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61

Samstag, 8. November 2008, 16:40

re.

Dann warte halt ab, bis die Russen marschieren!



bis jetzt ist noch immer der westen lossmaschiert. auser er dreht das gas zu. vieleicht später auch noch das sibirien-wasser?

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HerrAbisZ

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62

Samstag, 8. November 2008, 20:23

Der Lebensstandard von Millionen Russen hat sich in den letzten 20 Jahren so stark verbessert, die haben sicher kein Interesse, das aufs Spiel zu setzen.
Ist ja schon passiert, mit der hohen Verschuldung die in Russland bereits herrscht!

63

Samstag, 8. November 2008, 20:50

Seine Schulden bezahlt der Russe aus der Erdgas - Portokassa.

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64

Samstag, 8. November 2008, 21:33


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65

Montag, 17. November 2008, 20:46

Seit hunderten von Jahren nutzen wir auf gewohnheit ein Geldsystem, dessen Ursprung heutzutage die wenigsten kennen. Durch Zins und Zinseszins schaffen es die Großbanker jede Generation auf das Neue in die Schuldenfalle zu locken und somit bauen sich die Finanzoligarchen ein enormes Netz an Macht und Einfluss aus.
Man kann den Leuten leider nicht begreifbar machen - zumindest ich habe es noch nicht geschafft - und ihnen erklären, dass sie ein Vielfaches an Zinsen bezahlen, als sie mittels Sparbuch bekommen. Der Zins ist eben eine Schuldenfalle, aus welcher eine Ökonomie nicht mehr raus kommt. Ist eine Volkswirtschaft noch nicht sehr entwickelt und die Renditen via Produktion etc. noch höher als die Zinsen, funktioniert es ja noch. Deswegen haben die sogenannten Mikro-Kredite völlig unterentwickelten Ländern, zuerst einmal einen positiven Effekt. Ist aber dann eine gewisse Grenze erreicht, treten immer mehr Schäden auf und immer mehr Schäden versucht man damit zu flicken, indem man sich noch mehr von den Banken/Finanzexperten zur Problemlösungen beraten lässt.

Geld ist Macht. Das vor allem machen sie die meisten Großkonzerne zu nutze. Nicht mehr nur der Profit, sondern auch der politische Einfluss sind Zielsetzung vieler Konzerne wie Monsanto, Bayer, dem Murdoch-Medienimperium und vieler Öl-und Waffenfirmen. Oft gehen sie bei der Umsetzung ihrer Ziele über Leichen.
Aber leider denken die meisten, dass sie per Wahlen irgendeinen Einfluss auf die Gestaltung des jeweiligen Staates hätten. So ist es nicht! Die Demokratie in welchen wir leben ist einfach ein gut durch dachtes Sklavensystem.
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

66

Dienstag, 17. Februar 2009, 13:38

Die Finanzmarktkrise

Zitat

Ergebnis einer Fehlkonstruktion, die wir korrigieren können .
Von WOLFGANG BERGER, 17. Februar 2009 -

In einer kleinen Stadt am Rhein haben ihre prominenten Bürger – Geschäftsleute, der Bürgermeister, der Richter, der Arzt u. a. – gemeinsam diniert, viel Wein getrunken, dann noch erlesene Schnäpse und nach Mitternacht fröhlich und angetörnt das Lokal verlassen. Auf dem Marktplatz war tagsüber Karneval gefeiert worden, ein Karussell mit an Ketten hängenden Sitzen stand da, aber keine Menschenseele war zu sehen.
Einer der Zechbrüder meinte, es wäre doch lustig, jetzt Karussell zu fahren. Jeder fand einen Sitz, der letzte stellte den Motor an und sprang dann auch noch auf. Das Karussell kam schnell in Fahrt, die Sitze kreisten in der Höhe, niemand konnte mehr abspringen. Da bemerkten die Herren, dass sie den Motor nicht mehr abstellen konnten. Sie schrieen nach Hilfe, aber niemand hörte sie.
Um sechs Uhr morgens wurden sie von einem Zeitungsboten entdeckt, der die Feuerwehr alarmierte. Einer aus der fröhlichen Gesellschaft war tot, er hatte einen Herzinfarkt erlitten, drei sind bewusstlos ins Krankenhaus gebracht worden, alle haben einen Schock erlitten und mussten psychologisch behandelt werden.
Das ist eine wahre Geschichte. Sie zeigt, wie es gegenwärtig der Finanzwelt ergeht, die ein globales Karussell in Gang gesetzt hat, das sie nicht mehr stoppen kann und dessen Sitze hoch über dem Boden der realen Wirtschaft in der Luft fliegen.
Die Politik bekämpft nur Symptome
Wenn ein Karussell nicht funktioniert, kann es verbessert werden. Wenn es aber gegen die Naturgesetze konstruiert ist, gibt es nichts zu verbessern und wer es trotzdem benutzt, wird abgeworfen. Offenbar bereitet der Planet Erde das gerade mit uns vor.
Unser Geldsystem widerspricht den Naturgesetzen, eine Reparatur ist nicht möglich. Unsere Wirtschafts- und Finanzordnung ist Menschenwerk – keine göttliche Schöpfung wie die Natur. Die Naturwissenschaften suchen die Geheimnisse des Kosmos und der Natur zu entschlüsseln und nicht, die Naturgesetze zu verbessern. Die Wirtschaftswissenschaftler müssen sich aber fragen lassen, ob sie nicht besser den Ingenieuren bei der Konstruktion einer Maschine nacheifern und unsere Geld- und Finanzordnung so entwerfen, dass sie ihren Zweck erfüllt: dem Leben zu dienen.
Das Karussell unserer Finanzmärkte muss immer höher fliegen, um nicht abzustürzen. Weil das aber nicht möglich ist, erleben wir in regelmäßigen Abständen immer wieder Zusammenbrüche. Die weltweitern Rettungsaktionen kurieren Symptome – vielleicht bis eine Revolution das System hinwegfegt, weil die Menschen zu ahnen beginnen, dass es da nicht mit rechten Dingen zugeht.
Die Fachwelt geht von einer Konjunkturkrise oder Depression aus, die veröffentlichte Meinung vom Versagen der Manager und die Politik von unzureichender Kontrolle der Finanzmärkte. Auf diesem Bewusstseinsstand beauftragt die Politik die Fachwelt mit der Konstruktion eines „Sprungtuchs“, das die veröffentlichte Meinung zu halten bereit ist – in der Erwartung, dass mit den Opfern aller der Kollaps des Systems verhindert wird und wir in unserer kleinen, sicheren Alltagswelt bleiben können.
Reparaturarbeiten sollen die Fehler beheben und ein System funktionstüchtig erhalten, das die Naturgesetze leugnet. Das aber ist eine fatale Illusion. Unsere Staatslenker ahnen nicht, dass das Karussell eine Fehlkonstruktion ist; sie wissen nicht genug, um eine neue Weltwirtschaftskrise zu verhindern, die wegen der globalen Verflechtungen heute viel dramatischer sein wird als 1929.
Luftbuchungen haben Reichtum gezaubert
Über dem Untergrund eines jährlichen Welthandels von 10 Billionen Dollar und eines Weltsozialprodukts von 50 Billionen Dollar schweben Derivate über 500 Billionen Dollar in den Büchern von Banken und Finanzagenturen, und auf freien Märkte jagen sie mit hoher Geschwindigkeit um den Globus. Die Quelle des die Welt beherrschenden Kapitals sind solche „Luftbuchungen“. Führen wir uns die Relationen vor Augen: In 500-Euro-Scheinen gestapelt ist eine Million 18 cm hoch, eine Milliarde 180 m hoch, eine Billion 180 km hoch.
Wie können aus 50 Billionen, die von der Menschheit erarbeitet worden sind, 500 Billionen abgeleitet werden, die in den Büchern stehen? Unsere Geldordnung definiert die Beziehung zwischen der realen und der monetären Welt auf seltsame Weise:
<!--[if !supportLists]-->- <!--[endif]-->Geld muss sich immer exponentiell vermehren. Bei einem Zinssatz von 7 Prozent verdoppelt es sich etwa alle zehn Jahre. 100.000 Euro vermehren sich also im ersten Zehnjahreszeitraum um 100.000 Euro, im fünften Zehnjahreszeitraum vermehrt sich dieses Ausgangskapital dann aber schon auf 3,2 Millionen Euro.
<!--[if !supportLists]-->- <!--[endif]-->Die Wirtschaft wächst langfristig immer linear. Unser Bruttoinlandsprodukt ist seit fast 60 Jahren stetig in absolut etwa gleicher Höhe gewachsen. Das bedeutet, dass in einer reifen Volkswirtschaft die Wachstumsrate abnimmt. Wenn z.B. zu Beginn hundert Millionen um 15 Millionen wachsen, bedeutet das ein Wachstum von 15 Prozent. Wächst das jährliche Bruttoinlandsprodukt jedoch auf 1000 Millionen, entspricht ein Wachstum von 15 Millionen nur noch eine Steigerungsrate von 1,5 Prozent.
- <!--[endif]-->Als unsere Wachstumsrate über dem Zinssatz lag, konnte das darüber hinaus erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt zwischen den Tarifparteien verteilt werden
Jetzt, wo der Zuwachs unter dem Zinssatz liegt, muss der Fehlbetrag Arbeitnehmern und Arbeitgebern weggenommen werden. Denn die Zinsen müssen gezahlt werden.
Deshalb musste der Anteil der Löhne am deutschen Bruttoinlandsprodukt trotz eines stetigen Wachstums seit 2000 um 10 Prozent fallen. In dieser „Lohnsumme“ sind sogar die Millionengagen von Popstars, Spitzenmanagern und -sportlern enthalten. 1990 hat ein Topmanager das 20fache eines Arbeiters verdient, heute das 400fache. Trotzdem war das Jahreseinkommen des Deutsche-Bank-Chefs Josef Ackermann (ca. 13 Millionen Euro in 2007) nur etwa so hoch oder niedrig wie das Tages(!)einkommen des New Yorker Hedgefondsmanagers John Paulson im vergangenen Jahr.
Die Politik quält sich über Jahre mit der Entscheidung, ob einige hundert Millionen Euro für Investitionen in unsere Zukunft hier oder dort eingesetzt werden können. Sie braucht wenige Tage, um mit hunderten von Milliarden (Dollar in den USA, Euro in Europa) ein Sprungtuch zu spannen, das die Finanzbranche auffängt – mitsamt ihrer „Beute“, denn wenn die wertlos wird, ist alles Geld wertlos und die Wirtschaft bricht zusammen.
Der Neoliberalismus ist eine Ideologie
In der heute herrschenden Lehre wird die Wirtschaftswissenschaft wie eine Naturwissenschaft betrieben. Die Schlüsse der reinen Lehre werden mit mathematischer Präzision aus einer Zielfunktion abgeleitet. Danach bewirkt die optimale Zuteilung verfügbarer Produktionsfaktoren ein „soziales Optimum“. Nach der Theorie werden die wirtschaftlichen Abläufe durch drei wirtschaftspolitische Stoßrichtungen optimiert:
<!--[if !supportLists]-->1. <!--[endif]-->Privatisierung (weil nur private Eigentümer gut wirtschaften und dadurch Wohlstand erschaffen können – also Kapitalismus pur),
<!--[if !supportLists]-->2. <!--[endif]-->Deregulierung (weil nur von staatlicher Kontrolle befreite Märkte Angebot und Nachfrage ausgleichen – also Marktwirtschaft pur) und
<!--[if !supportLists]-->3. <!--[endif]-->Kürzung staatlicher Leistungen (weil nur Eigenverantwortung und Eigeninitiative Fortschritt bringen – also Wettbewerb pur).
Nach dieser „neoliberal“ genannten Lehre hat der Unternehmer eine soziale Verantwortung, die er erfüllt indem er Gewinn erzielt. Je höher sein Gewinn, desto größer sein Beitrag zum sozialen Optimum. Wer sein Eigeninteresse konsequent verfolgt, erschafft damit quasi automatisch auch den größten Nutzen für die Allgemeinheit. Und wenn etwas nicht so ist, wie es sein sollte – z. B. Konjunkturkrisen, Arbeitslosigkeit, Wachstumsschwäche, Inflation – dann nur deshalb, weil noch nicht alles Kapital in privaten Händen ist, weil der Markt noch nicht wirklich frei ist oder weil sich noch immer Leute in den Hängematten des Sozialstaats sonnen.
Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus ist dieses Credo der Ökonomie mit „Freiheit“ gleichgesetzt und weltweit an 90 Prozent der Universitäten gelehrt worden. Es gibt heute kaum noch volkswirtschaftliche Lehrbücher, die diese Denkschule in Frage stellen. Minister, Professoren, Berater von Regierungen in aller Welt und die Führungskräfte bei internationalen Organisationen sind durch diese Schule gegangen und haben sich von der Brillanz der Theorie blenden lassen.
Ein Kreuzzug für den freien Markt hat überall einen unwiderstehlichen Druck für Reformen zur Privatisierung, Deregulierung und zum Abbau staatlicher Funktionen geschaffen. In praktisch jedem Land hat diese Ideologie sich in Gesetzen und neuen Realitäten der Wirtschafts- und Sozialverfassung niedergeschlagen. Der Internationale Währungsfonds hat unter der Leitung von Horst Köhler diese reine Lehre weltweit durchgesetzt.
Die Konstruktion des Systems ist fehlerhaft
Der Nobelpreisträger George J. Stigler, der Ökonom Steve Keen und der Mathematiker Jürgen Kremer haben nachgewiesen, dass das neoklassische Modell auf einem mathematischen Ableitungsfehler beruht und sich die Ergebnisse in ihr Gegenteil
umkehren, wenn der Fehler behoben wird1. Diese Erkenntnis wird von der herrschenden Lehre bis heute ignoriert, obwohl das Modell den Praxistest nicht bestanden hat. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Maurice Allais hat sogar behauptet, nicht die Theorie sei falsch, sondern die Wirklichkeit.
Der Neoliberalismus bestimmt weltweit die Richtlinien der Politik und John Swaiton –Herausgeber der renommierten New York Times vor 40 bis 30 Jahren – hat in seiner Abschiedsrede erklärt warum: „So etwas wie eine freie Presse gibt es nicht… Die eigentliche Aufgabe des Journalisten besteht darin, die Wahrheit zu zerstören, faustdicke Lügen zu erzählen, die Dinge zu verdrehen und sich selbst … für sein tägliches Brot zu verkaufen. … Wir sind nichts weiter als intellektuelle Prostituierte.“
Seit dem Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn wissen wir, dass jede Wissenschaft auf Paradigmen aufbaut, die niemand beweisen kann, sondern die wir glauben müssen. Wenn das sogar für Naturwissenschaftler gilt, dann erst recht für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. „Die Schwierigkeit liegt nicht so sehr in den neuen Ideen, als in der Befreiung von den alten, die sich bei allen … bis in den letzten Winkel ihres Denkens verzweigen“, hat der große Ökonom John Maynard Keynes die Scheuklappen der Fachwelt umschrieben. Zu allen Zeiten haben die Wirtschaftsfachleute die Interessen der jeweils herrschenden Klasse vertreten:
Wie Wirtschaftssysteme sich selbst zerstören
Im 14. Jahrhundert haben sie für die Privatisierung der Staatseinnahmen gesorgt. So kam es im Jahre 1342 unter Edward III. in England zum Staatsbankrott. Die Folgen haben die Bankiers dann allerdings ebenso wenig beherrschen können, wie unsere Zechbrüder die Drehungen des Karussells: Das europäische Finanzsystem brach zusammen und löste hundert Jahre Hunger, Seuchen und Kriege aus, in denen ein Drittel der europäischen Bevölkerung umkam.
Im 18. Jahrhundert hat die Schule der Physiokraten das erste in sich geschlossene volkswirtschaftliche System entwickelt; im Boden sahen sie den einzigen produktiven Faktor.
So wurde der mit der Landwirtschaft geschaffene Reichtum den Besitzern des Bodens zugerechnet und die Feudalherrschaft legitimiert. Adel und Geistlichkeit waren zufrieden. Auch diese Lehre hat sich selbst zerstört, indem sie die französische Revolution auslöste.
Im 19. Jahrhundert haben die Marxisten die Arbeit als einzigen Produktionsfaktor anerkannt, ihm das Produkt der Arbeit zugerechnet und damit die Macht der Funktionäre legitimiert,
die sich als Interessenvertreter der Arbeiterklasse ausgegeben haben. Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus gilt diese Lehre als praxisuntauglich.
Im 20. Jahrhundert hat dann der Kapitalismus die Welt erobert – zunächst in der von Keynes empfohlenen Ausprägung mit staatlicher Lenkung. Aber die Keynesianer haben es versäumt, die Lehre ihres Meisters ökologisch, arbeitsmarktpolitisch und sozial neuen Gegebenheiten anzupassen und wussten nicht, wie sie der Stagflation (Stagnation und Inflation) begegnen sollten, die es nach Keynes gar nicht geben kann.
Anfang der siebziger Jahre hat sich deshalb der Kapitalismus neoliberaler Ausprägung durchgesetzt, nach der das Kapital der entscheidende Produktionsfaktor ist. Der freie Fluss globaler Kapitalströme – von der unsichtbaren Hand des Marktes ihrer besten Verwendung zugeführt – ist seitdem das Dogma der Ökonomie. Für Kapital und die von ihm finanzierten Investitionen darf es keine Grenzen geben. Dass die Grenzen für die Opfer – Menschen – dann geschlossen werden müssen, ist evolutionäre Auslese: Die Tüchtigen setzen sich durch; die Macht der Kapitaleigner ist effizient und deshalb legitim.
Wie bei jedem anderen System zuvor erleben wir gerade, wie auch diese Form kapitalistischer Marktwirtschaft an ihren eigenen inneren Widersprüchen zerbricht. Die weltweiten Rettungsaktionen von Notenbanken, Regierungen und den Washingtoner Finanzbabylons verlängern das Siechtum; den Untergang des Systems können und werden sie nicht verhindern.
„Fließendes Geld“ braucht keine Krisen
Wenn wir die Geschichte studieren, ist es erstaunlich, dass die Zeiten großer kultureller Blüte und breiten Wohlstands in der Bevölkerung Zeiten waren, in denen als Zahlungsmittel etwas gedient hat, das wir heute „fließendes Geld“ nennen. Alte Sprichwörter sagen uns, worauf es ankommt: „Der Rubel muss rollen“ oder „Taler, Taler, du musst wandern, von der einen Hand zur andern“.
Geld erfüllt seine Funktion nur, wenn es reibungslos umläuft – also fließt – und in dem Maße vermehrt wird, in dem auch die reale Wirtschaft wächst: linear, nicht exponentiell. Seit Jahrhunderten hat es immer wieder Wirtschaftskrisen gegeben:
<!--[if !supportLists]-->- <!--[endif]-->Entweder hat die Geldzirkulation nicht funktioniert. Wenn das Geld nicht fließt, fehlt es dort, wo es gebraucht wird – bei denen, die arbeiten und konsumieren wollen.
<!--[if !supportLists]-->- <!--[endif]-->Oder die exponentielle Vermehrung des Geldes hat „Finanzstauseen“ entstehen lassen, aus denen der Finanzmarkt schöpft und damit ein globales Monopoly spielt. Auch dann steht es für Investitionen oder für den Konsum nicht zur Verfügung.
In der Geschichte hat es lange Perioden von Wohlstand, einer gerechten Vermögensverteilung und Frieden gegeben, die wir auf eine andere, bessere Geldordnung zurückführen können: Geld wird mit einer Gebühr für Lager-, Liege- oder Nutzungskosten belastet, die wir auch negativen Zins nennen können.
Das bewirkt, dass diejenigen, die Geld haben, die Gebühr zu umgehen suchen. Dazu müssen sie ihr Geld ausgeben oder investieren. Das wiederum hat zur Folge, dass sich
die Vermögen nicht exponentiell – krebsartig – vermehren und damit die Realwirtschaft zersetzen. Investitionen vermehren das Vermögen im Durchschnitt so, wie auch die reale Wirtschaft wächst. Dieses System braucht keine Krise mehr.
Historische Vorbilder geben uns Hoffnung
Vor 8.000 Jahren haben die Sumerer mit „fließendem Geld“ tausend (!) Jahre lang in Wohlstand und Frieden gelebt. Das hat es ihnen auch ermöglicht, ein trockenes Tal in ein landwirtschaftliches Paradies zu verwandeln, die Schrift und das Metallhandwerk zu erfinden.
Von 1150 bis 1450 haben die Mitteleuropäer mit fließendem Geld hunderte prachtvoller mittelalterlicher Städte gebaut, die schönsten Dome und Kathedralen der Welt errichtet, ärmliche Fischerhäfen um Ost- und Nordsee in reiche Hansestädte verwandelt und 300(!) Jahre Frieden gehabt – zeitweise mit nur vier Arbeitstagen in der Woche.
In der großen Wirtschaftskrise ab 1929 haben Gemeinden mit fließendem Geld die Arbeitslosigkeit überwunden und sich eine moderne Infrastruktur geschaffen. Die Finanzexperten allerdings haben diese Experimente als groben Unfug bezeichnet und die Zentralbanken Verbote durchgesetzt.
Ein Rettungsprogramm für die Krise
Die Lehre aus den historischen Beispielen ist einfach: Geld schafft Wohlstand, sobald es zinsfrei fließt: Von den Girokonten könnten heute z. B. monatlich ¾ Prozent Gebühr abgebucht werden. Bei Terminanlagen reduziert sich der Satz auf bis zu ¼ und bei langfristigen Investitionen entfällt er ganz. Bargeld gibt es entweder nur in Form von Geldkarten, und mit dem Mobiltelefon können wir im Online Banking Gutschriften entgegen&shy;nehmen. Oder aber in die Geldscheine werden Chips eingebaut, die die monatlich fällige Gebühr jedes Mal anzeigen, wenn der Schein im Prüfgerät der Bank oder des Einzelhändlers auf seine Gültigkeit überprüft wird. Dann muss die Gebühr bezahlt werden und das Gerät aktualisiert den Schein.
Wenn auf dem Finanzmarkt noch ein Zins gezahlt wird, erhöht die Zentralbank die Gebühr geringfügig, bis der Marktzins Null ist. Wird der Marktzins negativ, reduziert die Zentralbank die Gebühr, bis der Zins wieder Null wird. In Verbindung mit dieser Feinsteuerung kann die Zentralbank den Geldwert durch die Steuerung der Geldmenge stabil – die Inflation also exakt auf Null – halten.
Geldwertstabilität macht finanzielle Dispositionen langfristig berechenbar und bietet Sicherheit für Vorsorgemaßnahmen aller Art. Unternehmen können sich – gegen Sicherheiten wie heute – zinslos Kredite beschaffen und das löst einen beispiellosen Investitionsschub aus. Der Staat kann sich teilweise aus der Geldgebühr oder -steuer finanzieren und andere Steuern senken. Die öffentlichen Haushalte vermeiden langfristig
den heute zweithöchsten Budgetposten – den Schuldendienst – und können in Infrastruktur investieren.
Die großartigste Konsequenz fließenden Geldes aber ist, dass unsere Arbeitseinkommen erheblich anwachsen: Jedes Produkt, das wir kaufen, hat viele Verarbeitungsstufen in der Wertschöpfungskette hinter sich. Jede Stufe von Herstellung, Transport, Lagerung und Verkauf ist kapitalintensiv. Die Kapitalkosten (Zinsen oder kalkulatorische Zinsen) müssen
in den Preis hineinkalkuliert werden. Auch wer vollkommen schuldenfrei ist, bezahlt mit jedem Euro, den er ausgibt, im Durchschnitt 30 bis 40 Prozent Zinsen.
Wenn wir zusätzlich noch die Steuerlast in sämtlichen Wertschöpfungsstufen und auch bei den Konsumenten berücksichtigen, kommen wir auf ungefähr 50 Prozent Zinsanteil in den Preisen. Mit anderen Worten: Auch wenn wir schuldenfrei sind, zahlen wir im Durchschnitt ungefähr die Hälfte von jedem ausgegebenen Euro für Zinsen. Und wenn
die – als eine segensreiche Folge fließenden Geldes – sinken, steigen die Arbeitseinkommen entsprechend.
Viele wollen dann vielleicht mehr ausgeben. Aber viele werden lieber weniger arbeiten und Halbtagstätigkeiten anstreben; das Arbeitsangebot geht zurück. Im frühen Mittelalter sind die Baudenkmäler und Reichtümer in teilweise nur 30 Arbeitsstunden in der Woche erschaffen worden. Beim heutigen Stand der Technik wären 20 Stunden genug, ohne dass wir unseren Lebensstandard einschränken müssten. Nach den Gesetzen des Marktes werden die Arbeitseinkommen steigen, mit ihnen die Altersrenten und für viele öffentliche Aufgaben werden plötzlich Mittel verfügbar sein.
Die „Natürliche Wirtschaftsordnung“
Silvio Gesell hat in einem umfangreichen Werk vor hundert Jahren begründet, warum fließendes Geld Krisen dauerhaft verhindert, eine faire Verteilung garantiert und Nachhaltigkeit rentabel werden lässt. Seine Ansätze sind von bedeutenden Ökonomen (John Maynard Keynes und Irving Fisher) gewürdigt worden. Keynes hat – wie Gesell – ebenfalls die Einführung „künstlicher Durchhaltekosten“ auf liquide Mittel empfohlen.
Geld bringt mehr Menschen um den Verstand als die Liebe. Sobald wir aber den Konstruktionsfehler der Marktwirtschaft – unser destruktives Geldsystem – erkennen
und fließendes Geld einführen, sind wir nicht länger Sklaven der Wirtschaft. Die Wirtschaft wird dann von selbst dem Leben dienen – und damit auch den Menschen.
Wenn die gegenwärtige Krise bewirkt, dass dieses Konzept an die heutigen Gegebenheiten angepasst und umgesetzt wird, haben wir ein Karussell, das nicht abhebt, sondern auf dem Boden der Realwirtschaft bleibt und uns reines Vergnügen bereitet. Unser wunderschöner kleiner Planet kann dann wieder zu dem Paradies werden, als den Gott ihn erschaffen hat. Das zu erreichen ist – aus höherer Sicht – der tiefere Sinn der gegenwärtigen Krise, die ich deshalb willkommen heiße.
Q: http://www.hintergrund.de/content/view/354/64/

:kopfkratz: Ist fließendes Geld wirklich die Lösung?

ASY

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67

Dienstag, 17. Februar 2009, 14:23

:kopfkratz: Ist fließendes Geld wirklich die Lösung?
Wie kannst du daran nur zweifeln? Stockendes Geld wird der fließenden Wirtschaft entzogen, wodurch genau mit diesem stockenden Geld keine Produktivität mehr motiviert werden kann - was die Wirtschaft stockt. Gleichzeitig erwartet sich der Geldstocker, dass sein stockendes Geld allein für das schädliche Stocken noch mit Zinsen bedient werden soll und somit wieder Geld aus der ohnehin ins Stocken geratenen Wirtschaft gezogen werden muss, die immer weiter ins Stocken gerät. :schulter:

Ist doch logisch! :)

68

Dienstag, 17. Februar 2009, 15:10

Ich glaube, ich hatte mir einen Knoten gelesen!
:D

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69

Dienstag, 24. Februar 2009, 10:32

100 Milliarden Dollar: AIG vor größtem US-Verlust

Zitat

Der US-Versicherer dürfte einen Quartalsverlust von fast 60 Milliarden Dollar erleiden, was das Minus für 2008 auf 100 Milliarden treiben würde. Bisher hat AIG Finanzhilfen von rund 150 Milliarden Dollar erhalten.
Der staatlich gestützte US-Versicherer AIG steht nach Medienberichten vor dem größten Verlust eines Unternehmens in der US-Geschichte. Das Minus des einst weltweiten Branchenführers liege durch enorme Abschreibungen voraussichtlich nahe 60 Milliarden Dollar (47 Mrd. Euro) - allein im Schlussquartal, so der amerikanische Wirtschafts-Fernsehsender CNBC am Montag. Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 dürfte somit ein Verlust von rund 100 Milliarden Dollar anfallen. Das entspricht ungefähr dem 100-fachen Marktwert des gesamten Unternehmens.
Versicherungen gegen Kredite verkauft
Grund für die enormen Abschreibungen dürfte sein, dass AIG Versicherungsverträge gegen Kreditbündel verkauft haben soll. Diese Bündel waren Branchenkennern zufolge jedoch zu großen Teilen "faule" Kredite, die nicht mehr voll zurückbezahlt werden können.
AIG bittet um weitere Staatshilfen
AIG verhandle nun angesichts einer erneut drohenden Pleite mit der US-Regierung über weitere Nothilfen. Die US-Notenbank Fed hatte AIG erst Mitte September in letzter Minute vor dem Zusammenbruch bewahrt. Im Gegenzug erhielt der Staat knapp 80 Prozent der Anteile. Die verschiedenen Finanzhilfen für AIG summieren sich bisher auf rund 150 Milliarden Dollar.
Am Rand des Abgrunds
AIG wolle seine Bilanz für 2008 in der nächsten Woche vorlegen, berichtete der Sender. Zuvor solle am Wochenende der Verwaltungsrat der Bank zusammenkommen, um eine neue rettende Vereinbarung mit der Regierung zu besiegeln. Milliardenverluste aus riskanten Finanzgeschäften hatten AIG an den Rand des Abgrunds gebracht. In vier Verlustquartalen in Folge fuhr AIG zuletzt ein Minus von insgesamt 43 Milliarden Dollar ein.
Vorbereitung auf Insolvenz
Sollte es keine Einigung mit der US-Regierung geben, dann würden sich die AIG-Anwelte wohl auf eine drohende Insolvenz vorbereiten. Zwar gilt die AIG als ehemals größter Versicherer als "too big to fail" - also zu groß und wichtig, als dass der Staat sie in Konkurs gehen lassen würde. Darauf hoffte man aber bei den Lehman Brothers auch.
AIG stößt Geschäftsfelder ab
Um seinen Schuldenberg zu reduzieren, verkauft AIG derzeit viele Geschäftssparten:
* Für seine Lebensversicherungssparte American Life Insurance hat der Konzern Bloomberg zufolge Gebote von MetLife und Axa erhalten.
* MetLife biete vorläufig 11,2 Mrd. Dollar für die Sparte. Wegen der Krise könne das Gebot jedoch noch auf acht Mrd. Dollar schrumpfen, hieß es weiter. Das Axa-Gebot beziehe sich nicht auf das Japan-Geschäft und damit den größten Markt der Sparte.
* Einzelne Abverkäufe sind schon gelungen: Unter anderem übernahm der deutsche Versicherungskonzern Münchener Rück vom US-Wettbewerber einen Spezialversicherer.

(Ag/Red.)
Q: http://diepresse.com/home/wirtschaft/boe…=/home/index.do

Gehören nicht der AIG die Wiener Straßenbahnen und U-Bahnen ... ? :kopfkratz:

ASY

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Dienstag, 24. Februar 2009, 10:38

Wien riskiert eine Milliarde Euro durch Cross Border Leasing

Richtig!

Zitat

Hier ist eine Zusammenstellung aller CBL-Facts zum download.

2008: Konkurs steht vor der Türe

Was ein Konkurs bedeutet hätte ist leicht erklärt: Die Stadt Wien hätte sich ihr Eigentum mit der noch aushaftenden Summe von rund einer Milliarde Euro zurückkaufen müssen. Doch selbst trotz vorläufiger Rettung von AIG und „Freddie Mac“ wird die Stadt Wien um einen Wechsel der Depots nicht herum kommen – sehen doch die Verträge nur Depots bei Finanzdienstleistern höchster Bonität vor. Während „Freddie Mac“ durch die direkte staatliche Übernahme seitens großer Ratingagenturen wie „Standard & Poors“ oder „Moodys“ nicht mehr aufgelistet wird, wurde AIG trotz staatlicher Intervention downgerated. Die Kosten eines Depotwechsels können für die Stadt Wien mehrere Millionen Euro betragen – und das Risiko, dass tatsächlich etwas passiert bleibt noch für weitere 20 Jahre bestehen.
CBL bleibt enormes Risiko
Die Stadt Wien sollte versuchen aus den bestehenden Verträgen auszusteigen. Durchaus wahrscheinlich, dass der eine oder andere Investor ob bestehender Liquiditätsproblem selbst Interesse daran hat. Eine Rückzahlung des Barwertvorteils sollte dabei durchaus als Angebot ins Auge gefasst werden. Denn ein zweites Mal wird die USRegierung die Stadt Wien nicht vor einem Milliardendesaster bewahren.

http://wien.gruene.at/wirtschaft/artikel/lesen/36578/


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