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Sonntag, 7. Oktober 2007, 16:10

Wie machen die Türken das?

Man hört es ja öfter. Ein Gasthausbesitzer sperrt zu weil sich der Betrieb nicht mehr rechnet oder er sogar Verluste macht. Dann kommt ein Türke, pachtet dieses Gasthaus und er hat vielleicht auch nicht viel mehr Gäste als der Gastwirt vor ihm, doch er sperrt nicht zu.

Ich habe schon viele Leute fragen gehört, warum geht das bei denen? Die Frage immer mit einen etwas seltsamen Unterton und einem skeptischen Blick. Na ja, denke ich mir dabei, seine Familie hilft dort mit dem Betrieb am laufenden zu halten. Würde man das in Löhne umwandeln bekommt vielleicht jedes Familienmitglied nicht einmal das was ein Lehrling bekommen würde. Aber können wir das den Türken zum Vorwurf machen, weil sie sich untereinander helfen?

Schade dass ich das Video dieser Sendung am ZDF nicht mehr finden konnte aber ein kleiner Auszug tut's auch um zu verstehen, dass Banken mit ihren Zinsen nicht immer nötig sind.

WISO
"Onkel-Wirtschaft"
Türkische Migranten helfen sich bei Existenzgründung

"Tante-Emma-Läden" sind passé. Ihren Platz haben "Onkel-Ali-Läden" eingenommen. Viele Migranten suchen ihr Glück in der Selbstständigkeit. Unterstützung finden sie dabei oft bei Verwandten und Freunden und nur selten bei der Bank.

Öffentliche Fördermittel werden von türkischen Existenzgründern kaum in Anspruch genommen - teilweise aus Unwissenheit, teilweise weil die Hemmschwelle, dieses Geld anzunehmen, zu groß ist. So entstehen ganz eigene Finanzierungssysteme. Die türkischen Unternehmer bleiben unter sich. Experten warnen vor einer drohenden Parallelgesellschaft, sollte es weiterhin versäumt werden, Betriebe von Migranten fester in die allgemeine Wirtschaftswelt einzubinden.

Selbstständigkeit als einzige Perspektive

Türkische Imbissbuden, Bäckereien und Reisebüros prägen in vielen Stadtvierteln das Straßenbild. Junge Zuwanderer und Kinder von Zuwanderern haben oft nur geringe Chancen auf einen regulären Job. Viele träumen daher davon, sich selbständig zu machen.

Esra Dincol hat sich ihren Traum verwirklicht. Seit fünf Monaten führt sie ihren eigenen Kosmetiksalon. Davor jobbte sie in der Abfertigung am Flughafen. Die Existenzgründung war für die 32-Jährige die einzige berufliche Alternative. "Das macht mir halt auch Spaß und da gehe ich auf," sagt sie.

Startkapital aus der Familie

Woher das Startkapital nehmen? Das war die große Frage: Esra besorgte sich das Geld bei ihrer Mutter, die jetzt auch mit im Laden aushilft. Den Weg zur Bank ist sie, wie viele andere Migranten auch, erst gar nicht gegangen. "Weil mich das wahrscheinlich auch von der Motivation her etwas zurückgeworfen hätte." Sie hatte schon von anderen gehört, wie schwierig es ist, bei der Bank einen Kleinkredit zu bekommen.

Thomas Hintze, Leiter einer Commerzbank-Filiale in Kreuzberg, erklärt aus seiner Sicht, warum die wenigsten Banken Kleinkredite an türkische Existenzgründer vergeben: "Die kommen her, sagen: ich brauch einen Kredit, ich will einen Obst- oder Gemüseladen oder eine Bäckerei oder dergleichen eröffnen. Haben sich aber weder vorher über die Konkurrenzanalyse Gedanken gemacht oder überhaupt, wie ist die Kundenstruktur und so weiter, sondern kommen einfach in die Bank, völlig blauäugig."

Starthilfe ohne Garantien

Wenn es bei den Banken kein Weiterkommen gibt, suchen türkische Existenzgründer wie Esra Dincol nach Alternativen. Landsleute, die ebenfalls Unternehmer sind, greifen den zukünftigen Selbstständigen unter die Arme. Esra Dincol erhielt in einem türkischen Geschäft Sonderpreise auf die Ladeneinrichtung - als Starthilfe ohne Garantien.
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Sonntag, 7. Oktober 2007, 16:35

Re: Wie machen die Türken das?

Zitat

"Die kommen her, sagen: ich brauch einen Kredit, ich will einen Obst- oder Gemüseladen oder eine Bäckerei oder dergleichen eröffnen. Haben sich aber weder vorher über die Konkurrenzanalyse Gedanken gemacht oder überhaupt, wie ist die Kundenstruktur und so weiter, sondern kommen einfach in die Bank, völlig blauäugig."


Anstatt es diesen Leuten nachzumachen, beschimpft man sie und will sie am liebsten deportieren.

Industriesklaven genießen aber großes Ansehen, weil keiner nachdenkt, warum es ihnen besser zu gehen scheint. Naja und die Selbständigen müssen mal einen Patzen Geld für Bedarfs- und Konkurrenzanalyse ausgeben, sodass sie erst gar nicht in die Gewinnzone kommen.

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Sonntag, 7. Oktober 2007, 16:45

Re: Wie machen die Türken das?

Zitat von »"ASY"«

Zitat

"Die kommen her, sagen: ich brauch einen Kredit, ich will einen Obst- oder Gemüseladen oder eine Bäckerei oder dergleichen eröffnen. Haben sich aber weder vorher über die Konkurrenzanalyse Gedanken gemacht oder überhaupt, wie ist die Kundenstruktur und so weiter, sondern kommen einfach in die Bank, völlig blauäugig."


Anstatt es diesen Leuten nachzumachen, beschimpft man sie und will sie am liebsten deportieren.

Industriesklaven genießen aber großes Ansehen, weil keiner nachdenkt, warum es ihnen besser zu gehen scheint. Naja und die Selbständigen müssen mal einen Patzen Geld für Bedarfs- und Konkurrenzanalyse ausgeben, sodass sie erst gar nicht in die Gewinnzone kommen.

@ ASY

Ja köstlich fand ich auch diese "besorgte" Aussage:

Zitat

Öffentliche Fördermittel werden von türkischen Existenzgründern kaum in Anspruch genommen - teilweise aus Unwissenheit, teilweise weil die Hemmschwelle, dieses Geld anzunehmen, zu groß ist. So entstehen ganz eigene Finanzierungssysteme. Die türkischen Unternehmer bleiben unter sich. Experten warnen vor einer drohenden Parallelgesellschaft, sollte es weiterhin versäumt werden, Betriebe von Migranten fester in die allgemeine Wirtschaftswelt einzubinden.


In Wahrheit sorgen sie sich um die entgangenen Zinsen.
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Sonntag, 7. Oktober 2007, 16:49

Re: Wie machen die Türken das?

Das ist ja genau das Prinzip, woran ich so sehr glaube. Das System muss endlich ignoriert werden - es braucht keine nutzlosen Gscheitmeier, die nur das Leben verkomplizieren.

Heut kann jeder Volltrottel was werden, wenn er sich nur dem Hierarchiewind beugen kann - selbst stellt von denen niemand was auf die Beine.

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