele andere Details aus A.’s Leben, nicht bekannt) geboren.“ Derselbe Satz, mit anderem Geburtsdatum, leitet auch Theos Biografie ein. Der Vater verdingt sich als Bäcker, nachdem er sich unter Tage eine Staublunge zugezogen hat. Damit die Familie nicht verhungert, eröffnet die Mutter 1913 in Essen-Schonnebeck einen Krämerladen. 1946 übernehmen die beiden Kriegsheimkehrer Theo und Karl den Laden, 1961 eröffnet der erste Aldi (Albrecht-Discount).

Im selben Jahr wurde Deutschland nicht nur in Ost und West, sondern auch in Nord und Süd geteilt. Heute wird der Unternehmenswert auf 25 Milliarden Euro geschätzt. Allianz, Commerzbank und HypoVereinsbank sind zusammen ungefähr genausoviel wert.

Karl züchtet Orchideen und war mal hervorragender Golfer. Theo macht immer hinter sich das Licht aus, bringt allen Mitarbeitern bei, Papier beidseitig zu beschriften und kundschaftet in Hotels als Erstes die Fluchtwege aus. Das ist alles, was man über die beiden weiß. Daraus wurde dann die Legende von den büroklammerhaften, spartanischen Nachkriegsmilliardären gestrickt.

Aber weiß man das? Es steht halt überall. Und es steht vor allem deshalb überall, weil Dieter Brandes es in seinem Buch „Konsequent einfach“ so geschrieben hat. Brandes war Geschäftsführer bei Aldi. Heute arbeitet er nicht mehr für die Firma, aber sein Buch liest sich wie aus dem Inneren eines Propagandaministeriums. Trotzdem schreiben alle bei ihm ab, es gibt ja sonst nichts. Noch so ein Monopol.
Quelle
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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18

Montag, 23. Juni 2008, 13:10

Es gibt wieder eine neue Liste.

Zitat

1. Familien Porsche & Piëch (Automobil), 30,5 Milliarden Euro
2. Familie Flick (Industrie), 6,1 Milliarden Euro
3. Dietrich Mateschitz (Red Bull), 4,2 Milliarden Euro
4. Maria-Elisabeth u. Georg Schaeffler (Industrie), 4,1 Milliarden Euro
5. Erbprinz Alois v. Liechtenstein u. Familie: vier Mrd. Euro
6. Johann Graf (Novomatic), 3,5 Milliarden Euro
7. Heidi Horten (Kaufhaus-Erbin), 3,4 Milliarden Euro
8. Karl Wlaschek und Familie (Billa), drei Milliarden Euro
9. Die Spar-Dynastien (u.a. Drexel, Reisch, Staudinger, Wild), 2,5 Milliarden Euro
10. Frank Stronach (Magna), 2,2 Milliarden Euro


http://www.nachrichten.at/wirtschaft/701264
Und hier eine Geschichte dazu. http://www.nachrichten.at/wirtschaft/701271

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Samstag, 11. Oktober 2008, 11:03

Aldi-Brüder bleiben reichste Deutsche

Zitat

Karl und Theo Albrecht verfügen über ein geschätztes Vermögen von jeweils mehr als 17 Milliarden Euro.

http://kurier.at/geldundwirtschaft/213726.php
Schreckliche Armut, weil das Vermögen nicht mehr so arg gestiegen ist.

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20

Dienstag, 27. Januar 2009, 09:27

Milliardärin Schaeffler braucht Staatsknete

114.859 - Maria-Elis. u. G. Schaeffler -- Schaeffler Gruppe -------------- 4,1

Zitat

Milliardärin Schaeffler braucht Staatsknete



Es läuft nicht rund mit Conti-Reifen und fränkischen Kugellagern. Der Mega-Fusion der Autozulieferer droht ein Fiasko. Maria Elisabeth Schaeffler benötigt jetzt Geld vom Staat.

Von Krise scheint Maria Elisabeth Schaeffler nichts zu spüren. Bei der „Audi Night“ am vergangenen Wochenende – dem Promi-Auftrieb auf der Streif in Kitzbühel – lacht sie häufig. Sie lüftet stolz den teuren Pelzmantel. Sie schlürft Champagner und isst Kartoffelsuppe mit Trüffeln. Und zeigt stolz ihren Sohn Georg her. Das Vermögen des Mutter-Sohn-Gespanns wird auf bis zu 6,58 Milliarden Euro geschätzt.

Doch die Sorglosigkeit der Schaefflers ist Fassade. Elf Milliarden Euro Schulden hat das Familienunternehmen aus Herzogenaurach. Schlimmer noch: Weil das fränkische Unternehmen im vergangenen Jahr den verschuldeten Reifen-Hersteller Continental gekauft hat, belaufen sich die Gesamtschulden des Auto-Zulieferers auf über 22 Milliarden. Jetzt will Schaeffler ihr Firmen-Imperium mit einer Staatsbürgschaft retten. Das sorgt für Empörung. Der Vorwurf: Warum sollen die Bürger mit ihrem Geld größenwahnsinnige Manager retten?

Die Katastrophe Schaeffler-Conti nimmt im vergangenen Sommer ihren Lauf. Bejubelt von der Auto-Branche steigt Schaeffler bei Conti ein. Die Unternehmen ergänzen sich: Die Franken sind mit ihren Wälzlagern auf Mechanik spezialisiert. Die Hannoveraner bieten gute Reifen und Auto-Elektronik. Es gibt auch Bedenken: Schaeffler hat mit 66000 Mitarbeitern gerade mal ein Drittel so viele Beschäftigte wie Conti mit 152000. Zehn Milliarden Euro Kredit nehmen die Schaefflers auf. Aus heutiger Sicht war ihr Deal größenwahnsinnig.

Probleme, ihre Schulden zurückzuzahlen
Die Finanzkrise änderte alles: An den Börsen stürzen die Kurse von Autobauern ab, die Zulieferer werden mit in die Tiefe gerissen. Schaeffler hatte Conti-Aktionären die Aktien zum Stückpreis von 75 Euro abgekauft. Gestern war das Papier 13,60 Euro wert. Schaeffler würde Conti heute für ein Fünftel des Preises bekommen. Die Franken nehmen nicht nur weniger Geld ein – sie haben Probleme, ihre Schulden zurückzuzahlen.

„Aus heutiger Sicht würde man diesen Deal sicher nicht mehr machen“, sagt Ferdinand Dudenhöffer, Professor von der FH Gelsenkirchen mit Schwerpunkt Automobilwirtschaft, zur AZ. „Die Märkte brechen zusammen, da darf man keine Abenteuer machen. Wer eine hohe Schuldenlast hat, hat ganz schlechte Karten.“
Erschwerend kommt hinzu, dass die Manager von Schaeffler und Conti zerstritten sind: Die Franken werfen den Hannoveranern Sabotage vor, die Niedersachsen verdächtigen die Bayern, sich auf Kosten von Conti gesund zu sparen. Aus dem Machtkampf ging Maria-Elisabeth Schaeffler als Siegerin hervor. Ob sie noch das Sagen hat, ist zweifelhaft: Die Commerzbank hat dem Großkonzern schon rund fünf Milliarden geliehen. Das macht abhängig. Gut möglich, dass Banker ihr bald den Verkauf einiger Sparten befehlen.

Schaeffler gab sich wortkarg
Die Schulden, die sich die Managerin aufgehalst hat, wird sie allein nicht tilgen können. Deshalb hat sie sich an den Staat gewandt: Bayern und Niedersachsen wollen angeblich mit einer halben Milliarde Euro bürgen. Zu groß ist die Angst, dass die Firmen pleite gehen und 218000 Menschen arbeitslos werden. Gestern hielten sich die Regierungen bedeckt. Auch bei Schaeffler gab man sich wortkarg.
Doch der Widerstand gegen die Staatshilfen ist groß: „Wenn zwei Unternehmen, denen es nicht unbedingt sehr gut geht, miteinander fusionieren, müssen sie selbst über die Folgen nachdenken und für die Folgen gerade stehen“, sagte Ulf Posé, Präsident des Ethikverbands. Auch Bayerns Grüne warnen. „Es kann nicht sein, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler künftig jede unternehmerische Fehlentscheidung auslöffeln“, sagte der haushaltspolitische Sprecher Thomas Mütze.
Bleibt die Frage: Wie kann die Milliardärin Schaeffler in diesen Zeiten so unbeschwert mit Schampus in Kitzbühel feiern? Vielleicht aus diesem Grund: Ihr Privatvermögen bleibt von den Turbulenzen weitgehend unberührt. 300 Millionen Euro haben die Schaefflers laut Handelsregister in ihre Firmen gesteckt. Peanuts. Gehen die Unternehmen pleite, bleiben ihnen mehr als sechs Milliarden.

Volker ter Haseborg http://www.abendzeitung.de/nachrichten/wirtschaft/82422
So läuft die Sache ab - und die Bürger müssen diesen Schmäh mit Einkommens-, Mehrwert-, Versicherungs-, Branntwein-, Mineralöl- und viele andere Steuern bezahlen.

Doch der verwerflichste Umstand ist, dass sich die meisten Armutschkerl für sich so ein verbrecherisches Schmarotzerleben wünschen. Nur unsere Gesellschaft konnte solche Verbrechen geschehen lassen, weil jeder einzelne darin glaubt, auch mal eine Chance auf den großen Reichtum zu haben.

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