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Montag, 1. Februar 2010, 01:44

Zauberformel Eigenverantwortung …

Groß wird das Wort „Eigenverantwortung“ geschrieben und immer wieder von der Politik wiederholt. Es ist ein Wort gegen welches man eigentlich nicht viel sagen/haben kann.

In Wikipedia steht dazu:

Zitat

Als Eigenverantwortung (auch Selbstverantwortung) bezeichnet man die Möglichkeit, die Fähigkeit, die Bereitschaft und die Pflicht, für das eigene Handeln, Reden und Unterlassen Verantwortung zu tragen. Das bedeutet, dass man für sich selbst sorgt und dass man für die eigenen Taten einsteht und die Konsequenzen dafür trägt, wie es in der Redewendung „sein Schicksal in die eigene Hand nehmen“ zum Ausdruck kommt.


Wollen wir nicht alle eigenverantwortlich unsere Wege gehen, wollen wir nicht alle selbst für uns bestimmen?

Ja ich denke das wollen die meisten!

Aber wie ist das nun von der Politik gemeint, genauso wie es im Zitat steht – das man wohl so stehen lassen kann – oder doch anders? Bspw. wenn man die Menschen zu mehr Eigenverantwortung in der Pensions-/ Krankenvorsorge anregt. Also im sogenannten Sozialstaat ist es so, dass man Arbeitern einen großen Teil des Geldes entzieht, man damit diesen Eigenverantwortung entzieht, aber dann mit dem Rest gefälligst für ihre Eigenverantwortung gerade stehen sollen.

Gut, das tun jetzt viele Leute aber mit dem Ergebnis, dass wir zB immer weniger Kinder haben, dass die Leute nur noch auf sich selbst schauen, weil wie könnte man Eigen- von der Mitverantwortung noch abgrenzen können?
Die glücklichen Sklaven
sind die
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Marie von Ebner-Eschenbach

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HerrAbisZ

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2

Montag, 1. Februar 2010, 15:12

Ich stimme dem Grundsätzlich zu, was du gebracht hast.

Nur es wird immer schwieriger dies ein zu halten. Die Not wird geschaffen und die Politik spielt mit!

Dennoch bin ich der Meinung, das man es einhalten kann - zwar mit großen Opfern, aber es ist noch möglich.

3

Montag, 1. Februar 2010, 17:58

Das Problem ist aus meiner Sicht, dass durch mehr Eigenverantwortung die freiwillige Sozialverantwortung stirbt. Wie sonst ist es zu erklären, dass in einem "Sozialstaat" die Menschen immer mehr ihre Ellbogen auspacken?
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Marie von Ebner-Eschenbach

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4

Montag, 1. Februar 2010, 18:24

dass in einem "Sozialstaat" die Menschen immer mehr ihre Ellbogen auspacken?
Weil mehr Egoismus anstatt Nächstenliebe vorherrscht. Und ob ich egoistisch mich verhalte / bin ist jedem seine Entscheidung- Liegt also in jedem seiner Verantwortung = Eigenverantwortung.

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ASY

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5

Montag, 1. Februar 2010, 23:09

dass in einem "Sozialstaat" die Menschen immer mehr ihre Ellbogen auspacken?
Weil mehr Egoismus anstatt Nächstenliebe vorherrscht. Und ob ich egoistisch mich verhalte / bin ist jedem seine Entscheidung- Liegt also in jedem seiner Verantwortung = Eigenverantwortung.
Was "vorherrscht" wurde/wird unterstützt. Weihnachtsmann wollte auf den Sachverhalt hinweisen, dass angeblich Gutes Schlechtes hervorbringt > das eigenverantwortliche, finanzielle Vorsorgen in den Sozialstaat, erwirkt letztendlich nur einen ausgeprägten, einzelnen Egoismus.

6

Dienstag, 2. Februar 2010, 00:27

Was "vorherrscht" wurde/wird unterstützt. Weihnachtsmann wollte auf den Sachverhalt hinweisen, dass angeblich Gutes Schlechtes hervorbringt > das eigenverantwortliche, finanzielle Vorsorgen in den Sozialstaat, erwirkt letztendlich nur einen ausgeprägten, einzelnen Egoismus.
Genauso ist es!

Eine verordnete Eigenverantwortung ist ein Widerspruch in sich, weil Eigenverantwortung nur aus sich selbst funktionieren kann. Klingen tut Eigenverantwortung freilich gut, nur das gilt auch für den Sozialstaat. Doch wissen wir, dass der Sozialstaat den sozial Schwachen kaum hilft sondern diese ausnützt um die sozial Starken weiter zu stärken.

Also, gut ist nicht was sich gut anhört sondern was sich im Ergebnis als gut zeigt.
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Marie von Ebner-Eschenbach

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7

Dienstag, 2. Februar 2010, 01:01

Also, gut ist nicht was sich gut anhört sondern was sich im Ergebnis als gut zeigt.
Richtig - darum sollten wir unser Auge auf jene werfen, denen es richtig gut geht, und jene, denen es schlecht geht. Dabei ist seltsam, dass es der Mehrheit schlecht geht.

Somit sei bewiesen, dass eine Minderheit vom Leid der Mehrheit profitiert, wobei die leidende Mehrheit mit diesem Verbrechen einverstanden ist, weil sie auch gerne zur profitierenden Minderheit gehören möchte (irgendwann mal in der Unendlichkeit).

Das ist verrückt. :pillepalle:

8

Dienstag, 2. Februar 2010, 07:59

Somit sei bewiesen, dass eine Minderheit vom Leid der Mehrheit profitiert, wobei die leidende Mehrheit mit diesem Verbrechen einverstanden ist, weil sie auch gerne zur profitierenden Minderheit gehören möchte (irgendwann mal in der Unendlichkeit).
Das hört sich wie der berühmte Sechser im Lotto an. Einige wenige bekommen diesen wie im realen Leben auch. Manche schaffen warum auch immer den Sprung in die Schmarotzerschicht, doch ist das nur eine "Chance" im Promillebereich. Ein gutes System zeichnet sich aber dadurch aus, dass es allen eine Chance auf ein besseres Leben bietet und nicht nur - wie unser Ergebnis zeigt - einer qualifizierten Minderheit. Es ist nicht logisch, weil würde ein System wirklich allen eine Chance geben, würden viel mehr Menschen diese bekommen.

Von vielen welche Eigenverantwortung ganz offen zelebrieren wird auch immer das Wort Leistung genannt. Doch ein Maurer oder eine alleinerziehende Mutter leistet doch auch sehr viel und wahrscheinilch noch mehr, doch ist dies offenbar keine Leistung.

Somit wird nicht nur Eigenverantwortung sondern auch "Leistung" von einer kleinen Minderheit definiert. Das muss es auch, weil sonst würden sie sich nicht mehr von anderen abheben.
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HerrAbisZ

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9

Dienstag, 2. Februar 2010, 08:34

Was "vorherrscht" wurde/wird unterstützt. Weihnachtsmann wollte auf den Sachverhalt hinweisen, dass angeblich Gutes Schlechtes hervorbringt > das eigenverantwortliche, finanzielle Vorsorgen in den Sozialstaat, erwirkt letztendlich nur einen ausgeprägten, einzelnen Egoismus.

Wirklich Gutes kann nichts Schlechtes hervorbringen.

Reden wir jetzt von Eigenverantwortung der Politiker oder von jedem einzelnen?

Sicher ist es schwer in diesem System zurecht zu kommen, weil die gesetzlichen Vorgaben schon mE schlecht sind! Ich erinnere an die Pensionskassen. Da kann man gar nicht Eigenverantwortung leben. Aber man kann aufzeigen, wie man durchkommt.

10

Dienstag, 2. Februar 2010, 10:21

Die böse Gesetzgebung ist schuld daran, daß die Menschen zu neidischen Egoisten mutieren?

Ich finde es sind die ungerechten Ausnahmen, die dazu führen, daß die Menschen sich gegenseitig mit ausgestrecktem Finger beneiden und sich fragen, warum alle anderen mehr bekommen als man selbst.

Ich bin der Meinung man kann nicht für alles immer die Regierung oder die Gesetzgebung beschuldigen, das Problem ist, keiner ist mehr zufrieden mit dem was er bekommt. Ja, ok, die Lage hat sich drastisch verschlechtert. Aber ich bitte darum darauf zu achten, daß man selbst nicht ständig nur den Finger auf die Mißstände drückt, sich selbst dabei aber komplett vergisst.

Und in dieser Welt kann Gutes durchaus Schlechtes hervorbringen. Ein sehr triviales Beispiel ohne weiter darüber nachzudenken sind Hilfsleistungen. Du willst helfen, darfst dann aber zugucken, wie die Menschen sich gegenseitig verprügeln, um sich ihre Ration zu sichern. Die Gründe hierfür sind verständlich.

Solange die Menschen sich selbst am nächsten sind, lässt sich dieses Beispiel ohne Weiteres auf tausende andere Sachverhalte beziehen. Gutes bringt in nächster Konsequenz zu 99% immer auch Schlechtes mit sich.

Ich war überrascht diese Frage zu lesen:

Zitat von »Weihnachtsmann«

Wollen wir nicht alle eigenverantwortlich unsere Wege gehen, wollen wir nicht alle selbst für uns bestimmen?

Wer genau will das? Mit allen Konsequenzen die die Definition von Eigenverantwortung mit sich bringt? Wer steht denn heute noch zu seinen Fehlern? Wer betrachtet es denn sogar als Stärke und als Wohltat anderen, nahestehenden Personen von seinen Fehlern zu erzählen? Das ist in unserem suggestierten Bild der Gesellschaft einfach nicht gesellschaftsfähig. Und genau das macht die letzte Konsequenz möglich: die Menschen helfen sich nicht. Es gibt keinen Zusammenhalt. Zumindest offiziell. Und es ist doch wunderbar, wenn die ausführende Gewalt nur Einzelpersonen vor sich hat. Das macht alles schön einfach.

Und HerrAbisZ, Dir möchte, bzw. muß ich widersprechen. Eigenverantwortung kann durchaus gelebt werden. Es geht hier um eine reine Frage der Einstellung, die allerdings ein gewisses Maß an Stärke verlangt.

Und was ich nicht verstehe ist:

Zitat von »Weihnachtsmann«

Von vielen welche Eigenverantwortung ganz offen zelebrieren wird auch immer das Wort Leistung genannt.

Was genau hat Eigenverantwortung mit Leistung zu tun? Also welche Art von Leistung?

Abschließend sei noch erwähnt, daß richtig praktizierte Eigenverantwortung ungemein zur persönlichen Zufriedenheit beiträgt. Es stärkt und es festigt. Ich bin der Meinung, daß eine innere Zufriedenheit einiges an Mißständen beseitigen würde. Aber in unserer sehr oberflächlich gehaltenen Gesellschaft sind dicke Titten und eine gerade Nase eben wichtiger.

"Wahre Freiheit ist freie Wahrheit"


"Politik ist eben vor allem auch die Kunst, die Bevölkerung so schnell über den Tisch
zu ziehen, dass die Menschen denken, die dabei entstehende Reibungshitze sei Nestwärme"

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