Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zeitwort Nachrichten Diskussionsforum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

101

Sonntag, 30. August 2009, 14:10

Tatrekonstruktion Merkur Krems



Aha, Experten müssen überprüfen. Und ich dachte, bewaffnete Polizisten sind Experten. Mir scheint, dass die überprüfenden Experten einfach nur Wahrheitsverdreher sind. Diese Film sagt einiges über das Vertuschungspotential aus. Letztendlich wird hier einfach nur Macht zur Verzögerung praktiziert und für mich ist leicht vorstellbar, dass diese Macht auch völlig Unschuldige medial vernichten kann.

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

102

Mittwoch, 2. September 2009, 13:04

Tod im Supermarkt: Krems-Schüsse bei guter Sicht abgegeben

Zitat

Krems/ Wien , 02. September 2009 Laut den Opferanwälten feuerten die Polizisten ohne Vorliegen einer Angriffs- oder Notwehrsituation.

Nach dem tödlichen Schuss auf einen 14-jährigen mutmaßlichen Einbrecher durch die Polizei in Krems haben sich am Mittwoch die Opferanwälte zu Wort gemeldet. "Wegen der nach der Tatrekonstruktion vonseiten der Verteidigung und vom Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg abgegebenen Erklärungen teilen wir mit, dass die Tatrekonstruktion ergeben hat, dass der tödliche Schuss in den Rücken bei guten Sichtverhältnissen ohne Vorliegen einer Angriffs- oder Notwehrsituation abgegeben wurde", hieß es wörtlich in einer Stellungnahme.

Am 5. August haben zwei Polizeibeamte - ein Mann und eine Frau - nach Auslösung des stillen Alarms im Merkur-Markt in Krems-Lerchenfeld auf zwei Einbrecher geschossen. Der 14-jährige Florian P. wurde dabei tödlich in den Rücken getroffen, ein mittlerweile 17-Jähriger erlitt Oberschenkeldurchschüsse. Während die Polizisten behaupteten, einen Angriff abgewehrt zu haben, gab der 17-Jährige an, dass er und sein Komplize bereits auf der Flucht gewesen waren.

Während die beiden Polizeibeamten, gegen die wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen ermittelt wird, wieder im Dienst stehen, bleibt der 17-jährige mutmaßliche Komplize des bei einem Einbruchsversuch Umgekommenen vorerst bis Ende September in U-Haft.

http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/n…ben-0527637.ece
Traurig - somit war es eine eiskalte Tötung von hinten.

103

Donnerstag, 3. September 2009, 01:47

bin gespannt auf die stellungnahme des staatsanwalts. eingedenk ähnlicher vorkommnisse habe ich aber einen vorschlag:

Zitat

die zuständige staatsanwaltschaft konnte letztlich kein fehlverhalten der beiden exekutivbeamten feststellen. unklar bleibt, ob bei lichten oder schwummrigen verhältnissen geschossen wurde. aufgrund der erst relativ spät erfolgten vernehmung der betreffenden beamten kann eine fahrlässige tötung nicht mit sicherheit festgestellt werden, da erinnerungslücken die entschleierung erschweren. um die diensttauglichkeit der schussbereiten personen zu gewährleisten, sollen diese auf unbestimmte zeit im innendienst verbleiben. in richtung der hinterbliebenen erfolgt von seiten der exekutive der ausdrückliche wunsch auf verständnis sowie allfälliges bedauern. eine entschädigungszahlung werde hingegen nicht angedacht, da derartige forderungen von klägerseite zu erfolgen hätten und die frist hiebei überschritten wurde. der freispruch ist längst rechtsgültig, der schuldspruch letal.


so oder so ähnlich. bin ja leider kein jurist. man könnte vielleicht noch die ungünstigen sozialen verhältnisse erwähnen, um aus einer solchen tat künftig schon im vorfeld die passende rechtfertigung zu basteln, bevor es noch zu untersuchungen kommt.
aber womöglich geschieht hier doch einmal recht. wer werden sehen.
man muss aufpassen, dass schreibspeise nicht zu speischreibse wird

104

Donnerstag, 3. September 2009, 06:45

Gute Sichtverhältnisse nachts in einem unbeleuchteten Supermarkt? :kopfkratz:
„Many journalists have fallen for the conspiracy theory of government. I do assure you that they would produce more accurate work if they adhered to the cock-up theory.“
Sir Bernard Ingham

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

105

Donnerstag, 3. September 2009, 10:25

Irgendwer muss gelogen haben - so einfach ist das.

106

Donnerstag, 1. Oktober 2009, 20:33

jetzt meldet auch orf-salzburg, dass jeder vierte beamte burnoutgefährdet sei:

Zitat

GESELLSCHAFT 01.10.2009
Immer weniger Respekt vor Polizisten
Polizisten werden immer respektloser behandelt und auch öfter tätlich angegriffen. Das beklagt die Salzburger Polizeigewerkschaft. Regelmäßig würden die Beamten bei Einsätzen beschimpft, angepöbelt oder geschlagen.


"Aggressivität steigt, Hemmung sinkt"
Vor allem unter Jugendlichen sei der Respekt gegenüber Polizisten gesunken, sagte Polizeigewerkschafter Franz Ellmauthaler: "Das ist eine Entwicklung der letzten Jahre. Wir haben ganz deutlich gesehen, dass die Aggressivität unseres Gegenübers einfach immer mehr steigt, dass die Hemmung, einen Polizisten anzugreifen, einfach gesunken ist."

Der sinkende Respekt und die steigende Aggressivität zeigten sich auch in Zahlen, so der Personalvertreter: "Wir haben uns nur die letzten paar Monate in der Stadt Salzburg angeschaut. Da sind 27 tätliche Angriffe auf Polizisten passiert, 16 wurden dabei verletzt."


"Haben das bei verschiedenen Dorffesten gesehen".
Alkoholisierte Übergriffe bei Festen
Viele derjenigen, die Polizisten attackieren, seien alkoholisiert, so Ellmauthaler: "Da sinkt zusätzlich noch die Hemmschwelle. Wir haben jetzt auch bei den verschiedenen Dorffesten und Veranstaltungen gesehen, zu welchen Übergriffen es dort gekommen ist."

Erst vor wenigen Tagen hatte eine Studie ergeben, dass jeder vierte Polizist in Salzburg stark Burn-out-gefährdet ist. Das liegt deutlich über dem Durchschnitt anderer Berufsgruppen.

http://salzburg.orf.at/stories/393500/

das heißt im klartext, dass in nächster zeit mit weiteren unverhältnismäßigen methoden zu rechnen sein wird. die zuständige innenministerin wird, so vermute ich, die diskrepanz zwischen exekutive und recht/ordnung aussitzen, um dann in ihre schottergrube zurückzukehren.
man muss aufpassen, dass schreibspeise nicht zu speischreibse wird

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

107

Donnerstag, 1. Oktober 2009, 20:37

"Ich bin die Blaulichtministerin"

die zuständige innenministerin wird, so vermute ich, die diskrepanz zwischen exekutive und recht/ordnung aussitzen, um dann in ihre schottergrube zurückzukehren.
Du meinst die Fekter: "Ich bin die Blaulichtministerin", wie sie in einem Standard Interview bekannt gab. :ggg: :zkugel:

http://derstandard.at/fs/1254310258852/d…lichtministerin

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

108

Mittwoch, 7. Oktober 2009, 09:22

Gutachten: Polizisten schossen nicht in Notwehr

Zitat

Als der 14-jährige Einbrecher Florian P. im Kremser Supermarkt von Polizisten erschossen wurde, befand er sich auf der Flucht: Das attestierten jetzt die Gerichtsgutachter.

Mit Spannung wurden sie erwartet, jetzt liegen sie auf dem Tisch. Jene drei Gutachten, die endlich Klarheit über den Hergang der Todesschüsse in einem Kremser Supermarkt bringen sollen. Der KURIER kennt die Kernaussage aus den Expertisen: Der tödliche Polizeischuss auf den 14-jährigen Einbrecher war keine Notwehr. Der Bursche dürfte auf der Flucht erschossen worden sein. Damit droht sich die Verteidigungsstrategie der Beamten in Luft aufzulösen.

http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/1944691.php
Nun ist es amtlich, dass die Polizisten nicht in Notwehr, sondern vorsätzlich handelten. Die Strafe wird, wie immer, sehr milde sein und in zweiter Instanz so reduziert, dass weiter Dienst gemacht werden darf.

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

109

Dienstag, 13. Oktober 2009, 13:06

Schwere Vorwürfe gegen die Polizei!

Zitat

Wien (OTS) - Die Wiener Stadtzeitung Falter veröffentlicht in ihrer morgen Mittwoch erscheinenden Ausgabe exklusiv die Akte der Staatsanwaltschaft im Fall Krems. Aus den Dokumenten und den Aussagen der Beamten bei der Tatortrekonstruktion ergibt sich ein völlig neues Bild der Amtshandlung. So wurde nur der erste Schuss gegen Roland T. im dunklen Bereich des Supermarktes aus sieben Metern Distanz von der Beamtin Ingrid G. abgefeuert. Der tödliche Schuss gegen den 14jährigen Florian P. erfolgte jedoch im hellen Teil des Supermarkts - und zwar zu einem Zeitpunkt, als die sich bedroht fühlenden Polizisten längst hätten fliehen und Verstärkung anfordern können.

Doch der Polizist Andreas K. ist Florian P. im hell erleuchteten Supermarktbereich noch einmal nachgegangen. Er fragte seine Kollegin: "Wo ist der andere?" Dann hat er den 14jährigen aus rund zwei Meter Distanz von hinten erschossen.

Der Beamte K. dazu laut Gerichtsprotokoll: "Bevor ich den Schuss abgegeben hab, habe ich dann rechts irgendetwas gehört. Da war ein Schatten oder sonst irgendwas. Ich habe kurz nach rechts umgedreht und währenddessen ich mich umgedreht habe war der P. schon umgedreht und war in Vorwärtsbewegung und dann war die Schussabgabe." K. konnte nicht mehr angeben, ob P. einen bedrohlichen Gegenstand - etwa eine Gartenkralle - in Händen hielt. Er habe kniend aus fünf Metern Distanz auf die Füße gezielt.

K.s Schilderung der Distanz, so sind sich die Gutachter sicher, ist falsch. "Es kann festgestellt werden, dass die Aussagen des Beschuldigten zum zweiten Schuss im Widerspruch zu den objektiv festgestellten Spuren stehen", so der Waffengutachter Ingo Wieser. Auch der Gerichtsmediziner Christian Reiter übt Kritik. So sei in der Nacht des Einsatzes kein Notarztwagen bei den Verwundeten erschienen, sondern nur ein Krankenwagen mit drei Sanitätern. "Bezüglich des Kreislaufs", so Reiter, "wurden keine Maßnahmen ergriffen; eine Blutdruck- und Pulsüberwachung fanden nicht statt".

Roland T. gibt zu Protokoll, er und sein Freund hätten nur fliehen wollen. Als er verletzt am Boden lag, habe ein Beamter gesagt: "Hoffentlich tut es Dir weh "

"Der Beamte", sagt die Anwältin Nadja Lorenz im Falter, "hatte kein Recht, die Schusswaffe zu gebrauchen. Es lag weder eine Notwehrsituation vor, noch gab es Hinweise, dass der Getötete eine allgemein gefährliche Person war. Florian P. stand mit dem Rücken zum Beamten und wollte flüchten. Der Polizist hätte den Rückzug antreten müssen. Stattdessen hatte er P. erschossen." Anwältin Eva Plaz, die sich zum Ermittlungsverfahren selbst nicht äußert, findet es "höchst befremdend", dass der Polizist nicht suspendiert ist. "Mein Eindruck ist, dass die Polizistin versucht, ihrem Kollegen zu helfen und dadurch selbst massiv beschädigt wird. Daran kann man zerbrechen." Die Staatsanwaltschaft will den Beamten noch einmal verhören. Es gilt die Unschuldsvermutung.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20091013_OTS0002

Zitat

Zuerst gab der Polizist den Ausführungen des Schießsachverständigen zufolge einen Warnschuss über dem Kopf ab, der in einer Höhe von 1,98 Meter eine Tür zum Verkaufsraum durchschlug und anschließend durch eine Glasscheibe an der Außenseite des Supermarkts ging. [...]
In Wahrheit habe "der Beschuldigte den Schuss aus einer stehenden Position abgegeben", schreibt der Schießsachverständige, wobei "die Entfernung auf circa 180 Zentimeter bis 200 Zentimeter einzugrenzen ist".
http://derstandard.at/fs/1254311249335/T…-Waffengebrauch
Der Polizist hat den Buben in den Kopf schießen wollen, nicht getroffen und ihm darum in den Rücken geschossen. Nachher behauptete er, es sein ein Warnschuss gewesen.

Ich habe kurz eine Zeichnung gemacht.

Ich bin 184cm groß und meine Schulterhöhe liegt bei 150 cm - aus dieser Höhe kann auch der Schuss des Polizisten angenommen werden. Florian, 174 cm groß, war laut Gutachten 180 bis 200 cm vom Polizisten entfernt und hatte nicht mehr weit zur Tür. Ich habe da auch 200 cm angenommen.

Man sieht genau, dass der Schuss auf den Kopf gezielt war. Wäre doch möglich, oder?


.
»ASY« hat folgendes Bild angehängt:
  • krems_schusswinkel.jpg

110

Freitag, 23. Oktober 2009, 13:14

Es geht ja weiter.

Nun gibt es ja wohl Gutachten, die den Schusswaffengebrauch als vorschriftswidrig beurteilen. Und nur um diese Frage geht es. Nicht um die Verehrung der Polizei und auch nicht um den "Bub", den Armen. Wie es sich gehört wird nun wohl ein ordentliches Gericht die Sache untersuchen.

Egal wie die Sache ausgeht werden die Einen weiter den Bub bedauern und die Anderen den Polizisten. Die Polizistenfans werden dann noch die Justiz nieder machen. :leier:
Kein Gedanke ist so gut , dass er nicht auch von mir sein könnte. :frieden:

Thema bewerten