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Mittwoch, 29. April 2009, 13:00

Prof. Mankiw empfiehlt der FED den Negativ-Zins - ala Silvio Gesell

Zitat

Harvard-Professor Mankiw empfiehlt der US-Notenbank Negativ-Zinsen

Die Krise in den USA ist mittlerweile so tief, dass ernsthaft über die Geldpolitik nachgedacht wird. Kein Geringerer als Prof. Gregory Mankiw greift die Freigeld-Idee Silvio Gesells auf, um einen einfachen Vorschlag auf den Tisch zu bringen: Das Festhalten von Geld wird besteuert. Diese Methode sei sehr viel effektiver als die immense Überschuldung des Staates.

Mankiw zitiert den Vorschlag eines Studenten: In nicht vorausgesagten Abständen erfolgt eine Verlosung der letzten Ziffer der Seriennummern des Geldes. Wer im Besitz eines Scheins mit der gezogenen Endziffer ist, bezahlt eine Geldsteuer von zum Beispiel 10%. Diese Verlosung wird so oft durchgeführt, bis die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wieder ein hohes Niveau erreicht.

Diese "überraschende Auslosung einer Teilmenge des Geldes" wurde übrigens nicht von dem von Mankiw anonym zitierten Studenten erfunden, sondern bereits 1950 von Ernst Winkler in den "Blättern der Freiheit" vorgebracht (heute "Fragen der Freiheit"). Auf diesen Hinweis von mir hat sich Prof. Mankiw freundlich bedankt.

Der Vorschlag des Harvard-Ökonomen wird nun zunehmend ernsthaft diskutiert. Auch die Financial Times Deutschland (FTD) nimmt sich des Themas in der Ausgabe vom 28. April. Wir lernen dort, dass die amerikanische Zentralbank den optimalen Zins bereits bei "minus 5 Prozent" sieht.

Gar nicht so weit weg von den minus 8% des Chiemgauer. Beim Chiemgauer erfolgt die Besteuerung durch eine vierteljährliche Klebemarke im Wert von 2% des Nominalwertes. Beim Chiemgauer-Konto ist der Umlauf-Impuls noch intelligenter, denn erst nach mehr als 30 Tagen erfolgt die Berechnung eines Negativ-Zinses. Wird beim Chiemgauer das Geld regelmäßig weitergegeben, werden für den einzelnen Nutzer keine Kosten fällig.

Mankiw ist übrigens nicht der erste moderne Ökonom, der über Negativzinsen nachdenkt. Prof. Buiter von der London School of Economics, Prof. Fukao und Prof. Goodfriend haben sich in wenig beachteten Diskussionspapieren schon vor einigen Jahren im Zuge der japanischen Deflation für eine sogenannte "Gesell-Steuer" ausgesprochen.

http://www.chiemgauer.info/237.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=713&tx_ttnews[backPid]=197&cHash=344be28449


Benötigten wir wirklich eine derartige Wirtschaftkrise, um Ideen, die bald 100 Jahre alt sind, aufzugreifen?
Oder anders gefragt: Wer hat bisher erfolgreich verhindert, dass diese Art der Besteuerung des Geldes aufgegriffen und durchgeführt wird?

Das Geld des Volkes fließt ja zum allergrößten Teil wieder direkt in die Wirtschaft, so jenen ohnehin nur so viel gegeben wird, wie sie unbedingt zum Leben benötigen.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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ASY

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2

Mittwoch, 29. April 2009, 14:04

Dazu habe ich heute schon eine Antwort geschrieben - der Negativzins alleine ist überhaupt keine Lösung.

Der negative Zins soll lediglich das Sparen von Kapital verhindern und somit den Geldumlauf sichern. Doch das alleine ist noch keine Freiwirtschaft, zumal dem Tauschwert Geld auch eine Leistung/Ware und keine Schuld gegenüberstehen muss, weil im Geld eine das Vertrauen schaffende Leistung beherbergt sein soll. Geld ist der Ausweis etwas produziert zu haben. Die militärisch geschützte Zentralbank FED produziert jedoch nur Schulden und ist auch mit negativem Zins im Vorteil, weil sie oder deren Begünstigte durch das bisherige System auch über Immobilien, Betriebsmittel, Rohstoffe usw. verfügen, worüber sie sich wiederum den Negativzinsverlust reinholen können.

Echte Freiwirtschaft ist eine Wirtschaft, wo möglichst alle Menschen dieselben Chancen bekommen. Da darf auch niemand dazu verdammt werden, an einen Anderen sein ganzes Leben Miete bezahlen zu müssen. Es darf auch nicht sein, dass ich jemanden ein Grundstück abkaufen muss, sondern jeder darf - wie schon geschrieben - mit denselben Chance starten können.

Ein weitergeleiteter Negativzins in der Zentralbank erwirkt lediglich, dass die Zentralbank in einem neuen Glaubenssystem nie wieder überholt werden kann - das haben wir jetzt auch - und dass die Erpressung der Menschen weitergehen kann.

3

Montag, 8. Juni 2009, 14:44

negativer Zins sinnvoll?

Ich frage mich,wie sinnvoll ein negativer zins wäre- verhindert er nur das sparen der bürger und somit der entzug von geld aus dem wirtschaftskreislauf. Jedoch ist unser system so konsiüiert, dass ein ansparen für notzeiten wie arbeitslosgkeit notwendig sind. Es müsste zumindest ein freibetrag miteinbezogen werden.

Für eine bessere Idee halte ich das Model des vollgelds. Es ist unter anderem der Veruch,das Wiwachstum zur stagnation zu bewegen, vermeidung von inflation und stärkung der ezb. das modell lässt sich verschiedenartig umsetzten wie zB ähnlich wie beim modell des bedingungslosen grundeinkommens.

somit könnte man einige verbesserungen erzielen. Sozialer frieden, unterbindung von inflation und man umgeht den zwang eines fortwährenden wirtschaftswachstums.

ASY

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4

Montag, 8. Juni 2009, 15:18

Für eine bessere Idee halte ich das Model des vollgelds
Kannst du Vollgeld definieren?

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5

Montag, 8. Juni 2009, 15:31

ganz einfach gesagt: ALLES GELD SCHAFFT DIE ZENTRALBANK

VOLLGELD waere genau das geld, dass herr und frau durchschnittsbuergerIn in seiner vorstellung gerumtraegt

wesentlich dabei: geschaeftsbanken haben keine geldschoepgunsmeoglichkeit mehr (kreditgeld, giralgeld) und konzentrieren sich ausschliesslich auf die verwaltung der kundengelder


was auf konten steht ist keine forderuNG mehr auf bargeld, sondern ist auch als buchgeld vollwertiges geld


versorgung der wirtschaft mit geld, leigt allein in den haenden der zentralbanunk und damit des staates...geschaeftsbanken haben quasi nur noch weitergabe/verwaltungsfunktion


tiefergehende erlaeuterungen von ernst dorfner z.b. hier

http://www.dieterb.de/newmoney/texte/vollgeld4.htm

UNTER PUNKT H

6

Montag, 8. Juni 2009, 15:41

Vollgeld

Ich versuchs mal zu definieren.
Unter Vollgeld versteht man die Überführung des Giralgelds von den Geschäftsbanken zu den Zentralbanken.
Die Geschäftsbanken sind nur noch für die Verwaltung zuständig, nicht mehr für die Kreditvergabe sondern das übernimmt die Zentralbank.
Heißt, diese hat wieder mehr Möglichkeiten über das Geld zu verfügen und uz bestimmen, wie viele kredite sie vergibt.
Die Girokonten kann man dann als vollwertiges Zahlungsmittel betrachten wie Bargeld auch, nicht wie jetzt als Forderung auf bargeld.
Somit ist das Risiko von Geldwertschwankungen geringer. Kredite werden entweder durch Ersparnisse vergeben oder bei der Zentralbank vergeben werden.
Der erforderliche Geldmengenzuwachs könnte nach dme konzept auf verschiedene weise verwendet werden, einer wäre die Finanzierung der Grundsicherung wie im Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens, ein anderer zur Finanzierung der finanziellen Lasten des Staates zB zur Haushaltskonsolidierung.
Ich hoffe das stimmt soweir wie ich das versucht habe zu erkären.

7

Montag, 8. Juni 2009, 15:49

http://www.rpoth.at/pastwork/vollgeld.shtml


definition vollgeld


Zitat

Was wäre zu tun? Während offizielle Ansätze darauf abzielen, die Banken
durch striktere Eigenkapitalstandards wieder etwas an die Zügel zu
nehmen, befürworten ExpertInnen wie der deutsche Wirtschaftssoziologe
Joseph Huber, das Problem gleich an der Wurzel zu packen: Am besten
wäre es, den Geschäftsbanken die Geldschöpfung gänzlich aus der Hand zu
nehmen. Im Gegensatz zum heutigen Teilreservesystem, in dem nur
Zentralbankgeld rechtlich Geld sind, die Giralgeldguthaben jedoch bloß
Forderungen auf Geld, spricht Huber vom System eines "Vollgeldes". Geld
sollte ausschließlich von der Zentralbank in Form von Banknoten, Münzen
und Buchgeld emittiert werden. Dieses Buchgeld wäre im Unterschied zum
Giralgeld "vollwertiges" Geld und würde auf Kundenkonten der
Geschäftsbanken analog zu heutigen Wertpapierdepots verwaltet (siehe Ausgewählte Weblinks).
VORteile, NACHTEILE



Zitat

Worin bestehen die Vorteile? Einmal in der Ausschaltung der übermäßigen
Kreditexpansion bzw. -verknappung in Aufschwungs- und Abschwungsphasen
und ihrer Folgen. Der Zentralbank wird es außerdem möglich, das
Preisniveau sowohl gegen Inflation als auch Deflation zu sichern: Der
dem Wachstum der Wirtschaft entsprechende jährliche Zuwachs der
Geldmenge kann nicht nur in Form von Krediten, sondern auch in Form von
Schenkungen für soziale und ökologische Zwecke zur Verfügung gestellt
werden. Diese Schenkung kostet die Zentralbank nichts, da sie ja dieses
Geld aus dem Nichts schafft und in Form von Buchgeld nicht einmal
drucken lassen muss, während sie umgekehrt bei einer Kreditvergabe das
bisherige "Körberlgeld" der Banken lukrieren kann. Die Schenkung wird
nur insoweit als Ausgleich getätigt, als zu wenig Kredite aufgenommen
werden. Was spricht dagegen? Sicher die Möglichkeit eines politischen
Missbrauchs der Zentralbanken.
Das wäre aber im Vergleich zu den
Risiken des aktuellen Systems vielleicht verkraftbar.

ASY

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8

Montag, 8. Juni 2009, 16:00

Aso, es fällt somit nur die Besicherung durch einen Teil der Einlage weg - im EZB Raum mW. 4%.

Dennoch lösen sich damit die Probleme der Zinsen nicht. Alles bleibt gleich, nur der Exzess wird gemäßigt. Weiterhin bestimmen die Großerben über das Leben der Erblosen und es wird auch weiterhin nach Kapitalanhäufung gestrebt.

Ich halte somit das Vollgeld-Konzept für den kleinsten Kompromiss der Geldelite, weil sie damit trotzdem die Macht über das Fußvolk nicht verliert. Fähigkeiten der ärmeren Gesellschaft bleiben chancenlos, während dem dämlichen Großerben alle Möglichkeiten offenstehen.

Zins ist Zins und bleibt ein Verbrechen, weil er ohne Arbeit und ohne Leistung entsteht, während der Geldgeber nur faul herumsitzen muss und sein Kapital steigt.

Anmerkung: Es geht beim Zins nicht nur ums Geld, sondern um alle Ressourcen, die von Eigentümern zwecks Gewinnmaximierung zurückgehalten werden. Auch das Eigentum von Länderein und Immobilien zählt zu diesem verwerflichen Prinzip, welches den Normalo ausbeutet.

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9

Dienstag, 9. Juni 2009, 14:51

Aso, es fällt somit nur die Besicherung durch einen Teil der Einlage weg - im EZB Raum mW. 4%.
nein, es faellt damit die GESAMTE geldschoepfungskapazität der geschaeftsbanken weg....

ASY

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10

Dienstag, 9. Juni 2009, 15:15

Ja und dadurch die sich vermehrende Geldschöpfung aus Einlagen - das habe ich verstanden.

Ehrlich gesagt, hat diese jetzt keinen Sinn mehr, zumal ja ohnehin sämtliche Produktionmittel und Lebensräume im Eigentum privater Investoren sind. Das ist, wie wenn du ständig durch doppelt oder nix Wetten verloren hast und deine Verluste mit Limit wieder zurückgewinnen willst - du würdest viel Glück und Milliarden von Leben brauchen, wieder ein würdevolles Leben führen zu können.

Ich hänge mal ein Dokument von Bernd Senf an, welches ich allen empfehle zu lesen - auf 15 Seiten erklärt er einige Finten des Geldsystems.
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