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10.11.2010, 11:28

Forderung 2 - Vernünftige Bodenrechte

Vernünftige Bodenrechte sind Grundvoraussetzung für eine funktionierende und gleichwertig existierende Gesellschaft. Wo mit Grund und Boden spekuliert werden darf, wo mittels Grund und Boden Ausbeutung, Unterdrückung und Ausgrenzung gesetzlich legalisiert sind, dort wird die grund- und bodenlose Bevölkerung wie Vieh ausgebeutet, gehalten oder gar vertrieben.

Sehr einfach erklärt:

Zitat

Es wird immer deutlicher, daß der Bodenmarkt nur formal dem gängigen Marktbegriff entspricht. Boden ist keine Ware, denn er ist nicht erzeugt und damit kein Ausdruck einer erbrachten Leistung. Der Boden steht von Natur aus für die ganze Gesellschaft als Produktionsfaktor und Existenzgrundlage zur Verfügung.

Damit ein Markt funktioniert, müssen Angebot und Nachfrage reaktionsfähig sein. Boden läßt sich aber nicht vermehren. Demgegenüber steht bei wachsender Bevölkerung ein wachsender Bodenbedarf. Statt Marktausgleich gibt es auf dem Bodensektor nur die Einbahnstraße der Verteuerung.

Wenn Boden aber keine Ware ist, d.h. ein erzeugtes Gut, dann kann man ihn auch nicht einfach verkaufen und kaufen. Er ist im eigentlichen Sinne unverkäuflich, d.h. seine Übertragung muß kaufpreislos erfolgen.
Quelle .... http://www.omnibus.org/90.html

Wer braucht mehr Land, als er bestellen oder nutzen kann?
Wer besagt, dass ein jedes Land weiter vererbt werden muss, wenn die Nachkommen vielleicht ganz wo anders leben und das Land nutzen möchten?
Wer profitiert im Augenblick von den derzeitig gesetzlich gestalteten Grund- und Bodenrechten?

Ich freue mich auf die Findung unserer Wünsche zu einer gleichwertigen Handhabung unseres Grund und Bodens, der einem jeden Menschen zugänglich sein muss.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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2

13.11.2010, 12:04

Vernünftige Bodenrechte für einen jeden Bürger jeden Landes dieser Erde, lassen sich, wenn wir darüber nachdenken, nach unserem bisherigen Gefühl und Verständnis im Augenblick am schwierigsten zu erreichen und garantieren. Denn das bedingt eine Änderung (wenn wir von unserer Gesetzgebung in Österreich und dem der meisten Länder diese Erde ausgehen) der bestehenden "Gesetzte für Grund und Boden" durch unsere Gesetzgeber.

Der Gesetzgeber, besetzt durch Unterstützer oder Profiteure dieser Gesetzesgebung, werden dagegen nichts unternehmen, geschweige denn das Volk jemals über das wahre Unrecht dahinter aufklären.

Warum ändern wir nicht einfach alle unser Verständnis darüber, wie dieses Gesetz geschrieben steht, angewendet wird und wie es in unseren Köpfen und in unserem Gefühl existiert.

Banal erklärt verstehe ich den Status Quo wie folgt:
Unser Grund und Bodenrecht erklärt, dass der Eigentümer von Grund und Boden der Alleinige Nutzer dieses "Grund und Bodens" ist.
Ändern wir die Gesetzesbestimmung oder das Verständnis darüber einfach, und definieren wir es wie folgt:
Unser Grund und Bodenrecht bestimmt, dass die Nutzung für diesen Grund und Boden ALLEN ANDEREN VERBOTEN ist, ausgenommen dem Eigentümer.

Da heute im Forum schon die Frage und Antwort auf ein fehlendes "Wir-Gefühl" erfolgte, kam es mir hier unweigerlich in den Sinn. Denn ich habe den Egoismus nicht verurteilt, welcher auch sehr wichtig ist für jeden einzelnen. Denn der Egoismus kann in der Praxis immer nur durch die Kraft eines einzelnen wirken. Wenn er etwas für sich will, mag das anderen schaden, aber eben bewirkt nur durch die Kraft eines einzelnen. Hier muss sich, um den Schaden zu vergrößern erst eine Mehrheit finden, die umso stärker ist, wie sie Mehrheit hat.
Hier beim Beispiel Grund und Bodenrechte, wenn "wir" unser Verständnis für die Gesetzgebung dahin gehend ändern, dass wir uns in unsere Herzen schreiben, "uns ALLEN ist es verboten, diesen zu nutzen", "wir sind davon ausgenommen", dann besteht die Mehrheit, die Einigkeit, das Wir-Gefühl schon automatisch. Mein Gefühl sagt mir, dass hier von Anbeginn eine Mehrheit, eine Einigkeit, ein Wir-Gefühl bestehen/wirken würde, auch wenn es nur ein einziger Mensch denkt. Denn dieser einzelne denkt schon absolut im "wir" der allumfassenden Einigkeit (um auch meiner spirituellen Seele ein wenig mit einfließen zu lassen). Wenn er so denkt, dann ist es für mich möglich (wenn nicht vielleicht sogar logisch), dass ganz rasch immer mehr dieses Grund und Bodenrecht als das zu erkennen, wofür es missbraucht wird, ohne das wir es durchschauen.

Das Grund und Bodenrecht besagt: "Das ALLEN ANDEREN ausdrücklich VERBOTEN ist es zu nutzen".
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3

16.11.2010, 11:12

Mir geht das eindeutig und dramatisch zu weit, weil es einer kommunitisch-anarchistischen Enteignung gleich kommen würde. Und dass DAS und schon gar nicht SO funktioniert sollten wir aus der Geschichte gelernt haben.

Dem zweiten Posting mit dem "Wir-Gefühl" konnte ich auch nicht folgen - zumal ein Grossteil der Bevölkerung - durch Jahrzehntelange einschlägige Propaganda einschlägig indoktriniert - Grund & Boden erworben hat und mit bitteren Schmerzen die frechen Raten an die Banken bezahlen müssen....

Wo ich allerdings einen vernünftigen Ansatz für einen Hebel sehe ist bei spekulativen brachliegen lassen von "Grund & Boden".

Wenn eine grosse Baufirma zB ein Grundstück oder Haus erwirbt und es nicht binnen x-Monaten einer Verwertung zuführt, warum sollen dann nicht Menschen mit Bedarf an "alternativem Wohnraum" das zumindest bis auf Widerruf nutzen dürfen? Beispiel "Wagenburgen" (hab' ich auch schon einen Artikel dazu geschrieben), Beispiel Hausbesetzungen,

Es kann meiner Meinung nach nicht angehen, wenn Grundbedürfnisse gehortet und damit zu reinen Profitzwecken spekuliert werden dürfen. Es gibt genug Alternativen wo man das ja kann und können sollte. Wenn einer unbedingt im Wirtschafts-Casino zocken will soll er sich halt Aktien von der Firma X kaufen, aber Wohnraum - bestellbares Ackerland - Grundnahrungsmittel wie Reis, Weizen, Milch etc sollten eindeutig und definitiv von Spekulationsgeschäften die über den eigenen Bedarf hinausgehen ausgeschlossen werden.

Die Einschränkung "über den eigenen Bedarf" deswegen, weil es einem Produktionsbetrieb durchaus im Sinne einer langfristigen Kalkulation möglich sein muss sich den Preis für den Rohstoff-Nachschub abzusichern. So gesehen wäre es dann aber auch nicht OK, wenn zB die ÖMV langfristige Lieferverträge hat (samt festgelegten Preisen, über iaR Derivate) und dann, kaum wird bei den Produzenten der künftige(!) Preis angehoben, das sofort auf die Konsumenten durchknallt. (Im umgekehrten Fall aber sofort wimmern würde: "Wir können doch die preise gar nicht senken, weil wir zu dem alten Preis an langfristige Lieferverträge gebunden sind!")

4

16.11.2010, 18:47

Eine verzwickte Situation.

Das ist ja das Problem. Sag heute einem Mittelständler, dass das mit Privatbesitz an Grund und Boden so ab jetzt nicht mehr läuft und der bekommt höchstens grosse nasse Augen und schreit "...kommunitisch-anarchistischen Enteignung..." :P

Wie man sieht...

Übrigens - diese "3 Forderungen" auf drei Fäden zu verteilen halte ich für ausgesprochen kontraproduktiv weil sich schlussendlich alles ums Geld dreht - auch das Grundeinkommen.

Weil Krisen immer erst wahrgenommen werden, wenn sie eintreten müsste man die Leute dort abholen - wo sie stehen. Hier bietet diese Krise, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellen wird, eine Chance mehr...

Man stelle sich 2.000 elitäre Köpfe vor die wissen, dass ihr Geld sowieso bald nichts mehr wert ist - die wissen, dass sie alleine nie das nötige Kapital aufbringen können - die erkennen, dass man so schnell wie möglich Alternativen braucht.... Die könnten eine Genossenschaft gründen und beginnen Zwangsversteigerungen aufzukaufen und die ehemaligen Besitzer gegen eine für sie leistbare Miete - das wäre für meinen Geschmack 1/3 der Einkünfte - drin wohnen zu lassen. Aus dieser Perspektive könnte man viel leichter ein vernünftiges Bodenrecht gemeinsam erarbeiten - und von Privatbesitz an Grund und Boden sollte man sich im eigenen Interesse verabschieden.

Man könnte schon mit wenigen Leuten so viel ausrichten - und das ist mit dem "Wir"-Gefühl gemeint. Ein "Gemeinsames" Projekt das etwas bewegt. Wir brauchen keine Politiker, wir brauchen keine Banken - die brauchen uns, aber wir nicht sie. In dieser Genossenschaft werden Männer und Frauen für die gleiche Arbeit gleich bezahlt und Manager brauchen wir auch nicht. Auf einem Schlag zwei Probleme gelöst über die sich politisch Jahrzehnte gestritten wird - wenns so einfach wär..

mfg

PS: Dein Blog hat einen neuen Stammleser, find ich gut geschrieben...

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5

18.11.2010, 13:03

Mir geht das eindeutig und dramatisch zu weit, weil es einer kommunitisch-anarchistischen Enteignung gleich kommen würde. Und dass DAS und schon gar nicht SO funktioniert sollten wir aus der Geschichte gelernt haben.
Auf dem Weg zum Kommunismus sind wir ja bereits. Bspw. sollen Sozialhilfeempfänger immer mehr für sogenannte gemeinnützige Tätigkeiten herangezogen werden. Sie gehen dann arbeiten, bekommen aber keinen Lohn - wie es sein sollte - sondern weiterhin Sozialhilfe und hängen am Tropf der ganz schnell zugedreht werden kann. Oder es gibt Modelle wie den Kombilohn, worauf sich Arbeitgeber schon verlassen und deswegen den Arbeitenehmer schon weniger Lohn bezahlen. Und es gibt noch jede Menge Beispiele die verdeutlichen, dass sich Arbeiter ihre Arbeit selbst zahlen müssen um arbeiten zu dürfen.

Bezüglich Grundstücksenteignung klingt das beim ersten Hinhören natürlich brutal, nur es war genauso brutal, dass ein Mensch herging einen Zaunpfahl in den Boden rammte und behauptete, dass dies nun sein Land sei. Vielleicht muss man aber auch gar nicht enteignen, vielleicht reicht auch eine hohe Steuer aus die aus nicht genutzten Boden erhoben werden könnte. Bloß hier sind wir wieder bei der Juristerei, weil was ist "nicht genutzt"?

Es gibt genug Alternativen wo man das ja kann und können sollte. Wenn einer unbedingt im Wirtschafts-Casino zocken will soll er sich halt Aktien von der Firma X kaufen,
Das sehe ich nicht so! Weil um den Wert einer AG zu erhöhen, muss zwangsläufig der Gewinn maximiert werden und dies kann immer nur auf Basis von Arbeitsausbeutung basieren. Der Gewinn welche ein Unternehmen macht geht immer in Form von Lohnentzug zu Lasten des Arbeiters!
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

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