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Montag, 16. August 2010, 19:05

Zeitartikel über Vegetarismus

Tiere sind auch nur Menschen


Wer darf wen töten und warum? Es gibt keine ethische Begründung für die Schlachthäuser. Ein Plädoyer für den Vegetarismus

Vegetarismus

Tiere sind auch nur Menschen


http://www.zeit.de/2010/33/Vegetarismus-Essay


Übersicht zu diesem Artikel:

1. Seite 1 Tiere sind auch nur Menschen

2. Seite 2 Der Mensch beansprucht das Recht auf Fleisch für sich

3. Seite 3 Mensch und Tier unterscheiden sich genetisch kaum. Ändert das unsere Wahrnehmung für die Schöpfung?

4. Seite 4 Was wäre, wenn jeder die Tiere selbst töten müsste, die er isst?

http://www.zeit.de/2010/33/Vegetarismus-Essay
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Baumfällt

unregistriert

2

Montag, 16. August 2010, 19:36


4. Seite 4 Was wäre, wenn jeder die Tiere selbst töten müsste, die er isst?


Das finde ich einen sehr guten Punkt.
Ich persönlich halte das Fleischessen nicht für verwerflich, genausowenig wie den Vegetarismus.
Aber es mutet seltsam an, dass so viele Leute, die selbst Fleisch in Massen verzehren, Metzger oder Personen, die ihre Fleischnahrung selbst schlachten (oft aus eigenem sehr naturnah gehaltenem Vieh), verurteilen.
Daraus würde also folgen, dass es okay ist, Tiere jahrelang in Mast-KZs zu halten und sie dann stümperhaft zu töten, wobei sie oft elendslangsam zugrundegehen. Das wäre also okay, weil es ja niemand sieht.

Nicht okay wäre hingegen, das Tier in einer natürlichen Umgebung aufwachsen zu lassen, mit viel Weidefläche, Auslauf und ungezwungenem Kontakt zu anderen Tieren und Menschen und dann, wenn der Nahrungsbedarf für die Familie besteht, mit einem sauberen Handgriff zu schlachten.
Das wäre also dann verwerflich, weil es nicht hinter verschlossenen Türen geschieht.

Baumfällt

unregistriert

3

Montag, 16. August 2010, 19:42


Daraus würde also folgen, dass es okay ist, Tiere jahrelang in Mast-KZs zu halten und sie dann stümperhaft zu töten

Genau genommen müsste ich sagen: sie dann stümperhaft töten zu LASSEN

Weil der Metzger, der die Drecksarbeit verrichtet wird ja eh verurteilt.

4

Montag, 16. August 2010, 22:42

Es geht doch dabei eben um diese vielen Verdrängungen, die Menschen tätigen, um überhaupt Fleisch zu essen, dass ihnen in den Märkten angeboten wird. Wenige Menschen könnten Tiere derart einsperren , schlachten und danach noch essen. So etwas ist nur möglich, weil all diese schrecklichen Vorgänge permanent verdrängt und beschönigt werden. Doch weder die Tierhaltung, noch die Tierschlachtung ist etwas schönes. Nichts, worüber sich Menschen aufrichtig freuen könnten. Erst wenn ein Tier, zu welchen jeder Mensch eine Zuneigung empfindet, getötet und seine Leiche zu Wurst oder Fleisch verarbeitet wurde, denken Menschen nicht mehr daran, was für ein Leid hinter alledem steht. Es sehnt sich allerdings kein Tier danach "artgerecht" geschlachtet zu werden, noch möchte es je freiwillig, eingesperrt werden.
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5

Montag, 30. August 2010, 13:45

Der Mensch wäre wahrscheinlich schon längst ausgestorben, wenn er nicht alles was er so isst, vorher gründlich abtöten würde. Ich lebe seit 2 Jahren vegetarisch und größtenteils vegan. Persönlich habe ich diese Entscheidung bis heute nie bereut, ganz im Gegenteil. Trotzdem teile ich den Dogmatismus vieler Vegetarier nicht, welche meinen, dass man Tiere nicht essen sollte weil sie eben auch eine Seele haben. Für mich haben Pflanzen ebenfalls eine Seele und diese Seele ist nicht weniger oder mehr wert als die des Menschen/Tieres. Dennoch ernähre ich mich pflanzlich, weil ich mich eben - um leben zu können - ernähren muss. Ethisch finde ich es durchaus vertretbar Tiere zu essen, weil sich in dem Kreislauf Leben/Erde in welchen wir leben, Lebewesen sich nun mal von anderen Lebewesen ernähren. Und warum soll das Lebewesen "Pflanze" weniger wert sein als das Lebewesen "Tier"?

Es gibt wahrscheinlich genau so viele Argumente - gesundheitliche wie ethische - für den Fleischverzehr wie für Vegetarismus! Trotzdem, ich fühle mich wohler, besser in der Natur integriert wenn ich mich pflanzlich ernähre. Das ist für mich der entscheidende Punkt, warum ich Vegetarier bin. Und ich denke darum geht's in dieser Frage auch, wie fühle ich mich besser und kann ich das für mich verantworten.

Lesenswert ist folgendes Skript, weil es meine Grundhaltung zum Vegetarismus sehr gut wider gibt.

www.maya.at/Literatur/download/Vegetarisch_Leben.pdf

Zum Nachdenken:
Wenn ich verdorbenes Gemüse esse, so werde ich dieses wahrscheinlich ohne gesundheitliche Folgen wieder ausscheiden können, wie sieht das aber mit verdorbenen Fleisch aus das ich esse? Oder wie sieht es mit den Stresshormonen aus welches ein Tier im Todeskampf ausschüttet und so in "unsere" Nahrung/Fleisch gelangt? Kann das wirklich gesund sein und warum redet man immer mehr von Nahrungs- und immer weniger von Lebensmittel?
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

6

Montag, 30. August 2010, 15:48

Die Frage ob Menschen oder Tiere eine Seele haben oder nicht, ist bei der Frage, ob man sie essen sollte reichlich nebensächlich. Für viel wichtiger halte ich die Tatsache, dass sie leiden können und deshalb nicht einwilligen, so man sie einsperrt oder tötet. Für eine vegetarisch/vegane Ernährung werden aber auch weit aus weniger Pflanzen gebraucht, als für eine, die auch Fleisch von Tieren beinhaltet. Keine Tierprodukte zu essen schont also ganz eindeutig auch die Umwelt. So Vögel Insekten verspeisen, mag das ökologisch auch noch sinnvoll sein, nur ist damit kaum eine Massentierhaltung zu rechtfertigen, die viel Tierleid produziert und auch einen absoluten ökologischen Wahnsinn darstellt. Nicht weit von uns liegt Wietze. Dort ist geplant Europas größten Geflügelschlachthof zu errichten. Es gab auch schon eine Geländebesetzung incl. einer polizeilichen Räumung.

--------

Negative Folgen reichen weit über das Dorf Wietze hinaus
Schlachten fürs Monopol


KOMMENTAR VON JOST MAURIN

Es sind Dimensionen, die erschaudern lassen:
Jährlich 130 Millionen Hühner sollen in dem geplanten Schlachthof im
niedersächsischen Wietze in Akkordarbeit getötet werden. Damit wäre die
Anlage der größte Geflügelschlachthof Europas. Zu Recht fürchten
Bürgerinitiativen, dass dann täglich mehr als 100 Lastwagen durch den
Ort brettern werden, um die Schlachttiere anzuliefern. Und dass der
Betrieb das Grundwasser belasten könnte. Aber die negativen Folgen
reichen über das Dorf Wietze hinaus.

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/ar…-fuers-monopol/

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Anti-Schlachthof-Camp geräumt
Polizei gegen Hühner Armee Fraktion

http://taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1…armee-fraktion/
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7

Montag, 30. August 2010, 17:17

@Weihnachtsmann: Danke, so eine undogmatische Meinungsäußerung ist von Vegetariern/Veganern eher selten.

8

Dienstag, 31. August 2010, 00:18

Die Frage ob Menschen oder Tiere eine Seele haben oder nicht, ist bei der Frage, ob man sie essen sollte reichlich nebensächlich. Für viel wichtiger halte ich die Tatsache, dass sie leiden können und deshalb nicht einwilligen, so man sie einsperrt oder tötet. Für eine vegetarisch/vegane Ernährung werden aber auch weit aus weniger Pflanzen gebraucht, als für eine, die auch Fleisch von Tieren beinhaltet. Keine Tierprodukte zu essen schont also ganz eindeutig auch die Umwelt. So Vögel Insekten verspeisen, mag das ökologisch auch noch sinnvoll sein, nur ist damit kaum eine Massentierhaltung zu rechtfertigen, die viel Tierleid produziert und auch einen absoluten ökologischen Wahnsinn darstellt. Nicht weit von uns liegt Wietze. Dort ist geplant Europas größten Geflügelschlachthof zu errichten. Es gab auch schon eine Geländebesetzung incl. einer polizeilichen Räumung.
Nicht nur vom ökologischen Standpunkt aus ist der (Massen-)Fleischverzehr ein Wahnsinn, keine Frage. Auch die Massentierhaltung ist nur noch pervers, aber irgendetwas musst Du doch in einem Tier erkennen (und in einer Pflanze nicht?) was Dich abhält Fleisch zu essen. Es muss ja nicht unbedingt eine Seele sondern können auch irgendwelche Gefühle sein welche Du in Tieren erkennen willst und was Dich gegen die Massentierhaltung aufbringt. Ansonsten würde es Dich ja nicht bewegen.

Die meisten Vegetarier ernähren sich von Gemüse/Obst welches ebenfalls von einer Massenhaltung stammt. Man braucht sich bspw. nur in Spanien umsehen welche ökologischen Auswirkungen die dortige Massenbepflanzung für die Umwelt mit sich bringt. Und warum soll eine Massenhaltung von Gemüse ethisch vertretbar sein und eine solche von Tieren nicht?
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sind die
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Marie von Ebner-Eschenbach

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9

Dienstag, 31. August 2010, 11:12

Die meisten Vegetarier ernähren sich von Gemüse/Obst welches ebenfalls von einer Massenhaltung stammt. Man braucht sich bspw. nur in Spanien umsehen welche ökologischen Auswirkungen die dortige Massenbepflanzung für die Umwelt mit sich bringt. Und warum soll eine Massenhaltung von Gemüse ethisch vertretbar sein und eine solche von Tieren nicht?

Danke für deinen "Erfahrungsbericht" bezüglich Ernährung - er klingt deshalb vermutlich so verständlich und bodenständig, weil er auf eigenen Erfahrungen beruht, und nicht aus Fremdmeinungen, die blind verteidigt oder bekämpft werden.

Auch ich bin der Ansicht, dass es egal ist, wie man sich ernährt, so das wichtigste dahinter die Gesundheit und die Aufzucht bzw. Lebensweise der zu verzehrenden Lebensmittel ist. Egal ob Tier oder Pflanzen. Der Massenanbau, wie du ihn am Beispiel Spanien anführst, ist wohl das beste Beispiel dafür, dass auch Pflanzliche Nahrung nichts mehr mit dem zu tun haben muss, was es wohl werden hätte können, wenn man es nur annähernd "Artgerecht" aufgezogen hätte. Künstliches Licht, keinen Platz für Wurzeln, kein Nährboden, wie die Natur ihn vorgesehen hätte, künstliche Zusatzstoffe, Pestizide usw. können für mich in pflanzlicher Nahrung letztlich ebensolche Schäden verursachen, wie die grausame Massentierhaltung und die dazugehörige Schlachtung. Wir essen am Ende nicht nur die Stresshomone mit, die bei der Tötung ausgeschüttet werden, sonder eine jede Impfung, ein jedes Medikament (Antibiotika in Hülle und Fülle) - also erhalten wir zum größten Teil in unseren Supermärkten nur noch Bauchfüllende und Fettmachende Nahrungsmittel, die mit unseren notwendigen "Lebensmittel", die wir benötigen würden rein gar nix mehr zu tun haben.

Eine sonnenwarme Tomate aus meinem Garten, die mit Brennesselsud gedüngt wurden schmeckt ganz anders, als eine jede herkömmliche Tomate aus dem Geschäft, die ausgenommen der Form und Farbe so gar nichts mit Tomaten zu tun haben.
Eine Schulfreundin von mir hat einen Landwirtschaftlichen Grund, auf dem sie zwei Pferde, ein Ziegenpaar und einige Sulmthaler-Hühner (eine alte Rasse) hält. Jedes Jahr wird ein Ziegenkitz (oder auch zwei) geboren, diese werden dann ca. 12 Wochen liebevoll umsorgt und aufgezogen, und anschließend selbst geschlachtet und gegessen. Dass nenne ich einen absolut ehrenwerten und respektablen Umgang mit Tieren, deren Haltung und auch dem Verzehr von Fleisch. Wer so zu seinem Fleisch kommt, der hat "Respekt und Achtung" vor seiner Nahrung - und so sollte es sein.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

10

Dienstag, 31. August 2010, 12:44

Danke für deinen "Erfahrungsbericht" bezüglich Ernährung - er klingt deshalb vermutlich so verständlich und bodenständig, weil er auf eigenen Erfahrungen beruht, und nicht aus Fremdmeinungen, die blind verteidigt oder bekämpft werden.
Es betrifft ja nicht nur die Ernährung (Religion, Politik etc.) wo sich Dogmatiker tummeln und ihre subjektiven Sichtweisen - die meist auf eigenen positiven Erfahrungen beruhen - zum Besten geben und bis zuletzt verteidigen. Nicht selten schließen sie sich dann diese Dogmatiker irgendwelchen Gruppierungen an die die gleichen für sich positiven Erfahrungen gemacht haben oder noch immer machen. Nur sagt eine positive Erfahrung nichts darüber aus, ob es auch richtig ist.

Detlef hat absolut recht, wenn er die Massentierhaltung anprangert und das Leid der Tiere dabei hervor hebt, aber Tiere nur deswegen nicht zu essen weil man ihnen Gefühle zuspricht oder denen kein Leid zufügen will, das ist mir zu wenig weit gedacht.
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