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05.02.2010, 14:42

Frage an die OeNB: Das Wörgler Wirtschaftswunder und der Anschluss Österreichs an Deutschland 1938

Eine neue Frage an das Direktorium der Österreichischen Nationalbank - ich hoffe auf rege Unterstützung.

Zitat

Das Wörgler Wirtschaftswunder und der Anschluss Österreichs an Deutschland 1938

Sehr geehrtes Direktorium,

am 8. Juli 1932 beschloss der Gemeinderat von Wörgl einstimmig die Einführung einer umlaufgesicherten Komplementärwährung, dem Wörgler Schilling, um aus den Fängen des Schillings - welcher, wie heute der Euro oder sonstige Zentralbankwährungen, die Hortung und die schwere Sucht nach Geld belohnt - zu entkommen. Das Experiment gelang und erwirkte auf der ganzen Welt große Aufmerksamkeit, zumal die Wörgler Wirtschaft zu blühen begann, während das übrige Österreich/Europa weiterhin in die Armut, Arbeitslosigkeit und den Hunger gestürzt wurde.

Die OeNB erhob vor Gericht gegen das Wörgler Freigeld erfolgreich Einspruch, weil nur ihr das Schöpfen von Geld ohne Gegenwert zustand. Unter Androhung eines Armeeeinsatzes wurde im September 1933 das Wörgler Wirtschaftswunder abgebrochen. Es half nichts, dass das Freigeld die Arbeitslosigkeit von 21 auf 15% senkte und den friedlichen Wohlstand spüren ließ.

Am 10. März 1938 entschieden sich 99,73% der Österreicher bei einer Volksabstimmung für den Anschluss Österreichs an Deutschland.

Meiner Meinung hätte dieser für Österreich verheerende Anschluss nie mit so einer "Freiwilligkeit" stattgefunden, wenn die Menschen nicht durch Armut, Arbeitslosigkeit und Hunger kriegs- und faschismuslustig gemacht worden wären. Es ist sehr gut vorstellbar, dass unser damals ohnehin schon gepeinigtes Land, neutral wie die Schweiz, den Kelch des 2. Weltkrieges an sich vorüber reisen hätte lassen können, wenn sich die Österreichische Nationalbank entschlossen hätte, das Wörgler Freigeld auf ganz Österreich anzuwenden. Satte Menschen wollen weder Faschismus noch Krieg.
  • Welches Kalkül verfolgte die OeNB damals, zumal sie ein erfolgreiches Geldexperiment mit militärischer Gewaltandrohung abstellen ließ?
  • Wie steht die OeNB heute zu dieser geschichtlich gesicherten Tatsache?
  • Die jetzige Wirtschaftslage zeigt Analogien zur damaligen – warum motiviert die OeNB an den richtigen Stellen (bspw. BIZ, EZB) nicht ein Geldsystem nach Silvio Gesell, welches den Geldumlauf belohnt und die Hortung bestraft?
Ich freue mich auf Ihre Antwort zu meinen, zugegeben, brisanten Fragen und verbleibe;

Mit freundlichen Grüßen

Christian Gerstl

Quellenangaben:
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl
http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Unterguggenberger
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterr…onalsozialismus

Bild und Text eines Wörgler Schillings:
Das Wörgler Wirtschaftswunder

Radiohörspiel über das Wörgler Geldexperiment:
http://zeitwort.at/files/das_geldwunder_von_woergl64.zip
Hier geht es direkt zur Abstimmung: http://www.direktzu.at/oenb/messages/24856

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2

05.02.2010, 18:15

Eine brisante Frage an ein "Unternehmen", dass sich, wie du richtig bemerkst auch mit der Vergangenheit und den damit vollbrachten Taten auseinander setzten muss. Deshalb ist deine Anfrage an die Nationalbank eine Notwenigkeit in dieser Zeit - so vermutlich viele Österreicher schon vom Wörgler Wunder gehört oder gelesen haben, jedoch kaum jemand Kenntnis darüber besitzt, dass diese Wirtschaftsbelebung des Wörgler Bürgermeisters Unterguggenberger mittels militärischer Androhung begraben werden musste.


Die OeNB erhob vor Gericht gegen das Wörgler Freigeld erfolgreich Einspruch, weil nur ihr das Schöpfen von Geld ohne Gegenwert zustand. Unter Androhung eines Armeeeinsatzes wurde im September 1933 das Wörgler Wirtschaftswunder abgebrochen. Es half nichts, dass das Freigeld die Arbeitslosigkeit von 21 auf 15% senkte und den friedlichen Wohlstand spüren ließ.


Kann man in so einem Fall die Armee, ihre Soldaten und Befehlshaber von einem militärischen Schlag gegen Menschen freisprechen (so er ja nicht statt gefunden hat)?
Das Vorgehen gegen die Menschen in Wörgl wurde nur dadurch verhindert, weil die "Drohung" derartig schrecklich war, und somit die Wörgler freiwillig auf ihr "Recht" zu Gunsten von recht gesprochenen Unrecht verzichtet haben.

Ich erkenne in diesem Fall, dass sich in unserem Land Recht von der Justiz mittels Macht und Druck erkaufen lässt - wie verwerflich ist dies doch, wenn Recht nicht mehr ist, als die bloße Demonstration von Macht.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

3

05.02.2010, 19:37

RE: Frage an die OeNB: Das Wörgler Wirtschaftswunder und der Anschluss Österreichs an Deutschland 1938

Eine neue Frage an das Direktorium der Österreichischen Nationalbank - ich hoffe auf rege Unterstützung.

Zitat


sehr schön!

danke für deinen hinweis in meinem blog

ich unterstütze das wieder nach bestem wissen und gewissen

lg gerold

http://neunzehnhundert84.blogspot.com/20…e-die-oenb.html

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10.02.2010, 11:07

Interessant an den Abstimmung ist, dass bisher 8 Leute gegen meinen Beitrag gestimmt haben. Für mich völlig unverständlich wie man dazu kommen kann. Wie kann man gegen eine Frage sein?

5

10.02.2010, 11:52

In dem man sich vertippt.

Hast du eigentlich die Nutzungsbedingungen gelesen ASY?

Zitat


13.4. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

:kopfkratz:

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10.02.2010, 11:53

Das ist nur, weil die Agentur eine deutsche ist.

7

10.02.2010, 14:28

gegen meinen Beitrag gestimmt haben.


Möglich, das ein paar Schlaumeier das Wörgler Geldsystem nicht als funktionierend betrachten
oder es nicht verstanden haben,
oder die 8 Stimmen sind die Belegschaft der ÖeNB

ASY

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10.02.2010, 15:00

oder die 8 Stimmen sind die Belegschaft der ÖeNB
Das glaube ich nicht, denn die OeNB hätte effizientere Möglichkeiten den Sachverhalt zu unterdrücken.

Hoffen wir das Beste und auf eine leicht verständliche Antwort, die nicht mit Ausreden gespickt ist. In den meisten Diskussionen mit Zinsgeld-Verfechter kommen immer Argumente, die die Folgen des Zinses(zins) und deren Verschleierungen erklären.

Bei dieser Gelegenheit erörtere ich schnell, wie ich überhaupt auf diese Plattform gekommen bin.

Schon seit Jahren quäle ich alle finanzkundigen Menschen mit Fragen über den Zins, doch da kommt nix raus. Meist wird vorgegeben, meine Frage nicht verstanden zu haben - oder dass meine Frage gar nicht zu verstehen ist.

Meine letzte Gespräche führte ich mit der SPÖ, der Finanzmarktaufsicht, dem OÖischen Landesrechnungshof, jedem begegneten Bankangestellten; das mit dem Mindestreservesatz ließ ich mir von der OeNB fernmündlich erklären. Geldschöpfung: Telefonat mit der Österreichischen Nationalbank

Unlängst stöberte ich, wegen offener Fragen, wieder auf der Seite der OeNB http://www.oenb.at/de/willkommen_bei_der_oenb.jsp , wo ich den Link zu http://www.direktzu.at/oenb fand. Sofort ergriff ich die Gelegenheit und heute warten wir auf die Antwort. :up

9

10.02.2010, 15:37

Eine FW Mail, die ich erhalten habe.

Wird dir wohl nicht besser gehen, wie in diesem Video
Forenberg.deVideoYouTube



Subject: WG: 13-Petition zur Veränderung des Bankenwesens - Künftige Geldschöpfung wieder durch den Staat .....bitte mitzeichnen und weiterleiten!




Liebe Freunde,



Ausnahmsweise versende ich diese Mail mit der Bitte um rasche Weiterleitung und Mitzeichnung dieser Petition an den Deutschen Bundestag. Ich halte sie für die wichtigste der letzten Jahre (wichtiger noch als die Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen).
Diese Petition geht deshalb in die richtige Richtung, weil sie zunaechst einmal auf die sehr einfache und wirkungsvolle Beseitigung der schlimmsten Auswuechse des derzeitigen weltweiten Finanzsystems zielt.


https://epetitionen.bundestag.de/index.p…s;petition=8867
... bitte mitzeichnen und weiterleiten!


Die Zeichnung begann am 27.1.2010. Die Zeichnungsfrist endet am 11.3.2010.

Wortlaut:


Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das Finanzsystem so zu verändern ist, dass nicht mehr die Banken das Geld durch Kredite schöpfen, bei einer Kapitaldeckung von gerade einmal 8%, sondern der Staat das Geld selbst schöpft und in angemessenem Umfang im öffentlichen Interesse in Umlauf bringt, bzw. ausgibt.

Begründung
Die meisten Menschen wissen nicht wo Geld her kommt. In unserem Wirtschaftssystem schöpfen die Banken das Geld durch Kredite, die durch nichts gedeckt sind. Banken müssen lediglich 8% Kapitaldeckung vorweisen um 100% Kredite vergeben zu können, also Geld zu verleihen, welches sie nicht besitzen und Zinsen darauf zu verlangen. Der größte Kreditnehmer: Der Staat... WIR. WIR haben die Banken in diese Position gebracht, WIR stehen durch das Vertrauen in unsere Wirtschaftsleistung als Garant hinter dem Kredit des Staatshaushalts und damit als Garant hinter unserer Währung, da die Zentralbank Bundesanleihen zur Verpfändung akzeptiert und Bargeld dafür ausgibt. WIR könnten dieses Geld also auch selbst schöpfen und müssten dann an niemanden Zinsen zahlen. Der Haushalt wäre ausgeglichen und die Staatsverschuldung wäre lediglich ein Protokoll über die Menge Geld, die in Umlauf gebracht wurde! Auch eine Finanzkrise wie die gerade laufende konnte sich in diesem Umfang nur ereignen, da das gesamte Wirtschaftssystem auf Krediten, auf Schulden aufgebaut ist. Da Banken für vergebene Kredite Zinsen verlangen, also mehr Geld zurück fordern als sie ursprünglich ins System gegeben haben, wächst das gesamt Schuldenaufkommen stärker an, als das durch Kredite zur Verfügung stehende Geld. Es müssen also immer höhere Kredite vergeben werden, um immer höhere Kreditforderungen bedienen zu können. Die Schulden wachsen also exponentiell und werden uns immer wieder in noch schlimmere Finanzkrisen führen als der gerade laufenden. Der einzige Ausweg ist die Abkehr von unserem auf Kredit bzw. auf Schulden finanzierten Wirtschaftssystem, hin zu einem System in dem demokratisch geschaffenes Geld vom Staat - von UNS allen - zum Wohle aller eingesetzt wird, schuldenfrei ist und frei ist von Zinszahlungen. Die Kapitaldeckung der Banken muss auf 100% hochgefahren werden, so dass die Banken nur noch Geld verleihen können, welches sie tatsächlich besitzen, so dass sie an der Geldschöpfung nicht mehr beteiligt sind.



Zur Erinnerung, wie unser Geld - WirtschaftsSystem funktioniert und was uns in die Krise geführt hat:

http://nuoviso.tv/vortraege/der-weg-in-d…inanzkrise.html

http://www.youtube.com/user/ZukunftJETZTtv#p/u/3/C0XbLORvrqQ




...Und zum Vergleich, was der Gesetzgeber und die Banken in diesem Bezug dazu gelernt haben:

http://www.youtube.com/user/ZukunftJETZT…/15/pgusSFHvKYk

http://www.youtube.com/user/ZukunftJETZT…f/2/eSyWS0t28l4

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11.02.2010, 10:43

Nun muss ich eine Konversation veröffentlichen, die mich etwas erstaunte.

Ich schrieb:

Zitat

Hallo xxxx xxxxxxxx xxxxxxxxxxxx,

ich bin eine großer Verfechter des Freigeldes und möchte Sie auf meine
Frage an die OeNB hinweisen.

http://www.direktzu.at/oenb/messages/24856

Vielleicht wollen Sie diese auf Ihrer Homepage oder einem Newsletter
veröffentlichen, damit mehr Aufmerksamkeit entsteht.

Meine letzte Frage ist schon an das Direktorium weitergeleitet worden.

http://www.direktzu.at/oenb/messages/24828

Mit freundlichen Grüßen

Christian Gerstl
Darauf die Antwort, welche ich gestern abends erhalten habe:

Zitat

Betreff: verwirrende web-Auskünfte
Sehr geehrter Herr Gerstl!
Sie haben dem xxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxx einen Hinweis auf ihre Fragen an das Direktorium der Nationalbank gesendet, den ich am 8. Februar online gestellt und heute aus dem öffentlichen Bereich wieder entfernt habe. Beim Durchchecken des Internets nach ihrem Namen kamen mir derart kuriose Beiträge unter, dass ich mich jetzt direkt an Sie wende: Gehören Sie einer politischen Gruppierung an? Was soll die Werbung für diese Soziologierungszonen (? klingt reichlich nach ns-ideologie...)
Ich finde es schade, wenn ein seriöses Thema wie das Wörgler Freigeld durch Assoziationen mit fragwürdigen Inhalten in ein ideologisches Eck gestellt würde. Sie deklarieren sich als Fan des Wörgler Freigeldes. Da Sie damit an die Öffentlichkeit treten, ersuche ich Sie um eine Stellungnahme, weshalb Sie ein Fan des Wörgler Freigeldes sind.
Mit dem Ersuchen um weitere Informationen zu Ihrer politischen und weltanschaulichen Einstellung verbleibt
xxxxxxxx xxxxxxxxxxxx
Heute meine Antwort:

Zitat

Werte xxxx xxxxxxxxxxxx,

ich danke Ihnen für Ihre Antwort.

Allerdings müsste Ihnen bekannt sein, dass gerade die, von der Weltfinanz massiv gesponserten Nationalsozialisten, Unterguggenbergers oft verwandten Terminus "Zinsknechtschaft" perfide instrumentalisierten, was heute gewisse Giftspritzer verwenden, jede Kritik am Zins ins NaZi-Eck zu schleudern. Auch Sie drücken mein unmissverständliches Engagement für sozialen Frieden in das faschistische Eck, was mir sonst von Freunden des Freigeldes und Freilandes nie widerfährt.

Der Text zur SoZo (Sozialisierungszone) schließt faschistische Tendenzen (Hinrichtung, Umerziehung, Ausweisung) total aus, und erklärt, dass sich Ausbeuter in einer zur Verfügung gestellten Zone besser selbst ausbeuten sollen, und zwar so lange, bis der letzte Ausbeuter die Lust an der Ausbeutung anderer und sich selbst verliert, weil er hoffentlich kapiert, dass das Gemeinwohl dem Eigenwohl vorzuziehen ist. Für mich ist völlig unverständlich was Sie daran missverstehen wollten. Die Sozialisierungszone wäre quasi der kapitalistische Swingerclub, damit am Gemeinwohl interessierte Menschen nicht mehr belästigt werden. Ich nehme sogar an, dass sich Raffkapitalisten um Plätze in der Sozialisierungszone reißen werden, weil sie nur dort Gleichgesinnte für den finanziellen Aderlass finden und somit unter sich sind und bleiben; so sie das wollen.

Der Kapitalismus zwingt das Leben der Menschen in eine "Olympiade" und einen Überlebenskampf, was nicht NOTwendig wäre. Der Kommunismus ist hingegen lediglich die, dem Kapitalismus dienende schreckliche Antithese, um den Menschen den Kapitalismus als einzige Möglichkeit erträglich erscheinen zu lassen. Das verhält sich wie ein "Entweder-oder" und suggeriert uns eine freie Wahl, die gar nicht existiert. Gerne verwende ich dazu das Beispiel mit dem Arzt, der um Gesundheit gebeten wird, worauf der Arzt antwortet: "Ich kann ihnen nur Krankheiten anbieten, doch Gesundheit führe ich nicht in meinem (Partei)Programm!"

Meine Erörterung dürfte Ihnen nun meine politische Richtung verdeutlichen. Ich bin weder "Links" noch "Rechts", unterstütze keine Partei und diene keiner Organisation, zumal dieses Prinzip - alles trennende, von Egoismen unterwanderte Gruppen - einem Show-Catchen gleicht, das auf der Bühne "ganz wild" gegeneinander kämpft, doch latent das innigste Zweck-Kollegium mit den gleichen Zielen ist ... nämlich ... die Menschen in einem ständigen Hin-und-her vom Nachdenken abzulenken und in einer ohnehin nicht erfüllbaren Hoffnung zu wiegen.

Ich will meine Anschauung als basisdemokratisch gewusst wissen.

Zum Abschluss meines unerwartet länger gewordenen Statements interessiert mich auch Ihre Gesinnung, zumal Sie sich bei der Suche nach meinem Charakter derartig auf zu findende Unregelmäßigkeiten konzentrierten und kein Auge und Wort für das eindeutig Positive bemühten.

Ich bevorzuge den öffentlichen Disput und werde diese, unsere Konversation, freilich Sie anonymisierend, im Zeitwort-Forum veröffentlichen. Ich habe nix zu verstecken und es steht Ihnen frei sich dort zu äußern - ich lade Sie sogar herzlich ein an einer guten Besserung mitzuarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Gerstl

11

11.02.2010, 10:59

Darf man wissen ....

.... an wen deine erste Korrespondenz gerichtet war?

Ich weiß zwar nicht, ob dies etwas ändert, aber irgendwas in mir verlangt danach .... also könnte es für mich doch von Wichtigkeit sein, um das Geschriebene richtig einordnen zu können.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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12

11.02.2010, 11:13

Ich respektiere die Privatsphäre - ich kann nur verraten, dass es sich um eine Gruppe handelt, die sich für das Freigeld einsetzt.

Ich habe sogar schon eine Antwort erhalten:

Zitat

Sehr geehrter Herr Gerstl,
herzlichen Dank für die ausführliche Stellungnahme. Es war nicht meine Absicht, Sie von vornherein in ein "faschistisches Eck" zur drücken. Umsiedelungsaktionen von Menschen in Zonen sind meines Erachtens immer mit Gewalt verbunden - wo soll so eine Zone sein? Wohin sollen die Menschen, die jetzt dort leben? Wie wollen Sie denn die "Kapitalisten" verpflichten, dorthin zu gehen und wer entscheidet, wer zu gehen hat? Das sind Methoden totalitärer Systeme, die ich zutiefst ablehne und sehr wohl als faschistisch erachte. Übrigens kommt mir die Idee nicht neu vor - sie ist mir schon mal bei der Pogo-Partei untergekommen.
Sie fragen zwar nicht nach meinem Lösungsansatz - ich teile ihnen den aber auch gerne als Diskussionspunkt mit: Die Lösung liegt nicht im Separieren, sondern im Anbieten von zusätzlichen Zahlungs- und Verrechnungssystemen. So kann jeder angstfrei ausprobieren, wie man ohne ausbeuterische Struktur im Hintergrund wirtschaften kann. Komplementärwährungen sind damit die logische politische Weiterentwicklung unserer Demokratie, auf die die ich als Basis nicht verzichten will.
Gegen eine Veröffentlichung unseres Schriftverkehrs habe ich nichts einzuwenden, zumal Sie ihn anonymisieren.
Mit freundlichen Grüßen,
xxxxxxxx xxxxxxxxxxxx

13

11.02.2010, 12:03

Allerdings müsste Ihnen bekannt sein, dass gerade die, von der Weltfinanz massiv gesponserten Nationalsozialisten, Unterguggenbergers oft verwandten Terminus "Zinsknechtschaft" perfide instrumentalisierten, was heute gewisse Giftspritzer verwenden, jede Kritik am Zins ins NaZi-Eck zu schleudern. Auch Sie drücken mein unmissverständliches Engagement für sozialen Frieden in das faschistische Eck, was mir sonst von Freunden des Freigeldes und Freilandes nie widerfährt.

Mich verwundert, dass nicht all Jene, welche Zins- und Systemkritiker mit der Nationalismus-Keule schlagen laut schreiend herumlaufen und "Weltregierung, Weltwährung, Weltherrschaft" brüllen - denn das wäre die einzige Konsequenz aus ihrem Denkmuster - nur haben sie wohl selbst noch nie so weit gedacht.

Der Text zur SoZo (Sozialisierungszone) schließt faschistische Tendenzen (Hinrichtung, Umerziehung, Ausweisung) total aus, und erklärt, dass sich Ausbeuter in einer zur Verfügung gestellten Zone besser selbst ausbeuten sollen, und zwar so lange, bis der letzte Ausbeuter die Lust an der Ausbeutung anderer und sich selbst verliert, weil er hoffentlich kapiert, dass das Gemeinwohl dem Eigenwohl vorzuziehen ist. Für mich ist völlig unverständlich was Sie daran missverstehen wollten. Die Sozialisierungszone wäre quasi der kapitalistische Swingerclub, damit am Gemeinwohl interessierte Menschen nicht mehr belästigt werden. Ich nehme sogar an, dass sich Raffkapitalinssten um Plätze in der Sozialisierungszone reißen werden, weil sie nur dort Gleichgesinnte für den finanziellen Aderlass finden und somit unter sich sind und bleiben; so sie das wollen.

Wer hinter dem weltweit praktizierten Kapitalismus die von dir angeführten Tatsachen nicht erkennt (obschon sie sehr wohl bestehen), der baut sich damit seinen Verteidigungswall für ewiges Missverständnis und seine Ignozanz gegenüber neuen Ideen, die uns davor schützen. Kinderschänder ausnahmslos unter Kinderschändern leben zu lassen ist wohl ebenso wenig vorstellbar für so manchen Geist, wie der Wunsch Ausbeuter und Machthungrige nur unter ihresgleichen leben zu lassen.

Das man diese Menschen in gewisser Weise aus der Gesellschaft entfernen muss, und sie ausnahmslos unter ihresgleichen leben lassen darf ergibt sich aus folgender Logik:
Jemand der Machthungrig ist, wird dieses um jeden Preis aufrecht erhalten - egal zu welchem Preis. Weil er sonst gar nicht wäre was er ist. Ebenso wie der Kinderschänder! Diese nicht aus der Gesellschaft zu entfernen bedeutet ihnen wie jetzt eine erlaubte unendliche Spielwiese zu gönnen, auf der sie ihre Gelüste ausleben. In einer Welt, in der man mittels Macht grenzenlose Möglichkeiten besitzt kann diese nicht verhindert werden. Wenn ich alles Essen besitze und es in meiner Macht steht dieses zu verteilen - oder eben nicht, dann werde ich damit so ziemlich alles erreichen können. Derzeit bestehende Praktiken um Gesetzesbrecher oder Gesellschafts-feindliche Menschen zu bestrafen oder zu resozialisieren sind bei weitem grausamer, als eine Sozialisierungszone. Wenn ein Mensch sich dort nicht hin wünscht, dann sollte er sich nur an die Maxime halten:

Meine Freiheit hört dort auf, wo ich eine andere eingrenze!

Der Kapitalismus zwingt das Leben der Menschen in eine "Olympiade" und einen Überlebenskampf, was nicht NOTwendig wäre. Der Kommunismus ist hingegen lediglich die, dem Kapitalismus dienende schreckliche Antithese, um den Menschen den Kapitalismus als einzige Möglichkeit erträglich erscheinen zu lassen. Das verhält sich wie ein "Entweder-oder" und suggeriert uns eine freie Wahl, die gar nicht existiert. Gerne verwende ich dazu das Beispiel mit dem Arzt, der um Gesundheit gebeten wird, worauf der Arzt antwortet: "Ich kann ihnen nur Krankheiten anbieten, doch Gesundheit führe ich nicht in meinem (Partei)Programm!"

Das "Entweder-oder" wurde uns mM nach erfolgreich genommen, so überall auf der Welt der Kommunismus erfolgreich scheitern hat dürfen. Es gäbe ihn als Option, die Praxis hat ihn scheitern lassen - also bleibt nur der Kapitalismus. Wie eng darf eigentlich ein Weltbild sein?
So wie die überall "nicht vorhandene Demokratie", die ja inzwischen nicht nur von ehemaligen, sondern auch von noch im Amt befindlichen Politikern oftmals wie folgt beschrieben wird:

"Sie ist zwar nicht die beste Staatsform, aber eine bessere haben wir nicht."

Oder sollten wir keine besser funktionierende haben dürfen? Wo bliebe da die Macht, die Herrschaft, Raffgier und Profitmaximierung für einige wenige?

Wie sprach Winston Churchill:
Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.


Warum kann sich niemand "keine Staatsform" vorstellen, die vermutlich als der einzig logische Schluss bliebe!
Unsere Mächtigen genieren sich da nicht so, jedoch nur insoweit, als dass sie nach einem vollkommenen Umkehrschluss dieser These verlangen .... WELTREGIERUNG
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11.02.2010, 12:17

Meine Antwort:

Zitat

Werte xxxx xxxxxxxxxxxx,

es freut mich, dass Sie weiter argumentieren möchten, doch einfacher für mich und nützlicher für alle wäre dennoch die öffentliche Diskussion. Sie kennen die Links - Frage an die OeNB: Das Wörgler Wirtschaftswunder und der Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 - Sie können mir auch eine andere Plattform anbieten - mir ist nur wichtig, dass das Thema enttabuisiert wird.

Sie vergessen, dass das Zinssystem die Menschen wehrlos separiert und verghettoisiert (52% der Salzburger müssen mit unter 1.500 Euro brutto auskommen). Wie wollen Sie dieser Mehrheit von Menschen helfen, wenn dieses organisierte Zinsverbrechen weiterhin zugelassen wird? Ich berufe mich da auf Sir Karl Popper, der meint:


"Die Minimierung von Leid ist ungleich wichtiger, als die Vermehrung des Glücks ohnedies Glücklicher!

In einer Notwehrsituation muss, um "unschuldiges Leben" zu retten, die Verletzung, notfalls der Tod des Angreifers in Kauf genommen werden. Bei Notwehrsituationen zwischen Staaten, muss der Tod einer - möglichst kleinen Menge von Menschen auf beiden Seiten - ebenfalls in Kauf genommen werden!

Als Zeuge einer schweren Gewalttat können sie entweder gewaltfrei reagieren und so den Tod des Opfers riskieren, oder Gewalt anwenden und damit selbst normenwidrig handeln."



Diese Aussagen sind auf jede Vergewaltigung, auch den Zins, umzusetzen. Oder meinen Sie tatsächlich, dass die Inhaftierung eines Räubers oder Betrügers ein faschistisches Gedankengut sei? Ich nicht! Ich bin ein Pazifist und als solcher weiß ich, dass Pazifismus unmöglich wird, sobald sich darin nur ein Bellizist befindet. Ich nehme auch an, dass sie jeden Giftspritzer in Ihrem Verein ausschließen würden und keinesfalls wollten, sich damit als Faschistin deklarieren zu müssen. ... Sonst, ein herzliches Willkommen im Club der Verunglimpften! :frieden:

Ich schlage vor, den Zinsfreunden lediglich ein eigenes Territorium zur Verfügung zu stellen. Wenn sie das nicht wollen, dann sind sie eindeutig Heuchler, die sich nur an den Schwächeren bedienen wollen. :schulter:

Was meinen Sie dazu?

Weiter ist Ihnen wohl nicht bekannt, dass der "Europäische Haftbefehl" auch auf die Verfolgung von Falschgeld spezialisiert ist. Wenn die Beliebtheit von Freigeld gefährlich steigt, wird sich die Geldschöpfungshoheit gegen die Freigeldprotagonisten wehren > Der europäische Haftbefehl. Sie kennen auch sicherlich den Credito aus Brasilien, welcher durch Fälschungen kaputtiert wurde - und ich denke kaum, dass die arme Bevölkerung taugliche Fälschungen produzieren kann.

Unsere Demokratie nennt sich zwar so, ist aber keine. So wie Kirchen eine Macht schaffende Verwaltung von Gläubigen sind, sind Staaten/Bundesstaaten eine demokratisch angemalte Verwaltung von Wertschöpfern, wo Mieses belohnt und Redliches bestraft wird. Nicht umsonst erwähnte ich unterstreichend meine basisdemokratische Einstellung, die den regional zu erfüllenden Bedürfnissen am nächsten kommt. Globale Interessen dienen nur den perversen Kriegstreibern und bringen der Mehrheit nix - die Zahlen über die Verteilung von Wohlstand und bitterer Armut beweisen meine Auffassung. Wir haben nur das "Glück" in einem Verwaltungsgebiet zu leben, welches uns das Schöne der Kapitals vorgaukelt - die Weltmehrheit hat jedoch das Pech in Gebieten zu leben, welches uns vor der Flucht aus dem Kapitalismus warnen/Angst machen soll.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Gerstl

15

11.02.2010, 12:35

Ich respektiere die Privatsphäre - ich kann nur verraten, dass es sich um eine Gruppe handelt, die sich für das Freigeld einsetzt.

Danke die Auskunft reicht mir - insoweit verstehe und respektiere ich die Anonymisierung.


Zitat

Sehr geehrter Herr Gerstl,
herzlichen Dank für die ausführliche Stellungnahme. Es war nicht meine Absicht, Sie von vornherein in ein "faschistisches Eck" zur drücken. Umsiedelungsaktionen von Menschen in Zonen totalitäresind meines Erachtens immer mit Gewalt verbunden - wo soll so eine Zone sein? Wohin sollen die Menschen, die jetzt dort leben? Wie wollen Sie denn die "Kapitalisten" verpflichten, dorthin zu gehen und wer entscheidet, wer zu gehen hat? Das sind Methoden totalitärer Systeme, die ich zutiefst ablehne und sehr wohl als faschistisch erachte. Übrigens kommt mir die Idee nicht neu vor - sie ist mir schon mal bei der Pogo-Partei untergekommen.
Sie fragen zwar nicht nach meinem Lösungsansatz - ich teile ihnen den aber auch gerne als Diskussionspunkt mit: Die Lösung liegt nicht im Separieren, sondern im Anbieten von zusätzlichen Zahlungs- und Verrechnungssystemen. So kann jeder angstfrei ausprobieren, wie man ohne ausbeuterische Struktur im Hintergrund wirtschaften kann. Komplementärwährungen sind damit die logische politische Weiterentwicklung unserer Demokratie, auf die die ich als Basis nicht verzichten will.
Gegen eine Veröffentlichung unseres Schriftverkehrs habe ich nichts einzuwenden, zumal Sie ihn anonymisieren.
Mit freundlichen Grüßen,
xxxxxxxx xxxxxxxxxxxx

Warum stört den demokratischen Bürger keineswegs die Praktiken die von unseren bisherigen Staatsformen angewendet werden - und ganz besonders wo überall diese Gewalt angewendet wird. Menschen werden in Gefängnisse, in Heime, in Schulen (ganz besonders in Deutschland, so dort eine Schulpflicht ohne Möglichkeit auf Heimunterricht besteht), in Asylzentren, an ihren Arbeitsplatz, gesperrt, gezwungen, genötigt .... Denkfreiheit wird mit Systemkritik gleichgestellt und per Gesetz wird vorgeschrieben, was gültige Meinung sein darf, ansonsten droht Gefängnis. Eltern die ihre Kinder mit alternativen Heilmethoden behandeln wollen (2,2 % aller Krebskranken überleben die Chemotherapie länger als 5 Jahre - von erfolgreicher Behandlung zu sprechen ist ein Witz) werden die Kinder mittels Polizei entführt usw.

Die Mehrheit darüber entscheiden zu lassen, ob jemand sein Dasein unter ihnen, oder an einem separierten Platz haben soll beinhaltet keine Gewalt. Wenn sich dieser anschließend freiwillig unter seines Gleichen begibt, dann gibt es auch keine Gewalt. Wenn er sich weigert unter seines Gleichen leben zu wollen, dann darf man ihn doch höflich dorthin geleiten, dann wäre auch keine Gewalt erforderlich. Wenn er dies partout nicht will, dann sollte sich eine zivilisierte Gesellschaft erlauben diesen Menschen mit Mitteln die ihn nicht verletzten auch gegen seinen Willen dort hin zu bringen, wo er den geringsten Schaden verursacht!

Ihr Lösungsvorschlag von zusätzlichen Zahlungs- und Verrechnungssystemen, wo "angstfrei" ausprobiert werden kann, wie man ohne ausbeuterische Struktur im "Hintergrund" wirtschaften kann ist zwar ganz nett, aber schon von Beginn an als gescheitert zu betrachten. Wie sollten sich viele verschiedene Hintergrundsysteme gegen ein im Vordergrund stehendes Geld-Kaptalismus-Zins-Gier-Macht Gebilde durchsetzen ... noch dazu, wenn dieses vorherrschende System ein jedes Land regiert, die Gesetze erlässt und die Wirtschaft kontrolliert. Derartige Systeme sind für mich A-Sozial, moralisch verwerflich und im Grunde fallen sie unter das verbotene Pyramidenspiel .... doch die Gesetzgeber können sich ihre Gesetze zu ihrem Vorteil frei gestalten, und es ebenso für alle anderen verbieten.
Das Wörgler-Freigeld wurde ja auch per Gesetz unterbunden. Eine einmal bewährte Methode würde sicherlich nicht geändert werden. Voraussetzung ist natürlich, dass diese "zusätzlichen Zahlungs- und Verrechnungssysteme" funktionieren. Sollten sie scheitern, müsste das bestehende kapitalistische System gar nix machen, als weiterhin mit ihrer Ausbeutung und Unterdrückung fortzufahren.
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11.02.2010, 13:23

Kratzbürste: :up

Übrigens, die Frage ...
Woher kommt das Geld für die Zinsen?
... wurde beantwortet.

Ganz schlau werde ich aus der Antwort nicht - ich glaube, dass ich noch eine Frage stellen muss. :kopfkratz:

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12.02.2010, 10:06

Eine neue Antwort auf dieses Posting:

Zitat

Sehr geehrter Herr Gerstl,
offenbar haben Sie das Wesen des Wörgler Freigeldes nicht verstanden, sonst würden Sie nicht schreiben, dass Komplementärwährungen zwar ganz nett sind, aber von vornherein scheitern. Wörgler Freigeld wurde verboten, weil es zu erfolgreich war. Es war aber nie ein Beweis für die Freiwirtschaftstheorie, da dieses Regionalgeld immer nur komplementär also zusätzlich zur nationalen Währung und nicht ausschließlich in Umlauf war. Wovon sind Sie also ein Fan? Widersinnig erscheint mir auch Ihre Argumentation, dass das Verbot ein Beweis für das Scheitern ist. Ich halte es mehr mit Victor Hugo - nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Der einzige gewaltfreie Weg aus dem kapitalistischen Geldsystem ist, jenes nicht mehr oder so wenig wie möglich zu verwenden. Und das kann man nicht verordnen - hier wird sich das bessere weil zinsfreie Geld auf lange Sicht durchsetzen - weil es einfach eine Erkenntnisfrage ist und den Nutzern mehr Vorteile bringt als das bestehende System. Was dazu fehlt, ist das Wissen um die Zusammenhänge der Geldwirtschaft. Würde man nach entsprechender Information der Bevölkerung demokratisch abstimmen lassen, würde das bestehende System, in dem 80 % der Bevölkerung immer zu den Verlierern zählen, abgeschafft werden. Und noch etwas: Geld entsteht nicht nur in den Banken, sondern kann bei Verwendung der von Ihnen geschmähten Komplementärwährungen von jedem Menschen geschaffen werden. Diese Systeme sind leistungsgedeckt. Wenn Sie behaupten, solche Systeme seien ein "verbotenes Pyramidenspiel" - das mag fürs zinsbelastete Kreditgeldsystem gelten, aber nicht für leistungsgedeckte Komplementärwährungen. Sollten Sie Ihren Wissenstand diesbezüglich aktualisieren wollen, kann ich Ihnen z.B. die website www.neuesgeld.com empfehlen.
Und nochwas zu Ihrer "SoZo": Sie haben die Frage nicht beantwortet, was Sie mit den Menschen machen wollen, die jetzt dort leben! Und glauben Sie wirklich, dass die "Kapitalisten" so dumm sind, sich freiwillig dorthin zu begeben? Wohl kaum. So schlau sind sie ja allemal, dass sie wissen, dass sie ohne arbeitendes Volk auch keinen Gewinn machen. Wie also sieht ihre "gewaltfreie Lösung" aus??
Im Übrigen bin ich gespannt, ob Sie diese Antwort auch auf Ihrem Forum veröffentlichen (wobei ich weiterhin nicht mit meinem Namen in Erscheinung treten will).
Mit freundlichen Grüßen,
Jetzt muss ich mal suchen und nachlesen, wo ich gegen die Komplementärwährungen eingetreten bin. :kopfkratz:

18

12.02.2010, 10:20

Zitat

Im Übrigen bin ich gespannt, ob Sie diese Antwort auch auf Ihrem Forum veröffentlichen

http://zeitwort.at/index.php?page=Register

"Wahre Freiheit ist freie Wahrheit"


"Politik ist eben vor allem auch die Kunst, die Bevölkerung so schnell über den Tisch
zu ziehen, dass die Menschen denken, die dabei entstehende Reibungshitze sei Nestwärme"

19

12.02.2010, 10:54

Warum kann ich den Link, den ArouseScylla eingestellt hat nicht öffnen, weil ich die dazugehörigen Rechte nicht besitze.

Welchen Sonderstatus braucht man denn? :schulter:
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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