Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zeitwort Nachrichten Diskussionsforum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Linksaussen

unregistriert

41

Montag, 17. Januar 2011, 21:07

Ich habe mich mal ein wenig zu beschränken versucht.


Zitat


Ohne jetzt genauer darauf eingehen zu wollen, wie fragwürdig (sehr vorsichtig ausgedrückt) die stets gleichen Rechtfertigungen für die ständig zunehmende Überwachung von uns allen sind, wird längst nicht jeder wissen, was bereits alles an Überwachungstechnik im Einsatz ist.


Natürlich will der Autor nicht darauf eingehen. Er müsste Ross und Reiter nennen, mehr bringen, als nur Behauptungen. Aber das ist alles was er in den Raum stellt, Behauptungen.

Für Deutschland gesprochen deutet der Autor vielmehr an, über Fiktionen reden zu wollen.

Zitat


lässt einem die Haare zu Berge stehen


So ist es. Wäre da doch nur weniger Polemik und Behauptung, dafür mehr Realität und Fakten.

Zitat


denn geniale Wissenschaftler aus unserer Gesellschaft arbeiten für eine elitäre Verbrecherbande.


Von welcher Verbrecherbande sprichst Du Asy?

Zitat


Warum vertrauen wir - im besten Falle - unsere Geheimnisse nur unseren besten Freunden an?


Weil es dann schon keine Geheimnisse mehr sind. Wenn wir sie nun jedem erzählen würden, wären sie erst recht keine Geheimnisse mehr.

Zitat


Ich habe immer etwas zu verbergen, wo ich finde dass es anderen nichts angeht, weil es ist meine persönliche Entscheidung das zu entscheiden und nicht die von irgendwelchen Behörden.


Tja Weihnachtsmann, welche Behörde will Dir Deine Geheimnisse oder gar Deine Gedanken entreißen?

Zitat


Was ist wenn genau die Verbrecher mehr Überwachung fordern? Weil damit stellt sich die Frage, was dann eigentlich überwacht werden soll.


Ein Verbrecher, der mehr Überwachung fordert? Also der Kinderschänder, der mehr Kameras auf Spielplätzen fordert, der Pädophile, der mehr Überwachung des Internet fordert? Der Drogenhändler, Erpresser, Räuber, Zuhälter, Menschenhändler, Waffenhändler……alles Menschen, die mehr Überwachung fordern?

Zitat


Die größten Verbrecher sind nicht in dunklen Gossen zu Hause, oder versuchen nicht ihr Handeln zu verstecken wie es "Verbrecher" tun.


Stimmt, es sind die, die hier Sozialleistungen beziehen und sich in der Heimat Paläste mit dem hier durch Straftaten „erwirtschafteten“ Geld bauen. Es sind die, die hier dicke Autos fahren, die mit der Freiheit und dem Blut, der Gesundheit und dem Leben von Menschen erkauft wurden.

Sie tun alles, um sich zu verstecken, um sich den Anschein der Seriosität zu geben. Es sind die, die neben der Prominenz am Ring sitzen und es ist die Prominenz selber.

Zitat


Staatliche Überwachung gesetzlich geregelt würde nur dann funktionieren, wenn Demokratie in ihrem eigentlichen Sinne existieren könnte. Nur glaube ich eher dass sich dann die Frage einer ganzheitlichen Überwachung in dieser Weise nicht mehr stellen würde.


Völlig falsch, denn Du setzt Demokratie mit dem Guten im Menschen gleich und unterstellt, dass Verbrechen nur Resultat einer falschen Gesellschaftsordnung und Politik ist.

Beides trifft nicht zu. Wir leben in funktionierenden Demokratien. Sie könnten besser und gerechter sein, aber sie funktionieren und gewährleisten jedem seine Grund- und Menschenrechte.

Zitat


Ich finde, wir sollten Wert auf das letzte bisschen Privatsphäre legen, das uns noch geblieben ist.


Nun pi0xer, an keiner Stelle ist die Rede, dass es um Privatsphäre geht. Es geht um die notwendigen Daten, um Kriminalität wirksam zu bekämpfen und Straftäter gerichtsverwertbar zu ermitteln und zu überführen.

Die Privatsphäre ist da ein anderes Thema. Ich empfehle hierzu die aktuelle Rechtsprechung zum Kernbereichsschutz durch das BVerfG in Deutschland. Da wirst Du feststellen, dass in diesem Land selbst die Privatsphäre von Verbrechern geschützt wird.

Ach, das Video ist zwar nett, aber völlige Fiktion und vor Polemik triefend. Es hat weder eine fundierte Basis, noch einen wirklichen Beleg für aufgestellte Behauptungen.

Zitat


Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten"-Einstellung betrifft: Man kann ganz schnell in die Fänge einer Vollüberwachung geraten, ohne auch nur das Geringste angestellt zu haben


Auch da irrst Du pi0xel

Wer gar nichts Strafbares oder gegen die Verfassung gerichtetes zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten. Diese netten Beispiele lassen gerne etwas Wesentliches weg, das eigene verwerfliche Handeln.

Zitat


Na eben, man muss nicht immer etwas verbrochen haben um etwas zu verbergen.


…und der Staat schützt dieses Recht. Was Du ansprichst, interessiert niemanden, so lange es nicht strafrechtliche Bedeutung hat.

Zitat


Genauso könnte man argumentieren, dass jede Wohnung nun überwacht werden soll, weil Kinder nun mal mehrheitlich in Wohnungen geschändet werden.


Nein, in einem Rechtstaat, wie es Deutschland z.B. ist, reicht dies nicht aus. Es wäre der Generalverdacht. Nennst Du das nun eine Argumentation, die sich nicht im Kreis dreht?

Zitat


Dieses Argument mit der "Datenflut" war übrigens das Thema im Eröffnungsposting und wurde dort wiederlegt.
[/quzote]

Widerlegt? Es gibt nichts zu widerlegen, was Fakt ist.

Ich meine pi0xer, ich muss doch nicht auch auf den demokratischen Einfluss von 134.000 Stimmen aus Millionen eingehen?!

Zitat


Schonmal darüber nachgedacht, dass diese Werkzeuge längst von so genannten Ermittlungsbehörden eingesetzt werden und nur noch möglichst "demokratisch" legitimiert werden sollen?


Die Werkzeuge der Ermittlungsbehörden sind und werden überprüft. Sie sind im rechtstaatlichen Rahmen vorhanden und wurden in der jüngeren Vergangenheit mehr beschnitten als erweitert. Diese Tendenz allein ist schon bedenklich, dass es einigen im Land immer noch nicht genug Beschneidung ist und sie wissentlich mit falschen Aussagen auf Rattenfang und dafür auch noch Beifall bekommen ist mehr als bedenklich.

Zitat


Bewegungsprofile auch für einen längeren Zeitraum in die Vergangenheit zu erstellen, sind schon lange kein Problem mehr. Auch die Vorratsdatenspeicherung ist längst noch nicht vom Tisch.


Was spricht gegen das Bewegungsprofil eines Straftäters? Vielleicht, um ihn von weiteren Taten abzuhalten, ihm habhaft zu werden oder einen weiteren Baustein eines Ermittlungspuzzles zu haben?

Es gibt die – auch von Datenschützern – behaupteten Bewegungsprofile nicht, deren Umfassenheit auf alles Bürger, ohne Verdachtsmomente suggerieren.
Selbst der Datenschützer hat mittlerweile festgestellt, dass er bei der Vorratsdatenspeicherung über das Ziel hinaus geschossen ist und versucht einen halbgaren, realitätsfremden und faulen Kompromiss anzubieten.

Das BVerfG hat die Vorratsdatenspeicherung für grundsätzlich verfassungskonform erklärt. Da wäre es doch naiv das logische und notwendige zu verdrängen.

Zitat


Organisierte Kriminalität, Kindesmissbrauch, Korruption, Amtsmissbrauch, Mordanschläge, ... dieser Sumpf geht direkt ins Kanzleramt. Richter und Staatsanwälte stecken auch mit drin (soviel nochmal zum Thema "Rechtsstaat" und "Demokratie").


Nette Geschichte pi0xer, aber sie taugt lediglich für das Vorabendprogramm. Ich lese nur völlige Verbohrtheit aus Deinen Worten, durch die keine Realität zu Dir durchdringen kann.

Zitat


Ganz nebenbei haben z.B. Polizisten mit Schlagstöcken auf Kinder eingeschlagen.


Ja, Kleinkinder, die mit Schäufelchen und Förmchen im Stadtpark waren. Das Letzte, was ich tun würde, wäre den Einsatz in Stuttgart schön zu reden.

Wer aber die Videos mal mit wirklich offenen Augen gesehen hat, kann auch die Realität erkennen. Aus Deinen Worten schließe ich, dass Du dies nicht getan hast.

Nur ist das hier auch gar nicht das Thema.

Zitat


Ich habe nur etwas dagegen, wenn Werkzeuge geschaffen werden, um uns zu kontrollieren. Was soll dieser Blödsinn mit dem Stoppschild?


@pi0xer
Du forderst also das Recht, barrierefrei und nicht verfolgbar auf kriminelle Inhalte zugreifen zu dürfen. Das ist Dein Verständnis von Rechtstaat und Freiheit. Du förderst damit durchaus die Freiheit der Opfer, wie Du Dir vorstellen kannst.

Zitat


...Mit den aufgezeichneten Daten kann man auch nachträglich "intelligente Suchen" durchführen...


Ja pi0xer, man kann vieles, darf man es auch? Man kann wirklich vieles, aber will man es auch? Mann kann … oder sollte es heißen, man könnte, vielleicht irgendwann mal?

Ein Autofahrer kann mit einem Auto einen Menschen töten. Verbietet man deswegen Autos? Nein, man versucht mit Gesetzen das Verhältnis zwischen den Verkehrsteilnehmern so zu regeln, dass dies nicht passiert. Wenn es doch passiert, liegt es selten am System, vielmehr am Menschen.

Zitat


ISS Gedanken wären schon richtig, aber nur, wenn die Strafverfolger nicht ein Teil des Problems wären. Es wird nicht amtsgehandelt, weil irgendwer eine bessere Weit will, sondern weil er für das bezahlte Salär die Anweisungen von oben befolgen muss - sonst ist es aus mit dem bequemen Müheloseinkommen.


Ich glaube nicht, dass Du, Asy, hier als Wissender sprichst. Auf mich wirkt es wie eine Anhäufung von unhaltbaren Attacken.

Rechtstaat und Verfassung sind grundsätzlich der Auftraggeber für Strafverfolger. Ob dies gleich mit einem Müheloseinkommen einhergeht, erscheint mir doch arg daneben gegriffen. Ich zweifle mal daran, dass Du ein realistisches Bild von der Arbeit hast.


Zitat


Eine bessere Welt baust du nicht mit totaler Überwachung oder rigiden Brutalgesetzen, sondern mit der Beseitigung jener Ursachen, die "gute Gründe" (bspw. Mangelwirtschaft) für Verbrechen liefern.


Damit dichtest Du den Menschen zu viel und zu gerechtes Bewusstsein an. Die Formel geht am Ende nicht auf, ist aber ein nettes Argumentationskaugummi.

Zitat

Und weil ein "Gesetz" erlassen wurde, dass dem Eheman verbietet seine Ehefrau zu schlagen, macht er es nicht mehr?


Ganz ehrlich pi0xer, was soll das bringen? Niemand hat es behauptet. Wäre es so, bräuchten wir keine staatliche Eingriffsbefugnis und kein Strafprozessrecht, keine Gerichte, nur Gesetze.

Da der Mensch aber seit Jahrtausenden und in unterschiedlichen Entwicklungs- und Gesellschaftsstufen. Selbst in den gewaltfreiesten und besonders harmonischen Gruppen, dürfte der Regelbruch vorkommen.

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

42

Montag, 17. Januar 2011, 21:22

In dem Moment, wo es dem Volk bis zum Himmel stank, hatte er keine Chance mehr.
Ein Vorteil der offenen Diktatur ist, dass der Despot unschädlich gemacht werden kann. In unserer Demokratie ist das nicht möglich. denn diese wird von Beschwichtiger, Dummköpfen und Leuten bestimmt, die nach außen hin so tun, als ob für sie das System ohnehin nur herrlich wäre. Meist Leute, die sich zum Mittelstand zählen

Dank deiner Unterstützung:

Zitat

Vorratsdatenspeicherung light

Bundesjustizminiterin Leutheusser-Schnarrenberger hat ein neues Eckpunktepapier (PDF) zur Vorrats­daten­speicherung vorgestellt. In Abkehr von ihrem früheren Standpunkt gegen jegliche anlasslose und verdachts­unabhängige Protokollierung von Nutzer­spuren spricht sie sich jetzt für eine Mindest­speicher­frist von 7 Tagen für Kommunkations­daten aus.

Dieses Idee wurde vom Bundes­datenschutz­beauftragten Schaar erstmals als Kompromiss unter der euphemistischen Bezeichnung "Quick Freeze Plus" in die Diskussion gebracht.
Entgegen der Bezeichnung ist der Vorschlag nicht in erster Linie eine neue Variante von "Quick Freeze", also der Speicherung von Daten bei konkretem Verdacht, sondern eine Verkürzung der allgemeinen Vorrats­daten­speicherung der Kommunikations­daten aller Bürger von 6 Monate auf 7 Tage.

Auf den ersten Blick mag dieser Vorschlag wie ein Kompromiss aussehen. Im Kontext der aktuellen EU-Sicherheits­forschung mit Projekten wie den ESTI-Schnittstellen für automatisierten Abruf von Kommunikations­daten und INDECT für die umfassende Verknüpfung und Analyse der Daten ist es kein Kompromiss mehr. Diese Projekte können nur sinnvoll weitergeführt werden, wenn große Mengen an Daten gesammelt und für die Auswertung verfügbar sind. Für den Abruf der Daten ist es dabei unerheblich, ob sie für 6 Monate oder 7 Tage gespeichert werden. Die automatisierten System können innerhalb von Minuten reagieren.

Für die allgemeine Kriminalitäzsbekämpfung sind die Daten der Vorrats­daten­speicherung nicht hilfreich. In einem offnen Brief bezeichnen Richter und Staatsanwälte der Neuen Richter­vereinigung die VDS als nicht geeignet für die Kriminalitäts­bekämpfung und Abwehr von Gefahren. Die Kriminalitäts­statistik von 2009 belegt ebenfalls, dass die VDS bei der Aufklärung von Verbrechen nicht hilfreich war.

https://anonymous-proxy-servers.net/blog…rung-light.html


Linksaussen

unregistriert

43

Montag, 17. Januar 2011, 21:39

In dem Moment, wo es dem Volk bis zum Himmel stank, hatte er keine Chance mehr.
Ein Vorteil der offenen Diktatur ist, dass der Despot unschädlich gemacht werden kann. In unserer Demokratie ist das nicht möglich. denn diese wird von Beschwichtiger, Dummköpfen und Leuten bestimmt, die nach außen hin so tun, als ob für sie das System ohnehin nur herrlich wäre. Meist Leute, die sich zum Mittelstand zählen

Dank deiner Unterstützung:

Zitat

Vorratsdatenspeicherung light

Bundesjustizminiterin Leutheusser-Schnarrenberger hat ein neues Eckpunktepapier (PDF) zur Vorrats­daten­speicherung vorgestellt. In Abkehr von ihrem früheren Standpunkt gegen jegliche anlasslose und verdachts­unabhängige Protokollierung von Nutzer­spuren spricht sie sich jetzt für eine Mindest­speicher­frist von 7 Tagen für Kommunkations­daten aus.

Dieses Idee wurde vom Bundes­datenschutz­beauftragten Schaar erstmals als Kompromiss unter der euphemistischen Bezeichnung "Quick Freeze Plus" in die Diskussion gebracht.
Entgegen der Bezeichnung ist der Vorschlag nicht in erster Linie eine neue Variante von "Quick Freeze", also der Speicherung von Daten bei konkretem Verdacht, sondern eine Verkürzung der allgemeinen Vorrats­daten­speicherung der Kommunikations­daten aller Bürger von 6 Monate auf 7 Tage.

Auf den ersten Blick mag dieser Vorschlag wie ein Kompromiss aussehen. Im Kontext der aktuellen EU-Sicherheits­forschung mit Projekten wie den ESTI-Schnittstellen für automatisierten Abruf von Kommunikations­daten und INDECT für die umfassende Verknüpfung und Analyse der Daten ist es kein Kompromiss mehr. Diese Projekte können nur sinnvoll weitergeführt werden, wenn große Mengen an Daten gesammelt und für die Auswertung verfügbar sind. Für den Abruf der Daten ist es dabei unerheblich, ob sie für 6 Monate oder 7 Tage gespeichert werden. Die automatisierten System können innerhalb von Minuten reagieren.

Für die allgemeine Kriminalitäzsbekämpfung sind die Daten der Vorrats­daten­speicherung nicht hilfreich. In einem offnen Brief bezeichnen Richter und Staatsanwälte der Neuen Richter­vereinigung die VDS als nicht geeignet für die Kriminalitäts­bekämpfung und Abwehr von Gefahren. Die Kriminalitäts­statistik von 2009 belegt ebenfalls, dass die VDS bei der Aufklärung von Verbrechen nicht hilfreich war.

https://anonymous-proxy-servers.net/blog…rung-light.html

Mal abgesehen davon, dass es sich um die Meinung einiger Richter und Staatsanwälte handelt und nicht die Staatsanwaltschaft und das Richtertum, ist dies auch nciht mehr als eine Meinung.

Was fehlt, ist eine konkrete Begründung für die UNgeeignetheit. Diese beleiben alle schuldig. Der Datenschutzbeauftragte und einige Politiker haben dies auch von der Telefonüberwachung behauptet, weil sie nie allein zur Überführung der Täter geführt hat.

Das ist lediglich Stoff für Polemiker, Naivlinge und alle, die sich der Realität nicht stellen wollen.

Erst einmal ist nicht die Vorratsdatenspeicheung die Ermittlungsmaßnahme. Gleich das erste Indiz dafür, dass der Standpunkt nur wenig fundiert und durchdacht ist.

Auch die Verkürzung der Speicherung wird dem Urteil des BVerG nicht gerecht. Der Hinweis auf die minutenschnelle Reaktion automatisierter Syteme ist der letzte Beleg dafür, dass die Kritiker hier gar nicht wissen (wollen), worüber sie reden.

Wenn Richter und Staatsanwälte in diesem Zusammenhang von allgemeiner Kriminalität im Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung und den §§ 100 a ff StPO sprechen, stellen sich mir die Fußnägel hoch. Ganz davon abgesehen, dass Maßnahemn der Telekommunikationsüberwachung in den meisten Gefahrenabwehrgesetzen gar nicht zulässig sind und Richter ur selten mit Gefahrenabwehr zu tun haben, Staatsanwälte nie, macht den Kommentar zur Farce.

Ich befürchte, da wirft der Autor in boshafter Unwissenehit zusammen, was nicht zusammen gehört und versucht damit Schreckgespinste zu erzeugen. Es ist bekannte Taktik der Kritiker notwendige Maßnahmen der Strafverfolgung mit Behauptungen im Zusammenhang mit der Arbeit der Nachrichtendienste zu vermengen und dadurch bewußt ein falsches Bild erzeugen.

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

44

Montag, 17. Januar 2011, 22:17

Was fehlt, ist eine konkrete Begründung für die UNgeeignetheit.
Weil die Maßnahmen nichts bringen, zumal sich Hochkriminelle, vor denen wir angeblich geschützt werden sollen, sehr gut tarnen können. Die legalisierte Datenspeicherung dient hauptsächlich dem Betrug am Konsumenten, um ihm maximal Geld aus der Tasche zu ziehen.

Außerdem fehlt auch die konkrete Begründung für die Geeignetheit. Wen wollen wir erwischen?

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

Linksaussen

unregistriert

45

Dienstag, 18. Januar 2011, 16:37

Was fehlt, ist eine konkrete Begründung für die UNgeeignetheit.
Weil die Maßnahmen nichts bringen, zumal sich Hochkriminelle, vor denen wir angeblich geschützt werden sollen, sehr gut tarnen können. Die legalisierte Datenspeicherung dient hauptsächlich dem Betrug am Konsumenten, um ihm maximal Geld aus der Tasche zu ziehen.

Außerdem fehlt auch die konkrete Begründung für die Geeignetheit. Wen wollen wir erwischen?
Weil die Maßnahmen nichts bringen? Eben da fehlt jegliche Grundlage und es bleibt eine Behauptung, eine wenig überzeugende dazu.

Was das angebliche Verhalten von Hochkriminellen angeht, so gibt es unabhängig von Tarnung oder Sonstigem auch Mittel und Wege der Beweisführung.

Was Deine Begründung zum Geld aus der Tasche der Kunden zheihen angeht, so ist sie leider völlig am Thema vorbei. Ich halte fest, dass es hier um Strafverfolgung geht, nicht um Mehrkosten für den Kunden. Viwelmehr ist es so, dass sich Telefonanbieter ihre "Dienste" nach dem Zeugenentschädigungsgesetz bezahlen lassen, wie viele andere Unternehmen auch.

Wen wir erwischen wollen? Ich sagte es bereits und ISS hat es aufgezählt. Das ergibt sich nämlich aus den Gesetzen, die man lesen sollte, wenn man sie kritisiert.

Was aber kompetente Meinungen angeht, gibt es eine Stellungnahme eines seriösen Verbandes. Der Deutsche Richterbund hat den aktuellen Vorschlag der Justizministerin als unzureichen kritisiert.

Zitat


Der Ansatz, Verbindungsdaten lediglich vor dem Löschen zu bewahren, laufe weitgehend ins Leere, sagte der Vorsitzende des Richterbundes, Frank, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine mehrmonatige Speicherfrist sei unverzichtbar.
http://www.dradio.de/nachrichten/201101180900/3

46

Mittwoch, 19. Januar 2011, 08:05

Ein Vorteil der offenen Diktatur ist, dass der Despot unschädlich gemacht werden kann. In unserer Demokratie ist das nicht möglich. denn diese wird von Beschwichtiger, Dummköpfen und Leuten bestimmt, die nach außen hin so tun, als ob für sie das System ohnehin nur herrlich wäre. Meist Leute, die sich zum Mittelstand zählen

Wir haben aber Demokratie und könnten bei jeder Wahl etwas ändern - sofern die Mehrheit das wünscht. Ist aber wohl so, dass die Mehrheit im großen und ganzen mit dem was wir haben zufrieden ist.

Es steht auch jedem frei, sich politisch zu betätigen, in eine Partei einzutreten oder selber eine zu gründen.

Dank deiner Unterstützung:

Zitat

Vorratsdatenspeicherung light

Bundesjustizminiterin Leutheusser-Schnarrenberger hat ein neues Eckpunktepapier (PDF) zur Vorrats­daten­speicherung vorgestellt. In Abkehr von ihrem früheren Standpunkt gegen jegliche anlasslose und verdachts­unabhängige Protokollierung von Nutzer­spuren spricht sie sich jetzt für eine Mindest­speicher­frist von 7 Tagen für Kommunkations­daten aus.

Dieses Idee wurde vom Bundes­datenschutz­beauftragten Schaar erstmals als Kompromiss unter der euphemistischen Bezeichnung "Quick Freeze Plus" in die Diskussion gebracht.
Entgegen der Bezeichnung ist der Vorschlag nicht in erster Linie eine neue Variante von "Quick Freeze", also der Speicherung von Daten bei konkretem Verdacht, sondern eine Verkürzung der allgemeinen Vorrats­daten­speicherung der Kommunikations­daten aller Bürger von 6 Monate auf 7 Tage.


Ist es nicht komisch, dass Daten erst NACH einem Verbrechen gespeichert werden sollen? Was soll das nutzen oder beweisen können?

Nochmal zur Erinnerung: Es geht um Verbrechensbekämpfung und nur um das, was die Polizei dürfen soll, nicht um das, was andere Behörden schon lange dürfen und machen.

Bei dieser Regelung können sich die Verbrecher ziemlich sicher fühlen. Damit kannst du allerhöchstens die erwischen, die Tage nach ihrem Verbrechen einem Bekannten davon erzählen. Dinge wie z.B. Abgeordnetenbestechung bekommst du damit nicht aufgedeckt. (nur mal so zum Nachdenken)
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

47

Mittwoch, 19. Januar 2011, 18:47

Wen wollen wir erwischen?
Herrlich wenn in seitenlangen Rundtänzen, wo jedesmal der eigene Schwanz und nichts anderes gejagt wird, solche "einfachen" Fragen in den Raum gestellt werden.

Erwischt sollen Leute werden, die Verbrechen begehen welche zum überwiegenden Teil systemimmanent sind und wiederum sind systemimmanente Fragen wie: "wo woar mei leistung?" offenbar nicht von strafrechtlicher Relevanz. Und, was man hat, das hat man. Es werden keine Überwachungseinrichtungen abgebaut o.ä. Nein, diese werden ständig ausgebaut und wer weiß was bald schon ein "Verbrechen" ist?

Zitat

Für den Abruf der Daten ist es dabei unerheblich, ob sie für 6 Monate oder 7 Tage gespeichert werden.
Ist eine Augenauswischerei, weil schon alleine für die Einzelverbindungsnachweise werden Daten von den Anbietern viel länger gespeichert.
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

Linksaussen

unregistriert

48

Mittwoch, 19. Januar 2011, 19:17

Wen wollen wir erwischen?
Herrlich wenn in seitenlangen Rundtänzen, wo jedesmal der eigene Schwanz und nichts anderes gejagt wird, solche "einfachen" Fragen in den Raum gestellt werden.

Erwischt sollen Leute werden, die Verbrechen begehen welche zum überwiegenden Teil systemimmanent sind und wiederum sind systemimmanente Fragen wie: "wo woar mei leistung?" offenbar nicht von strafrechtlicher Relevanz. Und, was man hat, das hat man. Es werden keine Überwachungseinrichtungen abgebaut o.ä. Nein, diese werden ständig ausgebaut und wer weiß was bald schon ein "Verbrechen" ist?

Zitat

Für den Abruf der Daten ist es dabei unerheblich, ob sie für 6 Monate oder 7 Tage gespeichert werden.
Ist eine Augenauswischerei, weil schon alleine für die Einzelverbindungsnachweise werden Daten von den Anbietern viel länger gespeichert.
Tja, leider weichst Du auch allen Argumenten aus. So etwas stellt man immer häufiger bei diesen Tehmen statt, wo laut gebrüllt und wenig mit Fakten argumentiert wird. WAs nicht vorhanden ist, kann einem ja nicht ausgehen. Daher lässt man sie auch einfach ganz links liegen und versucht kleine Wortspielchen.

Was Verbrechen sind, kann jeder nachlesen. Gegen welche dieser Verbrechen mit welchen Mitteln vorgegangen und ermittelt wrden kann, ist ebenso nachzulesen. Natürlich findet man dort nicht die Systemimmanenten Delikte, die man dort so gerne finden würde, wenn man sie schon behauptet.

Der Drogenhandel und Menschenhandel sind also immanent, um nur zwei klassische Delikte herauszusuchen, bei denen die reine Bereicherung ohne Not im Mittelpunkt steht.

Schade, so lange habe ich auf Antwort gewartet und dann dies,

Was die Speicherdauer angeht, so wäre durchaus interessant, warum dies Augenwischerei ist. Ich meine, dann kann sich darüber auseinander setzen. So ist es sinnlos in den Raum gerufen. Das BVerfG hat diese Speicherungen, die nicht zu Abrechnungszwecken benötigt werden, untersagt. Zumindest was den Wirkungsbereich des § 113 TKG angeht.

Wer keine Einzelverbindungsnachweise haben möchte, gibt dem Anbieter auch keinen Grund diese vollständig zu speichern. Für Abrechnungszwecke reichen teilanonymisierte Daten aus. Im Flatratebereich ist keine Speicherung notwendig.

Wenn nun der Einwand kommt, dass die Provider sich daran nicht halten, muss ich mit dem HInweis kontern, dass es hier nicht darum geht, was Provider (un) rechtmäßig tun. Es geht um Rechtstaatlichkeit, eine Verlässlichkeit und nicht das Glücksspiel, was ist an Daten da und was wollen die Provider mir geben. Eine für alle Seiten klare Regelung.

Die, ich wiederhole mich gerne, vom BVerfG als nicht grundsätzlich verfassungswidrig angesehen wird, vielmehr als verfassungskonform.

Es wäre schön, wenn wir diesbezüglich mal weg von Polemik in eine Diskussion einsteigen könnten, sonst ist jedes Wort für die Katz.

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

49

Mittwoch, 19. Januar 2011, 19:18

Was Deine Begründung zum Geld aus der Tasche der Kunden zheihen angeht, so ist sie leider völlig am Thema vorbei. Ich halte fest, dass es hier um Strafverfolgung geht, nicht um Mehrkosten für den Kunden. Viwelmehr ist es so, dass sich Telefonanbieter ihre "Dienste" nach dem Zeugenentschädigungsgesetz bezahlen lassen, wie viele andere Unternehmen auch.
Du missverstehst mich deinen Vorurteilen folgend - ich werde dir meine Denkweise verstichwörtlichen.

Die Daten, bspw. bei der Vorratsspeicherung, die angeblich Kriminelle rückwirkend oder vorauseilend überführen könnten, sind dann völlig legal bei gewinnorientierten Unternehmen aufgehoben, die freilich - na was? - noch mehr Gewinn basteln wollen!

Wie viele Promille aller Verbrechen könnten mit dieser Beschnüffelung aufgedeckt werden? (eine rhetorische Frage!)

Warum müssen also 100% der Bevölkerung beschnüffelt werden, damit wenige Promille Datenverbrecher, von ebenso wenigen Promillen Delinquenten, vielleicht aufgedeckt werden könnten? Wird da nicht mit Kanonen auf Spatzenkot geschossen? Kein Kinderfick, keine Vergewaltigung und sonstige Lebenszerstörung können mit einer Vorratsdatenspeicherung nützlich bekämpft oder aufgedeckt werden.

Das Absichtsbild rundet aber ab, wenn begriffen wird, dass die Lobbys der "Gewinnorientierten" ein Gesetz erlügen, welches sie verpflichtet marktrelevante Daten zu horten. Keiner kann sie hindern diese für ihre Gewinnzwecke auszuwerten, zumal die "Gewinnorientierten" die Eigentümer der Daten-Backbones als auch der meisten Produktionsmittel sind.

Fazit:
Du und ISS kämpft für ein als Verbrechensbekämpfung getarntes Werkzeug, das aber vorrangig den "Gewinnorientierten" nur eure Zahl-Schmerzgrenze für den ganzen Konsumschrott entlarven soll. Ihr investiert euer wertvolles Wort in professionelle Betrüger - ergo - eindeutig in eine Verbrechenserhöhung zu eurem und unserem Schaden. Leute wie du und ISS bettelt um noch mehr Zäune, weil "Gewinnorientierte" mit der Panikmache über Verbrechen und deren Beseitigungslösung erfolgreich sind und ihr im Systemmorast so schön mitglänzen dürft. Ihr unterstützt eine Verschlechterung - dieses Verhalten gleicht einem Obdachlosen, der sich eine Mülltonne tapeziert und darin eine Verbesserung begreift. Tatsächlich dient dieser ganze Überwachungsmüll der Gewinnmaximierung und der Datenvorrat nützt irgendwann herrlich jene Leute systemzubehandeln, die die Ausbeuter-, Spaltungs-, Mangelwirtschafts- und Betrugsdemokratie satthaben.

Dazu ein Beispiel aus Schilda-Österreich. Damit sich die ÖBB Bahnwaggonvideoüberwachung amortisiert, müsste sie 25 Jahre wartungsfrei funktionieren, so wenig Schäden werden eigentlich verursacht. Aber die Einwohner werden über die Medien ständig als Verbrecher und Vandalen vorbepinkelt und ihr bebrunzt euch und uns brav mit.

Ein Hütchenspiel ohne Kugel! :oooch:

50

Mittwoch, 19. Januar 2011, 19:28


Herrlich wenn in seitenlangen Rundtänzen, wo jedesmal der eigene Schwanz und nichts anderes gejagt wird, solche "einfachen" Fragen in den Raum gestellt werden.

Erwischt sollen Leute werden, die Verbrechen begehen welche zum überwiegenden Teil systemimmanent sind und wiederum sind systemimmanente Fragen wie: "wo woar mei leistung?" offenbar nicht von strafrechtlicher Relevanz. Und, was man hat, das hat man.

Erwischt werden sollen Leute, die Verbrechen begangen haben. Das geht aber nicht, wenn man erst nachdem man von dem Verbrechen erfahren hat, die Daten einfriert und die Polizei so nur Zugang zu Daten hat, die zeitlich nach der Tat liegen.

Da frage ich mich, wer da denn unsere Justizministerin beraten hat, dass sie so einen Quatsch vorschlägt.


Es werden keine Überwachungseinrichtungen abgebaut o.ä. Nein, diese werden ständig ausgebaut und wer weiß was bald schon ein "Verbrechen" ist?


Du hast ganz schön Angst - vor nichts.

Ist eine Augenauswischerei, weil schon alleine für die Einzelverbindungsnachweise werden Daten von den Anbietern viel länger gespeichert.


Ja, die Anbieter speichern die Daten nicht nur viel länger, sie verkaufen sie auch noch dazu an jeden, der dafür zahlt. Allerdings darf die Polizei auf diese Daten nicht zugreifen.

Es wird von den Datenschützern immer alles miteinander vermischt. In der Einbildung der Menschen gibt es das Bild des Überwachungsstaates, der so eben nicht existiert. Die Polizei kann und darf niemanden überwachen, selbst die übelsten Verbrecher nicht, weil die 'Datenschützer' hier bisher ein brauchbares Gesetz verhindert haben.

Wenn es so wäre, wie du es dir in deiner Phantasie vorstellst, von wem fühlst du dich denn eigentlich so total überwacht? Wer verfolgt jeden deiner Schritte, weiß mit wem du telefonierst und welche Seiten du im Internet besuchst und was hat er davon?
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

Thema bewerten