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11

07.02.2011, 12:19

Zitat von »Miry«

... Überlege dir einmal, ob nicht du ein altes Denkmuster hast.

Du trennst ja zwischen Gläubigen und Ungläubigen.

Ich sehe nur gläubige Menschen. Jeder glaubt an etwas, auch der Atheist.

Jeder ist mehr oder weniger überzeugt von seiner Weltsicht.


Als streng wissenschaftsgläubiger Atheist möchte ich der Ansicht von Miry zustimmen.

Die meisten Atheisten glauben zumindest, dass sie wissen, statt zu glauben.

Das ist natürlich auch ein Irrglaube, aber das wissen Atheisten halt häufig nicht. :)

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12

07.02.2011, 12:40

Da passt ja wunderbar ein Zitat von Kurt Tucholsky:

Ein skeptischer Katholik ist mir lieber als ein gläubiger Atheist.


Es verhält sich ja bei einem Atheisten nicht anders als bei den Gottgläubigen - ein jeder glaubt zu wissen. Die Skepsis sein eigenes Wissen oder seinen Glauben in Frage zu stellen ist im Grunde der einzige Weg dem tatsächlichen Wissen am nähesten zu kommen.
Wie es seinerzeit ja auch Jesus tat, der bis dahin gültige Wissen über Gott einfach über Bord warf. Wer so etwas buchstäblich vorlebt verlangt sicherlich in keinster Weise von nachfolgenden Generationen, dass diese ausschließlich seinem Wege folgen, so sie ja der Mechanismen bedienen würden, derer er sich entledigt hat. Bereits vorgefertigtes Wissen zu übernehmen und nachzuleben, nachzufolgen. Neu und Mann/Frau selbst zu sein, das war es was er uns gelehrt hat. Aber keineswegs nachzufolgen.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

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13

07.02.2011, 16:56

Wer so etwas buchstäblich vorlebt verlangt sicherlich in keinster Weise von nachfolgenden Generationen, dass diese ausschließlich seinem Wege folgen, so sie ja der Mechanismen bedienen würden, derer er sich entledigt hat.
Kannst du das bitte näher erklären? DANKE!

ASY

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14

07.02.2011, 17:26

Ich weiß, dass ich zu gewissen Dingen nichts wissen kann. Macht mich das tatsächlich zu einem Atheist? Wenn ja, was genau - mein Wissen oder Nichtwissen?

Ein Dialog könnte so aussehen:

"Hallo ASY - ich bin Katholik und meine Frau Protestantin und du?"
"Ich glaube nicht."
"Das gibt es doch nicht! Jeder glaubt an etwas!"
"Sorry - ich habe mich noch nicht eingeordnet!"

Menschen, die sich selbst gerne in Schubladen stecken, erwarten von anderen natürlich dies ebenfalls zu tun. Mit allem Druck wird versucht, dem nichtgläubigen Wisser/Nichtwisser eine atheistische Schublade schmackhaft zu machen.

Die wirklichen Atheisten sind aber die Gläubigen, weil sie jeden Gott, außer ihren eigenen, nicht anerkennen.

15

08.02.2011, 10:54

Bin ich deshalb Atheist ?

Zitat von »Asy«

Ich weiß, dass ich zu gewissen Dingen nichts wissen kann.

Macht mich das tatsächlich zu einem Atheist?

Wenn ja, was genau - mein Wissen oder Nichtwissen?


Nein, das macht dich natürlich nicht zu einem Atheisten.

Das wäre genauso ein Trugschluss,
als würdest du aus der Beobachtung eines rothaarigen Lügners schließen,
dass dieser lügt, weil er rootharig ist,
oder dass er rothaarig ist, weil er lügt.

Ein Atheist bist du,
wenn du einem Weltbild anhängst, in dem kein Gott vorkommt.

Wenn du darüberhinaus auch noch fest daran glaubst, zu wissen,
statt zu glauben, dann bist du eben einer jener Atheisten,
die fest daran glauben, zu wissen, statt zu glauben.

Ist eigentlich ganz einfach, oder etwa nicht?

16

08.02.2011, 11:25

@HerrAbisZ

natürlich erklär ich meine Gedankengänge gerne. Jesus hat zu seiner Zeit die herrschende Religion, deren Ausübung und Ausbeutung abgelehnt, öffentlich angeprangert und sich in seinem Tun davon vollkommen distanziert. Er hat einen buchstäblich neuen Weg beschritten. Wer bereit ist eigene Wege zu gehen, der will doch nicht, dass ihm alle anderen bloß folgen. Denn wenn "Gefolgschaft" ein von ihm gewünschtes Prinzip gewesen wären, dann hätte er es nicht anders gehalten und wäre brav gefolgt.
Er hat seinen eigenen Weg bestritten .... was wünscht sich so eine Person für/von andere .... das sich auch eigene Wege bestreiten. Der seinen wurde ja schon gegangen.

Das wäre ungefähr so, als dürften wir alle nur so weit denken, handeln usw. wie es schon zuvor getan wurde. Also niemals ein Stück weniger, aber auch kein Stück mehr .... also Stillstand auf jeder Länge. Wie ungeheuer aufregend!!!!
Das Leben ist Veränderung, Entfaltung, Verwirklichung .... und zwar für jeden einzelnen und nicht simple Nachahmung und Wiederholung. Ich denke, dass sich Jesus denkende und selbst bestimmende Menschen gewünscht hat .... das es möglich ist hat vermutlich mit seinem Leben zeigen wollen. Nicht mehr und nicht weniger.
Wer war nun wild auf Gefolgschaft: Jesus oder seine Nachfolger/Verfolger????
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ASY

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17

08.02.2011, 12:06

Ein Atheist bist du, wenn du einem Weltbild anhängst, in dem kein Gott vorkommt.
Ich bekomme eine Uniform, weil ich mich nicht uniformieren will, was sehr nach Unfreiwilligkeit klingt. Mir ist die Schublade Atheismus sehr bekannt. In den USA gibt es einen Entscheid, dass Atheismus auch eine Religion ist.

Mein Weltbild enthält keine Hinweise auf einen Gott, doch ich werde von Menschen umgeben, deren verschieden Gottesweltbilder mein Sein maßgeblich beeinflussen und stören.

18

08.02.2011, 12:28

Mein Weltbild enthält keine Hinweise auf einen Gott, doch ich werde von Menschen umgeben, deren verschieden Gottesweltbilder mein Sein maßgeblich beeinflussen und stören.

Da hast du vollkommen recht ... zwar heute nicht mehr so weitreichend und tatsächlich spürbar (zB Scheiterhaufen), aber noch immer und überall vorhanden und auch angewendet.
Sobald sich irgendwas als ETWAS deklariert, wird damit automatisch auch jenes erschaffen, dass im Gegensatz oder der Andersartigkeit dazu steht.
Ich bin Weißer, weil es Schwarze gibt.
Ich bin Frau, weil es Mann gibt.
Obwohl wir eigentlich alle Menschen sind. Wir trennen, wir teilen und schaffen damit eine augenscheinliche Vielfalt.
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19

08.02.2011, 12:44

Verein der Nonkonformisten.

Zitat von »ASY«

Ich bekomme eine Uniform, weil ich mich nicht uniformieren will,
was sehr nach Unfreiwilligkeit klingt. ...


... eben das alte Problem mit der Nonkonformistenvereinszwangsmitgliedschaft.

Aber in Anbetracht der Tatsache, dass du die Uniform

"Kriegsbeute der Alliierten & Menschenflüsterer"


ganz freiwillig angezogen hast,

wirkt es nicht so recht glaubwürdig, dass du dich nicht uniformieren willst. ;)

ASY

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20

08.02.2011, 12:49

Du vermischt Kraut und Rüben, denn ich uniformiere mich doch nicht mit Nichtwissen. Die Kriegsbeute bin ich, ob ich das will oder nicht spielt keine Rolle. Der Absatz, den du trenntest, lässt den Bezug zur Uniform erkennen.

Aber ich kann die gläubige Uniformierung auch anderes beschreiben, nämlich: "Nur Narren freuen sich über eine Narrenkappe!"

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