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ASY

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1

Freitag, 8. April 2005, 21:05

Immer mehr Frauen in Frauenhäusern!

Wir haben also schon Platzprobleme für unsere Ärmsten! Der Staat kann sich nicht um die geschlagenen Kindesmütter kümmern, aber Österreich mit fremden Kulturen vollstopfen, dafür ist genug Potential da!


Immer mehr Frauen im Frauenhaus!

Zitat


Immer mehr Frauen in Oberösterreich suchen Schutz in einem Frauenhaus. Auch die Zeit, die die Frauen in einem Frauenhaus verbringen, wird immer länger.

Jede fünfte Frau von Gewalt betroffen
Experten sind sich einig: Nicht der dunkle Park oder die menschleere Gasse um Mitternacht sind für Frauen die gefährlichsten Orte. Die größte Gefahr für Frauen geht nach wie vor von der eigenen Familie aus. In Österreich ist jede fünfte Frau zumindest einmal von körperlicher Gewalt betroffen, schätzt die Polizei. Der Misshandler ist fast immer der Ehemann oder der Lebensgefährte.

Eine groß angelegte wissenschaftliche Untersuchung zu dem Thema gibt es hierzulande jedoch nicht. Wie viele Frauen in Oberösterreich tatsächlich Opfer von familiärer Gewalt werden, weiß also niemand.

Frauenhäuser ausgelastet
Die fünf Frauenhäuser in Linz, Wels, Steyr, Vöcklabruck und Ried sind jedenfalls voll ausgelastet. Bis zu 38 Frauen und 64 Kinder können in diesen Einrichtungen vorübergehend Unterschlupf finden.

Schwierige Situation für Frauen
Im letzten Jahr ist die Zahl der Frauen, die hier Hilfe vor ihren prügelnden Partnern suchen, angestiegen. Laut Soziallandesrat Josef Ackerl (SPÖ) hat das verschiedene Ursachen: Einerseits ist da die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt.

Viele Frauen, die ins Frauenhaus flüchten, sind junge Mütter und Hausfrauen, die finanziell völlig abhängig von ihren prügelnden Partnern waren. Oft haben sie keine oder nur eine mangelhafte Berufsausbildung genossen.


Billiger Wohnraum Mangelware
Dazu kommt, dass es selbst in Städten wie Linz schwierig ist, eine ausreichende Kinderbetreuung zu bekommen. Gerade viele minder qualifizierte Jobs - etwa Putzarbeiten - finden abends oder frühmorgens statt.

Andererseits sei auch billiger Wohnraum einstweilen Mangelware, weil der soziale Wohnbau in den letzten Jahren zurückgegangen sei. Das hätte dazu geführt, dass die von Gewalt betroffenen Frauen auch immer länger in den Frauenhäusern bleiben müssen.

Grundsätzlich sei der Bedarf an derartigen Einrichtungen in Oberösterreich noch gedeckt, sagt Ackerl. Er will nun Frauenlandesrätin Silvia Stöger (SPÖ) vorschlagen, eine gemeinsame Studie in Auftrag geben, die sich mit dem Thema Gewalt gegen Frauen in Oberösterreich auseinandersetzt.
:hmpf:

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Maria

Lieber Hydrokultur als gar keine Bildung!

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2

Freitag, 8. April 2005, 21:17

es wäre auch an der zeit für ein männerhaus, denn viele von ihnen werden auch von ihren frauen geschlagen, wo gehen die hin? unter die murbrücke? nähe murinsel, oder bringt man sie gar im unnötigsten kunsthaus unter?
ich kann nur von graz schreiben.
Ein wacher Geist weiß das in der Rache nichts als Zerstörung liegt.

Anonymous

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3

Samstag, 9. April 2005, 08:46

...die fahren den ganzen tag mit der Schlossberg-Märchenbahn im Kreis.

ASY

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4

Sonntag, 10. April 2005, 11:29

Zitat von »"Maria"«

es wäre auch an der zeit für ein männerhaus, denn viele von ihnen werden auch von ihren frauen geschlagen, wo gehen die hin? unter die murbrücke? nähe murinsel, oder bringt man sie gar im unnötigsten kunsthaus unter?
ich kann nur von graz schreiben.


Diesen Vergleich kann ich gar nicht verstehen. Frauenhäuser sind doch ein Zufluchtsort für Frauen mit Kindern! Warum sollte man Häuser für alleinstehende Männer machen, die gibt es ja - das nennt man Wohnung? ;)

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5

Sonntag, 10. April 2005, 21:01

Genauso traurig wie das Platzproblem finde ich aber auch die Tatsache, dass soviele Frauen ein Frauenhaus überhaupt brauchen. Liegt die Agressionsgrenze wirklich schon so tief? Sind die "Nervenkostüme" der Menschen wirklich schon so angeknabbert, dass der einzige Ausweg das zuschlagen ist? Das allerdings ist ein Thema bei dem man sehr lange diskutieren kann. Schick eine Polizeistreife zu einer Nachbarin (weil sie geschlagen wird...was selbst durch Mauern nicht überhört werden kann) und diése Nachbarin macht mit blauem Aug die Türe auf und sagt ... wir haben zu laut gefeiert (ist mir so passiert). Versuche aber wegzuhören, dann heisst es es hat keiner was getan. Erst wenn ihre "Leidensgrenze" und die "Entschuldigungen für den Schlagenden", die sie ja immer wieder finden, erreicht sind werden Sie gehen und dann bleibt aber kein anderer Ausweg als das Frauenhaus. Erschwingliche Wohnungen liegen ja nicht grade auf der Strasse und die Angst vor dem geliebten "Peiniger" ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Dies ist für mich aber ein Thema wo ich wieder sagen muss "Wir sollten an unserer Umwelt arbeiten". Aufrufen würde ich dazu jeden einzelnen und solange die Mehrheit mit wegsehen beschäftigt ist wird sich auch nichts ändern. Die Schläger werden Schläger bleiben und die Opfer werden auch immer Opfer bleiben solange sie keine professionelle Betreuung bekommen.

Liebe Grüße
Wer mit sich selber in Frieden lebt,
kommt nicht in Versuchung,
anderen den Krieg zu erklären.

Ernst Ferstl

ASY

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6

Sonntag, 10. April 2005, 21:24

Hallo Stoffkuh,

du schreibst wahre Wörter und ich kann nur bestätigen, der Aggressionsanstieg ist nicht zu verleugnen! Es liegt anscheinend an der Verarmung der Bevölkerung, da sowieso schon als Schläger "gefährdete" somit an ihre Toleranzgrenzen stoßen. Tragisch ist, es gibt keine mächtige Lobby in der Politik, wie sie etwa die Bauern haben. Denen geht's gut, weil sie Zeit und Geld zum ewig Jammern haben!

Leider ist es so, dass die Unmächtigsten die meiste Macht brÄuchten, um aus dem Sumpf zu kommen. Aber unsere Arbeitsplatzexporteure oder Fremdarbeiterimporteure sind auf dem sozialen Inlandsauge blind – sie sehen schwarz!

7

Sonntag, 10. April 2005, 21:25

so ist es leider.die hemschwelle ist bei vielen niedriger als man glaubt.da gibt es männer die aus eigener unzulänglichkeit erst einmal hinschlagen und dann noch glauben sie sind richtige männer.viele haben es auch nicht anders von zu hause gelernt.

8

Sonntag, 10. April 2005, 22:12

Könnte es vielleicht auch an der Hilflosigkeit mancher liegen das sie zu Schlägern werden? Eine Mutter gibt einem Kind einen Klaps auf den Po wenn es davon läuft und sie es aus den Augen verloren hat. Wieso tut sie das?
Tut sie es auch der Angst heraus die sie um das Kind hatte?
Tut sie es aus der Hilflosigkeit heraus in der sie war weil das Kind (ganz kurz) abhanden gekommen ist?
Ein/e Mann/Frau verprügelt seine/n Partner/in: Warum tun die das?
Tun die das aus der Hilflosigkeit heraus weil sie den Job verloren haben und keine Perspektiven haben die Familie zu ernähren?
Tun sie das weil sie selbst so verzweifelt sind mit sich selbst und machen ihren Partner dafür verantwortlich?
Ich kann es drehen und wenden wie ich mag. Ein Drauflosschlagen bedeutet für mich meist eigene Hilflosigkeit. Diese Welt ist viel zu hektisch und voller Druck. Druck, dem viele Menschen nicht standhalten. Jeder hat seine Weise damit umzugehen. Leider sind nicht immer alle Weisen die richtigen für die nächsten Beteiligten.

@viertel
Ich habs zu Hause auch so gesehen aber genau dies war für mich ein Grund es besser zu machen. Ob ich es richtig gemacht hab, dass müsstet Ihr meine Kinder fragen aber ich denke ich habs richtig gemacht.
Wer mit sich selber in Frieden lebt,
kommt nicht in Versuchung,
anderen den Krieg zu erklären.

Ernst Ferstl

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Sonntag, 10. April 2005, 23:10

Ohnmacht liebt die Täuschung! Der Ohnmächtige will nicht, dass man seine Ohnmacht erkennt. Die Zahl der machtgeifernden Ohnmächtigen nimmt ständig zu!

Wäre das eine Erklärung?

10

Sonntag, 10. April 2005, 23:23

Das könnte eine Erklärung sein. Könnte es aber nicht auch sein, dass der schlagende Part sich seiner Ohnmacht selbst nicht bewußt ist? Er fühlt sich vielleicht in seiner Ohnmacht so an die Wand gedrängt, dass sein einziger Ausweg der direkte (schlagende) Weg ist. Deswegen finde ich, ist der "Täter" auch gleichzeitig ein Opfer (seiner selbst) das dringend Hilfe braucht. Leider sehen es aber wenige selbst. Womit ich aber keineswegs die geschlagenen Opfer herunterspielen möchte, denn die haben Wunden die sie ein Leben lang mit sich tragen.
Wer mit sich selber in Frieden lebt,
kommt nicht in Versuchung,
anderen den Krieg zu erklären.

Ernst Ferstl

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