Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zeitwort Nachrichten Diskussionsforum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

1

Dienstag, 22. April 2008, 14:10

Höhepunkt des Selbstdarstellungswahns: die eigene DNS im Internet

Zitat

Eine von der Frau eines Google-Gründers mitgeleitete Firma (selbstverständlich ist auch der Datenriese Google mitbeteiligt) verspricht viel Spaß und nette Infos, wenn man seine DNS von ihr analysieren und die Ergebnisse ins Internet stellen lässt. Ganz nebenbei freuen sich auch Pharmaunternehmen, wenn man ihnen Arbeit und Kosten abnimmt. Denn man muss die Erbgutanalyse mit knapp 1000 Dollar auch noch selber bezahlen. Und auch Strafverfolger und Geheimdienste werden sich freuen, ..... https://www.jondos.de/de/node/1189
Blöder geht's wohl wirklich nicht. So ein "mutiges" Verhalten erinnert mich immer wieder an den Spruch vom Sir Peter Ustinov

Mut ist oft ein Mangel an Einsicht, während Feigheit nicht selten auf guten Informationen beruht.

Ich bin lieber feig! :schulter:

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

2

Dienstag, 22. April 2008, 14:15

Es wird ja immerhin noch keiner dazu gezwungen. ;)
Um dieses Geld weiß ich mir auch was Besseres zu leisten! :D

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

3

Dienstag, 22. April 2008, 14:23

Es wird ja immerhin noch keiner dazu gezwungen. ;)
Du denkst der Zwang sich selbst darzustellen entsteht freiwillig? :kopfkratz:

4

Dienstag, 22. April 2008, 14:34

Du denkst der Zwang sich selbst darzustellen entsteht freiwillig?

Also wenn einer zuwenig Selbstbeherrschung hat, um diesem Zwang zu widerstehen, ist da aber trotzdem der Anbieter solcher Sachen nicht schuld! :roll:

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

5

Dienstag, 22. April 2008, 15:07

Also wenn einer zuwenig Selbstbeherrschung hat, um diesem Zwang zu widerstehen, ist da aber trotzdem der Anbieter solcher Sachen nicht schuld! :roll:
Vielleicht ist dir ein massendynamisches Verhalten bekannt - Menschen waren und sind sich einig auf ein paar gute Schmähs eine Diktatur einzuführen.

Es ist nicht absehbar wie sich dieses DNS-Projekt entwickelt - irgendwann werden die Preise billiger bis es soweit kommt, dass man Geld für seine veröffentlichte DNS bekommt. So gesehen, finanzieren die jetzigen Selbstdarsteller ein zukünftige Not, wo die Leute für ein paar Kröten ihre DNS hergeben.

Übrigens - Betreiberin ist die Frau eines Google-Gründers. :roll:
Da braucht es natürlich wieder weitere Infos die Hintergründe zu verstehen.

6

Dienstag, 22. April 2008, 19:03

Isoliert betrachtet bedarf es natürlich schon eines krankhaften Selbstdarstellungssyndrom, aber ist es nicht so, dass es immer mehr Mode wird bspw. ins Fernsehen zu drängen, sich dort erniedrigen und sich zur Sau machen zu lassen.

Umso mehr Plattformen und Möglichkeiten es zur Inszenierung gibt, desto mehr Leute werden diese "Angebote" wahrnehmen. Das kann man gut mit den Drogen vergleichen. Je mehr es gibt, desto mehr werden sie nehmen. Dabei hätten wahrscheinlich nur die wenigsten von den zukünftigen Drogenabhängigen die echte Veranlagung, ein überzeugter Junkie zu werden.

Heute kann man mit den DNA-Stränge noch nicht das anfangen, was man vielleicht in 10 Jahren kann. Wer seinen Strang jedoch bspw. bei MySpace ausstellt muss wissen - sie/er sind sich meist der Bedeutsamkeit nicht bewusst - dass dieser nicht nur für sehr lange Zeit gespeichert bleibt sonder in Zukunft sicher für irgendetwas zu gebrauchen sein wird.

Nicht nur potentielle Krankheiten sind aus der DNA zu entnehmen, es gibt sehr sehr starke Hinweise, dass gewisse Charaktereigenschaften ebenfalls daraus entschlüsselt werden könnten. Natürlich sind persönliche Verhaltensmuster od. -merkmale primär eine Frage der sozialen Umgebung, doch das Potential wie jemand vielleicht werden könnte, schlummert in der DNA. Welche Firma würde schon eine Person einstellen, welche die genetische Veranlagung hat, ein potentieller Mörder zu sein?

Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass bestimmte Tabus - wie bspw. die DNA - damit verschwinden, je offener man mit etwas umgeht. Wird nun sorglos die DNA ins Netz gestellt, ist das ein mehr oder weniger offener Umgang und die Leute sagen sich, "da passiert ja nix, das mache ich auch". Nur wenn solch ein Tabu verschwindet, wird es dann auch Firmen geben, welche die DNA des einzelnen Bewerbers verlangen.

Ich meine, wenn's schon die Leute freiwillig ausstellen, kann's doch nicht so schlimm sein? :roll: :roll:

Der Gesetzgeber könnte natürlich hergehen und den Krankenkassen oder den Firmen zu verbieten, von Kunden oder Bewerbern eine DNA zu verlangen. Man kann es aber nicht verbieten, dass diese es "freiwillig" tun und so evtl. eine bessere Chance auf den Job oder auf niedrigere Prämien hätte.
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

7

Dienstag, 22. April 2008, 19:13

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass diese vielen DNS Informationen, mit Wohnort, Geburtsdatum, Familienstand, Einkommen, Beruf, Krankheiten, usw. verknüpft werden, dann ließe sich damit schon mächtig etwas bewerkstelligen - und sicherlich nicht zu Gunsten der breiten Mehrheit. Da kann man gleich in entsprechend günstigen Gebieten für "Krankheiten" und den lukrativen "Heilanstalten" investieren.

Natürlich nur, wer auf die Daten Zugriff hat - und unsere Regierungen/Industrien/Medien/Militärs zeigen uns ja eh immer wieder wie vertrauensvoll sie wirklich sind.

Thema bewerten