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Sonntag, 15. August 2010, 13:07

Firas Maraghys Hungersreik vor der israelischen Botschaft

Seit drei Wochen im Hungerstreik






http://www.dw-world.de/popups/popup_lupe/0,,5907710,00.html



Der Palästinenser Firas Maraghy fordert, dass seine deutsche Frau und seine Tochter mit ihm in Ostjerusalem leben dürfen. Doch Israel weigert sich, seine Ehe anzuerkennen und sein Kind in seine Papiere einzutragen.




"Es geht um die Tochter





Der Palästinenser Firas Maraghy hält sein Baby im Arm und streichelt ihm
den Kopf vor der israelischen Botschaft in Berlin (Foto:
DW)Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:
Firas Maraghy mit Tochter vor der israelischen Botschaft in Berlin



Das Baby mit den runden blauen Augen streckt die Hände nach seinem Vater
aus, der es in den Arm nimmt und liebevoll an sich drückt. Um sie geht
es, die kleine Tochter des Palästinensers Firas Maraghy und seiner
deutschen Frau Wiebke. Vor inzwischen acht Monaten wurde sie geboren,
doch die israelische Botschaft weigert sich, das Kind in die
Reisedokumente des Vaters einzutragen.



Einen Pass besitzt Firas Maraghy nicht, denn als Palästinenser aus dem
besetzten Ostjerusalem ist er staatenlos. Er hat lediglich eine
israelische Identitätskarte und von Israel ausgestellte Reisedokumente.
Aber auch die könnte er verlieren, wenn er zu lange außerhalb seiner
Heimatstadt lebt, erklärt Michal Kaiser-Livne, eine in Deutschland
lebende Israelin. Denn der Staat Israel habe Ostjerusalem im Jahr 1967
erobert und annektiert. Gleichzeitig habe er die palästinensische
Bevölkerung der Stadt ihrer Rechte beraubt. Für sie gelte nun: wenn sie
sich sieben Jahre außerhalb ihrer Heimat aufhielten, zum Beispiel um zu
studieren oder um zu arbeiten, verlören sie ihre Rechte und könnten
nicht in ihre Stadt zurückkehren. Sie dagegen, die israelische Jüdin,
die schon mehr als 25 Jahre im Ausland lebe, könne jederzeit
zurückkehren.



Überdies versuche die israelische Regierung nun, die Palästinenser von
Ostjerusalem gänzlich aus der Stadt zu verdrängen, sagt Kaiser-Livne. So
würden beispielsweise Palästinenser aus ihren Häusern im arabischen
Stadtviertel Sheikh Jarrah vertrieben und an ihrer Stelle Juden
angesiedelt. Und im Viertel Silwan in der Nähe der Altstadt würden
Häuser von Palästinensern niedergerissen, um dort einen archäologischen
Park anzulegen."



http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5907710,00.html
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Detlef A.« (15. August 2010, 14:42)


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2

Sonntag, 15. August 2010, 13:50

Angefangen hatten die Berichte über den Hungerstreik von Firas Maraghy mit Berichten wie diesen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der Fall von Firas Maraghy aus Jerusalem -

Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte besagt:

1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.

2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Die israelischen Behörden verweigern den Bewohnern Ostjerusalems
dieses Recht tagtäglich. Israel zerstört hierdurch willentlich das Leben
von Individuen und Familien, denn ihnen wird ihre gesamte
Existenzgrundlage entzogen und ganze Familien werden
auseinandergerissen. Ich bin eine derjenigen Personen, denen das Recht,
im Land ihrer Väter und Vorväter zu leben und in dieses zurückzukehren,
genommen werden soll. Und zugleich weigern sich israelische Behörden,
meiner im Dezember 2009 geborenen Tochter das Recht, in Jerusalem zu
leben, zuzugestehen. Darum habe ich mich entschlossen, als Protest gegen
die Verwehrung meines legitimen Rechts und des legitimen Rechts meiner
Tochter, am 26.07.2010 um 17:00 Uhr einen Hungerstreik vor der
israelischen Botschaft zu beginnen. Ziel dieses offenen Protests ist es,
mein eigenes Recht und das meiner Tochter auf ein Leben in Jerusalem
durchzusetzen. Ich bin Palästinenser aus Ostjerusalem, das nach dem
Krieg von 1967 durch Israel annektiert wurde. Diese Annektion hat die
internationale Gemeinschaft zwar bis zum heutigen Tag nicht anerkannt,
Israel entscheidet aber seither >>>

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/

http://palaestina-israel.blog.de/2010/07…berlin-9069862/
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HerrAbisZ

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3

Sonntag, 15. August 2010, 19:31

Ich wünsche ihm viel Erfolg und alles Gute. Hoffentlich kann er sein Anliegen besser umsetzen, wie mein Freund Wolfgang.

Nachruf: Wolfgang Mundstein gegen den Staat Österreich!

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
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4

Sonntag, 15. August 2010, 21:25

Ich wünsche ihm viel Erfolg
Ich auch, doch das Leben einen Palästinensers ist für das zionistische Regime wertlos.

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5

Montag, 16. August 2010, 18:43

Nun ja, doch noch mehr schlechtes Image kann Israel augenblicklich auch nicht gebrauchen. Darin sehe ich die einzige Möglichkeit. Ohne öffentlichen Druck bewegt sich in Israel nichts. Selbst den jüdischen Gemeinden in Deutschland, die immer sehr rabiat pro-israelisch waren, ist diese augenblicklich, jüdische Politik auch nicht mehr geheuer. Es schadet eben auch ihrem Ansehen.
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6

Dienstag, 24. August 2010, 19:11

Einen Spiegelbericht zu Firas Hungerstreik gibt es jetzt auch. Ich weiß auch nicht wie lange er das noch durch halten will. Zionistische Bürokraten sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie sich an einen toten Palästinenser stören.

---------

Hungerstreik vor Israels Botschaft

"Warum zerstören sie mein Leben?"





http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,711297,00.html


30. TAG - FIRAS MARAGHY IST VOR DER ISRAELISCHEN BOTSCHAFT IN BERLIN IM HUNGERSTREIK
Humanitäres Handeln statt systematische Vertreibung - Generaldelegation
Palästinas - Firas Maraghy befindet sich seit 30 Tagen vor der
israelischen Botschaft in Berlin im Hungerstreik und kämpft um die
Einhaltung seines Grundrechts - das Recht als Palästinenser in
Ost-Jerusalem zu wohnen. Zu dem Schicksal von Maraghy, welches verbunden
ist mit dem von weiteren tausenden Palästinensern, nimmt die
Generaldelegation Palästinas wie folgt Stellung. Mittlerweise hungert
Firas Maraghy 30 Tage und er ist mit dem Hungerstreik einen zivilen
Widerstand eingegangen, der zwar wohlüberlegt ist, aber dennoch sein
Leben gefährdet. Maraghy hungert, weil er Gerechtigkeit und ein
elementar umfassendes Menschenrecht einfordert: Das Recht, jedes Land,
einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land
zurückzukehren. Dieses Recht bleiben Maraghy und seiner Tochter
allerdings verwehrt.

[url]http://www.palaestina.org/news/beitraege/zeigeBeitrag.php?ID=926
[/url]
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7

Mittwoch, 1. September 2010, 16:32

"Hungern für das Leben"

Bei der Tochter des Exil-Palästinensischen Ost-Jerusalemer Firas Maraghy wird vor lauter Aufregung über den Hungerstreik übersehen, dass es sich bei dem Wunsch nach Registrierung in Israel um ein deutsches Kind mit deutscher Staatsbürgerschaft handelt. Von einer deutschen Mutter mit einem in Deutschland lebenden Vater.

Wo möchte denn die junge Familie zukünftig leben ?

Wo soll der Lebensmittelpunkt der Familie gebildet werden und wo soll sich demzufolge die Registrierung in den Personalpapieren vollziehen ?

Welcher selbstverständliche Service wird hier eigentlich von Israel angemahnt ?

Herr Maraghy ist Einwohner Israels. Die nun gewünschte Registrierung seiner Tochter als Einwohnerin Israels kann doch nur bei einem geplanten dauernden Lebensmittelpunkts der Familie in Israel vernünftig sein.

Und dort kann die Registrierung auch selbstverständlich beantragt werden.

Das ist der Familie bei mehreren Anlässen in der Botschaft durch deren Gesandte und den Konsul erläutert worden.

Aber die Tochter lebt in Deutschland und ist hier selbstverständlich als junge Staatsbürgerin registriert.

Wenn Herr Maraghy in Israel leben und registriert sein möchte, dann könnte er nach Israel ziehen und sich dort registrieren lassen. Oder er bleibt bei seiner in Deutschland registrierten Frau und Tochter und bemüht sich um seine Registrierung in Deutschland. Ausschließlicher politischer Protest auf dem Rücken der jungen Familie führt aber nun zu gar keinem Zuhause.

8

Mittwoch, 1. September 2010, 21:04

Es ist allgemein gängige Praxis in Israel, dass Kinder von Palästinensern, die außerhalb von Jerusalem geboren wurden oder dessen Väter außerhalb von Jerusalem leben, keine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Die Verfahren dazu ziehen sich meist 5 Jahre lang hin und werden dann abgelehnt. Wenn ein Jude aus den USA allerdings nur mal für 2 Wochen nach Israel fliegt und dort israeli wird, so hat er alle Rechte in israel, auch wenn er danach 20 jahre Israel nie mehr betritt. Will er aber nach 20 Jahren in Israel leben, so darf er dies samt seiner ganzen Familie. Dabei haben alle seine Familienangehörigen alle Rechte, die man in israel einheimischen Palästinensern nicht gewähren will. Doch wie kann es solche ganz unterschiedlichen Gesetze einmal für Juden und einmal für Einheimische geben? So etwas ist purer Rassismus.

Firas Frau ist wohl Deutsche, kennt aber Palästina recht gut, da sie dort etliche Zeit verbracht hat. Sie beherrscht auch gut arabisch, so dass sie dort gut leben könnte. Daneben möchte sie aber sicherlich ihr Studium in Deutschland beenden. Geht Firas nicht bis nächstes Jahr zurück, wird er von israelischen Bürokraten ausgebürgert, geht er zurück, muss er sich von seiner jungen Familie trennen. Was für sadistische Bürokraten denken sich so einen rassistischen Sch... aus?
Nur ein im Ausland lebender Palästinenser ist für Israelis nun mal ein guter Palästinenser.
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9

Donnerstag, 2. September 2010, 13:34

Es schadet eben auch ihrem Ansehen.
Aber nur deswegen sorgt man sich ... nicht um der Zustände wegen.
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

10

Donnerstag, 2. September 2010, 19:07

Hier findet man noch ein gutes Video. Da scheint jetzt vielleicht Bewegung rein zu kommen.

Zitat

Hungerstreik vor Israels Botschaft
Kategorie: Berlin, Nachrichten, Politik, Vermischtes, Recht, tvberlinnachrichten

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) besuchte am Montag
den Palästinenser Firas Maraghy, der vor Israels Botschaft in Berlin
seit Wochen im Hungerstreik ist.

http://www.tvb.de/newsmeldung/datum/2010…-botschaft.html
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