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ASY

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1

Dienstag, 1. Februar 2011, 20:43

Drogen Zeitungsartikel

Ich habe diesen Artikel in einer regionalen Zeitung gefunden und würde gerne wissen, was ihr darüber denkt.

Kann man das Resultat als Erfolg oder Misserfolg begreifen?
»ASY« hat folgendes Bild angehängt:
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2

Dienstag, 1. Februar 2011, 21:08

Wie ich beim Überfliegen der Fundstellen im Netz gelesen habe, scheint es in Vöcklabruck neben Ermittlungsdruck auch Angebote für Suchtkranke.

Dieser Effekt ist nicht nur typisch für diesen Ort. Betäubungsmitteldelikte gehören zu den Kontrolldelikten. Ist man da als Strafverfolgung untätig hat man eine geringe Kriminalitätsrate. Allerdings wird man eine hohe Rate bei den Beschaffungsdelikten haben.
Jetzt kann man natürlich sagen, dass die Zahl der Straften im Bereich der Beschaffungskriminalität aauch dann steigt, wenn der Preis für den Stoff "künstlich" hoch getrieben wird.

Über kurz oder lang dürfte aber ein Abwanderungseffekt entstehen. Daher sind isolierte Maßnahmen immer ein Garant für Mißerfolg. Neben dem Druck durch die Ermittlungsbehörden, der gezielt auf die Händler gerichtet sein muss, müssen auf verschiedenen Ebenen Angebote für die suchtkranken Menschen bereit gestellt sein. So aktiv, wie man gegen die Dealer vorgeht, so aktiv muss man sich um die Abhängigen kümmern.

So kann es funktionieren. Eine sucht- und suchtmittelfreie Gesellschaft ist eh Utopie. Also muss man neben dem Kampf gegen Suchterkrankungen auch mit repressiven Mitteln gegen illegalen Besitz, Handel und Schmuggel vorgehen.

Mit der Alkoholprohibition ist es nicht vergleichbar, da es um eine andere Qualität und Gefahr der Suchtmittel geht.

ASY

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3

Mittwoch, 2. Februar 2011, 10:14

Grundsätzlich bin ich für totale Aufklärung und totale Entkriminalisierung aller Drogendelikte, anfänglich besonders jener, die kein einziges Fremdopfer produzieren.

Die Angebote für Suchtkranke wurden vom Land OÖ gestaltet und gleichzeitig hat das Land natürlich auch den Ermittlungsdruck erhöhen lassen, damit die Institute Gewinn einfahren und die dortigen Mitarbeiter bezahlt werden können. Das sind keine Hilfsprojekte für Suchtkranke, sondern Geschäfts- und Einkommensmodelle, welche von den Süchtigen profitieren.

Nur Süchtigen, die sich freiwillig einer Therapie unterziehen, kann geholfen werden. Jene Mehrheit aber, die per Suchtmittelgesetz zu einer Therapie erpresst wird, fungiert nur als Betriebsmittel. Substitutionsmedikamente sind sauteuer, wo auch die Medizinindustrie massig am Leid von Süchtigen mitverdienen kann.

Natürlich alles auf Kosten des Steuerzahlers - weshalb die Überschrift "Geschäftsfeld Sucht" sehr treffend wirkt http://sucht.promenteooe.at/

Richtig: Eine sucht- und suchtmittelfreie Gesellschaft wird es nie geben, weil dies überhaupt nicht möglich und nötig ist. Wo wäre die Grenze zu ziehen? Bei der Eifersucht oder Geldsucht?

Zur Geldsucht habe ich 2009 einen kleinen Aufsatz geschrieben: http://hauptwort.at/2009/04/05/der-vorte…schuldensystem/
Mit der Alkoholprohibition ist es nicht vergleichbar, da es um eine andere Qualität und Gefahr der Suchtmittel geht.
Worauf beziehst du dieses Postulat? Aus Wissen, Erfahrung, Vermutung oder aus einem Drehbuch?

ASY

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4

Sonntag, 6. Februar 2011, 01:57

Ein Polizist muss nach einem Drogengesetz handeln, welches auch gleichzeitig das Drogenproblem erhöht. Ein kritischer Polizist würde sich somit selbst weg argumentieren. Wer kann also von dieser Gesetzesfalle noch wissen? Wohl doch nur ein Süchtiger, dem freilich die Reputation und mediale Aufmerksamkeit fehlen, oder dem profitierenden Wissenden.

Eine win-win Situation für die legale als auch illegale Drogenmafia. Was sollte sich wie wodurch ändern? :schulter:

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5

Sonntag, 6. Februar 2011, 15:04


Worauf beziehst du dieses Postulat? Aus Wissen, Erfahrung, Vermutung oder aus einem Drehbuch?
Bei mir sind es über 40 Jahre Lebenserfahrung. Was ist es bei Dir?

Nein, Du hast vollkommen recht. Ich denke, wir sollten alle Drogen legalisieren. Gleichzeitig sollten wir alle Leistungen für Menschen einstellen, die wegen einer Suchterkrankung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Egal, ob sie zum Zeitpunkt der Diagnose im Berufsleben standen oder nicht. Wer sich diesem auch nur fiktiv und aufgrund einer selbstständigen Handlungsweise entzieht, verliert sämtlichen Anspruch auf Grundsicherung.

Therapien werden nicht angeboten. Nur wer es aus eigener Kraft schafft, seine Sucht nachvollziehbar zu unterdrücken und theoretisch arbeiten könnte, bekommt wieder Leistungen.

Alles im Lack, grenzenlose Selbstbestimmung und Eigenverantwortung.

ASY

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6

Sonntag, 6. Februar 2011, 15:47

Ich bin 44 und dein Text wirft ein paar Fragen auf.

Warum sollten alle Leistungen für Suchtkranke eingestellt werden?
Sollte das bei Schokolade-, Eifersüchtigen usw. auch gemacht werden?
Warum steht bei dir der Süchtige und nicht die Suchtursache im Kreuzverhör?
Wie würdest du mit Suchtverursachern umgehen?
Wie denkst du allgemein über suchtbefriedigte Menschen?
Ist für dich ein Steuergeld-Modafinil-Konsument gut und ein Garten-Hanf-Joghurt-Esser böse? Wenn ja, warum?

7

Mittwoch, 9. Februar 2011, 09:35

Im Prinzip wird für Drogen natürlich immer Risikoaufschlag verlangt, wären Drogen legal, würde der Risikoaufschlag durch Steuern an den Staat ersetzt.

Ich hätte kein Problem, wenn man Cannabis in Trafiken frei kaufen könnte, um eine größere Distanz zu harten Drogen zu schaffen, mit ähnlichen Auflagen wie bei Zigaretten.

Die Steuereinnahmen könnte man für Drogentherapien verwenden.

Eine Drogentherapie kann ich mir vorstellen, als ganzheitliche Therapie, z.B. am Bauernhof, mit psychologischer Betreuung, Kunsthandwerk, Musiktherapie, Ernährungslehre, Ausbildung, Selbstfindung, ....
Die Nahrung soll deine Medizin sein, nicht die Medizin deine Nahrung.

ASY

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8

Mittwoch, 9. Februar 2011, 10:23

Steuereinnahmen für legalisierte Drogen sind immer schwierig zu verrechnen, weil das Zeug doch wie Unkraut wächst. Nönö - unsere Drogenpolitik ist ein den Gewinn und das Leid erhöhender Geschäftszweig, der sich politisch auch noch sehr gut verwerten lässt, weil er die Reflexe der law-and-order Klientel bedient. Es wird freilich schon geholfen, aber eben nur einer profitierenden Minderheit und nicht einem kranken Süchtigen, letzterer nur wichtig ist, damit die Sozialindustrie sinnlos Steuergeld verpulvern kann.

In den USA sind private Gefängnisse normal, in Deutschland werden sie seit 2005 praktiziert - wie es in Österreich ist, konnte ich noch nicht herausfinden.

Lebenslänglich in der Knast AG

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