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ASY

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41

Dienstag, 29. September 2009, 09:35

Ja, da wirst du wohl Recht haben. Eine neue Runde in dem Spiel, nur noch größer. Nur wären die 'Zinsgewinnler' auch ohne Zins die reichsten Menschen und würden genau da sitzen, wo sie sitzen.
Das ist wiederum nicht richtig, weil sich ohne Zins und Zinseszins der Schuldenstand nicht (exponentiell) erhöhen kann.

Ohne Zins, wäre das Verleihen eine Tugend, mit Zins ist es ein Verbrechen.
Nur wenn es bei einer nicht globalisierten Welt bleibt, dann brauchst du den Zins um zu steuern, das Geld nicht aus manchen Ländern abwandert und andere zuviel davon haben.
Erkläre doch bitte, was da genau passiert, wenn der Geldfluss durch den Zins gesteuert wird.
Wer sagt, dass auf diese Krise nicht auch noch ein Krieg folgt? Ausserdem ist es eine Unverschämtheit deinerseits, hier zu behaupten ich würde abermillionen Tote und eine anschließende Knechtschaft verherrlichen. Bleib mal auf dem Boden der Tatsachen und werde nicht schon wieder beleidigend.

Und das es mir nicht so schlecht geht, liegt nicht daran dass ich geerbt habe. Das ist auch Quatsch. Genauso wie du daneben liegst mit dem mithelfen andere auszubeuten. Manchmal muß ich mich echt wundern.
Ich sage mal überhaupt nix, sondern widerlege nach und nach deine Aussagen, die du ständig nur mit Wehleidigkeit, jedoch nicht mit Fakten, untermalst.

Freilich bist du als Zinsfürsprecher ein Unterstützer von Krieg - und Knechtschaft, der dir Gleichgestellten und Untergebenen.
Wobei es mir egal ist ob es Zinsen bringt oder nicht. Es gibt glaube ich 1,5% - das weiß ich nicht genau, weil es mich nicht interessiert. Jedenfalls gleicht das noch nicht mal die Inflationsrate aus. Der Wert des Geldes auf dem Sparbuch wird also immer weniger - etwas was du auch nicht sehen willst.

Also, bleib mal auf dem Teppich.
Dein Teppich würde mir zu hoch fliegen. :phrav

Egal ob 10 oder 1,5 Prozent - Zins geht sich nie aus und je höher er ist, desto schneller bläht sich die Blase auf, wodurch dann Kreditgeber Eigentumsrechte an realen Werten und Wertschöpfungen erhalten. Du bist nicht besser, nur weil deine Zinsrendite die Inflation nicht deckt - und allein, dass du für deine Immobilie Zins/Miete verlangst/verlangen musst, lässt du dir die Erhaltung deines Eigentums von Eigentumslosen bezahlen/erarbeiten. Gleichzeitig bist du Eigentümerin einer Realität, was dir im Krisenfall massige Vorteile bringt. Das werfe ich dir nicht vor, sondern ich will nur erwähnt wissen, dass es so ist.

Deine Argumentation hat aber noch einen Fehler, woraus du nicht erkennst, wie groß deine Beteiligung ist, wenn du Guthaben auf dem Sparbuch oder Konto hast (=du entziehst dem Markt Umlaufgeld). Jedes Guthaben wird gegen einen Mindestreservesatz (=EZB-Besicherung) von 2% wieder verliehen. Wer sich Geld leihen muss, der tut das nicht, um es dann unter den Kopfpolster zu legen, sondern er bezahlt damit einen Gläubiger, der letztendlich das Geld wieder zur Bank kommen lässt. Dort wird es wieder, abzüglich des Mindestreservesatzes, verliehen - uswusf - du beteiligst dich an einem Pyramidensystem.

Du kannst dich dagegen kaum wehren, weil du durch die Gesetzgebung verpflichtet wirst an diesem verbrecherischen Spiel mitzumachen. Du musst jene ausbeuten, die weniger haben, um es an jene abzuführen, die mehr haben - alles ist dabei gut vor dem Verständnis versteckt. So geht es jedem Menschen in unserem System. Ich kritisiere an dir nur, dass du die Tatsachen nciht begreifen willst und dass du aus deiner eigentlichen Not eine Tugend herredest.

Ich will dich gar nicht beleidigen, ich erschüttere nur deinen Glauben, was dir beleidigend vorkommt.

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42

Dienstag, 29. September 2009, 09:50

Krahi, du hast eine falsche Vorstellung von Geld und dem Geldsystem.


Falsch! Ich will diese Lüge nicht aktzeptieren und will darüber aufgeklärt und aufklärung betreiben od. darüber schreiben!
Ich will mich nicht damit einfach so abfinden! Es geht um unser aller Freiheit und was dazu gehört! Vorallem für die Zukunft, aus der Vergangenheit kann man nur lernen!
Und wenn du schreibst, es ist nichts weiter wie eine Illusion, dann erklär mir warum du sie verteidigst und wo du den Vorteil darin siehst, narürlich bei diesem Zins(system) od. Geldsystem od. wie auch immer du es nennen magst! Warum weigern sich Leute einfach nicht zusehen, das X-Schulden zurück zahlen müßen von denen nur die Banken und die angehörenden Logen etwas haben!
Sag mir, warum du das aktzeptierst und wo die Vorteile dieser Machenschaften sind!

43

Dienstag, 29. September 2009, 10:10

Eigentlich wollte ich mich ja an diesem Thema nicht auch noch beteiligen, aber wenn ASY mal wieder so schön die Welt erklärt...

In einer Wirtschaft, wo nur wir beide je 1000 Euro von einer Zentralbank gegen 5% Zinsen geliehen haben, kann nur einer seine Schuld zurückzahlen. Wenn ich nach einem Jahr 1050 Euro zurückzahle, hast du nur noch 950 Euro und dennoch 1050 Euro Schulden.
Das kannst du jetzt auch mit 6,5 Milliarden Menschen durchrechnen, es ändert sich nix.


Klingt alles ganz logisch soweit. Aber ASY zeigt uns ja nicht nur, dass das Zinssystem nicht funktionieren kann, er hat natürlich auch eine Alternative zu bieten ...


Die Sache ist zinslos ganz einfach:
Wenn dir die Bank vertraut, leiht sie dir bis zu einem gewissen Rahmen Geld. Zahlst du nicht nach Abmachung zurück, so entsteht der Bank ein Aufwand, den du zu bezahlen hast. Wenn du überhaupt nimma bereit bist zurückzuzahlen, entscheidet ein Richter und stellt ggf. fest, dass du ein Kreditbetrüger bist. Du bekommst eine Strafe und niemand wird dir mehr Geld leihen, bis du deine gemachten Schulden zurückbezahlt hast.
Irgendwo anders (ich find den Beitrag grade nimmer), hat der ASY auch sinngemäß geschrieben, daß in seinem Alternativsystem die Bank nur für ihre Beratung bzw. die Expertise, ob du ein vertrauenswürdiger Kunde bist, bezahlt werden würde. Sagen wir doch einfach malo, dass die Arbeitszeit des Beraters und das Ausfüllen des Formulars ... 50 Euro kostet. Das heisst, du gibst der Bank 50 Euro und musst dann die 1000 Euro zurückzahlen, macht 1050 Euro. Nun frage ich mich nur, wo kommen in ASYs System die zusätzlichen 50 Euro her?

Es ist egal, ob man den zusätzlichen Betrag als Zins, als Bearbeitungsgebühr oder als Shlkhhfd bezeichnet. Es ist auch relativ egal, wie hoch der Betrag ist. Letzten Endes läuft es darauf hinaus, dass dir kein Unternehmen Geld leihen wird, ohne etwas dafür zu bekommen. Warum auch? Es hätte nur ein Risiko zu tragen und keinerlei Gewinn.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses System viel älter ist, als man sich vorstellen kann. Schon Frühmensch A hat sich das Risiko, dass Frühmensch B die von A geliehen Angel kaputtmacht mit ein paar Fischen aus B's Fang bezahlen lassen. Das ist Zins. Das ist die Bezahlung des Verleihenden aus dem MEHRWERT, den ich mit dem geliehenen Geld (bzw. der Angel) schaffe. Geld ist ein Werkzeug, ich leihe es mir und schaffe damit neues Gut.
„Many journalists have fallen for the conspiracy theory of government. I do assure you that they would produce more accurate work if they adhered to the cock-up theory.“
Sir Bernard Ingham

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44

Dienstag, 29. September 2009, 10:14

Und wenn du schreibst, es ist nichts weiter wie eine Illusion,
Richtig - und wenn die Illusion das ganze, blutig erworbene Eigentum zu einem Schmarotzer wandern lässt, dann schauen die Leute alle verdutzt aus der Wäsch. Der Zins ist wie ein Hütchenspielertrick, dennoch probieren die Leute immer wieder dabei etwas zu gewinnen.

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45

Dienstag, 29. September 2009, 10:28

Irgendwo anders (ich find den Beitrag grade nimmer), hat der ASY auch sinngemäß geschrieben, daß in seinem Alternativsystem die Bank nur für ihre Beratung bzw. die Expertise, ob du ein vertrauenswürdiger Kunde bist, bezahlt werden würde. Sagen wir doch einfach malo, dass die Arbeitszeit des Beraters und das Ausfüllen des Formulars ... 50 Euro kostet. Das heisst, du gibst der Bank 50 Euro und musst dann die 1000 Euro zurückzahlen, macht 1050 Euro. Nun frage ich mich nur, wo kommen in ASYs System die zusätzlichen 50 Euro her?

Es ist egal, ob man den zusätzlichen Betrag als Zins, als Bearbeitungsgebühr oder als Shlkhhfd bezeichnet. Es ist auch relativ egal, wie hoch der Betrag ist. Letzten Endes läuft es darauf hinaus, dass dir kein Unternehmen Geld leihen wird, ohne etwas dafür zu bekommen. Warum auch? Es hätte nur ein Risiko zu tragen und keinerlei Gewinn.
Du vermischt Kraut und Rüben. Mein Alternativsystem erlaubt jede Bezahlung von Tätigkeiten, welche aus dem umlaufenden Geld bezahlt wird. Ich bezahle für die Kreditvermittlung eine einmalige Bearbeitungsgebühr aus dem vorhandenen Geld.

Beim Zins und Zinseszins vermehrt sich die Schuld, obgleich diese Mehrschuld als Geld nicht im Umlauf ist und somit, an irgendeiner Stelle im System Löcher (=Blasen) hinterlässt, die immer größer werden, weil das eben das Wesen des Zins- und Zinseszinses ist.

Ich kann mich also totarbeiten, Millionen von Fische fangen oder einen Kopfstand machen, ich werde die 50 Euro Zinsen nach einem Jahr nicht zusammenbekommen, weil sie nicht im System sind.

46

Dienstag, 29. September 2009, 13:40

Du vermischt Kraut und Rüben. Mein Alternativsystem erlaubt jede Bezahlung von Tätigkeiten, welche aus dem umlaufenden Geld bezahlt wird. Ich bezahle für die Kreditvermittlung eine einmalige Bearbeitungsgebühr aus dem vorhandenen Geld.
Was genau meinst du denn mit "verhandenes Geld"?

Zitat

Ich kann mich also totarbeiten, Millionen von Fische fangen oder einen Kopfstand machen, ich werde die 50 Euro Zinsen nach einem Jahr nicht zusammenbekommen, weil sie nicht im System sind.
'tschuldigung, versteh ich nicht. Wieso sollten sie "nicht im System" sein? Ich verdiene doch mit meiner Arbeit Geld. Und das kommt aus dem System.
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Sir Bernard Ingham

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47

Dienstag, 29. September 2009, 14:07

Was genau meinst du denn mit "verhandenes Geld"?
Geld, welches auch von der Zentralbank ausgegeben wurde.

Zu dem Beispiel mit den 1000 Euro und 50 Euro Bearbeitungsgebühr sieht das so aus: Entweder du bekommst nur 950 Euro ausbezahlt und du bist 1000 Euro schuldig. Die 50 Euro gehen an die Bank für Dienstleistung und Betriebskosten - oder aber, du bekommst 1000 Euro und bist 1050 schuldig.

Unter dem Strich gibt es 1000/1050 Euro Kredit und die 1000/1050 Euro sind auch im Wirtschaftskreislauf real vorhanden.

Beim 5% Zins hingegen, fehlen die 50 Euro im System. Sie entstehen nur als Schuld.
'tschuldigung, versteh ich nicht. Wieso sollten sie "nicht im System" sein? Ich verdiene doch mit meiner Arbeit Geld. Und das kommt aus dem System.
Reduziere doch einfach das Beispiel auf den Beginn einer monetären Zinswelt. Keiner hat Geld und du beginnst damit, dass du dir 1000 Euro von der Zentralbank gegen 5% Zins leihst. Nach einem Jahr bist du 1050 Euro schuldig, es sind jedoch nur 1000 Euro im System.

Du kannst das jetzt mit x-beliebig vielen Menschen vervielfachen - am System des fehlenden Zinses ändert sich nix. Je mehr Teilnehmer das System hat, desto undurchschaubarer ist die Perfidität desselben.

Hier ein gutes Kurzbeispiel: Was ist unser Geld?

Zitat

Wie die Schildbürger 50 Jahre lang sehr fleißig
und zu ihrem großen Schaden gearbeitet haben
(ein Kreditgeldschöpfungsmärchen)


Die Bürger von Schilda verließen ihre Stadt nur sehr sehr selten. Aber einmal war der Stadtschreiber in die Hauptstadt gereist und als er zurückkam, schilderte er allen die Pracht und die Herrlichkeit der großen Stadt und er wurde nicht müde, davon zu erzählen. Und er zeigte etwas vor, was in der Stadt Schilda noch nie jemand gesehen hatte: ein Geldstück. Er sagte immer wieder, daß dieses Geld ein Zauber wäre und, wenn man genug davon besäße, dann würde die Stadt dadurch schön und prächtig werden.

Die Bürger von Schilda hätten nun auch gerne eine schöne, prachtvolle Stadt gehabt. So fragten sie ihre Ratsherren, wie sie diesen Zauber „Geld” erlangen könnten. Da diese es aber auch nicht wußten, schickten sie den Schreiber ein anders Mal in die große Stadt und über eine Weile kam er mit einem phantastisch gekleideten Mann zurück. Niemand fiel auf, daß dieser etwas hinkte. Er hatte 1000 glänzende Geldstücke in seiner Truhe und machte dem Großen Rat ein Angebot. Er würde der Stadt die 1000 Geldstücke leihen, wenn man ihm erstens als Sicherheit für seinen Zauber zwei alte Häuser anbieten und ihm zweitens jedes Jahr 100 Geldstücke als Zinsen für seine Großherzigkeit geben würde. Sonst wolle er nichts.

Der Große Rat – gedrängt von den Bürgern – dachte nicht lange nach und stimmte zu. Ein Vertrag wurde unterschrieben und die 1000 Geldstücke wurden genommen. Der Große Rat gab nun dieses Geld für den Bau eines prachtvollen Ratshauses aus und alle hatten einen Verdienst und waren zufrieden. Die Geldstücke liefen auch bald in der Stadt hin und her, daß es eine Freude hatte, und auch die Häuser der Bürger wurden prächtiger und schöner gebaut. Das neue Zaubermittel hatte wirklich große Kraft und jeder konnte es sehen. Schnell war ein Jahr um, und die ersten 100 Geldstücke mußten dem fremden Mann als Zinsen übergeben werden. Um sie zu bekommen, führte der Große Rat eine Abgabe ein. Die Bürger sahen ein, daß so ein Zauber etwas kostet, es wurden 100 Geldstücke gesammelt und dem Boten des phantastisch gekleideten Fremden übergeben. Jetzt waren nur mehr 900 Geldstücke in der Stadt.

Dasselbe geschah am Ende des zweiten, des dritten und auch des vierten Jahres. Aber mit jedem Jahr ließ der Kraft des neuen Zaubers etwas nach. Manche Bürger hatten ihre Geldstücke inzwischen in die Truhen gesperrt. Es waren jetzt nur mehr 600 Geldstücke in Schilda und auch die wurden nur mehr zaghaft ausgegeben und das Einsammeln der Zinsabgaben wurde immer schwieriger. Die Stadt wurde nicht mehr schöner und die Bürger begannen gegen die Ratsherren zu murren. Im fünften Jahr wurde es den Ratsherren schon sehr bang. Sie bekamen es mit der Angst vor dem Zorn ihrer Bürger zu tun und so sandten sie den Stadtschreiber zum fremden reichen Mann, um neuerlich um Geld zu bitten.

Dieser meinte, er hätte von dem früher geliehenen Gelde noch gar nichts zurückbekommen und er verliere die Hoffnung, es jemals wieder zu sehen. Er müsse also jetzt zumindestens eines der beiden Häuser anstelle der ersten 500 Geldstücke bekommen und das zweite in fünf Jahren – wenn der Rest dann nicht zurückgegeben sei. Unter dieser Bedingung würde er – großherzigerweise – wiederum 1000 Geldstücke leihen. Er verlangte auch dieses Mal 100 Geldstücke Zinsen für jedes Jahr und als Sicherheit das neue prächtige Ratshaus. Die noch nicht bezahlten Zinsen für das fünfte Jahr wolle er gleich behalten.

Was blieb dem Großen Rat anderes übrig als zuzustimmen. Er bekam 900 neue Geldstücke, mußte dieses Jahr bei seinen Bürgern keine Abgabe eintreiben, aber war verpflichtet in Zukunft 150 Geldstücke Zinsen zu zahlen. Es gab wieder Geld. Ab nun waren 1500 Geldstücke in Schilda. Mit den neu geliehenen 900 baute der Große Rat ein weiters schönes Ratshaus. Wieder waren die Bürger von Schilda zuerst sehr zufriedem mit ihren Ratsherren und waren es nach fünf Jahren nicht mehr. Dann wurde wieder Geld geliehen. Da gehörte schon das zweite Haus und die Hälfte des ersten Ratshauses dem phantastisch gekleideten Fremden. So ging es lange Zeit weiter.

Nach fünfzig Jahren waren es die Söhne und Enkel der einstigen Ratsherren, die feststellten: Es gab gar keinen Platz mehr in der Stadt, auf den sie noch ein neues Ratshaus hätten bauen können. Aber die Schulden waren immer noch nicht besiegt. Da beschloß der unedle Fremde, der nicht alterte, kein neues Geld mehr zu leihen, und begab sich nach Schilda, um mit seinen Dienern die erworbenen alten und neuen Häuser zu bewohnen. Er ließ alle noch vorhandenen Geldstücke, die ja sein Eigentum waren, wieder einsammeln. Der Große Rat vorlor seine Macht und die Bürger von Schilda mußten dem Geldherren von da an wie Sklaven 7 Tage in der Woche dienen.

So hatten die Bürger von Schilda mit viel Fleiß zehn Ratshäuser gebaut. Ihr Fleiß hatte ihnen aber nichts gebracht. Schlimmer noch: sie verloren die Häuser und auch noch ihre Freiheit an den fremden Geldmann. Jener aber hatte die Ratshäuser und all sein Zaubergeld ohne Verlust wieder an sich gebracht. Aber wir wissen ja alle, daß die Bewohner von Schilda sehr dumme Leute waren.

Nie war es einem der Ratsherren oder einem der Bürger in den Sinn gekommen, daß sie sich ihre Zaubergeldstücke auch selbst hätten schlagen können. Metall hätten sie genug gehabt.

Ist dies nun nur ein Märchen oder gibt es vieleicht Beziehungen zur Realität?

Autor: Gerhard Margreiter, Systemanalytiker – 14.3.1997

48

Dienstag, 29. September 2009, 14:27

Zitat

Geld, welches auch von der Zentralbank ausgegeben wurde.
Zu dem Beispiel mit den 1000 Euro und 50 Euro Bearbeitungsgebühr sieht das so aus: Entweder du bekommst nur 950 Euro ausbezahlt und du bist 1000 Euro schuldig. Die 50 Euro gehen an die Bank für Dienstleistung und Betriebskosten - oder aber, du bekommst 1000 Euro und bist 1050 schuldig.
Ja, und? Wenn nur 1000 Euro "im System sind", kann ich im ersten Fall trotzdem keine 1000 Euro zurückzahlen, wenn ich nur 950 bekomme und die Bank schon 50 hat. Und im zweiten Falle kann ich keine 1050 Euro zurückzahlen, weil es eben nur 1000 "im System" gibt. Und ob ich nun 1000 Euro Kreditsumme + 50 Euro Bearbeitungsgebühr schuldig bin oder 1000 Euro Kreditsumme + 50 Euro Zins, kommt einfach aufs gleiche hinaus. Ich muss in beiden Fällen das "mehr" erstmal erwirtschaften.

Das ist in einem realen Finanzsystem aber kein Problem, da doch immer neuer "Wert" geschaffen wird. Und genau für diesen "Wert" gibt es dann sozusagen als "Gutschein" das Geld. Die Bank bekommt ihre 50 Euro sozusagen von meiner Arbeitskraft bezahlt. Ich schaffe "Wert" für andere Leute, lasse mich dafür bezahlen, und gebe das Geld dann für meinen Konsum aus. Und ja, auch "Zins" ist Konsum, da mir der Kredit ja etwas ermöglicht, was ich ohne Kredit nicht oder erst später könnte.

Ausserdem bin ich der Meinung, dass das Leih- und damit auch das Zinssystem die Wirtschaft eher am Laufen halten als sie zu behindern. Du bist doch derjenige, der das "Anhäufen" von Geld immer so verteufelt. Wenn ich aber für mein Haus/Sofa/Auto den gesamten Betrag erst von meinen laufenden Einnahmen zusammensparen muss, wird das Geld über Jahre dem Kreislauf entzogen.

Dein Beispiel vom Beginn einer mönetären Welt hinkt ausserdem, da das Kreditwesen nur einen kleinen Anteil am gesamten "Geldkreislauf" ausmacht. Geld ist nach wie vor nur ein "Umrechnungsfaktor" für Waren, Dienstleistungen und anderes.
Wenn ich also nicht 20 Jahre auf ein Eigenheim sparen will (siehe oben), nehme ich einen Kredit bei eienr Bank auf.
Die Zinsen sind dann:
- Bezahlung für die 20 Jahre, die ich mein Haus eher habe
- Ausgleich dafür, dass die Bank in der Kreditlaufzeit eben nicht mit "ihrem" Geld wirtschaften kann (prinzipiell kann ich mir mein Geld auch bei einem Bauern leihen, der Zins ist dann sein Ausgleich dafür, dass er für das mir geliehene Geld in der Kreditlaufzeit kein Saatgut kaufen konnte und damit keinen neuen "Wert" schaffen konnte)
Vorteil:
- das Geld kommt 20 Jahre eher wieder in den Wirtschaftskreislauf, da ich meine Bauleute usw. bezahle
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49

Dienstag, 29. September 2009, 14:41

Ja, und? Wenn nur 1000 Euro "im System sind", kann ich im ersten Fall trotzdem keine 1000 Euro zurückzahlen, wenn ich nur 950 bekomme und die Bank schon 50 hat. Und im zweiten Falle kann ich keine 1050 Euro zurückzahlen, weil es eben nur 1000 "im System" gibt. Und ob ich nun 1000 Euro Kreditsumme + 50 Euro Bearbeitungsgebühr schuldig bin oder 1000 Euro Kreditsumme + 50 Euro Zins, kommt einfach aufs gleiche hinaus. Ich muss in beiden Fällen das "mehr" erstmal erwirtschaften.
Vollkommen und eindeutig falsch.

Die Bank muss mit der 50 Euro Gebühr ihre Mitarbeiter bezahlen, die damit ihre Bedürfnisse decken. Das Geld ist vorhanden, Zins ist nicht vorhanden.

Das ist in einem realen Finanzsystem aber kein Problem, da doch immer neuer "Wert" geschaffen wird. Und genau für diesen "Wert" gibt es dann sozusagen als "Gutschein" das Geld. Die Bank bekommt ihre 50 Euro sozusagen von meiner Arbeitskraft bezahlt.
Wieder falsch, weil du nur mit Geld bezahlt werden kannst, welches schon von der Zentralbank ausgegeben wurde. Zins wird jedoch von der Zentralbank nicht ausgegeben, sondern er wird nur gegen neue Sicherheiten nachgeschüttet und dafür wird wieder Zins genommen.

Zins ist Wucher, was bedeutet, dass irgendjemand bis ganz viele umsonst arbeiten müssen.

Überlege doch mal diesen theoretischen Fall durch.

Ich leihe dir alles vorhandene Gold auf der Welt gegen 5% Zins. Wie gedenkst du mir den Zins in Gold zahlen zu können?
Ausgleich dafür, dass die Bank in der Kreditlaufzeit eben nicht mit "ihrem" Geld wirtschaften kann (prinzipiell kann ich mir mein Geld auch bei einem Bauern leihen, der Zins ist dann sein Ausgleich dafür, dass er für das mir geliehene Geld in der Kreditlaufzeit kein Saatgut kaufen konnte und damit keinen neuen "Wert" schaffen konnte)
Auch hier hast du einen Denkfehler, weil du meine Erklärung oben mit dem Mindestreservesatz nicht aufgenommen hast.

Wenn du dir einen Kredit für ein Haus nimmst, dann zahlst du damit deinen Lieferanten und dieser seinen. Jedesmal, wenn das Geld dabei zwangsläufig zur Bank kommt, kann es gegen den Mindestreservesatz wieder verliehen werden - es gibt lediglich 2% Abschlag, die bei der Zentralbank als "Sicherheit" liegen müssen.

Es ist ein Pyramidenspiel, ein ganz derbes auch noch, weil für 2 Euro Einlage bei der Zentralbank, 98 Euro gegen weiteren Zins verliehen werden dürfen.

Die Bank kann also locker weiterarbeiten und dein Vergleich mit dem Bauern hinkt - der Bauer hat kein Geldschöpfungsmonopol und das Geld kommt nicht sofort wieder zum Bauern zurück - zu einer Bank, die der Zentralbank verpflichtet ist, jedoch schon. :schulter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestreserve

und noch ein Nachtrag:

2.1 Beschränkung der aktiven Giralgeldschöpfung durch die Mindestreserve bei der Zentralbank

Zitat

Die aktive Giralgeldschöpfung ist beschränkt durch die gesetzliche Mindestreserve bei der Zentralbank (EZB/Bundesbank), die im Moment (Marz 2009) bei 2 % der Einlagen liegt[1]. Dabei ist der Giralgeldschöpfungsfaktor, also der Multiplikator der maximalen theoretischen Geldschöpfung, der reziproke Wert des Mindestreservesatzes.[2] Dies erklärt sich dadurch, dass bei jeder Einlage wieder 2 % der Einlage auf dem Zentralbankkonto der Bank verzinst verbleiben müssen oder sich die Bank diesen Betrag bei der Zentralbank zu hohen Zinsen leihen muss, ähnlich dem Dispositionskredit beim Girokonto.

Es kann also bei einem Mindestreservesatz von 2 % (1/50) theoretisch maximal die 50-fache Menge an Giralgeld im gesamten Bankensystem geschöpft werden.

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