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ASY

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1

Sonntag, 4. November 2007, 14:17

Unsichtbare Arbeitslose beschönigen Statistik

http://www.kurier.at/nachrichten/wirtschaft/118846.php

Zitat

Unsichtbare Arbeitslose beschönigen Statistik
Österreichweit waren im Oktober offiziell 204.840 Menschen auf Jobsuche, laut Experten des WIFO sind es 50 Prozent mehr.

Ende Oktober waren in Österreich 204.840 Menschen arbeitslos. Wirklich? Korrekter Weise müsste es heißen, es gab 204.840 amtlich registrierte Sucharbeitslose. Die offizielle Arbeitslosenstatistik und die reale Arbeitslosigkeit klaffen in jedem EU-Land immer weiter auseinander.

"Die offizielle Statistik blendet eine große Zahl Arbeitssuchender einfach aus", meint Josef Moser, Arbeitsmarktexperte der AK Oberösterreich. Diese ließ die Unschärfen und Verzerrungen vom WIFO analysieren. Ergebnis: Die reale Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2006 war um fast 50 Prozent, also 120.000 Arbeitssuchende, höher als die Statistik ausweist. Der reale Beschäftigungszuwachs hingegen ist zwischen 2000 und 2006 um ein Drittel überschätzt worden.

Wodurch ergeben sich die Unterschiede?
Unsichtbare
Als unsichtbare Arbeitslose scheinen in der AMS-Statistik nicht auf: Schulungsteilnehmer, kranke Arbeitslose , Pensionsvorschussbezieher, also ältere Arbeitslose, die einen Pensionsantrag gestellt haben, der aber in drei Viertel aller Fälle abgelehnt wird.
Zu hohe Beschäftigung
Gemessen werden Beschäftigungsverhältnisse inkl. Teilzeit und freie Dienstverträge, nicht die Zahl der beschäftigten Personen. Wird eine Vollzeit- in zwei Teilzeitstellen umgewandelt, steigt die Beschäftigung. Nicht nur Präsenz- und Zivildiener, auch wer in Karenz ist, gilt als beschäftigt. Die längere Karenzzeit seit Einführung des Kindergelds wirkte sich statistisch positiv auf die Frauenerwerbsquote aus: Sowohl die Mütter als auch ihre Karenzvertretungen werden gezählt. Auch Altersteilzeit-Beschäftigte in der inaktiven Freizeitphase erhöhen die Erwerbsquote.
Langzeitarbeitslosigkeit
Die AMS-Statistik weist nur noch 5800 Langzeitarbeitslose aus, ein Minus von 19 Prozent. Die Zahl jener, die länger als ein Jahr vorgemerkt sind, sinkt deshalb so stark, weil es statistisch fast nicht mehr möglich ist, in diese Kategorie zu fallen.

Wer nach sechs Monaten keinen Job findet, wird vom AMS "aktiviert", landet in einem Kurs oder Jobprojekt. Wer danach noch immer keinen Job hat, verbleibt beim AMS zwar als Langzeitbeschäftigungsloser, nicht aber Langzeitarbeitsloser. 2006 gab es 45.000 Langzeitbeschäftigungslose.
Stille Reserve
Weder von AMS noch WIFO mitgezählt werden außerdem 120.000 Nicht-Erwerbstätige, darunter 77.000 Frauen, die laut Mikrozensus-Erhebung innerhalb von zwei Wochen eine Stelle annehmen könnten, aber nicht beim AMS registriert sind und auch keine Arbeitslose beziehen.

Lügen, lügen und weiter lügen!

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2

Sonntag, 4. November 2007, 15:21

Bei Statistiken zu den Beschäftigungzahlen kommt jeder Dreck von Beschäftigung rein, während die Statistik zur Arbeitslosigkeit x-mal aufpoliert wird. Auf EU-Ebene fallen sogar jene aus der Arbeitslosen-Statistik welche in der Woche mehr als 1 Stunde einer Beschäftigung nachgehen.
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

3

Sonntag, 4. November 2007, 15:52

Zitat

Die AK Oberösterreich hat das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo)
erneut beauftragt, Unschärfen in der amtlichen
Beschäftigungsstatistik zu analysieren. Das Ergebnis:

- Der Beschäftigungszuwachs zwischen 2000 und 2006 wird insgesamt
um gut ein Viertel überschätzt.
- Die reale Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2006 wird um
14.200 Personen unterschätzt. (Differenz: 55 Prozent!)
- Dadurch ergibt sich eine effektive Arbeitslosenquote von 6,6
Prozent anstelle von 4,3 Prozent.


http://www.ots.at/presseaussendung.php?s…0071029_OTS0085
Gefälschte Statistiken gibts rund um den Globus. Das Problem ist, dass Leute positiv "erstellten" Statistiken gerne und leichter glauben schenken als eben negativen.
° Phanthasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt °

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »keltenhammer« (4. November 2007, 16:23)


4

Sonntag, 4. November 2007, 16:34

Gefälschte Statistiken gibts rund um den Globus. Das Problem ist, dass Leute positiv "erstellten" Statistiken gerne und leichter glauben schenken als eben negativen.
Das ist es ja warum auch vor Wahlen immer so gelogen wird. Die Leute wollen halt das Schöne hören, dass eh alles beim so gut bleibt wie es ist.
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

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5

Sonntag, 4. November 2007, 17:14


Lügen, lügen und weiter lügen!


Statistik ist die Kunst mit Zahlen zu lügen ;)

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Freiheit ist nicht, das tun zu können, was man möchte, sondern das nicht tun zu müssen, was man nicht will.

Fenstergucker

Nehmt mich nicht ernst, ich tu's auch nicht!

  • »Fenstergucker« ist männlich
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6

Sonntag, 4. November 2007, 19:27

Hehehe, da fällt mir die Fernsehwerbung der Helvetia Versicherung ein:

"Statistisch gesehen hat jeder Österreicher 2,33 m² Garten ...."
"Statistisch gesehen hat jeder Österreicher 0,8 Garagenplätze ......"

Ich denke, das trifft's recht gut! Ich kenne jedenfalls keinen von den obigen!

:ggg: :zkugel: :bruell:
Gott sprach zu mir: "Lächle, denn es könnte schlimmer kommen". Ich lächelte und es kam schlimmer.......

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