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HerrAbisZ

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21

Mittwoch, 8. September 2010, 17:21

Zitat


NDM-1
Superbakterium als Sommerlochfüller
27. August 2010, 17:31
Zwei Patienten mit neuem Bakterium in Grazer Universitätsklinikum
Graz - Gernot Brunner möchte eine Gratulation ausrichten. An seine britischen Kollegen, die "so erfolgreich das mediale Sommerloch genützt haben" .
Der ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Graz hatte am Freitag Permanenz-Telefondienst, nach dem das Gesundheitsministerium bekanntgegeben hatte, dass auch in Graz zwei Fälle des neuen multiresistenten Keimes mit NDM-1-Gen nachgewiesen worden sind. Britische Medizinwissenschafter hatten vor kurzem davor gewarnt, das Bakterium berge "große Gefahr, zu einem weltweiten Gesundheitsproblem zu werden" .
Gernot Brunner im Gespräch mit dem STANDARD: "In Wirklichkeit ist das gar nichts Besonderes. Weltweit gibt es schon lange das Problem der multiresistenten Bakterien. Das Problem dabei ist, dass nicht alle Antibiotika wirken, sondern nur noch speziell ausgesuchte. Die Sachlage kennen wir auch in Österreich schon lang. Wir haben dafür ganz spezielle Maßnahmen: Der Patient wird isoliert, es gilt Masken- und Handschuhpflicht, damit die Keime nicht verschleppt werden. Und wir haben eben noch jene ausgewählten Antibiotika, die wir verwenden können. Genau so ein kritisches Bakterium haben wir jetzt auch in den vorliegenden Fällen."
Im Grazer Universitätsklinikum wurde bis vor kurzem ein 30 Jahre alter Motorradfahrer behandelt, der in Pakistan in einen Unfall verwickelt und vor Ort erstversorgt worden war, bevor er im Grazer Universitätsklinikum aufgenommen wurde. Der Mann befindet sich mittlerweile in häusliche Pflege. Er sei geheilt entlassen worden, da die Infektion erfolgreich behandelt worden sei, sagte der ärztliche Klinikumsleiter.
Der zweite Fall wird nach wie vor im Krankenhaus betreut, es handelt sich um ein 14 Jahre altes Kind aus dem Kosovo. Brunner:"Beide Patienten kamen nicht wegen der Infektion, sondern wegen anderen Probleme hierher."
Es gebe jedenfalls "keinen Hinweis auf ein Superbakterium, das uns in Österreich gefährden wird" . Brunner: "Was neu ist: Es ist gelungen, den Nachweis zu bringen, warum dieses Bakterium multiresistent ist. Das ist aber nur von akademischem Interesse." (Walter Müller/DER STANDARD, Printausgabe, 28./29. 8. 2010)
http://derstandard.at/1282273774672/NDM-…mmerlochfueller

Also eh gar nicht so schlimm!

Und wenn man auf die Homepage vom BMfG geht

st es auch schon weg http://www.bmg.gv.at/cms/site/

nur mehr im Cache http://webcache.googleusercontent.com/se…lient=firefox-a

Zitat

News

Fälle von NDM-1 in Österreich

An der Medizinischen Universität Graz wurde bei einer aktuell durchgeführten Untersuchung von multiresistenten (Carbapenem-resistenten) Patientenisolaten mittels molekularer Untersuchungstechniken erstmals das Resistenzgen (NDM1) bei zwei Patienten nachgewiesen. Der Ausgangspunkt dieser Stämme liegt laut aktuellen Erkenntnissen am indischen Subkontinent. Das Bundesministerium für Gesundheit hat schon im Vorfeld auf diese Problematik hingewiesen.

Beide Patienten haben laut bisherigen Untersuchungen die Bakterienstämme in Krankenhäusern im Ausland erworben. Die beiden Patienten sind bzw. waren im Uniklinikum Graz in Behandlung. Bei einem der beiden Fälle handelt es sich um eine Person aus Pakistan, die im vergangenen Jahr im Uniklinikum Graz behandelt wurde und gesund entlassen wurde. Die Zuordnung des betreffenden Isolates war jetzt aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse möglich. Bei dem zweiten Fall handelt es sich um eine Person aus dem Kosovo, die derzeit im Uniklinikum Graz noch medizinisch betreut wird. Die Identifizierung bzw. der Nachweis dieses neuen Resistenzgens bei diesen beiden Patienten zeigt, dass das österreichische Gesundheitssystem auf internationale Entwicklungen rasch und angemessen reagiert.

Durch die Zusammenarbeit von Klinik und Labor in Österreich können Antibiotikaresistenzen erkannt und angemessen reagiert werden. Wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Antibiotikaresistenz können bei Kenntnis der aktuellen Situation geplant und getroffen werden. Österreich befindet sich, was das Vorkommen multiresistenter Erreger betrifft, in einer guten Ausgangslage. Um zu vermeiden, dass sich resistente Stämme in Österreich etablieren hat das Bundesministerium für Gesundheit empfohlen, bei PatientInnen und MedizintouristInnen mit Reiseanamnese Indien und Pakistan und allen anderen PatientInnen, die zu Verdacht Anlass geben, angemessene krankenhaushygienische Maßnahmen einzuleiten und ein Screening bei diesen PatientInnen und deren engen Kontaktpersonen vorzunehmen. Aus krankenhaushygienischer Sicht wird nach derzeitigem Kenntnistand empfohlen, betroffene PatientInnen zu isolieren, bzw. die krankenhaushygienischen Grundmaßnahmen, wie auch beim Auftreten auch anderer multiresistenter Erreger (MRSA, ESBL) strikt einzuhalten.

Es ist wichtig die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen und nosokomialen Infektionen kontinuierlich zu überwachen. In Österreich sind folgende Stellen im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit als Referenzzentralen für nosokomiale Infektionen und Antibiotikaresistenzen tätig:
  • Klinisches Institut für Hygiene und Med. Mikrobiologie der Medizinischen Universität Wien
  • Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Tropenmedizin; Allgemein öffentliches Krankenhaus Elisabethinen in Linz
Neben der laufenden Arbeit dieser Referenzzentralen wird jährlich ein offizieller Bericht zur Situation der Antibiotikaresistenz ("AURES") in Österreich erstellt. Österreich verfügt damit über ausgezeichnete Daten, mit denen die bereits getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Antibiotikaresistenz auf ihre Wirksamkeit überprüft und bei Bedarf adaptiert werden können. Antibiotikaresistenzen bei Enterobakterien mit Carbapenemaseproduktion, hervorgerufen durch das Enzym "NDM-1" wurden Erstmals 2008 bei einem Patienten nachgewiesen. Die Anzahl an nachgewiesenen Enterobakterien mit NDM1 (hauptsächlich Klebsiella sp. und E. coli) nimmt weltweit zu. (27.08.2010)


AURES – der Österreichische Antibiotikaresistenz-Bericht

http://www.bmg.gv.at/cms/site/news_detai…MS1282909760755
Also macht euch keine Sorgen bitte. DANKE!

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22

Mittwoch, 8. September 2010, 18:06

Wie immer in diesem Zusammenhang und auf dieser Website wird die Germanische Medizin angesprochen. Fällt das auch unter 'Esokram'? Wenn ja, dann spare ich mir meine neugierigen Fragen :)


Also ich würde es mal nicht unter Esokram ablegen, ich halte mehr von der Germanischen Medizin Theorie als dieser ganze andere 'wissenschaftlich bewiesene erforscht und nochmal bewiesene' Kram. Denn in dieser Medizin ist nicht wirklich alles bewiesen,
vielleicht, wie man mit Kahlschlag einen Krankheitsherd unterdrücken kann, aber die letztendliche Heilung übernimmt doch noch meist der eigene Körper. Es wird auch oft genug den Leuten gesagt, das die meisten Ursachen zuerst im Kopf anfangen.
Und gerade diese Krebsgeschichten, da ist man wieder bei T. Balden, und sieht genau, das es heute so abläuft wie schon vor 30 - 40 Jahren angekündigt, naiv, wer glaubt, das diese Behandlungen gegen Krebs wirklich helfen.

Da musste ich schon wieder fast schon lachen, wenn ich einen Grund hätte, wenn jemand sagt
Profitieren tut niemand, schon garnicht die üblichen Verdächtigen bei der "Pharmamafia". Ihre momentanen Antibiotika werden wirkungslos und deshalb unverkäuflich und neue sind nicht in Sicht.


Natürlich profitieren die Pharmafirmen von Antibiotika und dem Kahlschlag, schon allein an dem Produkt und des weiteren an den Folgeschäden, die es verursacht. Bis sich der Körper von den Dosen erholt, wenn er das überhaupt noch kann, hat er sich schon längst wieder etwas anderes eingefangen, und wenn diese nicht bei NDM hilft gibt es halt den nächsten Superwirkstoff, der in Millionenampullen verkauft wird, bzw ist das auch nicht einmal nötig, wenn man schon an einem erkrankten Patienten genug anderen Aufwand betreiben muss, um ihn wieder auf die Beine zu bringen.
Diese Verharmlosung dieser Machenschaften ist irgentwie mal wieder unglaublich um nicht zu sagen typisch(generell).

Und eigentlich zeigt es genau auf, wie weit man mit dieser Gen- bzw Virusforschung kommt, nämlich eigentlich nirgends hin, als das man nur immer wieder neue Probleme erschafft, die zuvor nicht auftraten, und die werden einfach wieder mit einem anderen grossen Hammer wieder zurechtgebogen.

23

Donnerstag, 9. September 2010, 11:57

Ich habe mir zur NDM1-Thematik gerade diesen Artikel durchgelesen. Es wird beschrieben, wie ein weiteres Pandemie-Szenario - unter Auslassung der Fehler, die bei der Schweinegrippe-Panikmache gemacht wurden - aussehen könnte.

Wie immer in diesem Zusammenhang und auf dieser Website wird die Germanische Medizin angesprochen. Fällt das auch unter 'Esokram'? Wenn ja, dann spare ich mir meine neugierigen Fragen :)

Ich frage hierzu jeden, der mir prädestiniert erscheint. Reines Interesse an Meinungen.

Ich weiss zwar nicht, ob ich zu den Prädestinierten gehöre, aber ich antworte trotzdem mal.

@Pandemiepanikmache: Das ist absoluter Blödsinn. Wir reden hier von Bakterien, die jeder von uns mit sich rumträgt, möglicherweise sogar mit dem einen oder anderen Resistenzmechanismus versehen. Enterobakterien heissen übrigens Enterobakterien, weil sie unter anderem zur normalen Darmflora des Menschen gehören (Enteron = der Darm). Ausserdem kommen sie häufig in den Harnwegen, dem Genitaltrakt, auf der Haut und weissderteufelwo vor. Gefährlich sind die dort, wo sie hingehören nicht. Im Gegenteil, als Teil der Darmflora schützen sie sozusagen vor eindringenden Krankheitserregern, indem sie mehr oder weniger den verfügbaren Platz "besetzen". Gefährlich werden sie nur dann, wenn sie an Stellen im menschlichen Organismus geraten, wo sie eben nicht hingehören, beispielsweise in Wunden (im aktuellen Falle OP-Wunden), in die Blutbahn oder gar in die Rückenmarks-/Hirnflüssigkeit. Und sowas passiert eben nur bei einzelnen Individuen, daher gibts kein Potential für eine Pandemie. Das sieht bei Keimen, die im menschlichen Körper immer krankmachend wirken (Pestbakterien, Ebolaviren, Influenzaviren ...) eben anders aus, daher sind die beiden Sachen keinesfalls vergleichbar. Es kommt natürlich wieder darauf an, wie du "Pandemie" definierst, wenn es dir nur um die weltweite Ausbreitung geht, ja, das kann passieren. Aber dann haben wir schon seit Jahrzehnten "Pandemien" mit anderen multiresistenten fakultativ pathogenen Erregern (MRSA, VRE, ESBL ...)

@Hamers NGM: Dazu wollte ich eigentlich nie wieder was schreiben. Jemand der ernsthaft behauptet, dass es keine Infektionskrankheiten gibt, ist entweder ausgesprochen dumm oder ausgesprochen dreist. Da Dr.Hamer und auch einige seiner Handlanger jedoch nachweislich in der Medizin tätig waren, halte ich das letztere für wahrscheinlicher. Wie ich schonmal schrieb, Dr.Hamer soll vor Zeugen einem Ebolakranken die Hand schütteln oder sich von einem TB-Patienten anhusten lassen und dann nochmal sagen, dass es keine übertragbaren Krankheiten gäbe.

So, nun noch ein paar Details zu dem von dir verlinkten Artikel ...

Zitat

NDM-1 steht für “Neu Delhi Metallo-Beta-Lactamase”, weil angeblich dort das Bakterium seinen Verbreitungsursprung haben soll.
NDM1 ist, wie ich schon mehrmals geschrieben habe, kein "Bakterium", sondern nur ein Gen bzw. das bei Vorhandensein des Gens produzierte Enzym.

Zitat

Zum einen soll das Bakterium hochresistent sein – es gibt daher für “Infizierte” kaum mehr Heilungschancen – und zum anderen ist der angebliche Erreger bereits “mutiert”. Von der Schweine- und auch der Vogelgrippe her ist der Begriff Mutation noch gut in den Gehirnen der meisten Menschen verankert und lässt die Alarmglocken automatisch noch viel schriller klingeln. Mutation bedeutet völlige Unkalkulierbarkeit.
Nur weil der Autor des Artikels nicht weiss, was eine Mutation ist, sollte er nicht davon ausgehen, dass die Leser der von ihm zitierten Zeitungen (Ärztezeitung!) das auch nicht wissen. Also nochmal kurz und bündig: NDM1 ist nicht "bereits mutiert", NDM1 ist die Mutation. NDM1 ist eine Mutation im genetischen Code eines Enterobakteriums, die dazu führt, dass dieses Enterobakterium ein Enzym produziert (das verwirrenderweise ebenfalls NDM1 genannt wird), und dieses Enzym macht widerum bestimmte Antibiotika unwirksam.

Zitat

Hier wird sogar von einer möglichen Übertragung des “therapieresistenten Gens” von NDM-1 auf andere Bakterien gemutmaßt. Das erinnert uns an die vermeintliche Vermischung von Vogel- und Schweinegrippeviren, welche angeblich so fürchterlich gefährlich gewesen wäre. Panikmache pur.
Das ist keine Panikmache, das ist ein simpler Fakt. Wie ich in meinem letzten Artikel schon schrieb, sitzt das Gen auf einem Abschnitt des Bakteriengenoms, der "horizontal", also über die Artengrenze zu verwandten Spezies weitergegeben werden kann. Das ist nichts neues, das gleiche passiert nachweislich und im täglichen Umgang beobachtbar auch mit anderen Genen, die auf diesem Abschnitt sitzen. Beispielsweise sind die schon erwähnten ESBL-Bildner so ein Fall. Das sind auch Enterobakterien, bei denen ein ganz ähnliches Gen wie NDM1 auf einem ganz ähnlichen Genom-Abschnitt sitzt (auf einem Plasmid). Wenn man die Darmflora von Patienten über ein oder zwei Wochen beobachtet, ist regelmässig zu sehen, dass erst ein normaler Darmkeim dieses Gen trägt, dann zwei, dann drei ...
Aber nochmal: solange diese Keime dort bleiben, wo sie hingehören, und nicht bspw. in Wunden geraten, haben sie keine krankmachende Wirkung und auch die Antibiotika-Resistenz stört niemanden.

Zitat

In weiteren Artikeln wurde von Patienten berichtet, welche sich in Indien einer Schönheitsoperation unterzogen hatten und sich dabei mit dem Bakertium infiziert haben sollen. Darin soll auch der Ursprung dieser derzeitigen Verbreitung liegen. Sehr seltsam dabei erscheint, dass quasi jeder Aufenthalt in einem indischen Krankenhaus automatisch eine solche Infektion zur Folge haben soll.
Wo nimmt der Autor den diese Aussage her? In Indien floriert der OP-Tourismus, wir reden von Tausenden bis Zehntausenden "Kunden" im Jahr. Bisher sind bei Indien-Rückkehrern weniger als 100 NDM1-Fälle nachgewiesen worden, woher kommt also die Info, dass " quasi jeder Aufenthalt in einem indischen Krankenhaus automatisch eine solche Infektion zur Folge haben soll"?

Zitat

Das indische Gesundheitsministerium dementierte natürlich und gab ergänzend den Hinweis, dass Mutationen von Bakterien nichts Ungewöhnliches seien, wie die Ärztezeitung weiter schrieb: Eine Mutation von Bakterien sei nichts Ungewöhnliches. “In jedem Moment gibt es vermutlich Milliarden solcher Ereignisse”, zitiert der US- Nachrichtensender CNN eine Stellungnahme des Ministeriums.
Genau so ist es. Zellen mutieren bei so ziemlich jeder Teilung. Bakterien sind nichts anderes als einzelne Zellen. Es ist nur so, dass die weitaus meisten dieser zufälligen Mutationen keine Auswirkung auf den Organismus haben und deshalb nichtmal bemerkt werden. Aber eine unter Milliarden und Abermilliarden von zufälligen Mutationen verschafft dem Organismus eine Selektionsvorteil, eben beispielsweise einen Schutz gegen Antibiotika. Und diese Mutation wird dann an die Nachfahren weitergegeben, das nennt man simpel und einfach Evolution.

Zitat

Noch fehlt ein wichtiges Element, nämlich der Rettungsanker. Eine reine Panikmache allein erzeugt noch kein Geschäft, dafür wird noch der “Ausweg” aus dem Unheil benötigt. Es wird daher sicherlich bald einen Impfstoff geben und dieser wird als unbedingt notwendig empfohlen oder gar zur Pflicht werden, weil die berichteten Todesfälle klar zeigen werden, dass eine Behandlung nach der Infektion mit dem Bakterium unmöglich sein soll. Wer erkrankt, wird höchstwahrscheinlich sterben.
Das ist, wie ich oben schon schrieb, völliger Quatsch. Es wird definitiv keine Impfung gegen normale Darmbakterien geben.

Der Rest des Artikels ist nur noch dumpfes "auf-die-da-oben-Eingedresche". Man verwechselt mal wieder Viren und Bakterien, verlinkt den virenleugnenden "Virologen" Lanka und macht aus einer sinnvollen Resistenz-Surveillance den ersten Schritt zur NWO. Das ist der Punkt, an dem ich aussteige.


@Joit:

Zitat

Natürlich profitieren die Pharmafirmen von Antibiotika und dem Kahlschlag, schon allein an dem Produkt und des weiteren an den Folgeschäden, die es verursacht. Bis sich der Körper von den Dosen erholt, wenn er das überhaupt noch kann, hat er sich schon längst wieder etwas anderes eingefangen, und wenn diese nicht bei NDM hilft gibt es halt den nächsten Superwirkstoff, der in Millionenampullen verkauft wird, bzw ist das auch nicht einmal nötig, wenn man schon an einem erkrankten Patienten genug anderen Aufwand betreiben muss, um ihn wieder auf die Beine zu bringen.
Ich meinte nicht, dass die Pharmafirmen nicht von ihren Antibiotika profitieren würden, sondern dass sie nicht von NDM1 profitieren. Denn wie ich schon schrieb, es ist kein Medikament (=Verdienst) in Aussicht, das gegen multiresistente Bakterien einen neuen Ansatz bieten würde. Die Pharmamultis steigen aus der Antibiotikaforschung übrigens zunehmend aus, weil genau durch solche Resistenzbildungen der Zeitraum, in dem man mit einem neuen Antibiotikum Geld verdienen kann, immer kürzer wird.

Witzig ist ja, dass schon wieder die ersten "alternativen" Mittelchen angeboten werden. Der Absatz von Silber"kolloiden" und anderen "Snake oils" wird sich wieder mal erhöhen, wieso wird da niemand misstrauisch und fragt nach dem "cui bono"? :oops:

24

Donnerstag, 9. September 2010, 14:21

Ich weiss zwar nicht, ob ich zu den Prädestinierten gehöre, aber ich antworte trotzdem mal

Genaugenommen sprach ich Dich damit sogar direkt an :)

Mangels Fachwissen ist es - naturgemäß - unheimlich schwer

1. einen Überblick zu generieren - es gibt immer plausibel klingende Fakten, die eine gewisse Logik in sich bergen, jedoch für mich natürlich nicht im Detail nachvollzogen werden können. Einerseits gestehe ich der Schulmedizin/ Pharma etwaige Erfolge zu. Andererseits, bin ich ebenfalls der Meinung, daß gewisse Erkrankungen durchaus psychisch/ selbstverursacht sein können, zudem bin ich Freund von natürlichen Heilmitteln - sollten tatsächlich mal welche nötig sein. Allerdings auch 'nur' bei kleineren Wehwehchen.

2. sich eine Bresche in den Dschungel der Fachbegrifflichkeiten zu schlagen. Ich erlebe das leider sehr oft in Fachartikeln, daß ich nach einer gewissen Zeit resignieren muß, weil die Sätze sich vor lauter Fachbegriffen inhaltlich nicht mehr nachvollziehen lassen. Da gilt für mich die Devise, wer nicht verstanden werden will, wird auch nicht verstanden.

3. den Kopf weiterhin eingeschaltet zu lassen. Generell bin ich sehr sehr selten krank. Ich erinnere mich an eine Kieferhöhlenentzündung, die nicht richtig auskuriert wurde und mich dann nach einer Woche noch zwei weitere Wochen in Beschlag nahm, ehe Besserung in Sicht war. Ich war noch nie ein Tabletten-Fan und hab alle Antibiotika die mir verschrieben wurden bei der Apotheke liegenlassen. Diesmal jedoch nahm ich sie. Als die Apothekerin meine Skepsis bemerkte, fragte sie, ob ich danach vielleicht eine Darmkur machen möchte, es gäbe einige Präparate, die unterstützend wirken, um die Darmflora wiederherzustellen. Klar. Das wollte ich meinem geschundenen Darm dann gerne zugestehen. Aber ist das überhaupt nötig? Laienwissen besagt, daß Antibiotika zunächst alles zerstören. Alle _Bakterien_. Auch die Guten. Aber erholt der Körper sich nicht selbständig davon?

Nicht zuletzt möchte ich Dir für Deine ausführliche Antwort danken und mich gleichzeitig entschuldigen, Dich zu einer Aussage über die NGM 'gezwungen' zu haben ;)

Wobei ich immer froh bin, wenn jemand mal nicht sagt "Alles scheiße, darüber rede ich nicht". Man mag es leid sein immer und immer wieder wiederholen zu müssen, was es an dem 'feindlichen Modell' auszusetzen gibt, aber letztendlich betreibt man damit ein Stück weit Aufklärung - soweit man fachlich auch tatsächlich in der Lage dazu ist. Du steigst an einem gewissen Punkt aus, wie Du sagst. Ich hingegen habe Probleme überhaupt erst mal einzusteigen. Es scheint hier nur ein Entweder (Schulmedizin) Oder (NGM) zu geben, wobei ich für mich äußerst kompromissbereiten Wesens (!=Zicke) meist den Mittelweg wähle.

Was die beiden Modelle eint ist sicherlich der finanzielle Zugewinn. Lief da nicht auch noch eine Lanka-Gerichtsverhandlung..?

"Wahre Freiheit ist freie Wahrheit"


"Politik ist eben vor allem auch die Kunst, die Bevölkerung so schnell über den Tisch
zu ziehen, dass die Menschen denken, die dabei entstehende Reibungshitze sei Nestwärme"

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25

Freitag, 10. September 2010, 23:30

Wo nimmt der Autor den diese Aussage her? In Indien floriert der OP-Tourismus, wir reden von Tausenden bis Zehntausenden "Kunden" im Jahr. Bisher sind bei Indien-Rückkehrern weniger als 100 NDM1-Fälle nachgewiesen worden, woher kommt also die Info, dass " quasi jeder Aufenthalt in einem indischen Krankenhaus automatisch eine solche Infektion zur Folge haben soll"?


zb Hier in diesem Forum
Post # 131


Zitat


Über die Gefahr dieser “hinterhältigen Mutation” schrieb auch die Frankfurter Rundschau am 16.08.2010 in deutlichen Worten:

Der Veröffentlichung im Fachblatt „Lancet Infectious Diseases“ zufolge handelt es sich um Enterobakterien, die ein Gen für ein besonderes Enzym besitzen, das nach Indiens Hauptstadt als New-Delhi-Metallo-Betalactamase (NDM-1) benannt wird. Dieses Enzym hat bislang nahezu alle Therapieversuche mittels herkömmlicher Antibiotika scheitern lassen. Das Gen verfüge zudem über „alarmierendes Potenzial“, sich leicht auf anderen Bakterienpopulationen zu übertragen und weiter zu verbreiten.

Hier wird sogar von einer möglichen Übertragung des “therapieresistenten Gens” von NDM-1 auf andere Bakterien gemutmaßt. Das erinnert uns an die vermeintliche Vermischung von Vogel- und Schweinegrippeviren, welche angeblich so fürchterlich gefährlich gewesen wäre. Panikmache pur.

In weiteren Artikeln wurde von Patienten berichtet, welche sich in Indien einer Schönheitsoperation unterzogen hatten und sich dabei mit dem Bakertium infiziert haben sollen. Darin soll auch der Ursprung dieser derzeitigen Verbreitung liegen. Sehr seltsam dabei erscheint, dass quasi jeder Aufenthalt in einem indischen Krankenhaus automatisch eine solche Infektion zur Folge haben soll.


Was quasi heist, wirst du ja wohl wissen, die Quelle hier ist scheinbar die Frankfurter Rundschau,
(Frankfurt, die Hochburg der Banken, zur Erinnerung)
es wird halt von vielen Medien gleich so rübergebracht, als wenn es die nächste Katastrophe wäre.
Ich sage auch nicht, das es von den Pharmakonzernen angezettelt wurde, obwohl ich mir nicht sicher bin,
das sie nicht die genauso die Möglichkeit hätten, sehr resistente Keime zu entwickeln, und in Umlauf zu bringen, aber im Moment sieht es noch mehr dannach aus, als wenn die Medien es einfach hochspielen, aber das ziemlich übertrieben,

Und ich glaube dir, das du vieles nicht nachvollziehen kannst, was sich Leute dabei denken bei diesem Durcheinander,
da du scheinbar in einem Labor arbeitest, aber vergleich es mit deinem Auto, wenn du in die Werkstatt kommst,
und dir irgendein Mechaniker gleich erzählt, alles im Eimer, muss alles ausgetauscht werden, oder sonstwas.
Als Laie kannst du den Unterschied nicht sehen und kannst dich nur darauf verlassen, was du von Medien oder 'Fachpersonal'
oder auch nur zitierten Fachpersonal erfährst.

Den Anfang haben sie ja schon mal ziemlich gut gemacht, obwohl es warscheinlich laufend Fälle gibt, wo bestimmte Medikamente wirklungslos werden, wirklich besonderes ist das auch nicht, und eigentlich ist das bei allen Medikamenten bei regelmässiger Dosis ja der Fall.

Was mich aber auch bei diesem Blog stört, das er auch wieder Wort für Wort schon auf mehreren Seiten verfügbar ist, da denke ich mir auch das die Verfasser solcher Seiten eigentlich das auch nur etwas oberflächlich machen.




Ich meinte nicht, dass die Pharmafirmen nicht von ihren Antibiotika profitieren würden, sondern dass sie nicht von NDM1 profitieren. Denn wie ich schon schrieb, es ist kein Medikament (=Verdienst) in Aussicht, das gegen multiresistente Bakterien einen neuen Ansatz bieten würde. Die Pharmamultis steigen aus der Antibiotikaforschung übrigens zunehmend aus, weil genau durch solche Resistenzbildungen der Zeitraum, in dem man mit einem neuen Antibiotikum Geld verdienen kann, immer kürzer wird.

Witzig ist ja, dass schon wieder die ersten "alternativen" Mittelchen angeboten werden. Der Absatz von Silber"kolloiden" und anderen "Snake oils" wird sich wieder mal erhöhen, wieso wird da niemand misstrauisch und fragt nach dem "cui bono"? :oops:

@Hamers NGM: Dazu wollte ich eigentlich nie wieder was schreiben. Jemand der ernsthaft behauptet, dass es keine Infektionskrankheiten gibt, ist entweder ausgesprochen dumm oder ausgesprochen dreist. Da Dr.Hamer und auch einige seiner Handlanger jedoch nachweislich in der Medizin tätig waren, halte ich das letztere für wahrscheinlicher. Wie ich schonmal schrieb, Dr.Hamer soll vor Zeugen einem Ebolakranken die Hand schütteln oder sich von einem TB-Patienten anhusten lassen und dann nochmal sagen, dass es keine übertragbaren Krankheiten gäbe.


Deswegen habe ich auch noch weiter geschrieben, das durch die Zusatzbehandlungen noch genauso daran weiter verdient werden kann, wenn man einen sehr resistenten Erreger, bzw eine Mutation verbreitet. Als Argument kann ich das nicht sehen, weil sie ihre Sachen nicht mehr verkaufen können, denn es wird den Grossfirmen wohl egal sein, was sie verkaufen, denn irgentwas wird immer versucht und gekauft werden.
Und dieses Netzwerk funktioniert anders, nämlich durch die Medien und diverse Fachliteratur werden Probleme und vorgegebene Lösungen verbreitet, und kaum einer wird sehen, welche Interressengruppen dahinter stehen, hauptsache die Argumente sind logisch, aber ob es die wirklich richtigen Schlussfolgerungen sind, kann niemand mehr sagen.
Aber mit Sicherheit kann man diese dort aufgeführten Experten immer wieder mit den grossen Konzernen in Verbindung bringen, als kleiner Arzt oder Laborant kannst du dann kaum noch anders entscheiden, da dir die Vergleiche fehlen, und nur noch nach besten Gewissen das empfehlen, was halt der Dr Dr Xy als 'bewährte Behandlung' empfohlen hat.

Weiter zu Dr Hamer, vielleicht solltest du dich mal mehr über ihn informieren, weswegen er diese Behauptung aufstellt. In diesem Video was ich von ihm gesehen habe macht er eigentlich einen sehr vernünftigen Eindruck und weniger des einen Exzentrikers.
Ich kann es nachvollziehen, das es in die Richtung geht, das man eigentlich die ganze Zeit von etwas infiziert wird, aber je nach körperlichen geistig stabilen Zustand kann man diese Erreger körperlich besser verarbeiten.
Eigentlich sieht man es ja schon an den verschiedenen Menschen schon, das verschiedene Personen in anderen Ländern immun gegen Sachen sind, woran andere sterben bzw sich den Magen verderben.

Wenn dann auch noch solche Geschichten an den Tag kommen von diesem Mann, der 60 Jahre nichts gegessen und getrunken hat, und trotzdem vollkommen gesund ist, sollte man sich schon überlegen, ob diese heutige Medizin wirklich zuverlässig ist.

26

Dienstag, 5. Oktober 2010, 18:27

@Joit: Glaub mir, ich hab mich sehr eingehend mit Hamer und seinen Anhängern befasst.

@ArouseScylla: Sorry, hatte ganz vergessen, dass ich darauf noch antworten wollte ...

Zitat

Es scheint hier nur ein Entweder (Schulmedizin) Oder (NGM) zu geben, wobei ich für mich äußerst kompromissbereiten Wesens (!=Zicke) meist den Mittelweg wähle.
Es gibt kein Entwder/Oder zwischen Schulmedizin und NGM. Es gibt einen gesunden Mittelweg zwischen "Schulmedizin" und "Alternativmedizin". In der Natur der Sache liegt es aber eben, dass bewiesen wirksame "Alternativmedizin" eben "Schulmedizin" wird. Die NGM aber mit "Alternativmedizin" wie eben der klassischen Kräutermedizin in einen Topf zu werfen, ist unlauter. Es gibt keinen einzigen Beweis für eine Wirksamkeit, nichtmal eine halbwegs haltbare Theorie zu einem Wirkmechanismus, dafür mehr als genug simpel falsifizierbare Aussagen von Hamer und Konsorten.

@Topic: Ich hatte nun heute auch das erste NDM1-Isolat "in der Hand". Allerdings nicht von einem Patienten sondern aus einem sogenannten "Ringversuch" zur Qualitätssicherung der Diagnostik in mikrobiologischen Laboratorien. Bei uns wäre in der Routine anscheinend erkannt worden, dass es sich um eine Form von Beta-Laktam-Resistenz durch eine Beta-Laktamase handelt, aber die Differenzierung , dass es sich ganz speziell um die NDM1-Carbapenemase handelt, hätte nur ein Speziallabor vornehmen können.

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