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02.02.2010, 18:35

Wie viel ist 1 Billion Dollar?

Zitat

Wie viel ist 1 Billion Dollar?

Wenn wir den Politikern zuhören, dann schmeissen sie nicht mehr mit Milliarden um sich, das ist mittlerweile Kleingeld, sondern mit Billionen.

1 Billion hat 12 Nullen, 1'000'000'000'000, sind tausend Milliarden!

So hat der amerikanische Senat vergangenen Donnerstag die Schuldenobergrenze der Vereinigten Staaten um 1,9 Billionen auf 14,3 Billionen Dollar erhöht. Das sind $45'000 Schulden für jeden Amerikaner.

Obama hat in seinem ersten Amtsjahr ein Defizit von sagenhaften 1,4 Billionen Dollar eingefahren, eine Summe die höher ist als das BIP von Indien! Und für das Jahr 2010 hat die Obama-Regierung gerade verkündet, wird mit einem Haushaltsdefizit von 1,6 Billionen gerechnet.

Das heisst, der amerikanische Staat gibt PRO TAG 4,4 Milliarden Dollar !!! mehr aus als er durch Steuern einnimmt und muss sich dieses Geld pumpen.

Im Vergleich, das Staatsdefizit von Deutschland beläuft sich 2009 auf 77,2 Milliarden Euro, bei Steuereinnahmen von 742 Milliarden Euro. Die Schulden der öffentlichen Haushalte erreichten zum 30. September 2009 den Stand von 1,6 Billionen Euro, 6,9 Prozent über dem Vorjahres-Stand. Die inoffiziellen Gesamtschulden liegen bei 7 Billionen Euro.

Die Zahlen Deutschlands mögen kleiner und deshalb besser aussehen, aber im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegen die USA immer noch vor Deutschland (65 Prozent zu 73 Prozent sogenannte Schuldenstandsquote). Daran sieht man wie völlig pleite Deutschland ist und noch mehr über seine Verhältnisse lebt wie die USA.

Als das am höchsten verschuldeste Land gilt Japan mit einer Schuldenstandsquote von knapp 190 Prozent!

Damit man sich vorstellen kann, was eine Billion in 100 Dollar Noten ist, gibts die folgenden Bilder als Grössenvergleich.

Eine 100 Dollar Note, der grösste Geldschein den die USA hat:



100 Millionen in 100 Dollar Noten passen auf eine Standardpalette:



Eine Milliarde Dollar ... 10 Paletten a 100 Millionen:




Trara, Tusch … !!!

Eine Billion Dollar ... 10'000 Paletten a 100 Millionen:



Links ganz klein der Mensch und merke, die Paletten sind doppelt gestapelt.

Wenn nächstes mal jemand "eine Billion" nennt, dann stellt euch dieses riesige Feld vor, 50 Paletten breit x 100 lang x 2 hoch a 100 Millionen.


14 solcher Felder sind bald die offizielle Staatsverschuldung der USA:



Wenn man alle Verbindlichkeiten zusammenrechnet, die der US-Staat tragen muss, sind es aber astronomische 70 Billionen!

Und für die Besserwisser, die meinen ich verwechsle das mit amerikanischen "Billion", NEIN tue ich nicht, denn es sind ihre "Trillion", also unsere Billionen.

Quelle .... http://alles-schallundrauch.blogspot.com…ion-dollar.html


Ein Dankeschön an Freeman, und ich bitte um Verzeihung, dass ich deinen kompletten Blogeintrag hier ins Forum stelle, aber ich habe Angst, dass sich jemand nicht die Mühe macht um sich den ganzen Artikel anzusehen - und ich hatte noch nie das Vergnügen die derzeitigen Auswüchse der amerikanischen Staatsverschuldung so anschaulich präsentiert zu bekommen.
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2

02.02.2010, 18:50

Daran sieht man wie völlig pleite Deutschland ist und noch mehr über seine Verhältnisse lebt wie die USA.
In Österreich ist das wohl ähnlich wie in Deutschland.

Ich möchte gerne wissen, wer von dieser Schuldenmenge profitiert. Warum kann ich von diesen Leuten nix in den Zeitungen lesen und es wundert mich, dass sich die Menschen für den Profiteur gar nicht interessieren.

Wer ist der Zins(eszins)-Nehmer - vielleicht können wir von diesem Genie lernen?

3

02.02.2010, 21:04

Ich möchte gerne wissen, wer von dieser Schuldenmenge profitiert. Warum kann ich von diesen Leuten nix in den Zeitungen lesen und es wundert mich, dass sich die Menschen für den Profiteur gar nicht interessieren.

Wer ist der Zins(eszins)-Nehmer - vielleicht können wir von diesem Genie lernen?
Gutes Beispiel ist momentan Griechenland. Griechenland ist überschuldet (wir auch) und "Experten" warnen davor, Griechenland fallen zu lassen. Nach Meinung der "Experten" kann dies nämlich zu hohen Risiken für die gemeinsame Währung "Euro" führen.

Einerseits wird nun Griechenland von den Rating-Agenturen als Risikoland eingestuft, was natürich die Zinsen für griechische Staatsanleihen in die höhe peitscht. Anderseits und offiziell wegen den Risiken wird Griechenland gestützt werden, was aber nicht zwingend dazu führt, dass die Zinsen auf Staatsanleihen sinken. Ein wahnsinns "Geschäft"!
Die glücklichen Sklaven
sind die
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Marie von Ebner-Eschenbach

4

02.02.2010, 21:50

Ich möchte gerne wissen, wer von dieser Schuldenmenge profitiert. Warum kann ich von diesen Leuten nix in den Zeitungen lesen und es wundert mich, dass sich die Menschen für den Profiteur gar nicht interessieren.

Meiner Meinung nach interessiert sich der Bürger deshalb nicht für den/die Profiteur(e) weil sie eben, wie du aufzeigst irgendwie gar nicht existieren - zumindest nicht medial und offiziell betrachtet. Und was der "Bürger" net kennt, dass is net.


Einerseits wird nun Griechenland von den Rating-Agenturen als Risikoland eingestuft, was natürich die Zinsen für griechische Staatsanleihen in die höhe peitscht. Anderseits und offiziell wegen den Risiken wird Griechenland gestützt werden, was aber nicht zwingend dazu führt, dass die Zinsen auf Staatsanleihen sinken. Ein wahnsinns "Geschäft"!


Natürlich, weil doppelt kassiert werden darf - das doppelte Lottchen des Kapitalismus.
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5

02.02.2010, 23:22

Warum kann ich von diesen Leuten nix in den Zeitungen lesen und es wundert mich, dass sich die Menschen für den
Profiteur gar nicht interessieren.


Sie leben unter uns, aber verstecken sich wie Ratten vor Lärm und Tageslicht.

Ich denke halt auch, das manche Kreise einfach genug haben, um sich alles leisten zu können,
da macht es keinen Unterschied mehr, paar Mia mehr oder weniger zu haben.
Das Ziel ist es wohl mehr, die Staaten bis zum Bankrott zu verschulden, um sie sich dann anzueignen,
und dafür braucht man kein Eigenkapital mehr.

Und viele Bildungskreise leben ja mit dem Irrglauben, der Zinsüberschuss würde immer wieder mit dem Staat verrechnet werden,
da ja der Staat das oberste Organ sein soll. Also kann doch da nix schiefgehen, oder?

Irgentwie errinert mich das ganze sehr an diverse Computerspiele, das Geld liegt nur auf der Strasse, man muss es nur einsammeln,
oder ein paar Gegner plattmachen, und schon gibt es die tollsten Prämien.
Das Konto wird nie leer, und Geld ist in Überfluss da.
Die einzigen Schwachpunkte sind die eigenen Heiler oder Priester in der eigenen Gruppe.

Und nur leider hat nicht jeder eine Entrittskarte für dieses tolle Spiel, sondern nur Zuschauerkarten auf den billigen Plätzen.

6

03.02.2010, 00:26

Und viele Bildungskreise leben ja mit dem Irrglauben, der Zinsüberschuss würde immer wieder mit dem Staat verrechnet werden,
da ja der Staat das oberste Organ sein soll. Also kann doch da nix schiefgehen, oder?
Das denken leider viele. Manche meinen sogar, dass der Staat wenn er sich verschuldet einfach Geld nachdruckt um das Defizit zu schließen. Das ist natürlich auch nicht so weil der Staat für seine Kredite Anleihen ausgeben muss.

Ich bin mit Sicherheit kein Finanzexperte, aber warum sollte der Staat nicht Geld drucken wenn er solches benötigt? Hat der Staat oder wenn man so will die Gesellschaft Schulden, so ist das doch darauf zurückzuführen, dass ein Leistungsdefizit besteht welches sich in Geld ausdrückt. Aus meiner Sicht gibt es aber kein Defizit an Leistung sondern lediglich eines an der Geld-Bemessung dieser. Das kommt daher, weil für manche "Leistungen" die Geld-Bemessungsgrundlage überproportional zu anderen Leistungen steht. Schießt man jetzt Geld nach, wird das Geld weniger wert weil es eben dann mehr Geld gibt, dies aber an der überproportionalen Bemessung nichts ändert.

Ein Beispiel. Meine Ex-Freundin war letzten Sommer bei einem Krebs-Experten weil ihre Mutter Krebs hatte. Es ging eigentlich nur noch um eine Beratung zur Schmerzlinderung. Kurzum, am Ende der Ein-Stunden-Beratung hat der Krebs-Experte 150 Euro verlangt. Meine Ex fragte ihm wie soll sie sich für eine Stunde 150 Euro leisten, wenn sie selbst gerade 8,50 Euro in der Stunde verdient? Naja, der Arzt hatte ein "Einsehen" und hat dann nur noch 100 Euro verlangt. :oooch:
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Marie von Ebner-Eschenbach

7

03.02.2010, 10:34

Sie leben unter uns, aber verstecken sich wie Ratten vor Lärm und Tageslicht.

Weil ihnen sonst die Gefahr droht erkannt und ausgerottet zu werden.
Nur das Unbekannte kann über Generationen Unrecht praktizieren.

Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen.
Allein um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.

Georg Christoph Lichtenberg


. Meine Ex fragte ihm wie soll sie sich für eine Stunde 150 Euro leisten, wenn sie selbst gerade 8,50 Euro in der Stunde verdient? Naja, der Arzt hatte ein "Einsehen" und hat dann nur noch 100 Euro verlangt. :oooch:

Dies ist für mich eines der wundersamen Dinge, die wir klag- und denklos hinnehmen. Für die Gewinner des Systems sind wir mit einem derartig unter bezahlten Stundenlohn ein Monat lang beschäftigt, um uns überhaupt die lebensnotwenigen Dinge leisten zu können. Für eine jede Mehrleistung müssen wir uns wohl oder übel noch mehr abrackern, oder verschulden - was den Kreislauf nur noch schlimmer und unseren Arbeitsaufwand noch immenser macht. Was nicht mehr bleibt ist Zeit und Kraft um über dieses UNrecht nach zu denken, weil sich alles um den Lebenserhalt dreht. Dem Arzt wiederum wird erlaubt ein Honorar zu verlangen, dass ihm ein jedes nachdenken über unser UNrechtssystem derartig versüßt, dass er dazu überhaupt keinen Anlass hat. Warum auch!
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