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ASY

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1

Mittwoch, 17. Oktober 2007, 13:17

Demokratie: wählen vs. abwählen!

Unserem Caddy sein Demokratieunverständnis bringt mich immer wieder zum Nachdenken. Wie ist es möglich, dass ein sich selbst schimpfender "demokratischer" Mensch derartig undemokratisch ist?

Zur Sache:

Unser Wahlsystem ist untauglich, weil es doch wichtiger wäre das Nichtwollen auszudrücken als das Wollen, zumal die wollenden Wahlversprechen ohnehin nicht eingehalten werden. Die ganze Wunschwahl ist eigentlich für die Katz!

Wenn nur ein einziger Wunsch ausgedrückt werden kann, so ist das doch automatisch die Zustimmung für alle nicht gewählten Parteien. Das ist mE ein riesiges Manko unserer Politik.

Warum ändern wir das nicht und fordern die Abwahl des Nichtgewollten? Jeder wäre motiviert, weil er so zum demokratischen Verursacher werden kann. Jede Partei müsste schauen nicht abgewählt zu werden, somit entstünde eine viel höhere Kraft, denn die meisten Abwahlstimmen reduzierten den Wirkungsbereich im Parlament. Natürlich müssten auch mehrere Parteien abgewählt werden können.

Was sagt ihr dazu?

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Fenstergucker

Nehmt mich nicht ernst, ich tu's auch nicht!

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2

Mittwoch, 17. Oktober 2007, 13:54

Re: Demokratie: wählen vs. abwählen!

@ ASY

Interessant wäre es, den Kanzler und die Minister als Personen - also unabhängig von der Partei - zu wählen. Wer Kanzler, Minister oder Staatssekretär werden will, muß sich der Wahl (am besten mit im voraus festgelegtem Arbeitsgebiet) stellen, wer die meisten Stimmen bekommt, erhält den Job.

Wer sagt denn, daß ich, wenn ich z.B. den Molterer als Kanzler will, auch den Bartenstein als Wirtschaftsminister mag?

Das wäre in meinen Augen direkte Demokratie! Damit wählt der Bürger nicht eine Partei, sondern eine komplette Regierung und (böse?) Überraschungen im Nachhinein wären ausgeschlossen.

Keine unerwünschte Koalition mehr, auch Kleinparteien hätten mit charismatischen Personen die Möglichkeit in die Regierung zu kommen und der Parteienfilz hätte ausgedient. :idea:
Gott sprach zu mir: "Lächle, denn es könnte schlimmer kommen". Ich lächelte und es kam schlimmer.......

Maria

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3

Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:55

Re: Demokratie: wählen vs. abwählen!

dann lass ma die parteien gleich ganz weg und machen auf "personenwahl!
Ein wacher Geist weiß das in der Rache nichts als Zerstörung liegt.

ASY

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4

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 09:38

Re: Demokratie: wählen vs. abwählen!

@ Fenstergucker

Ganz so war meine Überlegung nicht gedacht, sondern ich wollte die Parteien"demokratie" verbessern, indem ich die Stimmkraft auf das Nichtgewollte lenke. So hat jeder das Bedürfnis unbedingt zur Abwahl zu gehen, weil er nur durch die Teilname seinen Nichtwunsch deponieren kann.

Heute ist es doch so; durch die Auswahl eines Wunsches bekommen alle anderen Parteien automatisch eine Abwahl. Also eine Fürsprache schafft mehrmalige Ablehnung - das muss man umdrehen, weil dann das Nichtgewollte präzisiert wird und so die Partei mit den wenigsten Abwahlstimmen die größte echtdemokratische Kraft bekommt. Die Abwahl ist gültig, wenn eine einzige Partei nicht abgewählt wird - alle abzuwählen wäre ungültig.

Ich bin sicher, dass dann besser regiert würde.

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Fenstergucker

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5

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:29

Re: Demokratie: wählen vs. abwählen!

Zitat von »"ASY"«

@ Fenstergucker

Ganz so war meine Überlegung nicht gedacht, sondern ich wollte die Parteien"demokratie" verbessern, indem ich die Stimmkraft auf das Nichtgewollte lenke. So hat jeder das Bedürfnis unbedingt zur Abwahl zu gehen, weil er nur durch die Teilname seinen Nichtwunsch deponieren kann.

Heute ist es doch so; durch die Auswahl eines Wunsches bekommen alle anderen Parteien automatisch eine Abwahl. Also eine Fürsprache schafft mehrmalige Ablehnung - das muss man umdrehen, weil dann das Nichtgewollte präzisiert wird und so die Partei mit den wenigsten Abwahlstimmen die größte echtdemokratische Kraft bekommt. Die Abwahl ist gültig, wenn eine einzige Partei nicht abgewählt wird - alle abzuwählen wäre ungültig.

Ich bin sicher, dass dann besser regiert würde.

@ ASY

Und gerade die "Parteiendiktatur" oder "Parteiendemokratie" wie du es nennst, lehne ich ab. Denn auf diese Weise kriegt der Wähler nie das, was er will. Man wählt eine Partei mit einem Kanzlerkandidaten und weiß nachher nie, welche Regierung man bekommt. Der Kanzlerkandidat zaubert dann eine Mannschaft aus dem Hut und der Wähler hat darauf keinen Einfluß mehr. Auch nicht auf den meist nötigen Koalitionspartner.

Das ist meines Erachtens das Grundübel! Und das wird auch durch Abwahl, wie du es vorschlägst, nicht geändert. Die verbleibenden Parteien können immer noch Koalitionen eingehen, die der Wähler nicht will und Personen zu Ministern machen, die das Volk lieber nicht sehen möchte.

Wenn aber das Kabinett direkt gewählt wird, hat die Partei keinen Einfluß mehr auf die Regierungsbildung, Koalitionsverhandlungen entfallen somit und jede Partei muß auch vorher schon darauf achten, daß sie Leute aufstellt, die beim Volk beliebt sind. Sonst kriegt ihr Kandidat keine Stimmen.
Gott sprach zu mir: "Lächle, denn es könnte schlimmer kommen". Ich lächelte und es kam schlimmer.......

ASY

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6

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:02

Re: Demokratie: wählen vs. abwählen!

@ Fenstergucker

Ich verstehe deine beiden Postings und stimme ihnen ja auch zu. Doch mir geht's hauptsächlich um das Darstellen des jetzigen Systems und um das Entlarven der diktatorischen Mechanismen, die nur im Begriff Demokratie verpackt werden.

Wenn ich bspw. 4 Parteien zur einzigen Auswahl habe, dann gebe ich doch 3 Parteien unausweichlich die Abwahl, denn alles sonst wäre ja ungültig.

Ich will auf die Verarschung der Demokratiegläubigen hinweisen - deine oder meine Vorschläge werden ohnehin nicht angenommen, denn niemand vor den Dreckspolitikern amputiert sich die eigene Macht.

7

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 17:08

Re: Demokratie: wählen vs. abwählen!

Ist immer meine Rede, und ich werde belächelt! Das WOLLEN kann man sowieso nicht mehr wählen, weil gewählte Parteien dann machen was sie wollen :D Wenn jeder abhakt was er nicht will ist es wesentlich einfacher! Man kann mit seiner Stimme und mit dem Ausdruck des NICHTWOLLENS leichter ein Zeichen für seine Prioritäten setzen. Was man ganz sicher nicht will überlegt man viel gewissenhafter und genauer, und taktieren wird schwieriger! Ausserdem wäre der Ansporn für die Parteien enorm! Es würden sich auch die Pseudoneopolitiker sofort outen, weil sie das sprichwörtliche "Hangerl schmeissen" würden, und vielleicht blieben mehr Idealisten in der Politik! :D Man würde staunen wie übersichtlich Politik dann fürs Volk wird! Is awa eh Utopie!
Erst wirbeln wir den Staub auf und behaupten dann, dass wir nichts sehen können.
Berkeley

ASY

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8

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 17:38

Re: Demokratie: wählen vs. abwählen!

Ja - und es wären so seltsame Problemchen, wie bspw. die 4% Hürde, eliminiert, denn die Partei mit den wenigsten Abwahlstimmen hat die größte Regierungsverantwortung und Partemeierei wäre von heute auf morgen demokratisch abgeschafft. Weiter ist auch der Koalitionswunsch deutlich ersichtlich.


Ich würde gerne Kritik zu dieser Idee ernten!

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9

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 20:49

Re: Demokratie: wählen vs. abwählen!

Es wäre einmal eine andere Art der Herangehensweise, die sich gerade jetzt bei den neuen EU-Verträgen bewähren würde. Nach unserer Nationalratspräsidentin ist eine Volksabstimmung diesbezüglich ohnehin nicht nötig.

Grundsätzlich würde ich aber für eine technokratische Regierung einstehen, welche sich einerseits im Parlament Mehrheiten sucht und die Bevölkerung bei wichtigen Fragen abstimmen lassen muss. Weiters können die jeweiligen Parteien, sofern sie genügend Unterschriften gesammelt haben, ebenfalls Themen zur Abstimmung vors Volk bringen.
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

10

Freitag, 19. Oktober 2007, 11:07

Re: Demokratie: wählen vs. abwählen!

Das Wählen des Nichtswollen ist wieder so eine verdrehte Idee vom ASY.

Die Möglichkeit der Persönlichkeitswahl gibt es schon lange.
Siehe Persönlichkeitswahl mittels Vorzugsstimmen.

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