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Dienstag, 24. Februar 2009, 20:33

Genmais-Anbau droht / Großdemonstrations für Beibehaltung des Anbauverbotes

Die österreichische Bevölkerung ist äußerst kritisch gegenüber gentechnisch modifizierten Pflanzen eingestellt. Das beweisen nicht nur regelmäßig Umfragen, im Jahr 1997 haben über 1,2 Mio. Österreicher das Gentechnik-Volksbegehren unterschrieben.
Doch der Wille der damals 1,2 Millionen Österreicher, die unterschrieben haben, wird mit Füßen getreten, was das Zeug hält.
Wenn die jetzige Entwicklung, wo die Freihandelsfanatiker, in Europa v.a. die EU Kommission, den Saatgut-Konzernen jeden Wunsch von den Augen ablesen und sofort in Gesetzestexte kleiden, so weitergeht, dann werden wird sehr bald nur mehr gentechnisch modifizierte Nahrung zu essen bekommen.
Konkret droht bei einer Abstimmung am 02.03.2009 das Anbauverbot von gentechnisch modifiziertem Mais in Österreich zu fallen. Um es weiter aufrechtzuerhalten müssten 72 % (!!!) der EU-Mitgliedsstaaten einer Verlängerung zustimmen. Wenn es weniger Zustimmung gibt, dann kann die EU-Kommission das Verbot kippen - was sie so gut wie sicher auch tun würde.

Deshalb ist es jetzt höchste Zeit, seinen Protest dagegen Kund zu tun und für eine Beibehaltung des Anbauverbotes von GM-Mais in Österreich zu kämpfen!
Am SA den 28.02.2009 um 14.00h findet daher eine Groß-Demonstration am Ballhausplatz statt.
Die Demonstration ist überparteilich, wird von der Initiative Gentechnik-Verbot (u.a. Bioniere, IG-Milch, Global 2000) organisiert und auch von einigen Parteien (FPÖ, Grüne, NFÖ-Wien) unterstützt. Bei den Bionieren sind übrigens sehr viele Leute dabei, welche bei der Nationalratswahl 2008 bei Rettet-Österreich engagiert waren.
Nähere Infos u.a. unter http://www.wien-konkret.at/unterhaltung/…ltungskalender/ und natürlich unter http://www.bioniere.org .
Ich gehe hin und hoffe, möglichst viele Forums-Besucher ebenfalls dort zu sehen.
Es geht schließlich nicht um weniger als unsere Nahrung und damit um unser aller Lebensgrundlage. Nicht umsonst heißt es "Der Mensch ist, was er isst."
In diesem Sinne LG & bis 29.02.

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2

Mittwoch, 25. Februar 2009, 09:02

Morgen Woidviertler!
Es ist ja schön, wenn man sich gegen Gentechnik jeder Art ausspricht!
Aber es wird uns wenig nutzen!
Wenn wir uns dagegen stämmen wollen, sollte man zuerst den EU- Lissabonervertrag im Auge behalten!
Den wenn dieser kommt, nützt uns das dagegen stämmen wenig. :schulter:

ASY

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3

Mittwoch, 25. Februar 2009, 09:33

Du sprichst mir aus der Seele. Uns fehlt eine gemeinsame Durchsetzungskraft, weil diese von den Regierungen und der EU permanent vorauseilend vernichtet wird.

Demos sind gefährlich, weil sie mit Radikalismen gestört werden können - und dann ist es schwierig zu beweisen, dass man mit begangenen Gewaltakten nix zu tun hat. Es gibt nur eine taugliche Waffe gegen die Verbrecher - und das ist der Generalstreik. Es muss solange - am besten europaweit - gestreikt werden, bis die Elite aus ihren Löchern kraxelt und direkt einem Tribunal überstellt werden kann.

HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

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4

Mittwoch, 25. Februar 2009, 10:11

Ich habe dazu folgenden Vorschlag

Uns fehlt eine gemeinsame Durchsetzungskraft

Wenn man gegen Österreich stimmt (also gegen die Verlängerung) dann sollte zum Kaufboykott der Waren aus den Ländern aufgerufen werden, die eben gegen eine Verlängerung gestimmt haben!

WIR SIND SEHRWOHL eine MACHT! Und das kann jeder entscheiden! Es muss dann nur noch verbreitet werden!

WIR KONSUMENTEN SIND EINE MACHT, wenn wir uns einig sind!

Ich werde es auch noch weiter sagen!

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ASY

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5

Mittwoch, 25. Februar 2009, 10:49

WIR KONSUMENTEN SIND EINE MACHT, wenn wir uns einig sind!
Auch hier stimme ich dir voll zu. Der Konsument hat es in der Hand. Ich kaufe nur noch direkt beim Bauern und stelle auch meine Ernährungsgewohnheiten auf seine Produkte um. Ich brauch nicht mal das Haus verlassen, weil der Bauer jede Woche vorbeikommt.

Das bringt mehr als jede Demo und es brächte alles, wenn jeder so handeln würde und auch dazu in der Lage wäre.

6

Mittwoch, 25. Februar 2009, 17:03

Genmais-Anbau droht / Demo / Meine Antwort

Grüß euch,

so ein paar Sachen noch von meiner Seite. Ich möchte mich hier jetzt aber nicht auf langwieriges Hin- und Her-Posten einlassen - dazu habe ich zu viele andere Dinge zu tun ;)
  • Der Lissaboner-Vertrag ist ein absoluter Horror. Ich habe mich selbst recht intensiv mit diesem beschäftigt und war letztes Jahr auch massiv gegen diesen engagiert. Heuer natürlich auch noch :-)
    Für die drohende Abschaffung des Anbau-Verbotes durch die EU, präzise durch die EU-Kommission, ist dieser aber überhaupt nicht nötig. Schon durch den Vertrag von Nizza 2001 gibt es geänderte Abstimmungsmodalitäten gegenüber dem Beitrittsdatum Österreichs im Jahr 1995.
    Die drohende Aufhebung des Anbauverbotes ist der traurige Beleg dafür :-(
  • Die pauschal erhobene Behauptung, dass Demonstrationen gefährlich sind, weil sie mit Radikalismen gestört werden können ist so falsch, ASY.
    Natürlich KANN das passieren. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass es überall Chancen und Risken gibt - selbstverständlich auch bei Demonstrationen.
    Und ich erinnere an das Frühjahr 2008 wo praktisch alle Massenmedien die Aktivitäten für eine Volksabstimmung zum Vertrag von Lissabon wochenlang tot geschwiegen haben. Auch die 1. Demonstration am Ballhausplatz ist damals nur in der Kronen-Zeitung und in diversen Online-Medien erschienen.
    Doch mit der Demonstration am 29.03.2008 hat sich das schlagartig geändert: Plötzlich haben alle über das Thema berichtet, vom ORF über alle gängigen Print-Medien.
    Zwar ist das doch ordentlich tendenziös geschehen - frei nach dem Motto, wenn tot schweigen nicht mehr geht, dann muss man eben schlecht machen - doch rein, dass darüber berichtet worden ist war schon ein riesiger Erfolg dieser Demo. Wenn einmal über 10 000 Leute am Stephansplatz stehen, dann geht tot schweigen einfach nicht mehr.
    Bei dieser Demo sind eindeutig mehr Chancen als Risken eingetroffen!
  • Die Ideen, direkt beim Bauer, wenn möglich beim Bio-Bauern, zu kaufen finde ich sehr gut. Das hat neben der Umgehung großer Agro-Industrie-Unternehmen auch noch den großen Vorteil, dass man ausserdem noch die profitgeilen Handelskonzerne umgeht. Denn z.B. bei Rindfleisch, aber generell bei sehr vielen Lebensmitteln sind die Preis für die Bauern stagniert, die Preis in den Supermärkten aber rasant gestiegen.
    Der Handel schlägt sich da einfach viel mehr drauf als in früheren Jahren.
  • Doch um beim Bio-Bauern einkaufen zu können ist 1 Voraussetzug nötig: Keine Gentechnik auf unseren Feldern. Es gibt KEINE Koexistenz von GM und Nicht-GM Pflanzen. Einmal in die Natur ausgebracht gelangen die modifizierten Gene über Bestäung in alle Pflanzen, mit denen sie Kontakt haben und ihr Erbgut vermischt sich.
  • Und den nächsten, entscheidenden Knackpunkt bei der Konsumenten-Strategie hast du völlig richtig auf den Punkt gebracht HerrAbisZ:
    " WIR KONSUMENTEN SIND EINE MACHT, wenn wir uns einig sind!"
    Doch genau das ist den Knackpunkt: Macht ist immer Konzentration von Kräften in 1 Richtung. Und bei freiwilliger Entscheidungsmöglichkeit jedes einzelnen wird es schwierig bis unmöglich, die Energien in die selbe Richtung zu leiten.
Trotzdem ist jede Aktion willkommen, die der Sache dient. Ich kaufe auch so viele biologische Produkte wie möglich.
Das eine schließt ja das andere nicht aus.

Ich für meinen Teil gehe aber auch sicher zur Demo und möchte meine Haltung gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten in der Öffentlichkeit zeigen.
Niemand von euch ist verpflichtet, es mir gleich zu tun. Aber jeder ist herzlich dazu eingeladen. :thumbsup:

ASY

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7

Mittwoch, 25. Februar 2009, 17:20

Ich für meinen Teil gehe aber auch sicher zur Demo und möchte meine Haltung gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten in der Öffentlichkeit zeigen.
Wenn du logisch denkst, dann wehrst du dich doch mit der Demo gegen Verbrecher. Nimmst du also nicht an, dass dein "gesehen werden" von denselben Verbrechern missbraucht werden könnte? Du rechnest also fest damit, dass sich deine Gegner an moralische Spielregeln halten? :kopfkratz:

Wenn Demonstrationen funktionieren würden, dann wären sie verboten. :schulter:

8

Mittwoch, 25. Februar 2009, 19:40

Schon durch den Vertrag von Nizza 2001 gibt es geänderte Abstimmungsmodalitäten

Du schreibst ja selber, das der Punkt nicht beim GEN angepackt werden muß, sondern wo anders. :kopfkratz:

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HerrAbisZ

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9

Mittwoch, 25. Februar 2009, 20:12


ASY

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10

Mittwoch, 25. Februar 2009, 20:34

Super Arbeit :up - wenn ich jedoch trotzdem eine kleine Kritik anbringen darf. Wenn ich schon Österreicherinnen erwähne, dann gleich an erster Stelle und den horizontalen Lauftext würde ich vertikal machen, weil das nicht sehr lustig zu lesen ist. .

Die Musik ist von Supermax?

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