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1

Freitag, 26. Juni 2009, 12:04

Kapitalismus

Kapitalismus wird als Wirtschaftssystem beschrieben, dass sich durch Privat- oder Konzerneigentum charakterisiert bei dem Investitionen durch private Entscheidungen getätigt werden und Preise, Produktion sowie die Verteilung von Gütern durch Wettbewerb in einem freien Markt bestimmt werden.

Diese Definition verschweigt allerdings den entscheidenden Punkt, nämlich die immer entstehende unregulierte, kapitalistische Gemeinschaft, die von korrupten Menschen regiert wird und die zusammenbrechen wird wie ein Kartenhaus, mit fatalen Folgen für die Masse.

Unsere Vorstellung des Kapitalismus beruht auf unserem Konsumdenken wo weltweiter Bedarf kreiert wird und wo Alles und Jeder zu verkaufen ist. Wir glauben, verschiedene öffentliche Güter, Dienstleistungen, Personen, Politiker, Präsidenten, Menschenrechte und sogar Gott zum richtigen Preis verkaufen zu können. Alles und Jeder wird zur Warengruppe und kann gekauft und verkauft werden. Wir haben uns zu bedürftigen Kindern entwickelt, die vom Geld so abhängig sind wie ein Baby von Mutters Brust.

Unsere Medien machen uns glauben, dass der Markt unabhängig ist und sich selbst reguliert und vertuschen, dass er von einigen wenigen, sehr mächtigen Personen gesteuert wird, die das Spiel diktieren und manipulieren. Unser Pech dass diese Leute gierig sind und das ganze System korrumpieren und unsere Vorstellung der Welt ist nur noch eine Reflektion ihres Denkens und ihrer Kleingeistigkeit, der wir uns perfekt angepasst haben, was automatisch zum Zerfall und zur Auflösung unserer Welt führen muß. Extremer Reichtum steht oft im Einklang mit extremer Korruption.

Heute sind wir in der gefährlichen Situation, das wir Korruption auf allen Regierungsebenen haben, unnötige und teure Kriege führen, unfähig sind Konflikte zu lösen, die Moral zerfällt, die individuelle Freiheit wird ausgerottet, Kriegstreiberei und Völkermord, Schuldenberge, Kostenexplosion, baldige Hyperinflation und eine zusammenbrechende Weltwährung.

Geld und Macht sind die höchsten Ziele die die Masse verinnerlicht hat und die jeder erreichen will, in der Hoffnung dass es das Ego befriedigt. Nichts anderes bekommen wir im TV serviert. Von diesem pathologischen Narzissmus sind fast alle unsere Führer infiziert und es ist die einzige treibende Kraft bei ihrer 'Berufung' in höchste politischen Ämter.

Wahre Freiheit zu praktizieren hat man den Menschen über viele Generationen hin durch Furcht und Angstmacherei abgewöhnt. Sie erfordert harte Arbeit, selbstständiges Denken, Mut und Können. Stattdessen bevorzugen es die Menschen geführt und mit ihren Grundbedürfnissen versorgt zu werden. Dafür geben sie ihre Freiheit auf. Sie haben vergessen, dass ein Staat nicht dazu da ist für seine Bürger zu sorgen, sondern dafür, sie zu kontrollieren. Je mehr man dem Staat zu regulieren erlaubt, desto mehr wird kontrolliert.

In einer wahren Demokratie ist die Rolle der Regierung den Bürgern zu dienen und nicht über sie zu bestimmen. Aber selbst das haben die Menschen vergessen.

Inzwischen gehen sie wieder zurück an die Arbeit, arbeiten für ihre Schulden und Steuern, konsumieren nutzlose, verblödende TV-Serien und lassen sich von überwältigender Desinformation und Propaganda berieseln, leben lieber weiter in ihrer Scheinwelt wie sie ihnen von Reichen Leuten vorgegauckelt wird, statt selbstständig denkende Erwachsene zu sein und ihre Seele zu entwickeln.

Und sowas nennen sie 'Leben' :sad:
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

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JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

2

Freitag, 26. Juni 2009, 12:30

Dem kann ich nur zustimmen! Laut Andre Gorz ist dieser Alptraum bald zu Ende.


ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
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3

Freitag, 26. Juni 2009, 13:13

Es freut mich immer wieder, wenn uns ein Stückchen Kapitalismuswissen erreicht - jeder einzelne Mensch ist wichtig, dass er die Verderblichkeit des Kapitalismus begreift und weiter verbreitet.

Wer das Problem des Kapitalismus erkennt und nix dagegen tut, ist Teil des Problems.

Also ist nix wichtiger als auszuschwirren und den Leuten das Problem begreifbar zu machen.

4

Samstag, 27. Juni 2009, 23:21

Der Kapitalismus zeigt sich am besten wahrnehmbar im Globalismus, der heutzutage eine
Art Kriegsersatz ist und in Phasen abläuft:
Analysiert man den Ablauf dieser Globalisierung, kann man 3 Phasen des Ablaufs erkennen:

Phase 1:
Man sucht sich einen Wirtschaftsstandort in einem Schwellenland mit Niedrigstlohnniveau und kaum vorhandenen politischen Strukturen.
Hier beginnt man zunächst mit dem Aufbau von Komponentenproduktionen.
Deren Produkte werden dann in den alten Hauptmarkt reimportiert.

Die Folgen hieraus:
- Der Abbau von Arbeitsplätzen im Land des Hauptmarktes.
- Steigerung des Volkseinkommens im Schwellenland.
- I.d.R. dort Lohnanstieg von ca. 10% - 15%


Phase 2:
Nach ca. 10 - 15 Jahren ist das Volksvermögen des Schwellenlandes zumeist deutlich gestiegen.
Jetzt baut man zielstrebig eine Konsumgüterindustrie auf, um damit das gestiegene Volksvermögen auch abschöpfen zu können.
Parallel dazu schöpft man mit wesentlich höheren Gewinnmargen das Volksvermögen im Bereich des alten Hauptmarktes ab.

Die Aktionen und Folgen daraus:
- Schließung und/oder Verlagerung ganzer Produktionszweige ins Ausland.
- Im alten Standort bleibt nur noch, wenn überhaupt, die Montage übrig.
- daraus folgt ein weiters Absinken des Volkseinkommens im alten Hauptmarkt.
- Das Volkseinkommen im Schwellenland steigt dagegen deutlich an.

Phase 3:
Etwa nach weiteren 10 - 20 Jahren hat das ehemalige Schwellenland ebenfalls ein Lohnniveau erreicht das nicht mehr für weitere Investitionen interessant ist.
Aufgrund der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung ohne parallele politische Stabilisierung (meist diktatorische bzw. totalitäre Systeme, z.B. Korea, Malaysia) ist das Lohnniveau aber immer noch ca. 30% niedriger als das vergleichbare Niveau im früheren Hauptmarkt zu dessen einstiger Blütezeit.

Die Folgen hieraus:
- Desinteresse der sog. "Global Player" an weiteren Investitionen im ehemaligen Schwellenland.
- Zu diesem Zeitpunkt ist das Land des ehem. Hauptmarktes aber schon vollständig destabilisiert.
- Hier entsteht i.d.R. ein riesiges Heer von Arbeitslosen ohne staatliche Versorgung.


Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen an dem in anderen Ländern und Regionen wieder Phase 1 beginnt.

Der "Trick" der Globalisierungsstrategie ist, daß nach dem Durchlauf von 2 Zyklen (ca. 30 Jahre) die ursprünglichen Hauptmärkte letztlich die neuen Schwellenländer sind, gekennzeichnet durch Millionen von Arbeitslosen.
Diese Menschen sind dann für das internationale Großkapital nur noch billige industrielle Manövriermasse.

So können unsere "altbekannten Freunde" ganz ohne Krieg eine Nachkriegssituation schaffen und kapitalistisch ausnutzen.

Als Ausweg bedeutet das für uns nur die Schaffung eines raum- und bedarfsbezogenen, nationalen Wirtschaftsraumes um aus dieser aufgestellten Globalisierungsfalle zu entkommen.

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JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

5

Sonntag, 28. Juni 2009, 15:41

Der Kapitalismus zeigt sich am besten wahrnehmbar im Globalismus, der heutzutage eine
Art Kriegsersatz ist und in Phasen abläuft:
Analysiert man den Ablauf dieser Globalisierung, kann man 3 Phasen des Ablaufs erkennen:

Phase 1:
Man sucht sich einen Wirtschaftsstandort in einem Schwellenland mit Niedrigstlohnniveau und kaum vorhandenen politischen Strukturen.
Hier beginnt man zunächst mit dem Aufbau von Komponentenproduktionen.
Deren Produkte werden dann in den alten Hauptmarkt reimportiert.

Die Folgen hieraus:
- Der Abbau von Arbeitsplätzen im Land des Hauptmarktes.
- Steigerung des Volkseinkommens im Schwellenland.
- I.d.R. dort Lohnanstieg von ca. 10% - 15%


Phase 2:
Nach ca. 10 - 15 Jahren ist das Volksvermögen des Schwellenlandes zumeist deutlich gestiegen.

Das Volksvermögen ist gestiegen? Das stimmt meiner Meinung nach schon lange nicht mehr. Gestiegen ist das Vermögen der globalen Konzerne. Alle anderen sind ärmer geworden und haben dabei nur verloren und sind jetzt sogar in Gefahr, auch noch ihr Leben bald zu verlieren.

Was mich stört ist, wie sehr wir an unseren Arbeitsplätzen hängen. Wir müssen doch krank sein, darauf zu bestehen jeden morgen um dieselbe Uhrzeit in die stinkenden Fabriken zu strömen und die Stechuhr zu betätigen um dann 8 Stunden lang monotone, sinnlose Arbeit zu verrichten, für die wir Geld bekommen das nicht zum Leben und nicht zum Sterben reicht. Mit jedem Tag und jedem Produkt zerstören wir ein weiteres Stück unseres Planeten. Viele behaupten auch noch, dass ihnen die Arbeit Spaß macht.

Wir verarbeiten viele Rohstoffe, die aus der Erde entnommen wurden und hässliche Narben in der Natur hinterlassen, sie verschmutzen und vergiften, für Produkte die wir eigentlich gar nicht brauchen. Unsere industriell hergestellte Nahrung ist fast nicht mehr zu geniessen, aber wir verarbeiten die Produkte in Massenfertigung und freuen uns, Arbeit in der Fabrik zu haben. Aus Angst, dass man uns diese totlangweiligen, krankmachenden und sinnlosen Jobs wegnimmt, verzichten wir freiwillig auf einen Teil unseres Lohnes.

Viele Produkte die wir herstellen benötigen wir für unser krankes Ego und um uns einer Scheinwelt anzupassen. Unsere Charaktere sind so hässlich geworden, dass wir Schminke, Haarspray, Dauerwelle, Designerklamotten, Parfüm und Markenprodukte brauchen, um uns äusserlich den Anschein zu geben, wir wären schön und gut und Konsum befriedigt.

Wir haben keine Zeit mehr. Ständig wird die Geschwindigkeit des Lebens erhöht. Wir sind schon so schnell, dass wir gar nicht mehr begreifen können, was Leben überhaupt ist. Wir brauchen Autos und pflastern die Natur mit Straßen und Parkplätzen zu. Wir haben es immer eilig, woanders hinzukommen. Früher genoss man eine Reise, heute hat man keine Zeit.

Wir sind das schon so gewohnt, dass wir nicht mehr darüber nachdenken wie es denn besser sein könnte und wie wir wieder zu Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Freude am Leben gelangen können. Wir sind zu Arbeitssklaven geworden, die nicht mehr Denken können.

Ist es das, worauf es im Leben ankommt?
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

6

Montag, 29. Juni 2009, 18:57

Zitat


Was mich stört ist, wie sehr wir an unseren Arbeitsplätzen hängen. Wir müssen doch krank sein, darauf zu bestehen jeden morgen um dieselbe Uhrzeit in die stinkenden Fabriken zu strömen und die Stechuhr zu betätigen um dann 8 Stunden lang monotone, sinnlose Arbeit zu verrichten, für die wir Geld bekommen das nicht zum Leben und nicht zum Sterben reicht. Mit jedem Tag und jedem Produkt zerstören wir ein weiteres Stück unseres Planeten. Viele behaupten auch noch, dass ihnen die Arbeit Spaß macht.

Wir verarbeiten viele Rohstoffe, die aus der Erde entnommen wurden und hässliche Narben in der Natur hinterlassen, sie verschmutzen und vergiften, für Produkte die wir eigentlich gar nicht brauchen. Unsere industriell hergestellte Nahrung ist fast nicht mehr zu geniessen, aber wir verarbeiten die Produkte in Massenfertigung und freuen uns, Arbeit in der Fabrik zu haben. Aus Angst, dass man uns diese totlangweiligen, krankmachenden und sinnlosen Jobs wegnimmt, verzichten wir freiwillig auf einen Teil unseres Lohnes.

Viele Produkte die wir herstellen benötigen wir für unser krankes Ego und um uns einer Scheinwelt anzupassen. Unsere Charaktere sind so hässlich geworden, dass wir Schminke, Haarspray, Dauerwelle, Designerklamotten, Parfüm und Markenprodukte brauchen, um uns äusserlich den Anschein zu geben, wir wären schön und gut und Konsum befriedigt.

Wir haben keine Zeit mehr. Ständig wird die Geschwindigkeit des Lebens erhöht. Wir sind schon so schnell, dass wir gar nicht mehr begreifen können, was Leben überhaupt ist. Wir brauchen Autos und pflastern die Natur mit Straßen und Parkplätzen zu. Wir haben es immer eilig, woanders hinzukommen. Früher genoss man eine Reise, heute hat man keine Zeit.

Wir sind das schon so gewohnt, dass wir nicht mehr darüber nachdenken wie es denn besser sein könnte und wie wir wieder zu Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Freude am Leben gelangen können. Wir sind zu Arbeitssklaven geworden, die nicht mehr Denken können.

Ist es das, worauf es im Leben ankommt?


dann frag ich mich allerdings wieso du soviel zeit hier verbringst, einem medium dessen entwicklung,erhaltung und frabizierung zig millionen arbeitskräfte in "stinkenden fabriken" beansprucht.statt dich auf einen stein zu setzen und ein blatt anzustarren??? ich nehme mal an du fährst kutsche oder rad oder?? da auto oder jedes öffentliche verkehrsmittel für dich absolutes tabu sein müsste.

7

Montag, 29. Juni 2009, 21:17

irgendwann war auch die kutsche ein revolutionaeres verkehrsmittel und aus damaliger sicht zeitbeschleunigend...spaeter auch die eisenbahn...spaeter auch das flugzeug usw.

"nur zu fuss kann man eine reise geniessen" haettes du damals gesagt, als die kutschen noch rar waren

ja eber warum ueberhaupt reisen, und nicht auf einem stein sitzen bleiben...warum ueberaupt das leben leben, wenn man eh sterben muss...

insofern hat lulus einfaeltige zusammenfassung schon seine berechtigung, auch wenn sie viele deiner berechtigten ansaetze mit einem schlag zusammen haut..will man stehenbleiben, will man sich weiterentwickeln? dabei stellt sich die frage gar nicht, weil der mensch automatisch den weg der entwicklung geht, indem er seine intellektuelle kraft einsetzt

langsam wird er auch anfangen sich mit den boesen geistern zu beschaeftigen, die er mit dieser entwicklung herbeiruft

ja iss so einfach ist das alles nicht, obwohl ich deine position voellig nachvollziehen kann...

8

Montag, 29. Juni 2009, 21:37


dann frag ich mich allerdings wieso du soviel zeit hier verbringst, einem medium dessen entwicklung,erhaltung und frabizierung zig millionen arbeitskräfte in "stinkenden fabriken" beansprucht.statt dich auf einen stein zu setzen und ein blatt anzustarren??? ich nehme mal an du fährst kutsche oder rad oder?? da auto oder jedes öffentliche verkehrsmittel für dich absolutes tabu sein müsste.

Was kann ich denn daran ändern?

Wenn ich versuchen würde, so zu leben wie ich es möchte, hätte ich jede Menge Feinde. Schon die Kirche hat in den Kolonien gezeigt, was die Kapitalisten mit unabhängigen Solidargemeinschaften machen - sie werden zerstört.

Würde ich mir eine Insel kaufen, mit Wasserquelle und Allem, was man zum Leben so braucht (kleiner Garten, ein paar Hühner, eine Hütte mit Palmdach), wie lange wäre ich vor der 'Zivilisation' sicher? Wenn unter der Insel Ölfelder liegen oder sich auf der Insel Bodenschätze befinden, dann ist das Piratenimperium schnell zur Stelle und mich würde noch nicht einmal retten wenn ich zur Abschreckung eine Atombombe besäße.

Würde ich hier in Deutschland in den Wald ziehen um da zu leben, hätte ich das Forstamt und die Gemeinde am Hals und die würden mich wahrscheinlich in die Anstalt einliefern. Mir bleibt also nichts anderes übrig, wie jeden Tag mit dem Auto auf die Arbeit zu fahren (ansonsten brauche ich es nicht), Geld zu verdienen und darauf zu hoffen, dass die Menschheit irgendwann einmal merkt, wo der wahre Sinn des Lebens liegt.

Ich brauche keine Technologie, die sich ständig weiterentwickelt. Den Computer hab ich halt und nutze ihn. Trotzdem wäre mir eine kleine Dorfgemeinschaft, die auf eigenen Füssen stehen kann und handwerklich alles selbst herstellt, was man zum Leben braucht, viel lieber.

Was nutzt uns den unsere ganze Technik? Bringt die uns irgendwie weiter? Verschafft sie uns Zeit, damit wir noch schneller und effizienter für Andere arbeiten können, die immer reicher werden und uns noch mehr von unserer Lebenszeit stehlen, die wir dann mit Arbeit und Steuererklärungen, Formularausfüllen und sinnlosem 'konsumieren' verbringen können? Wo hilft uns die Technik wirklich weiter im Leben? Was haben wir von diesem Leben? Wir arbeiten hart, damit wir 3 Wochen im Jahr in Urlaub fahren können um uns vorzustellen, wie LEBEN sein könnte.

Viel schöner wäre es doch, in einer kleinen Dorfgemeinschaft die Arbeiten des täglichen Lebens zu teilen, wo jeder das machen kann, was ihm liegt und so seinen Teil zur Gemeinschaft beiträgt, wo die Alten bis zum Schluß Teil der Gemeinschaft sind und sich um die Kinder kümmern, ihre Lebenserfahrung weitergeben, statt im Altenheim ruhig gestellt zu werden und wo man mit den alten Menschen lebt ohne sie als lästig zu empfinden. Eine Gemeinschaft, in der jeder für den Anderen da ist und alles miteinander gemacht und geteilt wird. Keiner ausgegrenzt wird und jeder wichtig ist, statt 'Kostenfaktor'.

Aber wie bereits anfangs erwähnt: Solche Gemeinschaften sind nicht gewünscht und werden zerstört. Wer sich Krankenversicherung und Altersheim nicht leisten kann, soll halt sterben.
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9

Montag, 29. Juni 2009, 21:43


"nur zu fuss kann man eine reise geniessen" haettes du damals gesagt, als die kutschen noch rar waren

ja eber warum ueberhaupt reisen, und nicht auf einem stein sitzen bleiben...warum ueberaupt das leben leben, wenn man eh sterben muss...

Damals gingen viele sogar auf die 'Walz'. Sie zogen durch die Lande, erlebten die Schönheiten der Natur und lernten fremde Menschen und fremde Welten kennen. Heute fahren wir mit dem Auto dran vorbei. Mit dem Flugzeug fliegen wir in ein fremdes Land, nur weil da im Urlaub schönes Wetter garantiert ist und um dann 2-3 Wochen in einer Hotelanlage zu verbringen, wo wir mit dem Shuttle-Bus abgeholt werden um uns verschiedene Sehenswürdigkeiten anzusehen. Und schnell sind unsere paar Urlaubswochen rum und wir sitzen wieder auf der Couch zuhause oder gehen arbeiten.

Ich denke, früher war das Leben langsamer und man konnte es geniessen. Heute haben wir nie Zeit.
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10

Montag, 29. Juni 2009, 22:06


dann frag ich mich allerdings wieso du soviel zeit hier verbringst, einem medium dessen entwicklung,erhaltung und frabizierung zig millionen arbeitskräfte in "stinkenden fabriken" beansprucht.statt dich auf einen stein zu setzen und ein blatt anzustarren??? ich nehme mal an du fährst kutsche oder rad oder?? da auto oder jedes öffentliche verkehrsmittel für dich absolutes tabu sein müsste.

Was kann ich denn daran ändern?

Wenn ich versuchen würde, so zu leben wie ich es möchte, hätte ich jede Menge Feinde. Schon die Kirche hat in den Kolonien gezeigt, was die Kapitalisten mit unabhängigen Solidargemeinschaften machen - sie werden zerstört.

Würde ich mir eine Insel kaufen, mit Wasserquelle und Allem, was man zum Leben so braucht (kleiner Garten, ein paar Hühner, eine Hütte mit Palmdach), wie lange wäre ich vor der 'Zivilisation' sicher? Wenn unter der Insel Ölfelder liegen oder sich auf der Insel Bodenschätze befinden, dann ist das Piratenimperium schnell zur Stelle und mich würde noch nicht einmal retten wenn ich zur Abschreckung eine Atombombe besäße.

Würde ich hier in Deutschland in den Wald ziehen um da zu leben, hätte ich das Forstamt und die Gemeinde am Hals und die würden mich wahrscheinlich in die Anstalt einliefern. Mir bleibt also nichts anderes übrig, wie jeden Tag mit dem Auto auf die Arbeit zu fahren (ansonsten brauche ich es nicht), Geld zu verdienen und darauf zu hoffen, dass die Menschheit irgendwann einmal merkt, wo der wahre Sinn des Lebens liegt.

Ich brauche keine Technologie, die sich ständig weiterentwickelt. Den Computer hab ich halt und nutze ihn. Trotzdem wäre mir eine kleine Dorfgemeinschaft, die auf eigenen Füssen stehen kann und handwerklich alles selbst herstellt, was man zum Leben braucht, viel lieber.

Was nutzt uns den unsere ganze Technik? Bringt die uns irgendwie weiter? Verschafft sie uns Zeit, damit wir noch schneller und effizienter für Andere arbeiten können, die immer reicher werden und uns noch mehr von unserer Lebenszeit stehlen, die wir dann mit Arbeit und Steuererklärungen, Formularausfüllen und sinnlosem 'konsumieren' verbringen können? Wo hilft uns die Technik wirklich weiter im Leben? Was haben wir von diesem Leben? Wir arbeiten hart, damit wir 3 Wochen im Jahr in Urlaub fahren können um uns vorzustellen, wie LEBEN sein könnte.

Viel schöner wäre es doch, in einer kleinen Dorfgemeinschaft die Arbeiten des täglichen Lebens zu teilen, wo jeder das machen kann, was ihm liegt und so seinen Teil zur Gemeinschaft beiträgt, wo die Alten bis zum Schluß Teil der Gemeinschaft sind und sich um die Kinder kümmern, ihre Lebenserfahrung weitergeben, statt im Altenheim ruhig gestellt zu werden und wo man mit den alten Menschen lebt ohne sie als lästig zu empfinden. Eine Gemeinschaft, in der jeder für den Anderen da ist und alles miteinander gemacht und geteilt wird. Keiner ausgegrenzt wird und jeder wichtig ist, statt 'Kostenfaktor'.

Aber wie bereits anfangs erwähnt: Solche Gemeinschaften sind nicht gewünscht und werden zerstört. Wer sich Krankenversicherung und Altersheim nicht leisten kann, soll halt sterben.


in gewisser weise verstehe ich deine wünsche auch wenn ich sie auch nicht teile. "wir brauchen keine technologie die sich weiterentwickeln" ist natürlich unsinn. da sich gerade das internet seit den 90gern rasant weiterentwichkelte das du gerade benutzt. schon mal hier belügst du dich selbst. auch die geschichte mit dem auto und der arbeit. wär ich jetzt brutal würde ich sagen, "such dir einfach eine arbeit die du ohne auto erreichst". ausserdem nehm ich dir nicht ab das du dein auto nicht auch für private zwecke benutzt.
und wäre ich jetzt noch härter würde ich einfach sagen, du musst nicht arbeiten, bezieh einfach sozialhilfe und es würde dir zum leben reichen.
was du allein deswegen nicht tust da du dir damit jene dinge wiederum nicht leisten kannst die du hier teilweise anprangerst.
oft sind bei solchen aussagen ein nweig selbstbetrug dabei. eher nach dem motto, was ich selbst gern hätte und hab kann ruhig modern und fortschrittlicher werden. der rest soll beim alten bleiben. nur sind die menschen unterschiedlich. anderen ist wiederum das internet oder dder tv scheissegal, haben oft nicht mal eins, oder behaupten handys dienen zur verblödung der menschen und bringt sie auseinander. überhaupt sei der ganze grims grams fürn arsch. wenns aber dann um neue technologien für sein heiss geliebtes auto geht wird keine mühe gescheut an die irgendwie ranzukommen.
dasselbe gilt irgendwo für die amish in den usa. lehnen grossteils jeden fortschritt ab, verteufeln ihn, leben sogar teilweise ohne licht, wollen um jeden preis wie vor 300 jahren leben, wenns aber dann wiederum um die neuesten maschinen zur bebauung ihrer felder geht werden riesenmessen und kaufveranstaltungen inszeniert und das fortschrittlichste instrument ist das begehrteste.
vorallem ist bei solchen fragen immer interessant zu erfahren ab wann sich der fortschritt hätte nicht mehr weiterentwickeln sollen bzw. müssen.
der fortschritt verskalvt die menschen doch nicht nur, sondern bringt ihr auch viele errungenschaften, denk dabei zb an die medizin oder die möglichkeit ziele viel schneller erreichen zu können. es mag schon sein das das bäuerliche landleben im 17 jahrhundert idylisch da irgendwo frei von zwengen war. tatsache jedoch is, das es dies erstens nicht war und zweiten von dem zahnarzt im 17 jahrhundert würde ich mich nicht gern behandeln lassen wollen.

es is eben schwer definierbar. fortschritt hat seine guten wie schlechten seiten. ich glaube mehr bessere als schlechtere, du bist da anscheinend anderer meinung

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