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ASY

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Freitag, 13. März 2009, 13:40

Arbeit als Druckmittel - Sollbruchstelle

Schon die Vorschau ist ein hochinteressantes Thema - und es ist einfach schrecklich, wie schnell man einen 30jährigen Kollegen ausgrenzt und ignoriert, nur um sein eigenes Einkommen nicht zu verlieren. Vorsicht, wenn man sich zu sehr auf Arbeitskollegen verlässt - letztendlich sind sie untereinander immer rivalisieren, wenn es um die Wurscht geht.

Zitat

Für einen Job würden viele Menschen alles tun. Wie absurd oder sogar unmenschlich Arbeit in Deutschland sein kann, erzählt ein Film "Sollbruchstelle".

Arbeit und doch keine Arbeit
Franz, der Hauptprotagonist, hat sich nach einer Kündigung erfolgreich in seine Firma zurück geklagt, einem Automobilkonzern. Doch die Firma will ihn nicht. Fortan ist der Personalchef die einzige Kontaktperson für Franz. Zu seinen Kollegen, mit denen er 30 Jahre lang arbeitete, wird ihm jeder Kontakt untersagt. Täglich acht Stunden sitzt er ohne Aufgabe in seinem Büro. Seine Arbeit ist das NICHTS tun. Mit der Kontaktsperre, der "Isolationsfolter", die das Management sich für Franz ausgedacht hat, will man ihn mürbe machen und aus der Firma ekeln.

Doch Franz bleibt.
Ein Büro wurde für ihn eingerichtet - abgelegen von den anderen Büros.

Obwohl er seine Kollegen schon 30 Jahre kannte, wandten sie sich plötzlich aus Angst als nächster dran zu sein, von ihm ab und redeten nicht mehr mit ihm. Bei mir kam sofort die Frage auf, wie wenig Courage es eigentlich heute noch unter Mitarbeitern gibt und wie ein Management diese Couragelosigkeit der Mitarbeiter sich zu nutze machen konnten.

Täglich wurde ihm eine "Aufgabe" erteilt die am Ende des Tages vor seinen Augen im Schredder verschwand. Das fand ich noch am Menschenunwürdigsten von allem in dem Film.

Der Personalchef von Franz wurde entlassen mit dem Kündigungsgrund: Er hätte den Auftrag, Franz endgültig aus dem Unternehmen auszuschließen, nicht erfüllt, denn erst nach sechs Jahren Untätigkeit verlässt Franz mit einer Abfindung die Firma.

Davon ist jeder betroffen. Betroffen von der Willkür derer, die Arbeit geben - Arbeit als Druckmittel. Dies ist auch nur in einem Land möglich, wo hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Wäre die Situation umgekehrt, würden die Unternehmen ganz anders vorgehen müssen. Sie müssten darum kämpfen ihre Mitarbeiter zu behalten und nicht an andere Unternehmen zu verlieren.
http://renate-siedentopf.magix.net/blog/…html#trackbacks


http://de.wikipedia.org/wiki/Sollbruchstelle_(Film)

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