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Montag, 7. Februar 2011, 11:52

Mein Weg .... oder die Suche nach meiner Wahrheit!

„Ich glaube jedem, der die Wahrheit sucht. Ich glaube keinem, der sie gefunden hat.“
Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller


Das heute von mir entdeckte Zitat hat mein kleines Leben und dessen momentanen Standort ein wenig aufgerüttelt und vielleicht ist es der Beginn für eine Veränderung, eine Erweiterung von der ich zwar momentan noch keinerlei Ahnung habe, aber vor der ich mich schon lange Zeit drücke .... oder besser, der ich bisher entkommen bin, so ich inzwischen nicht mehr tat, als nur meine "Zeit abzusitzen". Sozusagen ein Sitzstreik auf ganzer Länge .... verursacht durch Ängste die nur in meinen Gedanken existieren.

Ich weiß bewusst, dass ich das Leben anderer schädige, verteidige mein Tun jedoch damit, dass mir eine Beendigung des Schadens anderer weitaus mehr Schaden zufügen könnte.
Es ist schon verrückt, dass ein bislang nur "eventueller" Schaden, der mich treffen "könnte" ausreicht, um selbst tatsächlich Schaden zu verursachen. Fazit: Ich pr ügle, um keine Prügel bekommen zu können. Und ein jeder, der jetzt denkt, dass ist verwerflich, der hat damit zu 100% Recht ... was nichts an der Tatsache ändert, dass es nun mal so ist wie es ist, auch wenn das wenig Schmeichelhaft für meine Person ist.

Nur was habe ich von Schmeicheleien anderer, die mich bei meinem Tun verstehen oder gar unterstützen, wenn diese Tat eine Untat, ein Missbrauch an anderen ist. Genau in dem Moment wo ich erkenne was mein Tun bewirkt und worauf es sich gründet stehe ich mit meiner Erkenntnis plötzlich wieder alleine da, und sie wird keinesfalls einen Funken besser als sie ist nur weil mehr oder weniger Menschen dieses befürworten.

Doch was hindert mich daran es zu ändern?
Angst ... einzig und alleine die Angst davor was und wie sich die Dinge ändern und entwickeln werden. Angst vor dem noch Unvorstellbarem. Angst über mich selbst hinaus zu wachsen, nämlich den Weg in das Unbekannte zu wagen, auch wenn ich dessen Ausgang nicht (oder noch nicht) erkennen kann. Deshalb hab ich wohl auch so lange an dem festgehalten was mir vertraut und bekannt war/ist. Egal ob gut oder schlecht, ob gerecht und ungerecht, selbst verursacht oder fremd verschuldet .... es war/ist mir bekannt, und da mir offensichtlich das Bekannte (mit jedem Schaden den es verursacht) vorteilhafter erscheint als das Unbekannte stecke ich jetzt in diesem Augenblick in diesem Dilemma. Das zwar nicht erst seit Jetzt existiert, aber erst die Erkenntnis darüber, die Wahrnehmung des Tatsächlichen lässt es wirklich werden/sein. Vermutlich wollte ich lange Zeit nicht sehen, aber irgendetwas in mir weigert sich doch für immer blind zu sein. Ob dieses sehen wollen nun ihren Ursprung darin hat, anderen nicht mehr schaden zu wollen, oder meine Schadensverursachung zu beseitigen kann ich nicht feststellen (dazu sitze ich in mir noch zu tief in der Systemimmanenz), was aber für eine Veränderung nicht wirklich von belang ist, so ja erst mal das selbige Ergebnis damit erzielt werden kann.

Was führt nun zu dieser Angst, die mich derart lähmt, dass ich nicht im Stande bin/war, an unrechten Zuständen aktiv etwas zu ändern, so ich der Einzige bin, der dies könnte?
Ist es die Unwissenheit, sind es die Erfahrungen anderer die damit scheiterten, ist es mein Ego, dass auf sein Recht beharrt - dieser unbewiesene Begriff, der nur bestimmt, dass der Stärkere gewinnt und dem es vollkommen egal ist, dass dabei mindestens einer verliert. Vermutlich ist es eine Mischung aus Allem, mal ein wenig mehr von hier oder dort. Nur darüber hinaus, weiter als bis dahin hab ich mich bisher noch nicht gewagt ... wie schlimm, wie ignorant, wie unglaublich verbohrt einen doch die eignen Vorstellungen erscheinen und handeln lassen. Und all die Grenzen, die dieses Denken und Handeln verursachen habe ich mir bis heute als Werkzeuge meines Lebens erhalten.

Eigentlich kann ich mir nur raten diese raschest abzulegen, mit offenen Augen Ausschau nach neuen, weiterentwickelten und dienlicheren Werkzeugen zu halten. Nicht sofort neue zu benutzen, denn meine Logik sagt, dass ich wohl erst erlernen sollte neue Werkzeuge zu entdecken, deren Handhabung erlerne und mich derer bediene, wenn sie brauchbar sind. Auch da werden mir Fehler unterlaufen, aber ich hoffe von Herzen, dass nichts in mir so daran festhält, dass ich (egal ob bewusst oder unbewusst) Schaden verursachende Werkzeuge länger benutzte, als unbedingt nötig. Von den alten, von denen mir sicherlich die meisten von Dritten empfohlen oder durch Handhabung vor gelebt wurden habe ich mich (und alle die mir anhängig waren/sind) beinahe eine unendlich lange Zeit nicht lösen können, so ich dachte es wären die brauchbarsten. Um Schaden zu verursachen ganz bestimmt .... wie in meinem Fall, aber wenn die Mehrheit der Menschen dies als ganz Normal ansieht, dann ist es schwierig aus diesem Kreislauf auszubrechen, Bekanntes in den Müll zu entsorgen ... weil die Mehrheit ja nur von diesen Werkzeugen mit Überzeugung Gebrauch macht.

Über sich selbst hinaus zu wachsen bedeutet ins Unbekannte zu gehen.
Etwas zu wagen, wovon man keine Vorstellung hat, weil man ja die Zukunft immer mit den Gedanken, Erfahrungen und Gefühlen der Vergangenheit bestreitet.
Eine neue Wahrheit zu finden bedeutet automatisch sich von den alten Wahrheiten zu verabschieden, sie zu verwerfen und Platz zu machen.
Deshalb gibt es auch keine einzige, keine exklusive Wahrheit, sondern nur eine sich immer verändernde Wahrheit.

Wenn ich heute sagen könnte, dass ich anderen Schaden zufüge und das auch will, dann ist das eine Wahrheit die Ehrlichkeit beinhaltet.
Doch leider habe ich das niemals getan, sondern der von mir verursachte Schaden der anderen wurde von mir mit Ausreden, Verdrehungen, Schuldzuweisungen uvm verschleiert.
Und nur die Erkenntnis meines wahren Tuns schafft in Wirklichkeit Raum .... Raum der befreit für die nächste Wahrheit die es zu finden gilt.

In den Spiegel zu blicken und sein Selbst zu sehen, oder besser sehen zu wollen ist kein Honigschlecken. Nicht für den der es will, und schon gar nicht für den der sich davor scheut.
Obwohl es keinen Unterschied macht, ob ich sehen will wer oder was ich bin oder nicht. 100 %ig sicher ist, dass Ich bin was ich bin, nicht mehr und nicht weniger.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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