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ASY

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1

Dienstag, 29. Januar 2008, 10:19

Inflation 2007 - was wurde teurer oder billiger?

http://diepresse.com/home/wirtschaft/355827/index.do

Zitat

Um durchschnittlich 2,2 Prozent wurden Güter im Jahr 2007 teurer. Hier nun jene Güter aus dem Warenkorb, bei denen die Preise am stärksten stiegen bzw. sanken.

  1. Strom: Um 36,4 Prozent stieg der Preis für Strom. Sollte ein elektrisches Gerät kaputt gehen, muss man auch für den Handwerker mehr bezahlen: Elektrikerstunden wurden um 6,3 Prozent teurer.
  2. Zwiebeln: Zwiebelringe werden eine teurere Köstlichkeit: 29,2 Prozent kostet das Schichtengemüse mehr. Häuptelsalat hingegen wurde um 5,6 Prozent billiger.
  3. Kartoffeln: Auf die Fastfood-Fans kommen harte Zeiten zu: Nicht nur Zwiebeln, auch der Pommes-Rohstoff Kartoffeln wurde teurer. 15,5 Prozent muss man bei uns für Erdäpfel mehr bezahlen als 2006.
  4. Vollmilch: In dem Film "Pulp Fiction" trinkt John Travolta einen "Five-Dollar-Milkshake". Da Milch in Österreich um 9,5 Prozent teurer wurde, könnte dieser Preis auch hier bald normal sein.
  5. Eigentumswohnung: Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen im Schnitt um 5,6 und die Betriebskosten um 3,1 Prozent. Zum Vergleich: Mieten stiegen nur um zwei Prozent. Für die langfristige Planung: Seniorenheime wurden um 5,5 Prozent teurer.

Einige Güter wurden 2007 auch billiger. Hier nun die fünf größten Preisdämpfer.

  1. Speichermedien: Sie bieten immer mehr Speicherplatz und werden immer kleiner und billiger: Alleine 2007 sanken die Preise für USB-Sticks, Speicherkarten etc. um 54,3 Prozent.
  2. Monitore: Die immer billiger gespeicherten Daten lassen sich auch günstiger betrachten: PC-Monitore wurden 2007 um 27,6 Prozent billiger. Die Preise für Notebooks sanken um 18,3 Prozent. Flatscreen-Fernseher wurden um 16,6 Prozent billiger.
  3. Flugtickets: Um 24,7 Prozent wurden Flugtickets billiger. Am Ziel angekommen ist es ratsam, in einem Hotel mit vier oder fünf Sternen zu nächtigen: Die sind um 3,1 Prozent billiger geworden.
  4. Handy-Grundentgelt: Die Grundgebühren für Mobiltelefonie sanken um 12,7 Prozent in Österreich. Auch die Minutengebühren wurden um 1,8 Prozent billiger. Der Preiskampf der Netzbetreiber findet auch bei Handys selbst statt: Letztes Jahr konnte man Geräte um 8,3 Prozent günstiger erstehen als 2006.
  5. Camcorder: Auf immer billigeren Fernsehern und Monitoren kann man Videos betrachten, die man mit immer günstigeren Kameras selbst gedreht hat: Die Preise für Camcorder sanken um 10,5 Prozent.
Wenn wir weniger wohnen, essen und Strom verbrauchen, dann kaufen wir uns einfach technische Geräte und ein Flugticket. Wird der Hunger zu groß, so können wir doch mit der günstigen Handy-Grundgebühr telefonieren.

So eine Regierung ist für alles zu haben, doch für nix zu gebrauchen.

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2

Dienstag, 29. Januar 2008, 11:08

Bei diesen Preisentwicklungen verwundert es nicht, daß materielle Dinge in der Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Somit wird die Kaufsuchtkraft beachtlich erhöht, denn Lebensmittel werden sowieso immer gekauft weil sie zum Leben gebraucht werden, und sind sie noch so teuer. Und elektronische Geräte werden wegen ihres geringen Preises ebenfalls gekauft, auch wenn man sie nicht unbedingt benötigt. Der "mündige" Bürger soll halt sein Geld ausgeben und wenn möglich soll ihm am Monatsende nichts übrigbleiben vom hart erarbeitenden Einkommen, und was soll man sagen, es funktioniert schon recht gut. :pillepalle:
° Phanthasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt °

ASY

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3

Dienstag, 29. Januar 2008, 12:18

Die größte Sauererei, auf die ich immer wieder hinweise ist, dass ich bspw. Zwiebel, Kartoffel, Milch tagtäglich brauche, doch deren Inflation wird mittels einzigartigen Anschaffungen ausgeglichen. Niemand kauft sich jede Woche einen Flug oder einen Flat-TV.

So gesehen haben wir von 06 auf 07 einen absoluten Kaufkraftverlust von mehr als 20 Prozent.

Nebenbei möchte ich noch bemerken, dass vom Produzenten her ein Tonne Sand weniger kostet als eine Tonne Getreide.

4

Freitag, 1. Februar 2008, 21:31

Österreich führt EU- weit bei den teuersten Lebensmittelpreisen. Na bravo, und was will die Regierung dagegen unternehmen? Der Buchinger, dieser Koffer, will allen jenen mit niedrigem Einkommen(ich glaubte von unter 1.000 Euro zu hören) einen 100 Euroschein schenken. Angesichts solch einer schwachsinnig dämlichen Aktion gehört der Sozialminister mit einem Tritt verabschiedet.
So habe ich es im Radio vernommen.
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5

Freitag, 1. Februar 2008, 23:17

So habe ich es im Radio vernommen.
Hast richtig "vernommen".

Zitat

(Quelle: Networld.at)

Buchinger will 100 € für alle unter 1.000 € Verdiener
Und jetzt der Übergag in dem Artikel:

Zitat

Aus Sicht des Vizekanzlers sind Einmalzahlungen falsch, "weil sie die
Teuerung weiter anheizen und zu neuen Schulden führen." Stattdessen
plädiert Molterer dafür, dass im heurigen Jahr, "wo es Sinn macht", auf
Gebührenerhöhungen verzichtet werden sollte. In die Pflicht nahm der
Finanzminister auch die Wirtschaft. In manchen Bereichen gebe es keinen
oder nur unzureichenden Wettbewerb, etwa im Energiesektor: "Mein
Verdacht ist, dass manche in der Wirtschaft Preise unnötig erhöht
haben
." Preisregelungen im Lebensmittelhandel lehnt Molterer dezidiert
ab. "Interessant" wäre für ihn aber eine "Preisbeobachtung".
Es ist also ein "Verdacht" für den "lieben" Molterer. Kommt alles gaaaaanz überraschend für ihn und seinesgleichen (komplette Politikerriege; egal welcher Farbe)
Und eine "Preisbeobachtung wäre interessant"; und was will er da beobachten? Wie immer mehr Leute in gewaltige Schulden getrieben werden? Was will er dagegen tun? Eine "Preisregelung"? Könnte er nicht einmal dann machen wenn er möchte; da sei die "freie Marktwirtschaft" (oberste Maxime der EU) vor. Außerdem wage ich jede Wette einzugehen, dass dann alles noch blöder würde.
Und die Aktion vom Buchinger lassen wir lieber unkommentiert; will ja dem mod keine Arbeit machen; :D

6

Samstag, 2. Februar 2008, 11:47

"Mein
Verdacht ist, dass manche in der Wirtschaft Preise unnötig erhöht
haben."


Der Willi hält uns Bürger anscheinend für sehr dämlich. Das Regierungsteam weiss um die miserable Lage bestens bescheid und unternimmt nichts. Andererseits muss es dem Großteil der Österreicher noch verhältnismäßig gut gehen, denn die Kaufkraft der österr. Bevölkerung ist im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 2% gestiegen.
http://www.handelszeitung.at/ireds-43420.html
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7

Samstag, 2. Februar 2008, 12:49

Die hinter diesem Bericht stehende Firma ist schon eine seltsame.

http://www.makam.at/index.php?option=com…id=20&Itemid=42

Ich las den Bericht anders - die Kaufkrafterhöhung ist lediglich die Inflation, die ja bei den häufig gebrauchten Produkten zum Überleben um ein Vielfaches von 2% gestiegen sind. Somit hat sich nach meiner Überlegung die Kaufkraft gesenkt.

Allein schon dieser Text spricht Bände:

Zitat

Kärnten, das durch eine gemischte Wirtschaftsstruktur mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil im Dienstleistungsbereich gekennzeichnet ist, bleibt nach weiteren Kaufkraftverlusten das Schlusslicht beim österreichischen Wohlstandsniveau.

8

Samstag, 2. Februar 2008, 14:15

denn die Kaufkraft der österr. Bevölkerung ist im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 2% gestiegen.
Dazu ein kleiner Ausschnitt des "Berichtes":

Zitat

Das nominelle Kaufkraftvolumen
der österreichischen Bevölkerung belief sich auf etwa 122 Mrd. Euro,
was einer Kaufkraft pro Kopf von etwa 15.100 Euro und pro Person ab 15
Jahren von etwa 18.230 Euro entspricht. Damit ist die Kaufkraft in
Österreich im Vergleich zum Vorjahr um etwa 2% gestiegen.
Derartige "Berichte" verursachen bestenfalls einen Brechreiz bei mir. Die übliche "statistische" Verarschung.
Hatten wir doch schon: Wenn von zehn Personen einer zehn Millionen Euro besitzt und die anderen neun pleite sind, hat statistisch gesehen jeder eine Million Euro.
Genau so verhält es sich mit dem "Kaufkraftanstieg". Bei manchen ist dieser eben unverhältnismäßig angestiegen, wohingegen die Masse nicht mehr weiß, wie sie über die Runden kommt. "Statistisch" gesehen wäre ja alles in Ordnung; aber eine Statistik hat nun mal nichts nit der Realität zu tun.

Seitens Politiker wird man natürlich wieder nur Lobgesänge über unseren (immaginären) Reichtum hören; vom realen Leben haben die ja sowieso keine Ahnung.

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9

Samstag, 2. Februar 2008, 14:55

Und somit wird sich die Armutsspirale in den kommenden Jahren immer schneller zu drehen beginnen, denn das die Reallöhne weiterhin stagnieren werden, während das tägliche Leben immer schneller immer teurer wird, ist so sicher wie ich seinen Sack unter meinem Pimmel baumeln habe. Arbeit wird sich in Zukunft finanziell nicht mehr lohnen, ist zu befürchten.
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10

Samstag, 2. Februar 2008, 15:33

Ich bin eigentlich sprachlos, wenn ich bedenke, was unsere Regierung an Müll produziert - Österreich hat ein politisches Müllproblem mit Müllpolitikern.

100 Euro für Wenigverdiener

Zwei Millionen verdienen weniger als 1000 Euro

Zitat

http://derstandard.at/?url=/?id=3203945
Wenn man – wie kolportiert – jedes Einkommen unter 2000 Euro brutto mit einer Einmalzahlung von 200 Euro entlasten wolle, koste das 800 Millionen Euro. „Und dann ist die Steuerreform weg“, heißt es.
Aha, es gibt also 4 Mio Österreicher die unter 2.000 Euro brutto verdienen?

800 Mio Euro zahlen wir den 25 reichsten Familien Österreichs alle 14 Tage!

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