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ASY

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1

Sonntag, 12. April 2009, 09:32

Fiat-Money, Kreditgeld, Assignaten, Zentralbankgeld

Folgende Zusammenfassung enthält keine einzige Verschwörungstheorie, sondern einzig und allein Eckpunkte unseres Schulden-Geld-Systems, für welches ein Nachschuldnerzwang besteht. Darum wurden zeitweise alle Menschen getötet, die diesen Zwang nicht erfüllen konnten oder wollten.

Zitat

Kreditgeld ist eine Forderung gegenüber einer natürlichen oder juristischen Person, die dazu verwendet werden kann, Waren und Dienstleistungen zu erwerben. Die Akzeptanz von Kreditgeld geschieht aufgrund von Vertrauen gegenüber dem Emittenten oder aufgrund gesetzlicher Vorschriften. Kreditgeld, dessen Akzeptanz auf gesetzlichen Vorschriften beruht, bezeichnet man als Fiatgeld.

Fiat-Money (auch Fiatgeld) ist Kreditgeld, bei dem seitens des Emittenten keine Einlöseverpflichtung besteht und dessen Akzeptanz durch gesetzliche Vorschriften - wie die Erklärung zum gesetzlichen Zahlungsmittel - erreicht und sichergestellt wird. Der Begriff ist vom lateinischen fiat („Es werde bereitet“) abgeleitet. Fiatgeld wird Geld, indem es von den gesetzgebenden Organen eines Staates dazu erklärt wird.

Heutiges Zentralbankgeld ist Fiatgeld.


Im Jahr 1294 versuchte König Gaichatu von Persien die durch seinen extravaganten Lebensstil und eine Rinderpest entleerte Staatskasse durch die Emission von Fiatgeld wieder zu füllen. Am 13. August 1294 ließ er verkünden, dass jeder, der das neue Papiergeld nicht akzeptiere, mit dem Tode bestraft werde. Das Experiment hatte nur zwei Monate Bestand und war ein totaler Fehlschlag. Der Handel kam zum Erliegen und es brachen Unruhen auf den Basaren aus. Dem König blieb keine andere Wahl als seine Proklamation zu widerrufen. Er wurde kurz darauf ermordet.

Die ersten Assignaten wurden ab dem 14. Dezember 1789 ausgegeben. Mit der Zeit wurden durch die Regierung immer mehr Assignaten in Umlauf gebracht, wodurch sie stark an Wert verloren und auch die politische Instabilität und Fälschungen ließen das Vertrauen in die Währung sinken.

Schon im Februar 1793 hatten sie nur noch 50 % ihres ursprünglichen Werts. Es kam zum Horten von Lebensmitteln, was die Jakobiner am 26. Juli per Gesetz verboten; am 29. September wurde weiterhin ein Preismaximum für bestimmte Lebensmittel vorgeschrieben.

Die Assignaten waren während der Französischen Revolution in Umlauf gebrachtes Fiatgeld. Am 8. September 1793 erklärte die Nationalversammlung, jeder, der die Bezahlung mit Assignaten verweigere oder bei Bezahlung mit Assignaten einen höheren Preis verlange, werde mit dem Tode bestraft und sein Vermögen werde konfisziert.

Es wurde dem eine Belohnung versprochen, der die Behörden über solche Transaktionen in Kenntnis setze.

Im Mai 1794 kam es zu einer weiteren Verschärfung. Die Nationalversammlung erklärte, jeder, der sich vor dem Abschluss eines Geschäfts erkundige, mit welchem Geld der Geschäftspartner zu zahlen beabsichtige, werde mit dem Tode bestraft. Trotz dieser Maßnahmen verloren die Assignaten rapide an Wert. Das konnte die Inflation jedoch nur vorübergehend bremsen.

Im April 1795 sank der Wert der Assignaten auf nur noch 8 %; Kaufleute weigerten sich zunehmend, Papiergeld anzunehmen, und die in Assignaten bezahlten Arbeiter verarmten. Als Napoléon Bonaparte 1803 den Franc als neue Währung einführte, waren sie praktisch wertlos.

Im 20. Jahrhundert wurden Fiatwährungen die Regel. Präsident Franklin D. Roosevelt entband die US-Zentralbank von der Verpflichtung, von Bürgern eingereichte US-Dollarnoten in Goldmünzen einzulösen. Privater Goldbesitz im Wert von mehr als 100 US-Dollar wurde von ihm als illegal erklärt und mit bis zu zehn Jahren Gefängnis sowie Beschlagnahme des Goldes bestraft.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fiat-Money
http://de.wikipedia.org/wiki/Assignaten
http://de.wikipedia.org/wiki/Kreditgeld
Frohe Ostern!

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artemia salina

Das auf dem Bild ist keine artemia salina, sondern ein Muschelschaler, aber auch sehr schön, oder?

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2

Freitag, 15. Oktober 2010, 17:40

Dir auch erst einmal frohe Ostern!
Das ist ja wirklich eine grausame Sache, was da mit Geld im weitesten Sinne passiert ist. Ich wusste das bis jetzt gar nicht, sondern dachte immer, angefangen hat es mit Münzen oder Zetteln, auf denen zB der Gegenwert von einem Laib Brot stand.

ASY

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3

Freitag, 15. Oktober 2010, 18:07

Jo, diesen Text habe ich schon vor eineinhalb Jahren zu Ostern geschrieben. Wenn es um die Erklärung des Geldes geht, da steigen fast alle Menschen aus, weil sie das Verbrechen dahinter nicht mal im Ansatz begreifen können.

Wie das Geld selbst angefangen hat, können wir nicht wissen - vermutlich war es ein Tauschhilfsmittel, also ein Geld, welches den Menschen diente. Heute dienen wir dem Geld und besonders jenen, die ganz viel davon haben.

Das Fiat-Geld, unter dessen Joch wir jetzt leben müssen, ist ein schlechtes Geld, weil dahinter nur die Androhung von Gewalt und keine Wertschöpfung steckt. Ohne Gewalt, hätte dieses betrügerische Geldsystem nie eingeführt werden können. Die Komplizen des Betrugs sitzen in unseren Parlamenten.

4

Freitag, 15. Oktober 2010, 19:10

Wenn es um die Erklärung des Geldes geht, da steigen fast alle Menschen aus, weil sie das Verbrechen dahinter nicht mal im Ansatz begreifen können.
Tun sie auch deswegen nicht, weil sie auf die paar Krümel Sparbuchzinsen nicht verzichten wollen. In der Realität zahlen sie natürlich sehr viel höhere Zinsen (versteckt in Preisen, Steuern etc.). Fast jeder denkt, wenn ihm am Monatsende etwas übrig bleibt, das System in Ordnung sei.

Das System "Zins-Geld" ist schon so aufgebauscht (man spricht bspw. Anlageprodukten), sodass sich nur wenige darüber nachdenken trauen. Außerdem wird nirgends in der Entwicklungsphase eines Menschen (Schule usw.) über das Zinssystem aufgeklärt. Man wächst also auf und denkt so ist die Welt ... genauso wie das Kalb welches im Stall das Licht der Erde erblickt und als Kuh bis zum Tode dort bleiben muss denkt, dass dies die Wirklichkeit sei. Aber es ist nur eine aufgezwungene "Realität".

Auf die Menschen umgdeutet bedeutet dies, dass wir im Zins-Stall vegetieren und denken, dass dies so sein muss, weil es nichts anderes gibt und weil wir nichts gegenteiliges gelernt haben.

Dabei ist es doch sehr einfach erklärt! Wenn ich 5 Prozent Zinsen für mein Geld haben möchte, muss irgendwo jemand 5 Prozent seines Geldes verlieren.
Die glücklichen Sklaven
sind die
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Marie von Ebner-Eschenbach

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5

Samstag, 16. Oktober 2010, 18:38

Das perfekte Verbrechen

Prof. Harald Lesch darf hier unglaublicher Weise im ZDF über das perfekte Verbrechen unserer weltweiten Geldpolitik sprechen und es auch noch ein "Kapital-Verbrechen" nennen. Was war da los im ZDF - hat die Zensurabteilung geschlafen???

Das perfekte Verbrechen


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6

Samstag, 16. Oktober 2010, 22:39

Zitat

hat die Zensurabteilung geschlafen???

Kann ich mir kaum vorstellen.

Lesch hat zwar erwähnt, das Geld aus dem Nichts geschaffen wird ... nur um zu wissen was er da gemeint haben könnte, muss man sich schon mit der Materie beschäftigt haben.

Dann spricht er von großen Teilen der Finanzwelt und vom, seit Jahrzehnten perfektionierten Verbrechen ... es sind nicht große Teile der Finanzwelt, sondern die gesamte Finanzwelt. Kommt dazu, dass auch die gängigen Medien auf Spekulanten etc. einprügeln dürfen (ohne dass sich bis heute etwas geändert hat). Außerdem wurde das System nicht erst seit Jahrzehnten, sondern seit Jahrhunderten in Form des Zinssystems perfektioniert

Wie heißt es so schön, die Information entsteht immer beim Empfänger. Ich behaupte mal, dass sich die meisten welche die Sendung gesehen haben (so viele waren es dann sicher nicht) sagen, "ja eh, die scheiß Spekulanten usw.". Aber es ist das System und nicht die Leute die da auf diesem Misthaufen wachsen.
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Marie von Ebner-Eschenbach

7

Mittwoch, 20. Oktober 2010, 17:15

Das hätte Roland Koch nicht sagen dürfen?

Etwas schwierig für mich, ob dieses Video und die darin enthaltene Botschaft hier wirklich am besten herein passt, aber ich möchte keinen neuen Thread beginnen, es aber auch nicht uneingestellt lassen - also füge ich es hier ein. Interessante Ansichten, die Roland Koch hier auf Phönix vertritt - war die am Ende mit verantwortlich, dass er im Sommer all seine politischen Ämter niedergelegt hat?

Das hätte Roland Koch nicht sagen dürfen?

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