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ASY

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1

Dienstag, 20. Mai 2008, 09:12

Demokratie, Wachstum, Gewinn kann man nicht fressen!

Zitat

Essen wird dauerhaft zum Luxus

Die Lebensmittelpreise bleiben mittelfristig hoch, sagt die EU. Eine Entwicklung mit Folgen von A wie Armut bis Z wie Zinsen.


Ein, zwei gute Ernten in den Kornkammern dieser Welt, und der Preis fürs tägliche Brot sinkt wieder auf das gewohnte Maß? Diese Hoffnung enttäuscht die EU-Kommission in einem Strategiepapier, das heute, Dienstag, vorgestellt wird. Das düstere Szenario: Die Lebensmittelpreise könnten mittelfristig auf dem aktuellen Rekordniveau bleiben. Eine nüchterne Feststellung mit weit reichenden Folgen.

Armut

Österreicher mit niedrigen Einkommen werden unter dem Motto „Margarine statt Butter“ ihre Essgewohnheiten anpassen; Supermarktketten wie Spar reagieren mit Billig-Schienen wie „S-Budget“. Doch die Ausweichmöglichkeiten bei der Grundnahrung sind beschränkt. Deswegen rechnet die Armutskonferenz damit, dass die Zahl der Sozialhilfeempfänger weiter steigt. Das erhöht den Druck auf den Staat, den Ärmsten mit Steuergutschriften, Mindestsicherungen oder einmaligen Inflations-„Hundertern“ unter die Arme zu greifen. Die EU-Kommission regt in ihrem Papier „Hilfen für besonders bedürftige EU-Bürger“ auch auf europäischem Level an. – Viel stärker trifft eine permanente Hungerkrise Menschen in den Entwicklungsländern, die nicht 18, sondern 80 Prozent ihrer Einkommen fürs Essen ausgeben. Zahlreiche Entwicklungsländer von Haiti bis zu den Philippinen könnten durch Ausschreitungen hungernder Bürger weiter destabilisiert werden. Die internationale Gemeinschaft wird tiefer in die Hilfstöpfe greifen müssen. Europa wird noch stärker mit Hungerflüchtlingen aus Afrika konfrontiert sein.
Biosprit
Die Strategie, Kraftfahrzeuge bis 2020 mit zehn Prozent Biosprit zu betreiben, wird Brüssel wohl nicht halten können. Denn die Verbrennung von Mais oder Getreide zu Sprit verschärft die Preisrallye im Supermarktregal.
Gentechnik
In ihrem Strategiepapier stößt die Kommission eine Grundsatzdebatte über den Umgang mit genetisch veränderten Nahrungsmitteln an. Das heißt, frei übersetzt: Besonders kritische EU-Länder wie Österreich sollten ihren Widerstand gegen ertragreiche Gentech-Pflanzen überdenken, können diese doch im Kampf gegen den Hunger helfen. Experten sehen solche Wunderpflanzen derzeit nicht. Von einem Kurswechsel profitieren würden in erster Linie die Gentech-Konzerne.
Wettbewerb
Die Wettbewerbsbehörden werden genauer hinschauen, ob steigende Preise wirklich gerechtfertigt sind, oder ob Monopole oder Oligopole dahinter stecken.
Zinsen

Lebensmittelpreise sind einer der großen Preistreiber. Lässt der Inflationsdruck nicht nach, wird auch die Europäische Zentralbank an ihrer strikten Hochzins-Politik festhalten. Zinssenkungen können auf die Wirtschaft belebend wirken. Wegen der Inflation könnte Europa länger im nächsten Konjunkturtal verharren müssen.
Artikel vom 19.05.2008 17:02 | KURIER | Clemens Neuhold
http://kurier.at/geldundwirtschaft/160825.php
Jetzt schreibt eine Zeitung, was ich schon seit Jahre predige - jetzt muss es der Caddy wohl auch mal glauben.

Es ist nun mal so, Demokratie kann man nicht fressen.

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2

Dienstag, 20. Mai 2008, 09:22

RE: Demokratie, Wachstum, Gewinn kann man nicht fressen!

Jetzt schreibt eine Zeitung, was ich schon seit Jahre predige - jetzt muss es der Caddy wohl auch mal glauben.

Es ist nun mal so, Demokratie kann man nicht fressen.



Jetzt wird wieder das "Argument" kommen: Ohne EU wäre alles viel schlimmer. :schulter:
Dies aber ist das Dritte, was ich hörte, dass Befehlen schwerer ist als Gehorchen. Friedrich Nietzsche

3

Dienstag, 20. Mai 2008, 09:22

Jetzt schreibt eine Zeitung, was ich schon seit Jahre predige


Ja, ist mal gut, dass es überhaupt wo öffentlich geschrieben wird!!!

Wir kennen eine Frau aus Thailand. Wie es dort zur Zeit zugeht wegen der steigenden Reispreise ist wirklich sehr traurig... Aber es ist gut, dass man jemanden aus armen, betroffenen Ländern kennt, da kann man ohne auf Spendeneinrichtungen zu vertrauen, direkt helfen, natürlich aber auch nur in einem sehr begrenztem Rahmen ... :depress

ASY

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4

Dienstag, 20. Mai 2008, 10:24

,Wer gestern die ZiB gesehen hat, der hat auch des BP-Chefs rotziges Gesülze gehört. Völlig unverschämt meinte er, dass nicht die Autofahrer und Häuslheizer abgezockt werden, sondern die Milliardengewinne kommen aus der Produktion und dem Handel(Markt)

Naja, wem wird das Zeug genommen, womit die Milliardengewinne lukriert werden? Etwa nicht uns?

Mit dem Wasser wird es nicht anders laufen - es kommen schreckliche Zeiten auf uns zu, da bin ich mir sicher.

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5

Dienstag, 20. Mai 2008, 10:51

,Wer gestern die ZiB gesehen hat, der hat auch des BP-Chefs rotziges Gesülze gehört. Völlig unverschämt meinte er, dass nicht die Autofahrer und Häuslheizer abgezockt werden, sondern die Milliardengewinne kommen aus der Produktion und dem Handel(Markt)

Naja, wem wird das Zeug genommen, womit die Milliardengewinne lukriert werden? Etwa nicht uns?

Mit dem Wasser wird es nicht anders laufen - es kommen schreckliche Zeiten auf uns zu, da bin ich mir sicher.



Was deutlich macht welch geistes Kind er ist, er begreift die Zusammenhänge nicht. :schulter:
Dies aber ist das Dritte, was ich hörte, dass Befehlen schwerer ist als Gehorchen. Friedrich Nietzsche

6

Dienstag, 20. Mai 2008, 11:06

Dann schauen wir doch mal, wo und wie uns die EU mal wieder unglaublich hilfreich war in ihrer Unterstützung.

Die Strategie, Kraftfahrzeuge bis 2020 mit zehn Prozent Biosprit zu betreiben, wird Brüssel wohl nicht halten können. Denn die Verbrennung von Mais oder Getreide zu Sprit verschärft die Preisrallye im Supermarktregal.

Welch wundersame Entwicklung uns da die EU vorgaukeln will - Biosprit macht"Rohölpreisunabhängig" - für alle die sich das Tanken noch leisten können - aber die Menschen verhungern, weil sie weder Reis/Weizen zu essen haben - und Rohöl keinerlei Nährwert aufweisen kann.

Gentechnik
In ihrem Strategiepapier stößt die Kommission eine Grundsatzdebatte über den Umgang mit genetisch veränderten Nahrungsmitteln an. Das heißt, frei übersetzt: Besonders kritische EU-Länder wie Österreich sollten ihren Widerstand gegen ertragreiche Gentech-Pflanzen überdenken, können diese doch im Kampf gegen den Hunger helfen. Experten sehen solche Wunderpflanzen derzeit nicht. Von einem Kurswechsel profitieren würden in erster Linie die Gentech-Konzerne.

Warum sollten Gen veränderte Lebensmittel GEGEN den Hunger der Welt helfen, wenn uns doch die Anbauflächen fehlen - auf denen wir auch getrost GEN-FREIE Lebensmittel anbauen können.

Es geht um die GEWINNE der Lebensmittelkonzerne, die dem Endverbraucher horrende Preise bescheren, und den Produzenten in den Untergang treiben weil die Konzerne nur GUTES Geld NEHMEN - nicht GEBEN !!!

Könnte mich jetzt vielleicht noch jemand darüber aufklären, welche Wichtigkeit unsere Wettbewerbsbehörde hat.
Besteht der gesamte Mitarbeiterstab aus wirtschaftlich Interessierten??? Oder gibt es dort wirklich einen unparteiischen Arbeitsauftrag?
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

ASY

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7

Dienstag, 20. Mai 2008, 11:12


Könnte mich jetzt vielleicht noch jemand darüber aufklären, welche Wichtigkeit unsere Wettbewerbsbehörde hat.
Es sind parteiische Schiedsrichter. :schulter:

8

Dienstag, 20. Mai 2008, 12:28

Mehr Armut - na und?

Zitat

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat am Montag in Berlin den Entwurf für den Dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung vorgestellt. Kernaussagen des Papiers waren bereits am Wochenende bekanntgeworden. Demnach leben 13 Prozent aller Deutschen mit Einkünften unterhalb der offiziellen Armutsschwelle von 781 Euro pro Monat für einen Ein-Personen-Haushalt. Weitere 13 Prozent können nur mittels Sozialtransfers davor bewahrt werden. Besonders stark gestiegen ist die Anzahl derjenigen, die trotz Erwerbstätigkeit als arm gelten. Auch die Einkommensverteilung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Die durchschnittlichen Bruttolöhne sanken im Untersuchungszeitraum 2002 bis 2005 von 24873 Euro auf 23684 Euro und damit um 4,7 Prozent und zwar ohne Berücksichtigung der Teuerungsrate. Gestiegen ist sowohl der Anteil der »Gutverdiener« mit mindestens 150 Prozent des Durchschnittseinkommens als auch der der niedrig Entlohnten. Laut dem Bericht lagen die Verdienste aus unselbständiger Arbeit von mehr als einem Drittel der Beschäftigten unterhalb der offiziellen Niedriglohnschwelle von zwei Dritteln des Durchschnitts. link

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9

Dienstag, 20. Mai 2008, 13:45

Jetzt schreibt eine Zeitung, was ich schon seit Jahre predige - jetzt muss es der Caddy wohl auch mal glauben.

Es ist nun mal so, Demokratie kann man nicht fressen.


Nein, kann man nicht, was ist deine Alternative, damit die Lebensmittelpreise sinken.

Zitat

Jetzt wird wieder das "Argument" kommen: Ohne EU wäre alles viel schlimmer.

Erstens weiss ich das nicht (du auch nicht) und zweitens, geht es den Nichtmitgliedern besser mit den Lebensmittelpreisen als den EU - Staaten ????

Sind die Preise in der Schweiz niedriger, kostet der Benzin weniger ?

10

Dienstag, 20. Mai 2008, 13:56

Sind die Preise in der Schweiz niedriger, kostet der Benzin weniger ?


"Sozialismus - das ist die Brücke von links nach rechts"


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