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Donnerstag, 3. Februar 2011, 20:44

Veganer sind auch nur Menschen



In diesen Tagen kommt man um das Thema Fleischverzicht nicht
mehr herum. So viel Mühe man sich auch gibt: Irgendwann am Tag erwischt
es einen. Regelmäßig. Nichtmal im Feuilleton wird man in Ruhe gelassen.
Man will nachlesen, ob es mal wieder was Neues von Frank Schätzing gibt
und landet bei: „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer. Oder bei Karen
Duve. „Anständig essen“ heißt ihre Version des erhobenen Zeigefingers.
Vor der Glotze will man gemütlich abschalten und wird stattdessen von
irgendeiner Talkshow über Tierrechte um die verdiente Feierabendruhe
gebracht. Oder wenn man an der Fleischtheke im Supermarkt steht: selbst
wenn man nicht blöd angeguckt wird, fühlt man sich inzwischen seltsam.



Deshalb möchte ich heute einmal versuchen, einen Mythos zu
entzaubern. Denn was schon immer so war, kann einfach nicht schlecht
sein.

Fleischessen ist völlig normal. Etwas anderes haben wir auch nie
gelernt, warum also soll man dann davon lassen? Warum soll ich kein
Recht haben, im Supermarkt zum Schweinenacken für 3,90€ das Kilo zu
greifen? „Weil das Tier ein Lebewesen ist und gelitten hat, gelitten
hat, gelitten hat.“ dröhnt es in meinen Ohren und ich kann es nicht mehr
hören. Und selbst beim Fisch, diesem gefühlslosen Tier versucht eine
Veganerstimme in mich zu dringen. Was also tun? Entweder Ohrstöpsel, den
Veganer meinen ganzen Spott über seine Vermenschlichung von Tieren über
den Kopf schütten oder … sich ganz einfach mal darüber informieren, wie
es denn wirklich ist. Damit ich irgendwann mal wieder ohne schlechtes
Gewissen in ein Schnitzel beißen kann. Und zwar Abseits der ganzen
Fanatiker - grundsolide Information will ich.

Das Internet ist heute eine wunderbare Informationsquelle. Also
beginne ich zu surfen. Zuerst lande ich auf einer Informationsseite der
Fleischindustrie und werde prompt bestätigt. „Fleisch gehört zu einer
ausgewogenen Ernährung“ lese ich da und bin ersteinmal erleichtert. Und
dann lese ich, daß die Fleischindustrie sich strikt an das
Tierschutzgesetz hält. Na also! „Niemand darf einem Tier ohne
vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Ich bin
erleichtert. Warum können das diese ganzen Tierrechtler nicht verstehen?
Ich lese weiter: „Anforderung an eine nachhaltige Nutztierhaltung:
Ausübung der Tierhaltung ohne Schäden für den Menschen. Erhalt der
Nutztierpopulation und ihres genetischen Potenzials. Konkret geht es
darum, die Ansprüche der Nutztiere an eine ihnen gemäße Umgebung zu
erfüllen, Belastungen zu reduzieren, ihr genetisches Leistungspotenzial
auszuschöpfen, ihre Leistungsfähigkeit sowie ihre Vitalität zu erhöhen
und damit ihre Nutzungsdauer zu verlängern. Das schafft im Übrigen auch
eine hohe Akzeptanz durch die Verbraucher.“

Das hat gesessen. Ich lese nocheinmal. Genauer. Hab ich da wirklich
gelesen: „Ausschöpfung des genetischen Potentials? Verlängerung der
Nutzungsdauer?“ Jetzt wird mir zum ersten Mal mulmig. Ich fühle
Unbehagen in mir aufsteigen.

Ich meine: selbst wenn es gefühlslose Wesen sind, die da in unseren
Ställen stehen: immerhin waren die doch auch schon vor dem Menschen da
und wurden nicht erst vom Menschen gemacht. Hmm. Ich beginne zu
überlegen. Warum schreibt die Fleischindustrie so was. Die wollen doch
nur das Beste von Mensch UND Tier, oder? Oder wollen sie am Ende doch
nur eines, was im Prinzip alle wollen: mein Geld?

Jetzt will ich es endlich wagen. Ich suche und finde ein Video über
Schlachtung aus irgendeinem ARD-Magazin. Gut recherchiert, nicht so ein
irres Schockvideo wie das von Tierschützern. Zuerst eine Zahl: in
Deutschland werden jedes Jahr 56 Millionen Schweine geschlachtet. Man
wird vorgewarnt: die Bilder, die jetzt gezeigt werden sind nicht so
grausam wie die Wirklichkeit. Das lässt meine Vorahnung nicht besser
werden. Gezeigt wird ein modernes Schlachthaus. Es wird mit Kohlendioxid
betäubt. Alles vollautomatisch. Ich sehe, wie Schweine von einem Gitter
zusammengedrängt werden und: das kann nicht sein! Warum schreien die?
Die schreien und wehren sich. Das Schreien wird immer kläglicher.
Endlich werden sie von der Maschine so zusammengedrückt, daß sie sich
nicht mehr wehren können. Dann verlieren sie das Bewusstsein. Dann erst
kommt die Schlachtung und mein erster Reflex ist: ich schalte aus.

Ich gehe spazieren und rege mich auf. Wieso zeigt man solche Bilder?
Das ist doch unmenschlich. Wieso erinnert mich alles was ich sah an
Gräuelszenen, die ich in Geschichte gelernt habe?



Zum vollen Text:


http://ksta.stadtmenschen.de/blogs/mod_b…logs/index.html
Der Anti-Jagd Blog
Mordfreie Wälder und wildes Leben, sollte es ruhig öfters geben!

Tierrechte Blog

Der Palästina Blog
"Im Vergleich zu Avigdor Lieberman sind Jean-Marie Le Pen und Jörg Haider so harmlos wie Max und Moritz."
Uri Avnery

Veganer Freigeist:
http://veganer-freigeist.blog.de/

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