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Mittwoch, 14. Oktober 2009, 12:07

Albtraum Atommüll

Zitat

Albtraum Atommüll

13.10.2009 um 21.00 Uhr

Auf die zunehmende Angst vor den Folgen der Erderwärmung reagieren Industrielle und manche Politiker mit dem Wundermittel Atomenergie: eine saubere und kontrollierbare Energie ohne schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die sogar zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Aber ist sie wirklich so sauber, wie man uns weismachen will?

Atomkraftgegner und -befürworter streiten darüber, ob diese Form der Energie, die von den meisten europäischen Ländern bereits aufgegeben wurde, nun doch wieder genutzt werden soll. Im Zentrum der Debatte steht eine Angst, die alle teilen: die vor dem Atommüll.

Er ist die Schwachstelle der Atomenergie, ihre Achillesferse, ihr schlimmster Albtraum. Die Bevölkerung hat Angst vor dem Atommüll, die Wissenschaft findet keine annehmbare Lösung dafür, die Industrie versucht zu beschwichtigen, und die Politik meidet das Thema. Die wenigen europäischen Länder, die eine öffentliche Debatte über radioaktive Abfälle führen, haben bereits einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Dies gilt für Deutschland, Österreich, Schweden und Belgien. Aber was weiß man eigentlich genau? Wie kann man sich überhaupt eine klare Vorstellung bilden bei diesem Thema, das so lange unter Verschluss gehalten wurde? Wie erklärt sich dieses demokratische Defizit in einer politisch und ökologisch so wichtigen Angelegenheit?

Der Film sucht in Frankreich, Deutschland, den USA und Russland nach der „Wahrheit über den Atommüll“.

http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen…l-/2851082.html


Ich hab diese Doku gestern auf ARTE gesehen, und würde diese einem jeden Interessierten empfehlen. Die Wiederholung dieser Sendung ist am 15.10.2009 um 9:55 und ich würde bitten, ob ein User aus dem Forum diesen Film aufnehmen könnte.
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Mittwoch, 14. Oktober 2009, 16:13

Der Eifelphilosoph hat es so schön auf den Punkt gebracht:

http://eifelphilosoph.blog.de/2009/09/09…31987/#comments

Zitat

Man hat es ja schon immer geahnt, aber niemand wollte es wahr haben. Gutachten der Bundesregierung kann man komplett nicht trauen. Irgendwie merkt jeder normale Mensch, das die ganzen Gutachten zu Hartz IV doch voll für die Tonne waren. Und die Wirtschaftsgurus hauen sich momentan ihre Jubelgutachten nur so um die Ohren ... weil überall was anderes drin steht.

Jetzt haben wir aber endlich mal einen solchen Vorgang im Detail vor uns liegen.

Wir erinnern uns: die achziger Jahre. Die AKW-Bewegung war voll im Trend, die Anti-AKW-Bewegung auch.
Es gab ein Problem, alles drohte zu kippen, die ganzen Bestechungsgelder der Konzerne konnten eins nicht verhindern: ohne Entsorgung keine Kraftwerke. Immerhin giftet der ganze Müll Ewigkeiten vor sich hin.

Salzstollen, der letzte Ausweg, Atomseuchen noch zu retten.

Gorleben schien die Rettung zu sein. Da kommt nix durch, tönte es aus dem Kanzleramt.

Jetzt wissen wir, warum die sich so sicher waren: weil der Kohl das befohlen hatte.

Das Handelsblatt drückt es treffend aus:

Kohl soll Gorleben durchgedrückt haben
Die politische Auseinandersetzung über den Standort Gorleben als mögliches Endlager für hoch radioaktive Abfälle hat mitten im Bundestags-Wahlkampf neue Nahrung erhalten. So soll schon 1983 die damalige Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl (CDU) einem Zeitungsbericht politischen Druck ausgeübt haben, um Gorleben als Endlagerstandort entgegen Expertenrat durchzusetzen.

Und wie sah dieser "politische Druck" aus? Was ist das überhaupt, politischer Druck? Korruption, Erpressung, Androhung von Nachteilen für die Gutachter ... oder Morddrohungen. Mich würde schon interessieren, wie denn so etwas konkret aussieht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur…,647915,00.html

Im Gegenteil: Am 5. Mai 1983 tauchten überraschend Vertreter des Kanzleramts und des Forschungsministeriums in der Behörde auf. Sie hätten darauf gedrungen, wichtige Passagen des Gutachtens zu ändern, sagte Röthemeyer im April dieses Jahres der "taz". "Ich habe ansonsten nie wieder ein solches Gespräch geführt in meinem ganzen Leben.

Nun, aus dem Mafia-Film "Der Pate" kenne ich ja den Moment, wo Marlon Brando sagt: "Ich werde ihm ein Angebot machen, das er nicht ablehnen kann!"

Ob der Gutachter wohl auch so ein Angebot bekommen hat? Lebend zusammen mit dem Müll im Salzstock zu verschwinden?
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Na Toll, Kühe mit drei Augen und Kinder ohne Arme können wir auch gerade ganz toll gebrauchen. Da haben wir lange drauf gewartet.

Wird denn dieser Bimbeskanzler jetzt angezeigt wegen Körperverletzung, versuchtem Mord, Amtsmißbrauch, Erpressung und was da sonst noch so vorliegt?

Und warum gibt überhaupt eine Bundesbehörde diesem Druck nach? Dafür leisten wir uns Beamte, damit die eben nicht unter Druck gesetzt werden können! Was für Schisser!

Hier werden Menschenleben nicht nur gefährdet, sondern direkt verseucht. Kommt der Mist ins Wasser, können wir das Land großflächig räumen oder in ein Lazarett umbauen....oder besser, in ein Hospiz, wo wir die Siechenden noch eine Weile bedauern.

Ich möchte hier einfach mal meine Meinung ausdrücken, obwohl ich weit weg von Gorleben wohne, aber mir vorstellen kann, wie die Menschen sich da jetzt fühlen.


Es erübrigt sich wohl zu erwähnen, dass das Thema wieder in der Medienversenkung verschwunden ist. Es wird keine Anklage gegen den Verbrecher geben und erst recht keine Verurteilung.
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Mittwoch, 14. Oktober 2009, 16:50

Dann schau dir den Film an, da kommt dir das buchstäbliche kotzen.

100.000 Tonnen Atommüll wurden Jahrzehntelang in unseren Ozeanen einfach so versenkt - 80 % davon aus Großbritannien, an zweiter Stelle der Entsorger wird die Schweiz genannt. Dieser Müll liegt nun auf unseren Meeresgründen - wie viele Fässer Giftmüll Lecks haben und den enthaltenen strahlenden Müll langsam freigeben kann niemand sagen.

In Frankreich (wenn ich da so noch richtig in Erinnerung habe) wird täglich wenn eine Anlage in Betrieb ist über die Luft Radioaktivität freigegeben, die in ganz Europa in der Luft gemessen werden kann. Die atmen wir dann täglich ein - doch Informationen dazu gibt es über offizielle Stellen natürlich keine.

Es wäre mir wirklich ein Anliegen, dass jemand diesen Film aufnimmt, und auf YouTube stellt - ich würde ihn mir gerne nochmals ansehen - und als Information für alle Interessierte ist er sicherlich eine Bereicherung.

HerrAbisZ - würdest du dies bitte übernehmen?
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4

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 19:13

HerrAbisZ - würdest du dies bitte übernehmen?
gerade gespeichert - aber beim Hochladen wird es ein Problem geben, mal auf blip.tv schauen

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5

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 20:02

Passend dazu

Ich habe das gestern auf Radio Wien schon gehört

Zitat

Frankreichs großer Nuklearschwindel

14.10.2009 | 18:24 | Von unserem Korrespondenten RUDOLF BALMER (Die Presse)

Uran und Plutonium aus AKW heimlich in Sibirien entsorgt. Die angeblich fast völlige Wiederverwertung „abgebrannten“ Urans aus den 58 französischen AKW ist ein Mythos.

PARIS.



Frankreich wird von einem Skandal erschüttert, der an einem Nationalmythos kratzt: Die angeblich fast völlige Wiederverwertung „abgebrannten“ Urans aus den 58 französischen AKW ist ein Mythos. Ein großer Teil der strahlenden Abfälle kommt nämlich, wie eine TV-Doku enthüllt, nach Sibirien – und wird dort teils im Freien gelagert.

Seit den 90ern seien jährlich über 100 Tonnen Uran aus verbrauchten Brennstäben per Schiff nach St. Petersburg, dann per Zug in einen Nuklearkomplex in der für Fremde praktisch gesperrten Stadt Sewersk (früher „Tomsk-7“), einer Satellitensiedlung von Tomsk in Zentralsibirien, verfrachtet worden. Dort sei das Material endgelagert worden – laut der Zeitung „Liberation“ völlig unsachgemäß.

Die bisher unbekannte franko-russische Kooperation hat eine am Dienstag ausgestrahlte Doku auf „Arte“ namens „Alptraum Atommüll“ enthüllt. Die Geheimnistuerei gibt zu denken: Selbst als sie 1995 bis 1997 Umweltministerin war, habe sie davon nie gehört, sagt die damalige Ressortchefin Corinne Lepage. Die jetzige Staatssekretärin für Umwelt, Chantal Jouanno, will eine Untersuchung: „Wir dürfen nicht den Hauch eines Verdachts bestehen lassen, dass es ein Problem gibt.“

.....

http://diepresse.com/home/panorama/klima…=/home/index.do
Wie wird das enden? Wie kann das in Ordnung gebracht werden?

6

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 11:10

gerade gespeichert - aber beim Hochladen wird es ein Problem geben, mal auf blip.tv schauen


Danke - wichtig nur, dass der Film irgendwo gesichert ist. Irgendwie bekommen wir den schon zur allgemeinen Ansicht ins Netz.
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7

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 12:25

Die Franzosen haben ihren Atommüll in Sibirien entsorgt. Dort steht er auf einem Parkplatz und gammelt so rum. Aber auch Deutschland hat diese 'kostengünstige' Entsorgung genutzt:

http://www.wir-klimaretter.de/content/view/4066/256/

Zitat

Die Lieferung von europäischen Atommüll nach Tomsk sind jedoch keine Neuigkeit – Details lassen sich etwa auf der Homepage von Greenpeace Russland nachlesen. Was der Film nicht erwähnt: Auch Deutschland lieferte in der Vergangenheit abgereichertes Uran nach Russland, zuletzt im August. In den vergangenen Jahren starteten regelmäßig Transporte von der Urananreicherungsanlage in Gronau Richtung Rotterdam, von wo sie nach Russland verschifft wurden. Regelmäßig kam es zu Protestaktionen während der Transporte.

Im Juni 2007 berichtete das ZDF-Magazin Frontal 21 über die Transporte und die oberirdische Lagerung des deutschen Atommülls in rostenden Behältern. Eine Nachfrage beim damaligen Umweltminister Sigmar Gabriel blieb unbeantwortet.

Und der Gabriel will jetzt SPD-Vorsitzender werden. Noch ein Grund mehr, keine SPD mehr zu wählen.

Nach Gorleben jetzt Sibirien. Es wird nicht der letzte Skandal mit dem Atommüll bleiben. Vor Afrikas Küste in Somalia und Kenia liegt ja noch der amerikanische Atommüll. Aber die bösen Piraten werden zum gravierenderen Problem gemacht.

Die Herscher dieser Welt sind einfach nur noch zum :kotz:
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8

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 18:19

Ich habe eine schlechte Nachricht. Die Tonaufname beim Film hat versagt - nur Rauschen

Zitat


...

39 Kilo Plutonium

Beim Abbau der seit mehr als 40 Jahren betriebenen Anlage waren in einem abgedichteten Behälter 39 Kilo Plutoniumstaub entdeckt worden. Die Betreiber hatten lediglich mit acht Kilo gerechnet. Nach Informationen der Umweltorganisation Greenpeace würde diese Menge für etwa fünf Atombomben ausreichen.

Die Atomsicherheitsbehörde wirft dem Betreiber CEA vor, den Zwischenfall nicht rechtzeitig gemeldet zu haben. "Es sieht so aus, als ob es schon im Juni bekanntgeworden sei, aber wir erst im Oktober informiert wurden", sagte Delmestre. Der Fall sei deswegen der Staatsanwaltschaft gemeldet worden. Umweltminister Jean-Louis Borloo zeigte sich schockiert über die verzögerte Bekanntgabe und forderte Aufklärung. "Gerade bei Atomsicherheit muss absolute Transparenz herrschen", betonte er. (APA)
http://derstandard.at/fs/1254311551160/K…anlage-gefunden

Und es geht weiter! Für mich hat die EU und die Politik in Sachen Umweltschutz VÖLLIG VERSAGT!

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9

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 19:31

Eine Chance bekommen wir noch

Zitat


Wiederholung am Donnerstag 5. November um 03.00 Uhr

http://www.arte.tv/de/2767030.html
Aber hier gibt es dies schon http://www.youtube.com/view_play_list?p=83721241A9588D59

10

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 19:49

Und es geht weiter! Für mich hat die EU und die Politik in Sachen Umweltschutz VÖLLIG VERSAGT!
nicht nur dort, sondern in vielen anderen dingen auch
um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.

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