Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zeitwort Nachrichten Diskussionsforum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

111

Sonntag, 4. Oktober 2009, 12:13

Ich glaube schön langsam, du willst mich mit deinen Antworten nur noch verarschen.
Mir tun aber die 50% mehr weh, wie die 5%.
Die angenommenen 5% sind u.a. der Grund, dass du 50% deines Einkommens nicht selbst verwirtschaften darfst/kannst. Dennoch vermehrt sich die Schuld, während gleichzeitig das Wertgeschöpfte an die Geldgroßhändler wandert.
Weil unsere Arbeitskraft auch beliebig vermehrbar ist.
Das ist völlig unrichtig. Die Arbeitskraft ist nicht beliebig vermehrbar.

Deine restlichen Erklärungen sind Auswirkungen und keine Ursachen, sonst hätte dies hier nicht funktioniert.

Um das Ganze noch etwas zu unterstreichen, stelle ich hier die Beiträge von Wikipedia zu diesem ohnehin schon oft im Forum besprochenen Thema rein. Das Wörgler Wirtschaftswunder

Zitat

Wörgler Geldexperiment

In Wörgl war um 1932 die örtliche Zement- und Zellulosefabrikation stark zurückgegangen und die Arbeitslosenquote bedrohlich angestiegen. Die Gemeinde hatte einerseits beträchtliche Steuerausfälle, andererseits hohe Lasten durch Unterstützungsleistungen an Arbeitslose. Die Kasse war leer, und ein Ende war nicht abzusehen. Ab Anfang Juli 1932 gab die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Michael Unterguggenberger als Lohn der Gemeindeangestellten eigene sogenannte Arbeitswertscheine aus, den Wörgler Schilling. Die Scheine gab es in Nennwerten von 1, 2 und 5 Schilling. Bis zum Ende der Aktion im August 1933 waren insgesamt Scheine im Wert von etwa 34.500 Schilling ausgegeben worden. Maximal wurden 12.000 Schilling gleichzeitig emittiert.

Die Arbeitswertscheine waren umlaufgesichertes Freigeld. Ideenlieferant war dabei die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells. Monatlich musste eine Marke zu einem Prozent des Nennwertes der Note gekauft und in ein dafür vorgesehenes Feld auf der Vorderseite des Geldscheins geklebt werden, um ihn gültig zu erhalten. Das Geld war durch Hinterlegung von Schillingen der Gemeinde bei der örtlichen Raiffeisenkasse gedeckt und gleichwertig an Schillinge gekoppelt. Mit diesen Scheinen konnten Gemeindesteuern bezahlt werden. Einheimische Geschäftsleute nahmen das Geld in Zahlung.

Das Experiment glückte. Geldkreislauf und Wirtschaftstätigkeit wurden – allerdings im Einklang mit dem allgemeinen Trend im Land – wiederbelebt. Überall in Wörgl wurde gebaut und investiert. Noch heute zeugt unter anderem eine Straßenbrücke mit der Aufschrift „mit Freigeld erbaut“ davon. In den vierzehn Monaten des Experiments nahm die Arbeitslosenquote in Wörgl von 21 auf 15 Prozent ab, während sie im übrigen Land weiter anstieg.

Die positiven Auswirkungen führten dazu, dass der Modellversuch in der Presse als das „Wunder von Wörgl“ gepriesen wurde. Das Interesse daran stieg derart, dass über hundert weitere Gemeinden in Österreich dem Beispiel folgen wollten. Auch im Ausland und in Übersee fand die Aktion starke Beachtung und Nachahmer. Aus Frankreich reiste der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Édouard Daladier nach Wörgl, und in den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung – wenn auch vergeblich – vor, ein Wörgl-ähnliches Geld mit Namen Stamp Scrip zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.

Allerdings erhob die Oesterreichische Nationalbank gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor Gericht erfolgreich Einspruch, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Geld zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Unter Drohung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933. Da bald darauf der Zweite Weltkrieg ausbrach, gerieten das Modell und sein Erfolg weitgehend in Vergessenheit.

Der Verein Unterguggenberger Institut hält das Erbe des Wörgler Geld-Experimentes hoch und bringt historische Erfahrungen mit aktuellen Projekten zusammen. Gemeinsam mit dem Heimatmuseum und dem Stadtarchiv wird eine Ausstellung bereitgehalten. Zeitgemäße Lösungen rund um das Thema Komplementärwährung werden umfassend zusammengetragen und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Jahr 2007 wurde von der Stadt Wörgl offiziell zum "Wörgler Freigeldjahr" erklärt. In zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen wurde den Bürgern der Stadt und anderen Interessenten das Freigeldexperiment nähergebracht. In einer persönlichen und sehr skeptischen Einschätzung erklärte der amtierende Wörgler Bürgermeister, dass das Freigeldexperiment in der heutigen Zeit nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen funktionieren würde. Darunter findet sich die Bedingung, das Freigeld rein virtuell auf entsprechenden Konten verwalten zu lassen (inkl. der Abzinsung am Ende jeden Monats), sowie die Ausdehnung des Geltungsbereichs des "Experiments" um Währungsflucht zu verhindern. http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl
Michael Unterguggenberger war der mutige Bürgermeister von Wörgl, der mit seinem Projekt letztendlich die Österreichische Nationalbank und die Regierung als Verursacher und Helfershelfer von der Krise in Österreich entlarvte.

Zitat

Als Folge der Weltwirtschaftskrise von 1929 war die Wirtschaftslage in der Region um Wörgl 1931 geprägt von einer Deflation. Eine Schuldenlast in Höhe von 1,3 Millionen Schilling und 1.500 Arbeitslose, von denen etwa die Hälfte auf die Armenfürsorge der Gemeinde angewiesen war, machten es unmöglich, auch nur die notwendigsten Investitionen zu tätigen. Die in Umlauf befindliche, an die Goldreserven gebundene Geldmenge verkleinerte sich zusehends.

Vor diesem Hintergrund arbeitete Michael Unterguggenberger ein Nothilfe-Programm aus, umlaufgesichertes Freigeld als Komplementärwährung im Wert von 34.500 Schillingen für die Region Wörgl auszugeben. Ideenlieferant war ihm dabei die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells. Am 8. Juli 1932 wurde das Experiment von Wörgl vom Gemeinderat einstimmig angenommen.

Unterguggenbergers Nothilfe-Programm wirkte. Wachsende Bautätigkeit und Konsumfreude ließ bis 1933 die Arbeitslosenzahl in der Region um ein Viertel sinken, während sie sonst in Österreich weiter stieg. Das Experiment fand weltweite Beachtung. Im September 1933 wurde der Umlauf des Wörgl-Schillings per Gerichtsbeschluss auf Betreiben der Oesterreichischen Nationalbank AG beendet. http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Unterguggenberger
ISS - du prostituierst dich argumentativ für die falsche Firma. :schulter:

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

112

Sonntag, 4. Oktober 2009, 12:30

Ich glaube schön langsam, du willst mich mit deinen Antworten nur noch verarschen.

Nein, du willst nicht begreifen.
Die angenommenen 5% sind u.a. der Grund, dass du 50% deines Einkommens nicht selbst verwirtschaften darfst/kannst. Dennoch vermehrt sich die Schuld, während gleichzeitig das Wertgeschöpfte an die Geldgroßhändler wandert.

Das ist Quatsch. Schuld ist die Währungsumstellung von DM auf Euro und der Zins hat damit gar nichts zu tun.

Das ist völlig unrichtig. Die Arbeitskraft ist nicht beliebig vermehrbar.

Natürlich hat sich die Menschheit nicht vermehrt seit dem es Geld gibt und wir kommen heute noch mit der gleichen Geldmenge aus, wie kurz nach Christi. :zkugel:

Deine restlichen Erklärungen sind Auswirkungen und keine Ursachen, sonst hätte dies hier nicht funktioniert.

Wenn es funktioniert hätte, dann gäbe es das immer noch. Auch wenn die Gründe, warum es das nicht mehr gibt, politischer Natur sind.
Um das Ganze noch etwas zu unterstreichen, stelle ich hier die Beiträge von Wikipedia zu diesem ohnehin schon oft im Forum besprochenen Thema rein.Das Wörgler Wirtschaftswunder

Ich kenne die Geschichte.
ISS - du prostituierst dich argumentativ für die falsche Firma. :schulter:

Nein, du siehst die Zusammenhänge nicht.

Nur weil das Geld in falschen Händen ist, ist der Zins nicht mehr wie ein Instrument der Geldpolitik, dass Menschen gestalten könnten wie es notwendig ist. Zins 'kann' dazu missbraucht werden, einzelne Personen zu bereichern - wenn die Macht über das Geld in den falschen Händen liegt. Jedoch ist der Zins nur ein Steuerungsinstrument der Wirtschaft, dass du verteufeln willst weil die gesamte Geldwirtschaft von Kriminellen missbraucht wird. Der Zins kann nichts dafür - es sind die Menschen.

Man benutzt den Zins z.B. auch, um Investitionen in Wirtschaftsbereiche zu lenken, die Investitionen für Weiterentwicklungen benötigen. Braucht der Staat Geld für Investitionen, gibt es Pfandbriefe. Mit Zins lockt man das Geld dahin, wo man es hinhaben will. Man könnte den Zins auch dazu benutzen, die Bevölkerung zu bereichern. Der Zins kann nichts dafür, dass er zum Schlechten angewandt wird.
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ISS« (4. Oktober 2009, 12:50)


Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

113

Sonntag, 4. Oktober 2009, 12:59

Natürlich hat sich die Menschheit nicht vermehrt seit dem es Geld gibt und wir kommen heute noch mit der gleichen Geldmenge aus, wie kurz nach Christi. :zkugel:
Lachst du über dich, weil du das Wort "beliebig" nicht verstehst? Die Arbeitskraft ist nicht beliebig vermehrbar, sondern sie ist durch endliche Ressourcen und Menschenzahlen begrenzt.

Weiter kann das nötige Geld auch ohne Zins vermehrend an den Wirtschaftsbedarf angepasst werden, denn da stünde hinter jedem Geld eine Wertschöpfung und nicht, wie jetzt, eine Schuld.
Wenn es funktioniert hätte, dann gäbe es das immer noch. Auch wenn die Gründe, warum es das nicht mehr gibt, politischer Natur sind.
Es hat nachgewiesen funktioniert und es wurde von der Zentralbank, unter Androhung militärischer, diktatorischer Gewalt, unterbunden. :schulter:

114

Sonntag, 4. Oktober 2009, 13:57

Natürlich hat sich die Menschheit nicht vermehrt seit dem es Geld gibt und wir kommen heute noch mit der gleichen Geldmenge aus, wie kurz nach Christi. :zkugel:
Lachst du über dich, weil du das Wort "beliebig" nicht verstehst? Die Arbeitskraft ist nicht beliebig vermehrbar, sondern sie ist durch endliche Ressourcen und Menschenzahlen begrenzt.

Wir schöpfen doch diese Grenzen gar nicht aus. Es gibt genug Arbeitslose, deren Arbeitskraft aufgrund von Kosteneinsparungen nicht gewollt ist. Auch in den Entwicklungsländern gibt es noch genug ungenutzte Arbeitskräfte. Somit ist die Arbeitskraft nicht so begrenzt, dass man sie nicht noch gewaltig steigern könnte, wenn man nur wollte. Es ist nur keiner da, der das bezahlen will. Mit der Zunahme der Menge von Menschen auf diesem Planeten muß auch die Geldmenge erhöht werden, da sonst nicht genug für Alle da ist.

Man könnte allen Menschen eine gut bezahlte Arbeit geben, alle würden Steuern zahlen, keiner würde Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen brauchen, man könnte kleine Selbstständige mit billigen Krediten fördern - und die Staatsschulden wären innerhalb kürzester Zeit auf nulll. Das will man aber gar nicht. Reiche Leute wollen eine arme Bevölkerung, die sich ausbeuten und leicht steuern läßt. Dazu verdummt man sie auch mit der Illusion unseres Geldsystems, der Illusion von Staatsschulden und vieler anderer Illusionen.

Das dieses Geldsystem eine Illusion ist, von der die Zinsen wohl der geringste Teil sind, kannst du daran erkennen, dass nun Billionen für die 'Rettung' der Banken erzeugt wurden. Die nächste erkennbare Illusion sind die Kurse von Gold und Dollar, sowie die Preise, die sich aufgrund der erzeugten Geldmenge logischerweise der Geldmenge hätten anpassen müssen. Löhne und Gehälter steigen meist erst lange nach Preiserhöhungen. Alles nur eine manipulierte Illusion.

Weiter kann das nötige Geld auch ohne Zins vermehrend an den Wirtschaftsbedarf angepasst werden, denn da stünde hinter jedem Geld eine Wertschöpfung und nicht, wie jetzt, eine Schuld.

Für die jetzige Krise wurde jede Menge Geld erzeugt. Wo ist da der Zins?

Das hinter jedem Geld eine Schuld steht, kann ich nicht nachvollziehen.

Hinter meinem Gehalt steht eine Wertschöpfung durch Arbeitsleistung. Wessen Schulden sind das? Statt Miete zahle ich Hypothekenzins. Der ist aber nicht so hoch, wie die Miete wäre und erst Recht nicht so hoch, wie mein Einkommen. Ich kann also mit dem Zins den ich zu zahlen habe gut leben. Ausserdem kann jeder selbst bestimmen, ob er sich verschulden will. Schlaue Leute verschulden sich nur, wenn sie mit dem für ihr Geschäftsvorhaben geliehenen Geld mehr einnehmen, wie sie durch den Zins Kosten haben.

Es hat nachgewiesen funktioniert und es wurde von der Zentralbank, unter Androhung militärischer, diktatorischer Gewalt, unterbunden. :schulter:

Also hat es am Ende doch nicht funktioniert, weil mächtige Leute das nicht wollten. So ist es wie mit allem: Die Charaktereigenschaften des Menschen bestimmen, ob etwas zum Guten oder zum Schlechten der Menschheit eingesetzt wird. Wer die Macht hat, bestimmt. Wir müßten uns also nur die Macht zurückholen und die Demokratie wieder herstellen.

Würde man Geld von oben nach unten verteilen wollen, würde der Zins genauso dafür Anwendung finden können, wie er zur Entreicherung der Menschen verwendet wird. Zins ist ein 'kann' und kein 'muß'. Verstehst du das soweit? Du kannst alles ungerechte Elend dieser Welt nicht dem Zins in die Schuhe schieben.
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

115

Sonntag, 4. Oktober 2009, 14:18

Die Überschrift dieses Threads ist Zinsfrei. Mir ist einfach nicht klar, warum du wiederholt mit Themen herumschulmeisterst, die überhaupt nix damit zu tun haben und hiermit ständig beweist, dass dir das Verständnis für Zins vollkommen fehlt.

Der Zins wird befohlen wie ein KZ, ich kann also annehmen, dass du dich auch für Konzentrationslager so heftig einsetzen würdest? Wenn nicht, dann möchte ich wissen, warum du nicht endlich zu rechnen und die Logik zu verwenden beginnst.

116

Sonntag, 4. Oktober 2009, 14:43

Die Überschrift dieses Threads ist Zinsfrei. Mir ist einfach nicht klar, warum du wiederholt mit Themen herumschulmeisterst, die überhaupt nix damit zu tun haben und hiermit ständig beweist, dass dir das Verständnis für Zins vollkommen fehlt.

Mir mag das Verständnis für Zins fehlen, aber auf keinen Fall 'vollkommen'.

Dir fehlt dafür das Verständnis, was Geld überhaupt ist und wie Wirtschaft funktioniert. Das ist viel schlimmer
Der Zins wird befohlen wie ein KZ, ich kann also annehmen, dass du dich auch für Konzentrationslager so heftig einsetzen würdest? Wenn nicht, dann möchte ich wissen, warum du nicht endlich zu rechnen und die Logik zu verwenden beginnst.

Auf dieses Niveau werde ich mich jetzt mit Sicherheit nicht herablassen.
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

117

Sonntag, 4. Oktober 2009, 15:00

Intereressant, das du dich nicht auf die Logik herablassen willst.

An sich habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich dir auf deine ausführlichen Texte nur noch kurz antworte. Doch allein an deinen Fragen und Antworten erkenne ich, dass dir das Interesse an der Vorursache fehlt, was dich zwingt in die verkomplizierende Rechtfertigung zu flüchten. Mir gibt dein Desinteresse eine Hoffnungslosigkeit das Gespräche produktiv werden zu lassen.

Wenn du mich fragst, wer den ZIns für das Krisengeld trägt, dann erschöpft mich diese Frage zusehends, weil ich sie immer schon beantwortete und dazu auch die Beweise lieferte.

Freilich gibt es auch andere Formen der Ausbeutung, doch der Zins ist jene, wofür sich die Ausgebeuteten noch ins Zeug legen - was mich an das Zitat von Ebner Eschenbach erinnert.

"Die glücklichen Sklaven, sind die erbittertsten Feinde der Freiheit."

118

Sonntag, 4. Oktober 2009, 17:53

Intereressant, das du dich nicht auf die Logik herablassen willst.

Es ist nicht die Logik, sondern deine KZ-Argumentation auf die ich mich nicht herablasse. Deine Logik kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich sehe also, wo du durch Informationsdefizite deine Logikfehler machst.

An sich habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich dir auf deine ausführlichen Texte nur noch kurz antworte. Doch allein an deinen Fragen und Antworten erkenne ich, dass dir das Interesse an der Vorursache fehlt, was dich zwingt in die verkomplizierende Rechtfertigung zu flüchten. Mir gibt dein Desinteresse eine Hoffnungslosigkeit das Gespräche produktiv werden zu lassen.
Es kommt nicht auf die Länge einer Antwort an, sondern auf den Inhalt.

Das Interesse an der Vorursache des Zinses fehlt mir, weil ich diese bereits zur Genüge durchgekaut und sie als unwichtig erkannt habe. Ein wenig Wirtschaftswissenschaften würden dir bestimmt gut tun. Und zur Zeit ist ein produktives Gespräch für dich doch nur ein produktives, wenn Andere sich deiner Meinung anschließen.

Wenn du mich fragst, wer den ZIns für das Krisengeld trägt, dann erschöpft mich diese Frage zusehends, weil ich sie immer schon beantwortete und dazu auch die Beweise lieferte.

In der Argumentation der Zinsgegner kommt immer wieder die Geschichte vor, wie viel Geld sich angesammelt hätte wenn man zur Zeit Christi Geburt einen Pfennig verzinst bei einer Bank angelegt hätte. Was die Zinsgegner aber vergessen ist, dass es keine einzige Währung gab, die so lange Bestand hatte. Keiner kann sagen, wie viele Geldsysteme in der Zwischenzeit scheiterten. Die Bank, in der zu Christi Geburt der Pfennig angelegt wurde, existiert nicht mehr. Wo sind denn die Zinsen jetzt?

Unser Geldsystem ist bereits so überdehnt, dass es nicht mehr lange existieren wird. Dann werden die Schulden gestrichen, die Guthaben vielleicht halbiert und wir fangen von vorne an. Darin sehen nur die Menschen ein Problem, die der Illusion des Geldes auf den Leim gegangen sind. Die anderen sind schon lange vorher in Sachwerte geflüchtet. Die Banker haben sogar noch von ihrem Falschgeld gedruckt um Sachwerte von denen zu kaufen, die an die Illusion glauben.

Ob unser Geldsystem Bestand hätte, wenn es den Zins nicht gäbe? Die Antwort ist nein, weil es eben auf die Menschen ankommt, denen man das Geldsystem anvertraut.

Freilich gibt es auch andere Formen der Ausbeutung, doch der Zins ist jene, wofür sich die Ausgebeuteten noch ins Zeug legen - was mich an das Zitat von Ebner Eschenbach erinnert.

Schulden beuten Menschen aus - auch ohne Zins.

Wenn Farmer z.B. Kredite aufnehmen, um Saatgut zu kaufen und dann das Wetter so schlecht ist, dass sie Missernten haben. Wenn sie keine Ernte zum verkaufen haben, haben sie weder das Geld für die Rückzahlung, noch das Geld für die Zinsen. Jede Schuld die abbezahlt werden soll, macht die Menschen zu ihrem Sklaven. Ob Zinsen drauf sind, spielt dabei nicht wirklich eine Rolle. Sie verlängern nur die Zeit der Rückzahlung. Du siehst nur das Zinsproblem. Wenn Menschen in Schulden getrieben werden, dann ist der Zins nur der kleinere Teil des Problems. Wenn ein Mensch seine Schulden nicht mehr zahlen kann, geht er in Privatinsolvenz, eine Firma in Konkurs - und dann wird gar nichts mehr bezahlt. Wenn der Farmer eine gute Ernte hat, kann er seine Schulden mit Zinsen zurückzahlen und es bleibt noch genug, um seine Familie zu ernähren und das nächste Saatgut zu kaufen - es sei denn es gibt Agrarriesen, die den kleinen Farmer vernichten wollen, weil sie die Nahrung des Menschen kontrollieren wollen und dafür Dumpingpreise machen. Dann nutzt dem Farmer auch die gute Ernte nichts.

Es ist nicht alles so vereinfacht, wie du es dir mit deiner Ansicht über Zinsen machst.

Wenn nun die Regierung, statt die Agrarriesen zu unterstützen, die kleinen Farmer unterstützen wollte, so bekämen die kleinen Farmer zinsgünstige Kredite und die Agrarriesen müssten mehr Zinsen für Kredite und höhere Steuern zahlen, damit könnte der Staat auch mit den Zinsen steuernd in die Landwirtschaft eingreifen - also die einen fördern und die anderen behindern. Das kann man auf alle Bereiche der Wirtschaft anwenden, die man fördern will. Ich will damit nur sagen, dass Zinsen eben nur ein Werkzeug sind, dass man nutzen kann. Dass man dieses Werkzeug nur zum Nutzen für die Reichen einsetzt, dafür kann weder ich noch der Zins was.
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

119

Sonntag, 4. Oktober 2009, 19:31

Die Erwähnung des KZs bezog sich auf dein Verteidigen einer Sache, dessen diktierten Hintergrund du nicht verstehst. In diesem Beitrag hast du das wieder mehrmals bewiesen.

Der Jesuspfennig beschreibt nicht die Existenzdauer einer Bank, sondern die Schuldschöpfungsmasse aus einem einzigen Pfennig, die mit mehreren hundert Milliarden Erden aus Gold nicht zu bezahlen wäre. Es besteht immer ein unüberblickbarer Schuldenüberschuss mit Nachschuldnerzwang.

Ein Bauer muss im Gemeinwohl kein Saatgut kaufen, sondern er nimmt die Samen vom Vorjahr oder vom Vorvorjahr usw.; das Saatgut für Katastrophengeschädigte herzugeben, garantiert die Hilfe bei eigenem Erntemisserfolg, was du derzeit als ausbeuterische Versicherung (=Wettbüro) voll akzeptierst Außerdem könnte sich der Bauer auch nur Saatgut vom Vorjahr usw. kaufen.

Schulden ohne Zins können den Menschen nicht ausbeuten, weil sie durch nix wachsen, außer es nimmt sich wer zusätzliche Schulden auf, wozu er einen Gläubiger braucht. Der Zins bietet jedoch keine andere Wahl, was ich wiederholt erklärte > für jedes Geld (auch wenn du es nur im Hosensack hast) muss jemand Zinsen bluten. Existierte dieser Zwang nicht, könnte dieser Jemand derweil grilllen, ein Bier trinken oder einfach in der Nase bohren.

Dein Rest sind wieder Geschichterldrückerein, die nix mit dem Thema zu tun haben, sondern die Folge (nicht die Ursache) von Zins sind. Der Zins verfälscht den eigentlichen Tauschwert von Geld, wie wenn du das Metermaß fälscht oder eine Waage manipulierst - ergo ein eindeutiges Verbrechen sind, ohne auch nur einen Funken auf die Seite des Zinses blicken zu müssen.

Sorry, sowohl dein Gedächtnis als auch dein Charakter sind mit der Zins-Logik inkompatibel. Meine kurzen Antworten dienen dem Verständnis über das System und nicht deiner Eitelkeit, die du mit wirklich wirrem Zeug zu pflegen versuchst.

Warum widerlegst du mich und meine Ansichten nicht mit "komprimierter Eleganz"? Kannst du das nicht?

120

Sonntag, 4. Oktober 2009, 19:41

ASY :roll:

Geld ist ein Gut , wie Nüsse. Wenn du Nüsse verkaufst gibt es dafür einen Preis am Markt. Wen du Geld verkaufst gibt es dafür einen Preis am MARKT:

Wenn du Nüsse brauchst, kaufst du dir Nüsse ( mit Geld oder einer Kuh - nur läßt sich die Kuh schlecht von Wien nach Madagaskar transportieren). Wenn du keine Nüsse brauchst , dann kaufst du dir keine , kannst du die Kuh oder das Geld behalten...Brauchst du Geld.....dann geht das Spiel wieder genauso los, wie bei den Nüssen.

So einfach ist das in Stufe eins.

Einfach das mal kapieren und den Ballast der politischen Dimension des Geldes weg lasen. Schritt für Schritt sich dem Gut Geld annähern und dann klappt das auchmit dem Verständnis von einem "gerechten" :-0 Zins ....irgendwann mal.

Über Zinspolitik reden wir dann ....ja ?

:) :)

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

Thema bewerten