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Freitag, 31. Oktober 2008, 16:08

@ Joit:

Ein sehr guter Einwand, welcher aber auch schnell geklärt ist.

Bei uns darf er nicht mehr, warum kann sich wohl jeder denken (darum bekommt er ja auch bald den juristischen :poptuschi: ) , und leidet an Profilneurose.

Thats all....

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Freitag, 31. Oktober 2008, 16:17

Hier ist mal der 1. Teil


Apokalypse 20XX


Die Wahrheit über den Endkampf um die Weltherrschaft. Nur Handlung und Personen sind frei erfunden, die Hintergründe bestehen tatsächlich. Das wahre Wissen über den Menschen und mehr. Der Kurzroman soll nicht kommerziell unter Leuten verbreitet werden, die des Lesens und Denkens fähig sind. V.i.S.d.P.: ein kleines büro der internationalen anarchie, irgendwo, wo´snach freiheit schmeckt!


Robert Henderson saß in seinem Büro hoch über Vancouver. Er sah die großen Containerschiffe, die den kanadischen Weizen in den pazifischen Raum brachten, als seien sie Spielzeuge. Seine Firma handelte weltweit mit speziellen Elektronikkomponenten vorwiegend für den Anlagenbau, ein bewegtes, aber ein sehr gutes Geschäft. Henderson war weltweit für die Betreuung innovativer Kleinunternehmen zuständig, er musste immer wissen, was zu liefern und zu machen war. Außerdem gehörte er zum Team derer, die die interessanten Kunden pflegten. Möglichst früh zu wissen, was sie morgen brauchten, war wichtig, um den meist kleineren Herstellern auf die Sprünge zu helfen. In den kleinsten Klitschen entstand gelegentlich revolutionäres. Hochgeniale Techniker waren fast zu allem fähig, außer zur Suche nach neuen Marktchancen. Darin waren sie meist lausig. Also brauchten sie einen wie Robert Henderson, denn Marktchancen gab es, und er wusste, sie zu finden.


Dort, wo es auf Genialität und Kreativität im Schnellverfahren ankam, verzichteten große Firmen weitgehend auf eigene Kräfte. Selbst bis zu den Fanatikern konsequenter Firmenordnung war es durchgedrungen, dass höchste Kreativität mit Zwangsjacken nicht vereinbar war. Nicht ganz ohne Zähneknirschen akzeptierte man es, dass anarchistisch strukturierte Klitschen tatsächlich um Klassen besser waren, wenn es auf Spitzenleistung oder Schnellverfahren ankam.


Auf Firmendisziplin getrimmte Techniker, deren technischer Geist ständig von ignoranten Kaufleuten zermürbt wurde, konnten selbst unter höchstem Druck nicht mithalten. Es lief tatsächlich besser dort, wo das Käsebrot auch einmal auf dem Scanner abgelegt wurde. Dort, wo man, wenn man wirklich weit genug gekommen war, die Griffel einfach fallen ließ, sich aber auch um keinen Dienstplan kümmerte, wenn es brannte. Dort, wo jeder, der gefragt wurde, wer denn der Chef sei, spontan sagte: "Wir alle. Worum geht es denn?"


Auf solche Lieferanten waren die großen Firmen mental nicht wirklich eingestellt, mancher Manager hätte angesichts des einen oder anderen Lieferanten einen Herzinfarkt bekommen. So brauchten auch die großen Firmen unbedingt einen wie Robert Henderson. Einen, der es ihnen abnahm, lukrative Geschäfte mit ökonomischer Subkultur selbst machen zu müssen.


Weil Lieferanten wie Kunden einen wie Henderson brauchten, brauchte seine eigene Firma ihn, und weil er nicht alles allein machen konnte, verfügte er über einen. Stab von 25 Mitarbeitern. Mindestens einer seiner Mitarbeiter saß jederzeit im Linienflieger oder sogar im Learjet, das Geschäft war turbulent. Robert Henderson konnte absolut machen, was er wollte, solange die Zahlen stimmten. Und das hatte er im Griff. Sein Arbeitgeber war kein Anarchist, wusste aber ganz genau, dass Robert Henderson nur unter diesen Umständen so bemerkenswerte Ergebnisse erzielen konnte. Damit blieb Henderson absolut von allem verschont, wovon er verschont bleiben wollte. Sein Hirn diente offenbar nur dem Erfolg seiner Abteilung, absolut nichts anderes schien ihn zu interessieren. Davon waren fast alle überzeugt, die meinten, ihn zu kennen.


Das erstaunliche an Robert Henderson war, dass er sehr weitgehend selbst darüber bestimmen konnte, welchen Eindruck er machte. Unter bestimmten Voraussetzungen war es ihm möglich, Gefühle authentisch wirkend vorzutäuschen, eine Fähigkeit, die ein Mensch nur unter ganz bestimmten Umständen ausbilden und ausnutzen kann. Zudem hatte Robert verschiedene Rollen soweit verinnerlicht, dass jeweils alles zueinander passte. Er konnte jederzeit innerlich zwischen verschiedenen Rollen umschalten, die er dann authentisch wirkend spielte. Den arbeitswütigen Manager nahm man ihm ebenso ab wie den hoch soliden Verkäufer, und die Anarchisten waren überzeugt, dass Henderson im Grunde seines Herzens einer von ihnen war, auch wenn er es nie durch Worte zu verstehen gab.

Mit inniger Liebe pflegte Henderson auf allen Seiten die Einstellungen, die seine Arbeit möglichst unkompliziert machten, und so ging er auch mit seinen Mitarbeitern um. Wenn es sein musste, dann schufteten sie nicht aus Angst, sondern, weil sie Henderson nicht hängen lassen wollten. Alle seiner Leute hatten zwei Dinge gemeinsam gehabt, als er sie aufnahm: Jeder von ihnen verfügte über brilliante Fähigkeiten in seinem Metier, war aber mit Mitteln normaler Unternehmensführung nicht annähernd auszuschöpfen gewesen. Es waren genau die Leute, die niemand in seiner Abteilung haben wollte: Durch stumpfen Druck nicht zu beugen, dafür äußerst entschlossen und talentiert in der Durchsetzung ihrer Rechte.


Keine Frau und keinen Mann in seinem Team hätte er in seinem Sinne bewegen können, indem er sie abgekanzelt hätte, aber jede Frau und jeder Mann hätten sich innerlich miserabel gefühlt, Henderson hängen zu lassen. Sein "Bitte, hilf mir!" war unwiderstehlich, weil er Mitarbeitereinsatz niemals rücksichtslos zuließ und er sein Bestes tat, um jeden Mitarbeiter bestens bei Laune zu halten. Ohne im geringsten peinlich zu wirken, ging er vor jeder Frau und jedem Mann seines Teams auf die Knie, wenn er besonderen Dank zu vergeben hatte oder besonderen Einsatz benötigte. Sie wussten, dass er alles von ihnen wollte, ihnen dafür aber auch alles zu geben bereit war.


Dazu gehörte es, dass er in passenden Lagen jede denkbare Lebenshilfe bot. Konnte er einem verzweifelten Mitarbeiter die Partnerschaft retten, dann hatte er einen wahren Freund fürs Leben, und für jedes Problem hatte er den passenden Rat, der auch zum Erfolg führte. Den ihm verfügbaren Profit seiner Abteilung setzte er so ein, dass keiner seiner Leute auch nur darüber nachdachte, ob er womöglich zu wenig hätte. Das bedeutete nicht, dass alle Porsche fuhren. Solche Dinge waren Hendersons Mitarbeitern egal. Ihnen reichte es, wenn sie nach Lage ihrer Gefühle alles hatten, wunschlos glücklich waren. Henderson nutzte geschickt den Umstand, dass der Mensch dem Menschen mit Liebe kostenlos höchstes Wohlgefühl bereiten konnte. Alle seiner Mitarbeiter führten mittlerweile ideale Ehen, bei allen blieb der Fernseher meistens kalt, falls sie überhaupt einen hatten. Bei der Arbeit gab es keine Konkurrenz, und es brauchte sie auch nicht zu geben: Von Herzen gern gab jeder ohnehin sein Bestes.


Niemand auf der Welt wusste besser Bescheid als Henderson, wie man sich selbst oder andere innerlich dorthin bewegte, wo man das Ziel gesetzt hatte. Er appellierte geschickt an menschliche Urinstinkte, seine Abteilung wurde unter seiner Herrschaft zur Sippe für den einzelnen. So will es der Mensch in seinem Grundschema: Er bekommt alles, was seine Triebe überhaupt wollen, von der Sippe, dafür gibt er der Sippe seine ganze Zuwendung. Kein Mensch kann anders, wenn man ihm diese Chance gibt. Henderson beherrschte seine Leute im Guten so gründlich, wie eine Domina den Sklaven im Bösen beherrschte, den sie vollständig von sich abhängig hielt, vom Rest der Welt sozial isoliert. Das wussten Hendersons Leute sogar. Es war ihnen egal. Das System funktionierte nämlich nur so lange, wie Henderson bei seinem Tun nicht an sich, sondern nur an die Sippe dachte, und zwar getragen von wahrer Liebe für jedes einzelne Sippenmitglied. Weil Henderson zur Sippe gehörte, brauchte er nicht an sein eigenes Wohl zu denken. Das tat die Sippe für ihn. Sie gab auch ihm alles, was er für sein Wohlgefühl benötigte, und das gab sie ihm aus Liebe.


Was über Jahrmillionen für den Menschen gelebte Normalität war, war immer noch fest in den Trieben verankertes Muster. Obwohl es aus heute üblicher Sicht, erst recht aus Sicht der Satanisten, der schiere Irrsinn schien. So kam der Profit der Abteilung jeden Monat praktisch auf den Tisch, sichtbar in Form von Spielgeld, dann bekam erst jeder das, was er brauchte. War ein neuer Kühlschrank fällig, so wurde dafür das Geld ausgehändigt. Wohnte das Sippenmitglied nicht kostenlos in einer Sippenwohnung, dann bekam es Geld für Miete. Für alles, was nach Empfinden aller benötigt wurde, bekam jeder das Geld aus dem Topf. Die Gerechtigkeit der Verteilung wurde über gegenseitige Liebe abgesichert, es war tatsächlich so, dass keiner gespürtes Interesse hatte, sich ungerechtfertigt zu bereichern, dass aber jeder für wahren Bedarf des anderen das selbe Verständnis hatte wie für seinen eigenen. Solange für alle genug da war, gab es in der Sippe keinen Futterneid.


Da die Henderson Sippe nach der Verteilung regelmäßig Überschüsse behielt, konnte das Sippenvermögen, an dem jeder gleich beteiligt war, über das aber keiner anders als im Sinne der ganzen Sippe verfügen wollte und konnte, stets gemehrt werden.


Nach der Leistung eines Sippenmitglieds wurde solange nicht gefragt, wie es sein Bestes gegeben hatte. Und das hatte garantiert jeder getan. Faulpelzen wurde von allen Seiten das Leben schwer gemacht, bereits im Keim wurden solche Anwandlungen erstickt. Dazu reichten verächtliche Blicke von allen Seiten aus, und die erntete jemand zwangsläufig, wenn er andere für sich arbeiten lassen wollte. Wirklich liebevolle Behandlung durch alle anderen erfuhr nur der, der sich selbst mit Liebe für die Sippe einsetzte. Das war es, worauf es ankam. Genau darum war menschliches Grundschema dem Menschen ausgetrieben worden. Von Menschen, die andere für sich arbeiten lassen wollten. Das klappte nur, wenn man zuvor die wahre Liebe unter Menschen zerstört hatte.


In der Henderson Sippe wurde gar nicht gefragt, wer nach künstlichen Maßstäben besser oder schlechter war. Jeder war der Beste, wenn er sich ganz der Sippe hin gab. War einer klüger als alle anderen, dann waren nicht nur er, sondern auch alle anderen froh darüber. Die Sippe hatte einen Klugen, der ihr seine Intelligenz vollständig unterwarf, sie zum Werkzeug der Sippe machte. Jede persönliche Stärke wurde zum Eigentum der Sippe. Davon profitierten alle gleichermaßen, solange keine Not aufkam.


Indem man seine Stärken einsetzte, um den anderen zu dienen, zwang man die anderen innerlich, ihre Stärken für einen selbst einzusetzen. So sah das im Menschen angelegte Schema aus, aber es funktionierte eben nur solange sicher, wie jeder Einzelne sich rundum wohl dabei fühlte. Damit war die hohe Leistungskraft nicht beliebig lenkbar. Henderson hatte nur dann mehr zu sagen als irgendein anderer, wenn er aus Sicht der Sippe die besseren Argumente hatte als der andere. So sah die wahre Anarchie aus, die Menschen bis zur Christianisierung in den germanischen und keltischen Ländern gelebt hatten. Keiner konnte den anderen missbrauchen, keiner wollte den anderen missbrauchen, weil man sich gegenseitig liebte und weil jeder nach Lage seiner Gefühle alles hatte. Das waren die Unterschiede zum Domina/Dominus-Sklaven-Konzept der Satanisten, mit dem sie seit der Christianisierung die christliche Welt beherrschten.


Absolute Trieberfüllung war die Wundertüte, aus der Henderson alles schöpfte, und weil er emotional so gut Bescheid wusste, machte ihm auch niemand etwas vor. Sah Henderson etwas anderes als Wohlgefühl in den Augen von Mitarbeitern, dann kümmerte er sich sofort äußerst behutsam darum. Am Anfang war es sehr viel gewesen, doch allmählich lief es sehr gut fast ohne ihn. Jeder wusste, was Frau und Mann zu tun hatten, um sich gegenseitig von ganzem Herzen zu lieben und sich gegenseitig mit kostenlosen höchsten Freuden versorgen zu können. Ein glückliches Sexualleben war durch absolut nichts zu ersetzen, konnte aber jede Form der Unterhaltung ersetzen. Der Fernseher blieb nicht deshalb fast immer kalt, weil man ein verhasster Ideologe war, sondern einfach deshalb, weil man viel lieber etwas anderes tun wollte. Es war objektiv so, dass Frau und Mann keine höheren Gefühle erleben konnten, als im lustvollen Umgang miteinander auf Basis des natürlichen Sexualschemas. Beherrschte ein Paar das Schema, dann wurden keine Kinokarten mehr gekauft. Man ging mit Ressourcen sehr schonend um. Auch das war von denen nicht erwünscht, die andere für sich arbeiten lassen wollten, denn die wollten möglichst viel verkaufen, um daran wieder zu verdienen. So sackten die, die andere vom Wege des Lebensglückes fernhielten, um sie auszubeuten, sich allmählich die ganze Welt ein.


Das hätte ein Mensch wie Henderson nicht einmal für sich gewollt, andere skrupellos ins Lebensunglück zu treiben, um immer reicher zu werden. Henderson war rundum glücklich, was seine eigene Lage anging. Knechten und ausbeuten konnten am besten die, die persönlich am unglücklichsten und deshalb am bösesten waren: Die Satanisten. Es waren Satanisten, die die Geschicke von Staat, Wirtschaft und Gemeinwohl lenkten, wie Henderson wusste. Und Henderson wusste, dass diese Leute mit ihrem Vorgehen an Grenzen stießen. Geprügelte Geister waren tatsächlich drittklassige Geister, wie Henderson wusste.

Das erfuhr bereits ein Schüler, wenn er Angst vor dem Lehrer hatte. Plötzlich wusste er nicht mehr, was ihm vorher klar gewesen war, war keines klaren Gedankens mehr fähig, wenn die akute Angst vor dem Lehrer nur stark genug war. Der Lehrer hätte ihn totschlagen können, ohne dass die Gedanken des Schülers dadurch auf die Sprünge gekommen wären. Und jeder Student wusste, dass es seiner Examensnote nicht gut tun konnte, wenn er vor oder während des Examens unter zusätzlichen Stress gesetzt wurde. Je mehr die Satanisten aus jemandem herausholen wollten, desto mehr mussten sie ihn aber unter Stress setzen, desto mehr mussten sie ihn bedrücken. Je mehr sie ihn aber bedrückten, desto stärker reduzierten sie sein geistiges und körperliches Leistungspotential. So konnte man effizient Steinbrüche betreiben, solange Menschen kostenlos verheizt werden konnten, doch ansonsten war die Effizienz satanistisch organisierter Systeme hundsmiserabel. Die wirklich außergewöhnlichen Leistungen, zu denen glückliche Menschen fähig waren, konnten so nicht annähernd erreicht werden.


Das war nicht die einzige Macke, die der Satanismus aus Hendersons Sicht hatte. Der geknechtete Mensch bedurfte im Prinzip perfekter Kontrolle, damit er ganz nach Belieben funktionierte. Sobald ein Knecht sich absolut sicher war, dass es nicht auffallen konnte, konnte sein Handeln aus dem Ruder laufen. Je stärker er unter Druck stand, desto größer wurde seine Neigung dazu. Je klüger er war, desto größer wurde die Wahrscheinlichkeit, dass er es jeweils sicher erkannte, wann er sich was erlauben konnte. Und desto größer wurde auch die Gefahr, dass er sich geschickt eigene Freiräume ermöglichte. Entsprechend wäre ein unendlich großer Kontrollaufwand nötig gewesen, um alles absolut unter Kontrolle zu halten. Die Satanisten steuerten tatsächlich das System des Hirnchips an, um die Kontrolle zu automatisieren, doch Henderson wusste, dass sie damit nicht weit kommen würden. Jeder Mensch, der sich jederzeit unter Angst so beobachtet fühlte, würde in relativ kurzer Zeit irre. Mit solchen Dingen konnten Satanisten sich höchstens sadistisches Vergnügen bereiten, weiter konnten sie auf dem Wege nicht kommen.

Das satanistische System war doppelt funktionsdefekt. Es motivierte nicht, ohne qualitative Leistungsfähigkeit und Ausdauerpotential herabzusetzen, und es kontrollierte sich nicht zuverlässig selbst. Es passte eben einfach nicht zum Menschen, doch Henderson wusste, dass Satanisten solche Selbstverständlichkeiten nicht akzeptieren wollten. Deshalb waren sie längst mit Flickschusterei befasst, um ihre eigene Drittklassigkeit durch die Erstklassigkeit gesund eingestellter Menschen zu ergänzen. Mit der selben Logik, mit der die Kirche das astronomische Weltbild Galileis verboten, der Seefahrt aber gestattet hatte, daraus abgeleitete Erkenntnisse zu nutzen, hatten Satanisten begonnen, mit Menschen zu kungeln, die exakt dem antisatanistischen Schema entsprachen. Am liebsten waren ihnen für solche Kungeleien Menschen, die gar keine Ahnung hatten, was Satanismus überhaupt war. Sie wollten geistig hochkarätige, aber naive Gutmenschen, um diese dann ganz besonders subtil ausbeuten zu können. Henderson war der naivste Gutmensch der Welt, wenn er es sein wollte. Und was Henderson wollte, bestimmte ausschließlich Henderson.


Henderson wusste auch, wie es zwingend weitergehen würde. Der Satanismus lief in jeder Hinsicht vor die Wand, immer größerem Knechtungsdruck standen immer größere Instabilität des eigenen Systems und immer größeres Potential an Aussendruck gegenüber. Und nicht nur das: Die Genies der Welt waren zwangsläufig ungeprügelte Geister, sie standen innerlich entschieden dem Satanismus entgegen. Natürlich konnten die Satanisten die Weltherrschaft auch ganz in ihre Hände bekommen, doch nicht, ohne der menschlichen Intelligenz ihre Spitzen zu nehmen, sei es durch Ausschaltung, oder per Verblödung durch Knechtung. Ohne die Spitzen der menschlichen Intelligenz, die höchstens 1% der Bevölkerung ausmachten, wenn überhaupt, hätte man aber immer noch in Höhlen gesessen.


Indem die Satanisten die Welt ganz in ihre Hände nehmen würden, brächten sie die Menschheit innerhalb von maximal drei Generationen praktisch wieder auf Steinzeit- oder bestenfalls auf Eisenzeitniveau, wie Henderson klar war. Spätestens dann musste der letzte Tropfen Benzin weg sein, das letzte Auto kaputt und so weiter. Die zwangsläufige Folge eines so massiven technologischen Rückschrittes war dann eine massive Unterversorgung der Weltbevölkerung, mit der Wirkung von Hunger- und Kriegstoten, bis der Rest genug für sich fand. Der Rest lebte dann wieder in der Eisenzeit oder der Steinzeit, und fand zwangsläufig zum triebgerechten Sippenschema zurück. Damit war dann allerdings auch der Satanismus verschwunden, der Geist des Jesus von Nazareth musste nach der Apokalypse zwangsläufig wieder auferstehen: Das Sippen- und Eheleben auf Basis gegenseitiger Herzensliebe.


Der Satanismus war das Selbstmordprogramm der menschlichen Art gegen Überbevölkerung, eine Art Wanderung der Lemminge, wie Henderson wusste. Dabei war der Satanismus ein spezielles Selbstmordprogramm: Durch Hochintelligenz war es dem Menschen gelungen, die Sterberate weit unter die Geburtenrate zu drücken, und der Satanismus griff genau diese Ursache der Bevölkerungsexplosion an: Satanismus griff immer die Hochintelligenz an und legte sie lahm, ob durch Mord, oder durch Knechtung.


Wie Selbstmordprogramme von Arten im Grunde funktionierten, sah man im Experiment. Man brauchte nur 20 Ratten in einen Raum zu stecken, Futter aber nur für 5 zu geben. So stellte man Übervölkerung auf die Schnelle künstlich her. Was dabei herauskam, wusste jeder, ohne es auszuprobieren: Die Ratten setzten die erlebte Not in Aggression um, das Selbstmordprogramm der Art war gestartet und lief fort, bis es wieder für alle reichte. Dann waren die verbleibenden Ratten wieder friedlich zueinander, dann funktionierten sie wieder sozial. Bei 6 Milliarden Menschen auf der Erde ging es nicht so schnell wie im Rattenkäfig, im Prinzip aber ganz genau so und ganz genau so sicher, das wusste Henderson.


Henderson hatte gegen Überbevölkerung sozialverträglichere Konzepte zu bieten, und ihm war klar, dass natürliches Sozialleben nicht nur auf Bäumen und in Höhlen möglich war. Doch Henderson wusste, dass man Satanisten nicht durch Argumente überzeugen konnte.

Was in die verdrehte Sicht von Satanisten nicht passte, wurde solange völlig von ihnen ignoriert, bis sie es selbst absolut sicher spürten, dass diese Ignoranz ihnen schadete.

Henderson kannte die Satanisten tatsächlich besser, als die Satanisten sich selbst kannten. Und weil die Satanisten so gern mit ihm kungeln wollten, konnte Henderson viel von ihnen fordern. Und weil sie nicht wollten, dass Henderson ihre wahren Hintergründe erkannte, stellte Henderson sich insofern naiv. Und weil Henderson nicht wollte, dass die Satanisten Hendersons wahre Hintergründe erkannten, täuschte er die Satanisten insofern. Ihm war nur wichtig, dass er bekam, was er bekommen wollte, ohne zu geben, was er nicht geben wollte.


Henderson interessierte sich einen Dreck für seinen Job. Es gab nur eines, was ihn wirklich interessierte: Der weltweite Kampf gegen den organisierten Satanismus, um die Apokalypse abzuwenden.


Henderson war kein liebloser Mensch. In den Momenten, in denen seine Mitarbeiter ihn erlebten, war er genau so, wie sie ihn erlebten und weshalb sie ihn liebten. Doch er hätte sie allesamt eiskalt im Pazifik ersäuft, wenn er damit den Satanismus in die Knie bekommen hätte. Und dann hätte es ihm nicht einmal Gewissensbisse bereitet. Menschen wie Henderson konnten nur von Menschen wie ihm wirklich verstanden werden, und solche Menschen erkannten sich, auch wenn sie sich nicht kannten. Nur ihnen konnte er wirklich nichts vormachen, doch ihnen brauchte er auch wirklich nichts vorzumachen: So spezialisiert hoch gezüchtete Fanatiker kamen im Grunde aus dem selben Stall, sie waren nach dem selben Schema ausgebildet.


Natürlich hatte Henderson eine Frau, und natürlich waren beide unauffällig nach Außen. Nicht zu dick und nicht dünn trug man auf, die Ehefrau sang im Frauenchor, und man war bei wohltätigen Aktionen der Society dabei. Man flaggte am Nationalfeiertag, im Garten wuchs kein Unkraut. Haus und Autos waren immer blitzblank, Steuern und Rechnungen wurden prompt bezahlt, Gesetze nicht nachweislich gebrochen. Damit waren die Hendersons nach allen üblichen Maßstäben gute und unauffällige Kanadier.


Fast niemand ahnte, worum es Robert Henderson wirklich ging, bei allem, was er anderen vorgaukelte. Er schickte jeden Tag gigantische Datenmengen um die Welt, und er bekam jeden Tag gigantische Datenmengen. Er konnte jeden Weg nutzen, den man überhaupt nutzen konnte, um Informationen von sonst woher zu bekommen und nach sonst wohin zu liefern. Er war eine der Schlüsselfiguren im weltweit konzertierten Kampf gegen den Satanismus, er bekam jede Information schnellstmöglich und absolut sicher von einem Punkt zum anderen. Ausgeklügelte Cheffriersysteme machten sensible Informationen zu völlig unauffälligen Bestandteilen gigantischer Datenmengen, und selbst der absolut sichere Weg, von Mund zu Ohr in abhörsicherer Umgebung, konnte jederzeit arrangiert werden.


Henderson wusste, dass ihm schlimmeres als ein einfacher Tod drohte, wenn sein Wirken auffliegen würde. Alles würde man von ihm wissen wollen, unbedingt. Und abgrundtief böse würde man auf ihn sein. Beides war für Henderson tatsächlich nur unter dem Aspekt interessant, dass sie von ihm natürlich nichts erfahren durften, unter gar keinen Umständen.

Henderson war bestmöglich eingestellt, seinen Kreislauf allein durch Willenskraft zum Kollaps zu treiben, doch den Trick kannten die anderen. Keine Folter ohne medizinische Kontrolle und Lebenserhaltung, hieß es in Fällen wie dem seinen. Doch Henderson hatte noch zwei andere Tricks auf Lager, um seinem Leben schnell ein Ende zu setzen, und mindestens einen davon kannten die anderen garantiert nicht. Sollte das alles nicht klappen, dann würden sie von ihm immer noch nichts erfahren. Sie könnten ihn quälen und töten, aber sie könnten nicht die Herrschaft über seinen Verstand erzwingen, ohne ihn dabei in den Irrsinn zu treiben. Und dann könnte er nichts brauchbares mehr sagen, er wäre dann ein absoluter Vollidiot.
Nur der wahre Messias leugnet seine Existenz.

HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

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83

Freitag, 31. Oktober 2008, 16:23

Erzähl mal. Stress? Zuviel Testesteron?

Jede Krankheit hat eine geistige Ursache! Also umdenken!

Haarausfall: Angst, Spannung, VERSUCH ALLES UNTER KONTROLLE ZU HALTEN, Traut nicht dem Prozess des Lebens!

Steht in einem Buch, was ich auf meiner Homepage empfehle!

Zum letzten Beitrag, wäre eine Kurzzusammenfassung mE sicher dienlicher!

derphaetonsack

unregistriert

84

Freitag, 31. Oktober 2008, 16:24

Viel Arbeit scheint er ja dann nicht zu haben! Oder?
Vielleicht ist die Schreiberei hier seine Arbeit. :shock:



okay eine runde heiteres berufe raten :D also wenn jedesmal 5 euro im schwein landen würden für ein nein dann hätt ich schon ziemlich gut verdient hier :-P

ich geb euch mal nen tipp: ich habe nur indirekt mit menschen zu tun was man ja wohl an meiner schreibweise erkennen kann oder? :roll: und selbstständig triffts auch ziemlich gut...so jetzt ihr wieder :-P

edit: für herrn abisz eine kurze zusammenfassung des obrigen textes von dem fan: völliger schwachsinn

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HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

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85

Freitag, 31. Oktober 2008, 16:29

Zitat

ich habe nur indirekt mit menschen zu tun
Das kann nicht sein, weil du bist selber einer! Oder irre ich mich da! :ggg:

derphaetonsack

unregistriert

86

Freitag, 31. Oktober 2008, 16:34

Zitat

ich habe nur indirekt mit menschen zu tun
Das kann nicht sein, weil du bist selber einer! Oder irre ich mich da! :ggg:


nein da irrst dich net...nagut ich sags anderst: ich habe nur indirekt mit ANDEREN menschen zu tun in meinem beruf ...und ich kann mich frei bewegen...also ob ich von zuhause oder vom arbeitsplatz aus arbeite spielt keine rolle :roll:

den rest dürft ihr alleine ausknobeln oder es lassen :D

87

Freitag, 31. Oktober 2008, 16:34

@ Joit:

Ein sehr guter Einwand, welcher aber auch schnell geklärt ist.

Bei uns darf er nicht mehr, warum kann sich wohl jeder denken (darum bekommt er ja auch bald den juristischen :poptuschi: ) , und leidet an Profilneurose.

Thats all....

Das ist, was mich am meisten stört.

Die deutschen Foren sind voll mit Spinnern, jeder wird meist nur schwach angequatscht um sich hauptsächlich selbst zu profilieren,

wie gut und toll sie doch alle sind, Kommunikation ensteht dabei Null,

und dann versuchen sie noch ihre geistigen Verwirrungen auf Kosten aller ihrer Nachbarn auszuleben.

88

Freitag, 31. Oktober 2008, 16:34

@ KG : Der soll das verlinken. Du willst doch nun nicht den ganzen Käseroman hier posten :pillepalle: Der geht ein paar Seiten :schüt:

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89

Freitag, 31. Oktober 2008, 16:35

Zum letzten Beitrag, wäre eine Kurzzusammenfassung mE sicher dienlicher!


Das war der Anfang der Geschichte von Winfried Sobottka. Krieger hatte ihm doch unterstellt, dass dieser manipulativ sei, deswegen habe ich mal einen kleinen Teil gepostet.
Nur der wahre Messias leugnet seine Existenz.

90

Freitag, 31. Oktober 2008, 16:41



Zum letzten Beitrag, wäre eine Kurzzusammenfassung mE sicher dienlicher!


Das war der Anfang der Geschichte von Winfried Sobottka. Krieger hatte ihm doch unterstellt, dass dieser manipulativ sei, deswegen habe ich mal einen kleinen Teil gepostet.
Hast Du ihn gelesen? Wenn ja, dann sag doch ob ich recht habe. Baut diese Verkuppelei mit den Paaren nicht auf Manipulation?

Wo hast Du ihn eigentlich her??????

Und verlink den Schrott

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