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Indigo

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1

Donnerstag, 29. November 2007, 22:53

Umverteilung

Es ist irgendwie unglaublich, in Österreich, das unter den reichsten Ländern der Welt rangiert, sind 420.000 Bürger akut von Armut betroffen. Mehr als die Hälfte von ihnen käme nicht über den Winter, würden sie keinen Heizkostenzuschuss bekommen. Die Volkshilfe hat nun mit Margit Fischer als Schirmherrscherin die Kampagne *Armut tut weh* gestartet. Es soll keine kurzfristige Almosenverwaltung sein - sondern Bildung ist die wirksamste Möglichkeit, aus dem Armutskreislauf auszubrechen - das wird aber nicht jeden helfen, deren Bildungsweg am Ende ist, oder?

Im Gegensatz dazu konnte man auf der Wiener Luxus Messe Autos um mehr als eine Million oder Weinflaschen um 53.000 € bestauen. In welche Richtung verläuft die Umverteilung - in Richtung nach oben.
Bestimmte Leute glauben, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei waren es in Wirklichkeit nur Buchstabensuppen.

Ernst Ferstl

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Indigo

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2

Freitag, 30. November 2007, 19:24

Macht euch dieses Thema sprachlos?

Für mich ist es wieder eine Bestätigung, die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer, oder?
Bestimmte Leute glauben, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei waren es in Wirklichkeit nur Buchstabensuppen.

Ernst Ferstl

3

Freitag, 30. November 2007, 19:48

Vielleicht ist man deswegen so "reich", weil man ganz bewusst einen Teil "arm" bleiben lässt?

Du sprichst wahrscheinlich von materieller Armut/Reichtum? Leider ist es oftmals egal, ob man das Wort "materiell" anhängt, weil es grösstenteils ohnehin automatisch damit verbunden wird. Ganz allgemein werden doch die Noten/Werte am Berufsstand/Einkünfte gemessen. Mir kommt vor dass es offenbar, wenn man der Werbung/Medien folgt, einer Verkäuferin oder einen Hilfsarbeiter unmöglich ist, zufrieden zu sein.

Was braucht es allerdings zum Glück oder Zufriedenheit, ohne oder mit wenig Geld? Vor kurzem war im ORF eine Sendung in der es ebenfalls ums Geld ging. Eine interessante Aussage war, dass man mit Geld ein Vermögen hat. Man hat das Vermögen (man vermag) etwas zu tun. Das ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.

Ich bin allerdings zufrieden, wenn ich Zeit für mich selbst habe um bspw. in aller Ruhe ein gutes Buch zu lesen, die Ruhe geniessen kann, keine Stress spüre. Doch wieviele können sich mit so etwas zufrieden geben?
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

Indigo

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4

Freitag, 30. November 2007, 20:36

@Weihnachtsmann

Ich kann mich mit sowas zufrieden geben, allerdings, wie sieht es mit denen aus, denen beim Lesen kalt ist, die keine Seite umblättern können, weil die Hände so zittern?

Ich für meinen Teil finde es ungerecht, weil die *fetten* immer *fetter* werden, und von den *dünnen* wird immer mehr abverlangt.

Vielleicht sehe ich auch vieles durch die rosarote Brille, aber.... umverteilen sollte nicht schwer sein, sofern die gierigen es zulassen würden.
Bestimmte Leute glauben, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei waren es in Wirklichkeit nur Buchstabensuppen.

Ernst Ferstl

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5

Freitag, 30. November 2007, 21:05

Du hast recht dass es alleine nichts hilft, wenn die/der Einzelne gerne liest aber die Kälte in der Wohnung nicht abstellen kann. Wenn ein Mensch frieren muss, dann ist er nicht nur materiell arm, sondern auch nicht in der Lage sich selbst aus dieser Situation zu befreien. Leider! Ich stell mir das als grosse Demütigung vor, wenn man gezwungen ist auf ein Amt zu gehen und um einen Heizkostenzuschlag fragen zu müssen. Soll so der Ansporn aussehen etwas zu leisten oder dient es eher dazu, Menschen zwar eine wärmere Wohnung zu geben, diese aber seelisch abkühlen zu lassen, zu demotivieren?

Ich denke dass wahrer Reichtum darin besteht, sich entscheiden zu können.
Die glücklichen Sklaven
sind die
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Marie von Ebner-Eschenbach

6

Freitag, 30. November 2007, 21:13

Ich bin allerdings zufrieden, wenn ich Zeit für mich selbst habe um bspw. in aller Ruhe ein gutes Buch zu lesen, die Ruhe geniessen kann, keine Stress spüre. Doch wieviele können sich mit so etwas zufrieden geben?
Hast du aber schön gesagt, lieber Weihnachtsmann; kann dir voll beipflichten. Wir haben da ziemlch ähnliche "Vorgaben", was Zufriedenheit angeht.
Der Pferdefuß an der Sache: Um all das genießen zu können, sollte man aber über den nötigen Rückhalt verfügen. Und da gehört das leidige Geld nun mal dazu.
Wenn ich Indigos Zeilen richtig interpretiere, dann meint sie ja die nicht gerade kleine Anzahl an Menschen in Österreich, die sich diese Art der Zufriedenheit schlicht und ergreifend nicht leisten können, weils einfach an den grundlegendsten Dingen fehlt!
Wo's schon ein "befriedigendes" Erlebnis ist, wenn man mal die Miete, den Strom und andere notwendigen Zahlungen mal pünktlich erledigen kann.
Im sogenannten "reichen" Österreich wird dermaßen viel Geld für größten Blödsinn ausgegeben (Nitsch-Museum, div. Künstlerförderungen, "Busenbrunnen" in Leonding,etc.), dass es einem den Magen umdreht, wenn man gleichzeitig hören/lesen muss, dass es sehr viele gibt, die sich nicht einmal den "Luxus" einer temperierten Wohnung leisten können.

Da läuft was schief im Staate Österreich (und nicht nur da);

7

Freitag, 30. November 2007, 21:43

Wenn ich darüber nachdenke was mich zufrieden macht, dann kann ich ja schlecht meinen Weg mit jenen von anderen vergleichen. Es soll dabei ICH zufrieden sein. Manchmal würde ich mir das auch von anderen wünschen, von jenen welche damit zufrieden sind, wenn sie ein schöneres Auto als der Nachbar haben. Das kann aus meiner Sicht keine erfüllende Zufriedenheit sein, weil sie auf der angeblichen Zufriedenheit eines anderen aufbaut.

Aber natürlich, wenn man in Österreich Menschen dazu zwingt, aufs Amt für Heizkosten gehen zu müssen, kann ich mir persönlich darunter ebenfalls keinen Weg vorstellen, dass diese Situation in das "Glück" führt soll. Mag es Leute geben, denen das egal ist, für die meisten ist es eine Demütigung welche sie nicht verdient haben. Nebenbei bemerkt eine Demütigung welche sie versuchen vor Mitbürgern zu verstecken, somit ist das wohl eine von Bürgern gemachte und von der Regierung unterstützte Schmach. Genannt Leistungsgesellschaft!
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

8

Samstag, 1. Dezember 2007, 18:34

RE: Umverteilung

Es ist irgendwie unglaublich, in Österreich, das unter den reichsten Ländern der Welt rangiert, sind 420.000 Bürger akut von Armut betroffen. Mehr als die Hälfte von ihnen käme nicht über den Winter, würden sie keinen Heizkostenzuschuss bekommen....

@Indigo!

Von diesen 420.000 Leuten sind mindestens die Häfte Leute die nicht arbeiten wollen, oder Leute die wohl arbeiten, aber mit dem Geld nicht umgehen können,

Ich kenne einige Familien, die mehr verdient haben als ich und meine Frau und trotzdem immer "neger" waren.

Der Grund: Zu grosses Auto, zu grosse Wohnung, Urlaubsreisen auf Pump in die Karibik oder weiss Gott wohin, Wochenendhaus auf Pump usw, usw.

Und denen soll ich Heizkostenzuschuss bezahlen? Wer bezahlt mir Heizkostenzuschuss? Dabei bewohne ich alleine ein Haus mit 150m² Wohnfläche, und da gibt es schon einiges zu heizen. :pillepalle:
Lernen Sie Geschichte, Herr Journalist!
Bruno Kreisky

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10

Samstag, 1. Dezember 2007, 19:32

@Indigo!

Von diesen 420.000 Leuten sind mindestens die Häfte Leute die nicht arbeiten wollen, oder Leute die wohl arbeiten, aber mit dem Geld nicht umgehen können,

Ich kenne einige Familien, die mehr verdient haben als ich und meine Frau und trotzdem immer "neger" waren.

Der Grund: Zu grosses Auto, zu grosse Wohnung, Urlaubsreisen auf Pump in die Karibik oder weiss Gott wohin, Wochenendhaus auf Pump usw, usw.

Und denen soll ich Heizkostenzuschuss bezahlen? Wer bezahlt mir Heizkostenzuschuss? Dabei bewohne ich alleine ein Haus mit 150m² Wohnfläche, und da gibt es schon einiges zu heizen. :pillepalle:
Was sagt ein PensionistIn mit einer Mindestrente dazu? :kopfkratz:

Leute welche mit Geld nicht umgehen können, gibt es wie Sand am Meer. Für mich ist zu allererst immer der Einzelne für sich verantwortlich und dennoch kann man es sich nicht immer so einfach machen. Viele Menschen sind oder werden doch als Konsum-Sklaven von Medien usw. erzogen. Oftmals sieht man überhaupt keine Ausweg ausser den Konsum von irgendetwas.

Nehmen wir die Handys her. Es wird doch ständig suggeriert, dass das momentane Modell uralt ist und man unbedingt das neue benötigt. Mit PCs verhält es sich nicht anders. Es werden ganz bewusst immer nur kleine technologische Schritte gesetzt, welche dann als riesen Neuerungen angepriesen werden.

Wie gesagt, zunächst ist der Einzelne für sich verantwortlich doch das liebe System spielt schon auch eine Rolle.
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Marie von Ebner-Eschenbach

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