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Samstag, 15. Januar 2011, 11:21

Dämmwahn sinn o. unsinn?

Zitat

„Wärmedämmung ist schädlich.
Die EnEV bringt wenig.


Für diese Thesen, die wie billige Polemik klingen, scheint es nun Beweise zu geben.

Kurze Gespräche gibt es nicht. Wenn Sie mit dem Architekten Konrad Fischer oder dem Bausachverständigen Rolf Köneke, zwei Pionieren des Widerstandes gegen Wärmedämmverbundsysteme (WDVS), telefonieren, haben Sie es nicht ganz leicht das Gespräch zu beenden. Es gibt immer neue Geschichten darüber zu erzählen, wer jetzt wieder zum Netzwerk der Dämmgegner gestoßen sei bzw. wer erst vor kurzem wieder auf einer Veranstaltung über das Thema „Wärmedämmung“ so richtig niedergemacht wurde. Und wenn Sie Flugblätter, Flyer oder gar das Buch von Köneke zum Thema „Bauschäden“ (ISBN: 3-923605-13-7) in den Händen halten, fallen Ihnen immer wieder provokante Bemerkungen auf, das „Einpacken“ der Häuser sei eine vorsätzliche schwere Körperverletzung der Bürger, ein Verbrechen gegen die Gesundheit unserer Kinder und schließlich: „Die Volksvertreter haben vor Gott den heiligen Eid geleistet, jeden Schaden vom Bürger abzuhalten – sie leisten auf diesem Sektor täglich Meineide.“ Köneke hat hunderte von Briefen an Volksvertreter, den Bundesrechnungshof und andere Entscheidungsträger geschrieben. An das erste Gespräch mit Konrad Fischer vor einigen Jahren erinnere ich mich noch. Als wir nicht sofort bereit waren, einen Beitrag über die Initiative gegen das Dämmen zu bringen, wurde uns vorgehalten, auch wir seien schon von der Wärmedämmindustrie gekauft worden.

Bloß Querulanten?


All dies erinnert in fataler Weise an Querulantentum, an die Besessenheit, die Menschen von einer fixen Idee zu überzeugen, bzw. sie zu retten, und macht eine einigermaßen wohlwollende Berichterstattung nicht gerade leicht. Wenn ich Fischer darauf anspreche, stimmt er dem auch zu. „Aber wie wollen Sie ohne dieses ‚Querulantentum‘ gegen einen so übermächtigen Gegner ankämpfen?“ Der Gegner, das ist für Fischer neben der Bundesregierung die große Lobby der Kunststoff- und Dämmindustrie
Quelle: http://www.haufe.de/immobilien/iwr/magaz…73&articleID=81
So finanzieren wir uns selbst den Ruin unserer Gesundheit, natürlich mit staatlicher Förderung ( geförderter kredit für die thermische sanierung bei Altbauten bzw. wohnbauförderung bei neubau) und glauben noch dazu, zur Rettung unserer Erde beigetragen zu haben, indem wir Sondermüll auf unsere Fassaden picken, d.h. überwiegend styroporplatten, weil die eben am günstigsten sind.da styropor ja an und für sivh leicht entflammbar ist, wird es mit äußerst giftigen zeugs (HBCD) imprägniert, um als schwerentflammbar eingestuft zu werden. Im Brandfall setzen sie dann hochgiftige dioxine frei, na mahlzeit. Aber das macht ja alles nix, die co2 reduktion durch die angeblich eingesparten heizkosten rechtfertigen heutzutage alles.Und wenn man was gegen Wärmedämmung sagt, ist man ja ein weltklimarettungsgegner und das ist schon fast sowas schlimmes wie ein nazi...-.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ASY« (15. Januar 2011, 12:30) aus folgendem Grund: Zitat ausgebessert


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2

Samstag, 15. Januar 2011, 14:08

Die Dämmung hat einen finanziellen Vorteil und sie erhöht die Wohnqualität, weil ein isoliertes Gebäude keine kalten Zonen hat, die eine höhere Raumtemperatur erfordern, damit man dasselbe Wärmegefühl hat. Ich habe vor ein paar Jahren das ganze Haus mit Styropor isoliert und stellte mir auch die Frage, ob ich mir Erdöl aufs Haus picken soll. Doch dann erkannte ich, dass überall Kunststoff verwandt wird. Kühlschrank, Verpackungsmaterial, Mikrowelle, Spielzeug, Kleidung, Fahrzeuge, Elektronik usw., weshalb ich beim Erdöl am Haus kein schlechtes Gewissen habe, weil es hoffentlich für Jahrzehnte picken bleibt. Ich bin vollends zufrieden, denn ich heize Keller, Erd - und Obergeschoß (ca. 500m²) jährlich um 1.500 Euro (incl. Warmwasser).

Ein direkter Nachbar war ein Styroporpionier, denn er isolierte schon vor 25 Jahren seine Fassade. Bis heute berichtete er über keine Probleme.

Wenn es brennt, dann ist beim Styropor nicht viel da, zumal es Hauptsächlich aus Luftkammern besteht. Ein Kubikmeter sind ca. 35 kg Erdöl - damit lassen sich ca. 10 m" isolieren. Mit 500 kg ist ein Einfamilienhaus isoliert. An unseren unterlasteten Feuerwehren lässt sich leicht erkennen, dass es eher selten brennt.

Eine Gaunerei ist allerdings die Förderung, denn die gab es nur für den Kredit - also für die Banken - nicht für die Isolierung. Wer eigenfinanziert isolierte, bekam vom Land nix. Mittlerweile ist dies in OÖ geändert worden, auch Selbstzahler bekommen nun vom Fördertopf.

Das Thema Förderungen würde eine eigene Diskussion brauchen. :oooch:

3

Samstag, 15. Januar 2011, 16:45

hallo ASY,

Was ich mich bei wärmedämmung frag, ist : liegt der Taupunkt evtl. zwischen Wand und Dämmung? Wir produzieren in unseren Häusern ja ziemlich viel Wasser bzw. Wasserdampf beim Kochen, Duschen, Wäsche waschen und schon allein durchs Atmen.
Nun nimmt die Wand ja Feuchtigkeit auf und transportiert ihn ebenso wie die Wär5me dorthin, wos kälter ist, also im Winter nach aussen. Wenn aber ausssen an der Wand etwas den Transport zumindest äusserst erschwert,was passiert dann mit der Feuchtigkeit? Styropor ist nun mal ziemlich diffusionsdicht. Deshalb hab ich den dringenden Verdacht, dass das Wasser zwischen Dämmung und Wand ausfällt.
An Styropor hab ich ja nicht die Herstellung aus Erdöl sondern vor allem die Imprägnierung mit hochgiftigem HBCD als Flammschutzmittel um in die Brandklasse B zu kommen, sie verzögern zwar den Brand, aber entwickeln starken, hochgiftigen Rauch.
Manche Styrodurplatten werden mit co2 geschäumt und manche mit HFKW, und das alles verkaufen sie uns wegen dem Umwelt- bzw. Klimaschutz? Das ist ja schon mehr als fragwürdig.
Ich halte es außerdem für verantwortungslos, brennbares Zeug auf Fassaden im mehrgeschoßigen Wohnbau zu verwenden. Ein Fluchtweg über eine Aussenstiege ist passe.

Hast du auch die Fenster getauscht? Wie dick ist denn die Dämmung an deinem Haus? Hast du auch eine zentrale WRL?
Womit heizt du ? Wieviel weniger als vor dem Dämmen brauchst du denn? Hast du auch einen Energieausweis mit errechnetem Heizwärmebedarf? Das hätt mich schon immer interessiert ob die Berechnung da einigermaß0en stimmt?

Ich bin halt sehr skeptisch, weils so lautstark propagiert wird und es ist seit den neunziger Jahren der Schimmelbefall in Wohnungen stark angestiegen, ich vermute stark einen Zusammenhang.

4

Dienstag, 25. Januar 2011, 22:34

Was ich mich bei wärmedämmung frag, ist : liegt der Taupunkt evtl. zwischen Wand und Dämmung? Wir produzieren in unseren Häusern ja ziemlich viel Wasser bzw. Wasserdampf beim Kochen, Duschen, Wäsche waschen und schon allein durchs Atmen.
Nun nimmt die Wand ja Feuchtigkeit auf und transportiert ihn ebenso wie die Wär5me dorthin, wos kälter ist, also im Winter nach aussen. Wenn aber ausssen an der Wand etwas den Transport zumindest äusserst erschwert,was passiert dann mit der Feuchtigkeit? Styropor ist nun mal ziemlich diffusionsdicht. Deshalb hab ich den dringenden Verdacht, dass das Wasser zwischen Dämmung und Wand ausfällt.

Tut es aber nicht. Eine vernünftige Dämmung wird immer so dimensioniert, dass der Taupunkt keinesfalls zwischen Wand und Dämmung liegt sondern in der Dämmung. Was passiert mit der Feuchtigkeit? Angenommen, Styropor würde gar keinen Wasserdampf durchlassen. Dann würde gar nichts passieren, der Wasserdampf kann nicht 'raus sondern bleibt im Ziegel, wird dort aber nicht zu Wasser. Da sowieso immer nur einige Prozent des in der Wohnung produzierten Wasserdampfes durch die Wände entweichen können, ist der Wasserdampftransport durch die Wand mengenmäßig vernachlässigbar und auf keinen Fall ein Ersatz für Lüftung.

Ich halte es außerdem für verantwortungslos, brennbares Zeug auf Fassaden im mehrgeschoßigen Wohnbau zu verwenden. Ein Fluchtweg über eine Aussenstiege ist passe.

Abgesehen davon dass Außenstiegen als Fluchtweg bei uns ohnehin eher selten sind: Die Dämmung ist durch den Außenputz von der Luft abgeschlossen und brennt nicht gleich. Und wenn ein Haus einmal lichterloh brennt, nützt die Außenstiege ohnehin auch nichts mehr. Zur Brandsicherheit von Dämmplatten gab es einen Brandversuch. (Die Quelle ist zwar Firmenwerbung, aber ich zweifle nicht an der Richtigkeit des dort beschriebenen Brandversuches der Feuerwehr.)

Noch zwei Argumente der "Dämmgegner" stehen auf schwachen Beinen: Dass Dämmung die Erwärmung durch Sonneneinstrahlung weitgehend verhindert, ist zwar richtig, aber mit dieser Erwärmung ist es ohnehin nicht weit her, sie macht ungleich weniger aus als die Heizkostenersparnis durch die Dämmung. Und dass man dauernd lüften und danach die kalte Luft wieder erwärmen muss, ist auch nicht entscheidend, denn man muss nicht mehr lüften als es früher undichte Fenster von sich aus gemacht haben. Wenn der Schimmelbefall in den neunziger Jahren angestiegen ist, hat das wohl eher mit neuen, dichten Fenstern zu tun als mit Außendämmung.

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5

Dienstag, 25. Januar 2011, 22:41

Dämmung ist was Tolles, solange sie umfassend und professionell gemacht wird. Wir müssen in 2-3 Wochen umziehen, weil eben das nicht getan wurde. Unsere (Altbau-)Wohnung ist total toll gedämmt und hat total tolle Doppelglasisolierhastenichtgesehen-Fenster. Nur hat man, weil der Eigentümer des Nachbargrundstückes seine Genehmigung verweigert hat, genau eine Wand einfach mal nicht gedämmt, genau dort wuchert natürlich inzwischen der Schimmel.

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 11:27

@ Uebersicht - super Erklärung!
Nur hat man, weil der Eigentümer des Nachbargrundstückes seine Genehmigung verweigert hat, genau eine Wand einfach mal nicht gedämmt, genau dort wuchert natürlich inzwischen der Schimmel.
Jo, du wurdest also Opfer von aggressiven Eigentumsrechten. Willkommen im Team!

7

Donnerstag, 27. Januar 2011, 11:58

Jo, aber nicht zwangsläufig Opfer des Eigentumsrechts des Nachbarn. Immerhin hätte man auch problemlos innen dämmen können. Vor ein paar Tagen kam übrigens vom Gesundheitsamt der Befund, insgesamt 7(!) Schimmelgattungen wurden nachgewiesen, davon mindestens 4 mit allergenem Potential.

ASY

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 12:09

Dann bist du Opfer des Eigentumrechtes deines Nachbarn und deines Zins nehmenden Vermieters.

Meine Meinung zu Miete zahlen und Grundstück kaufen!

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