Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zeitwort Nachrichten Diskussionsforum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

1

Sonntag, 29. August 2010, 16:05

Elektronische Fussfessel statt Haft - nur für reiche Gauner?

Zitat

Am Mittwoch tritt die Verordnung zum "elektronisch überwachten Hausarrest" in Kraft. Für U-Häftlinge und Verurteilte, die eine Freiheitsstrafe bzw. Reststrafe von höchstens einem Jahr abzusitzen haben, kommt dann die elektronische Fußfessel infrage. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner erhofft sich davon eine Entlastung der Gefängnisse. Bekannt wurde erst jetzt, dass die "Freiheit" die Häftlinge auch etwas kostet: nämlich 22 Euro pro Tag, für ein Jahr somit rund 8.000 Euro. Außerdem muss ein Arbeitsplatz vorhanden sein.

http://www.krone.at/Oesterreich/Fussfess…ft-Story-217736
682 Euro pro Monat kostet die Freiheit, was sich nur ein "reicher" Häftling leisten kann, zumal die Mindestlöhne für die Fussfessel-Miete und den Lebensunterhalt kaum reichen können. Dies trifft auch nur zu, wenn der Häftling überhaupt einen Arbeitsplatz bekommt.

Dies ist wiederum nur eine Gummi-Verordnung, die für die Mehrheit der Häftlinge - meist der untersten Schicht angehörig - überhaupt nicht greifen kann.

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

2

Sonntag, 29. August 2010, 16:21

Zitat

Im Fall der Uneinbringlichkeit kommt für die Unkosten aber die Republik auf.
Wo ist dein Problem?

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

3

Sonntag, 29. August 2010, 17:20

Mir ist nicht klar, weshalb dein Hinweis etwas an der Sichtweise der Problematik ändert soll, denn es kann zu gar keiner Uneinbringlichkeit kommen, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt werden können.

Ein Häftling kostet in Österreich ca. 150 Euro pro Tag - warum muss nun ein Häftling GEld drauflegen, so er die Voraussetzungen für eine el. Fussfessel erfüllt?

HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

  • »HerrAbisZ« ist männlich
  • Private Nachricht senden

4

Sonntag, 29. August 2010, 20:28

Wo ist dein Problem?
Hier sehe ich noch ein weiteres Problem
Dies trifft auch nur zu, wenn der Häftling überhaupt einen Arbeitsplatz bekommt.
:kopfkratz: Selbst wenn er einen hat, was passiert wenn er nach kurzem diesen Arbeitsplatz verliert? Geht er dann wieder ins Gefängnis? Was ist mit der Mindestsicherung dann?

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

5

Sonntag, 29. August 2010, 21:04

Vorraussetzung für die Überwachung per Fußfessel ist ein geregelter Tagesablauf, da gehört ein fester Job nunmal dazu.

6

Montag, 30. August 2010, 01:33

682 Euro pro Monat kostet die Freiheit, was sich nur ein "reicher" Häftling leisten kann, zumal die Mindestlöhne für die Fussfessel-Miete und den Lebensunterhalt kaum reichen können



Das ist das Problem. Fraglich, welche Entlohung man mit einer Gefängnisstrafe bekommt, bei den jetzigen Stundenlöhnen,davon noch 680 Euro abdrücken, da werden sich wohl die meisten eher überlegen, wie sie am besten wieder kriminell werden, oder sollen sie noch nebenbei Sozialhilfe beantragen?
Nettolohn von ca 800, wenn überhaupt - 1100Euro, davon ca 300-400 Mietkosten weg, dann bleibt nicht einmal etwas für das Essen.
Bei einem Wirtschaftsbetrüger uä. sieht das warscheinlich anders aus,
wenn er zurück in die Familie kann, dort einen Job bekommt,
da meist seine Frau das Geschäft weiterführt oder ein anderer Angehöriger,
eine Arbeitsbescheinigung vorweisen ist dann kein Problem.
Und genau in solchen oder ähnlichen Fällen ist diese 'Erleichterung' oder Integration nur ein weiteres Schlupfloch für Reiche,
und die andere Fliege die damit geschlagen wird, ist weiter ihren maroden Haushalt zu sanieren, und ein paar Wohlhabenderen noch ein bisschen tiefer in den Allerwertesten kriechen.

Thema bewerten