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ASY

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1

Sonntag, 20. April 2008, 23:22

Patienten in "Geiselhaft" des Systems

Zitat

Patienten in "Geiselhaft" des Systems

Geschichten wie diese gehen regelmäßig über den Schreibtisch des Patientenanwalts: Ein Baby kommt einige Wochen zu früh auf die Welt.

Anstatt das Frühchen wochenlang im Krankenhaus zu lassen, wollten es die Eltern mit nach Hause nehmen – was medizinisch auch möglich ist, wenn zu Hause ein "Heimmonitor" aufgestellt wird, der beispielsweise die Atemfrequenz misst. Einziger Haken: Das Gerät kostet 400 Euro, und die Gebietskrankenkasse weigerte sich im beschriebenen Fall, die Kosten dafür zu übernehmen.
Für die Patienten klingt das absurd, schließlich wäre die Behandlung im Krankenhaus für sie ja kostenlos gewesen. Aus Sicht der Gebietskrankenkasse (GKK) sei das aber "durchaus verständlich", räumt Patientenanwalt Gerald Bachinger ein. Die Kasse zahlt jährlich einen Pauschalbetrag an die Spitäler, während die Ärzte pro Behandlung bezahlt werden. Für die Kassen bedeutet also jeder Patient, der sich im Krankenhaus behandeln lässt, eine Kosteneinsparung.
Betrachtet man das gesamte System, dann ist die Überwachung zu Hause aber deutlich günstiger als im Spital. An dieser Schnittstelle gehen Millionen Euro verloren. So komplex und undurchschaubar das österreichische Gesundheitssystem sein mag – die Auswirkungen des Kompetenzwirrwarrs spüren die Patienten also im wahrsten Sinn des Wortes am eigenen Leib.

Ein Hin und Her
"Derzeit versucht jeder Kostenträger, Patienten in Bereiche des jeweils anderen hineinzuschieben, damit er sein eigenes Budget entlastet", meint Bachinger – sprich: Länder und ....

....unbedingt weiterlesen
Da legst dich wieder nieda - der Patient buckelt sich einen Trottel ab in einem System, welches er mehr bezahlt als gebraucht. Das ist für mich der Gipfel von Frechheit der Obrigkeit gegenüber ihren Ernährern. :hmpf:

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HerrAbisZ

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2

Montag, 21. April 2008, 18:12

Du hast die Pflegegebühr, die man bezahlen muss, wenn man im Spital war, vergessen!

Geregelt ist da im § 27a KakuG

Hier: http://ris.bka.gv.at/auswahl/ kann man alle Gesetze uvam. nachlesen

Besser gleich da: http://www.ris.bka.gv.at/bundesrecht/

Zitat

§ 27a. (1) Von sozialversicherten Pfleglingen der allgemeinen
Gebührenklasse, für deren Anstaltspflege als Sachleistung entweder
LKF-Gebührenersätze durch den Landesgesundheitsfonds oder
Gebührenersätze zur Gänze durch einen Träger der Sozialversicherung
getragen werden, ist durch den Träger der Krankenanstalt ein
Kostenbeitrag in der Höhe von 3,63 Euro pro Verpflegstag einzuheben.
Dieser Beitrag darf pro Pflegling für höchstens 28 Kalendertage in
jedem Kalenderjahr eingehoben werden. Von der Kostenbeitragspflicht
sind jedenfalls Personen, für die bereits ein Kostenbeitrag nach
anderen bundesgesetzlichen Regelungen geleistet wird, die
Anstaltspflege im Fall der Mutterschaft, im Krankheitsfall im
Zusammenhang mit der Mutterschaft oder als Folge der Niederkunft in
Anspruch nehmen sowie jene Personen ausgenommen, für die eine
besondere soziale Schutzbedürftigkeit gegeben ist, wobei die
Familien-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie die Art und
Dauer der Erkrankung zu berücksichtigen sind.
(2) Die Landesgesetzgebung wird ermächtigt, für die Jahre 2005 bis
einschließlich 2013 den in Abs. 1 genannten Beitrag so weit zu
erhöhen, dass die Summe aller Kostenbeiträge nach Abs. 1 bis 6
maximal zehn Euro (Basis 2005) beträgt.
(3) Zusätzlich zum Kostenbeitrag gemäß Abs. 1 ist von
sozialversicherten Pfleglingen der allgemeinen Gebührenklasse, für
deren Anstaltspflege als Sachleistung entweder LKF-Gebührenersätze
durch den Landesgesundheitsfonds oder Gebührenersätze zur Gänze
durch einen Träger der Sozialversicherung getragen werden, durch den
Träger der Krankenanstalt für die Landesgesundheitsfonds ein Beitrag
in der Höhe von 1,45 Euro pro Verpflegstag einzuheben. Dieser
Beitrag darf pro Pflegling für höchstens 28 Kalendertage in jedem
Kalenderjahr eingehoben werden. Von der Beitragspflicht sind
jedenfalls Personen, für die bereits ein Kostenbeitrag nach anderen
bundesgesetzlichen Regelungen geleistet wird, die Anstaltspflege im
Fall der Mutterschaft, im Krankheitsfall im Zusammenhang mit der
Mutterschaft oder als Folge der Niederkunft in Anspruch nehmen sowie
jene Personen ausgenommen, für die eine besondere soziale
Schutzbedürftigkeit gegeben ist, wobei die Familien-, Einkommens-
und Vermögensverhältnisse sowie die Art und Dauer der Erkrankung zu
berücksichtigen sind.
(4) Der Kostenbeitrag gemäß Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2
vermindert oder erhöht sich jährlich in dem Maß, das sich aus der
Veränderung des vom Österreichischen Statistischen Zentralamt
verlautbarten Verbraucherpreisindex 1986 oder des an seine Stelle
tretenden Index gegenüber dem Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens des
Bundesgesetzes, BGBl. Nr. 282/1988, ergibt. Sofern die
Landesgesetzgebung von der Möglichkeit der Erhöhung des
Kostenbeitrages gemäß Abs. 2 insoweit Gebrauch macht, dass dadurch
für das Jahr 2005 die Summe aller Beiträge nach Abs. 1 bis 6 unter
Berücksichtigung der Valorisierung zehn Euro übersteigen würde, ist
diese erstmals für das Jahr 2006 vorzunehmen.
(5) Zusätzlich zum Kostenbeitrag gemäß Abs. 1 und zum Beitrag
gemäß Abs. 3 ist von sozialversicherten Pfleglingen der allgemeinen
Gebührenklasse und von Pfleglingen der Sonderklasse ein Beitrag von
0,73 Euro einzuheben. Dieser Beitrag darf pro Pflegling für
höchstens 28 Kalendertage in jedem Kalenderjahr eingehoben werden.
Von der Beitragspflicht sind jedenfalls Personen, für die -
abgesehen von der Sonderklassegebühr gemäß § 27 Abs. 4 Z 1 - bereits
ein Kostenbeitrag nach anderen bundesgesetzlichen Regelungen
geleistet wird, die Anstaltspflege im Fall der Mutterschaft, im
Krankheitsfall im Zusammenhang mit der Mutterschaft oder als Folge
der Niederkunft in Anspruch nehmen sowie jene Personen ausgenommen,
für die eine besondere soziale Schutzbedürftigkeit gegeben ist,
wobei die Familien-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie die
Art und Dauer der Erkrankung zu berücksichtigen sind.
(6) Der Beitrag gemäß Abs. 5 wird von den Trägern der
Krankenanstalten eingehoben und zur Entschädigung nach Schäden, die
durch die Behandlung in diesen Krankenanstalten entstanden sind und
bei denen eine Haftung des Rechtsträgers nicht eindeutig gegeben
ist, zur Verfügung gestellt.
Bei mir hat man aber in 2006 bereits EUR 10,16!! kassiert! Jetzt sind es in Wien schon fast EUR 11,00! :sad:

Wie ist das in anderen Bundesländern?

Was glaubt Ihr habe ich gemacht? Richtig! EINSPRUCH erhoben! Alle 2 abgelehnt!

Ich bin sogar der Meinung, dass der ganze Paragraph gesetzwidrig ist, weil sich Absatz 2 und 4 gegenseitig widersprechen!

Verfassungsgerichtshofbeschwerde einreichen lassen. Geht nur über einen Anwalt (fragt mal euren Anwalt, was er dafür verlangt!) Eingereicht 04.04.2007 - aber was lest selber in der Anlage nach!

Ich wünsche, dass alle Richter, die hier dabei waren, entlassen werden! Das Volk ist doch der Souverän!

WIR HABEN KEINEN RECHTSSTAAT MEHR :!!: :!!: :!!:
»HerrAbisZ« hat folgende Datei angehängt:

3

Dienstag, 22. April 2008, 14:39

Kann man das so verstehen, dass du wegen 11 Euro zum Anwalt gelaufen bist?

4

Dienstag, 22. April 2008, 15:15

Kann man das so verstehen, dass du wegen 11 Euro zum Anwalt gelaufen bist?

wahrscheinlich, dafia hat er für den RA ein paar 100euro bezahlt und die 11 haben sie ihm gestrichen

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HerrAbisZ

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5

Dienstag, 22. April 2008, 15:22

Ich glaub ich muss das noch näher Ausführen

Jeder der im Spital stationär behandelt wird, muss pro Tag diesen Beitrag zahlen. Maximal 30 Tage! Ausnahmen: Wenn man wenig Einkommen hat (weiß jetzt die Grenze nicht) - und es gibt auch zumindest eine Krankenkasse (KFA) die das übernimmt. Aber die GKK nicht! Da sind aber die meisten versichert!

So jetzt gibt es im Jahr x-Millionen Pflegetage insgesamt -> x-Millionen mal 11,00 EUR! :sad:

Jetzt stell dir vor, ein nicht so gut Verdiener muss ca. 330,00 EUR zahlen. Das ist sehr schwer für den! Und da gibt es viele!

Für mich persönlich waren es 1 Tag = 10,16 EUR!

Und es ist ja laut Absatz 2 auf 10,00 EUR begrenzt!

Aber ich mache das nicht in erster Linie für mich selber, sondern für alle Anderen, die das zahlen müssen! Wie schon geschrieben: Ich halte das Gesetz für gesetzwidrig! ES DÜRFTE GAR NIX KASSIERT WERDEN!

Ich bin sogar der Meinung, dass das UNTREUE ist :!!:

Das Volk wird eh schon ausgebeutet, wo man kann. Ich wehre mich dagegen und versuche dadurch Anderen zu helfen!

Der mE feige VFGH lehnt einfach die Behandlung meiner Beschwerde ab! (politischer Sprengstoff, da die Spitäler ja eh schon so teuer sind - man brauche nur weiter Denken...) Gibt es noch eine höhere Instanz in Österreich?

War das jetzt verständlicher :frag:

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6

Dienstag, 22. April 2008, 15:38

Wenn das Ganze aus dem Jahre 2005 ist, dann musst du auch den VPI einrechnen. Es ist ja ausdrücklich angeführt:

Zitat

(4) Der Kostenbeitrag gemäß Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 vermindert oder erhöht sich jährlich in dem Maß, das sich aus der Veränderung des vom Österreichischen Statistischen Zentralamt verlautbarten Verbraucherpreisindex 1986 oder des an seine Stelle tretenden Index gegenüber dem Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens des Bundesgesetzes, BGBl. Nr. 282/1988, ergibt. Sofern die Landesgesetzgebung von der Möglichkeit der Erhöhung des Kostenbeitrages gemäß Abs. 2 insoweit Gebrauch macht, dass dadurch für das Jahr 2005 die Summe aller Beiträge nach Abs. 1 bis 6 unter Berücksichtigung der Valorisierung zehn Euro übersteigen würde, ist diese erstmals für das Jahr 2006 vorzunehmen.
Das wären 1,6% im Jahre 2006! :schulter:

7

Dienstag, 22. April 2008, 15:39

Ausnahmen: Wenn man wenig Einkommen hat (weiß jetzt die Grenze nicht)


Also wenn man wenig Einkommen hat, muss man eh nix zahlen, oder wie jetzt??? Wenn ja, die Leut was mehr verdienen, könnens ruhig zahlen!
Ich würd das die auch gleich sowieso selber zahlen lassen, wenns selber dran schuld sind, das ins Krankenhaus kommen. Wenns besoffen Autofahren und sie haben ein Unfall, könnens das selber blechen. Wenns unbedingt extrem Herumsporteln, sollens gfälligst schaun, dass sie sich extra versichern, das sollt auch keine GKK zahlen, usw...

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8

Dienstag, 22. April 2008, 15:51

Wenns unbedingt extrem Herumsporteln, sollens gfälligst schaun, dass sie sich extra versichern, das sollt auch keine GKK zahlen, usw...
Du meinst also, wenn wer ohne Einnahmen auf einen Berg geht, der soll sich die Verunfallung selber blechen. Aber ein Dachdecker, der mit seiner Tätigkeit auch noch Geld verdient, soll versichert sein. :kopfkratz:

Aber dein Ansinnen wäre schnell gelöst - wir müssten nur eine Arbeitsunfallversicherung obligatorisch machen und Privatunfälle privat vorsorgen - damit bist du voll auf der Schiene der liberalen Marktwirtschaft. :schulter:

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9

Dienstag, 22. April 2008, 16:01

na findest es normal, dass jemand monatelang wegen Schifahren mit nem Gipsfuss herumlungert und Krankengeld bekommt von dem Krankenkassengeldern der Leute, die sich nicht mal Schifahren leisten können??? wer sich extremen Sport leisten kann, kann sich auch gleich für das eine Zusatzversicherung mitleisten
extremer Sport ist zB. Bergklettern, Schifahren, Motorsport,...
simple Freizeitunfälle beim Spazieren, Schwimmen mein ich damit nicht
und so gehörts auch für dieses tägliche Krankenhausgeld geregelt...

ASY

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10

Dienstag, 22. April 2008, 16:22

extremer Sport ist zB. Bergklettern, Schifahren, Motorsport,...
Wenn eine Mutter ihr Kind mit dem Fahrrad in den Kindergarten bringt, zählt das dann für dich zum Extremsport? Wie siehst du das bei Autounfällen in der Freizeit? Übermüdung oder Körpervernichtung durch Arbeit zwecks Gierbefriedigung? Was machma mit Sportesser?

Kein Geld keine Behandlung?

Larajana, da werden wir uns sicherlich nicht einig werden, weil ich die Gesellschaft nicht noch mehr schwächen will. Auf der einen Seite stopfen wir den Profi-Extremsportlern das Geld in den Hintern und bei den Artgenossen willst du die volle Härte wissen?

Die Tarnung der Neider ist die Freundlichkeit für die Mächtigen
und der Tritt gegen Gleiche und Untergebene.

Max Putzler (1915 - 1998)

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