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ASY

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1

Mittwoch, 9. Februar 2011, 23:43

Was ist das Gegenteil von "Krieger" auf Deutsch?

Bin gerade in einer Diskussion und warf die Frage in den Raum, was denn das Gegenwort von "Krieger" ist.

Ein Dialog:

"Ich bin ein Krieger, was bist du?"
"Ich bin ein Friedensfreund, Kriegsgegner, Pazifist!"
"Hast du für euch keine deutsche, eindeutige Bezeichnung?"

Da steht der Friedensengel schön blöd da! Fällt euch was ein?

Nachtrag: Jetzt gerade eingefallen.

"Ich bin ein Krieger und was bist du?"
"Ich bin bin die Frieda, lass mich in Ruh!"



:bruell: :ggg: :zkugel:

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Michael Caine

unregistriert

2

Donnerstag, 10. Februar 2011, 00:57

"Da steht der Friedensengel schön blöd da!" :) :bruell: Das ist wieder einen Lacher wert!!
Frieda Kriega :)

Das Wort hat schon was. In Wirklichkeit steht Friedensengel wunderschön da,
wer es sehen will, der schenke sich die Zeit und bemühe in seiner Wahrnehmung, vielleicht zum ersten Mal bewusst sein Drittes Auge.

Es gibt da seit einiger Zeit das Wort Lichtkrieger. Das beinhaltet etwas Streitbares, Licht gegen Dunkel, ist also nicht wirklich die passende Bezeichung für seine Mission, in der er selbst reifen möchte. Lichtarbeiter klingt schon passender. Ein Krieger gibt sich stets ein frontales, Trennung erlebtes GEGEN. Für einen Friedvollen gibt es grundsätzlich ein FÜR. Er ist nicht gegen etwas sondern bewusst FÜR etwas. Für die Auflösung von, für das Aufbauen von.

Ausgleicher, Harmonisierer

3

Donnerstag, 10. Februar 2011, 09:12

Eine ähnliche Frage wäre: Was ist das Gegenteil von Durst oder von Computer ?

Aber ich würde Pazifist sagen, ich bin übrigens ein Pazifist, gegen das Heer, gegen Waffen und gegen Krieg als Lösung von Problemen, das einzige was ich akzeptiere ist passiver Widerstand.
Die Nahrung soll deine Medizin sein, nicht die Medizin deine Nahrung.

4

Donnerstag, 10. Februar 2011, 16:52

Ich vermute doch mal mehr der Flüchtende in diesem Sinn.
Der eine ist Krieger, der andere kriegt eine vom Krieger.

Es gibt aber auch Menschen, die die ganze Zeit immer nur kriegen
aber nichts dafür machen müssen. Das sind dann auch Krieger.

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5

Freitag, 11. Februar 2011, 09:00

Eine ähnliche Frage wäre: Was ist das Gegenteil von Durst oder von Computer ?

Diese Feststellung machten wir erst unlängst in einer Diskussion - was sich, laut dem Schulunterricht einer höheren Schule damit erklären lässt, dass es in unseren Breiten offensichtlich nie das wirkliche Problem von Wassermangel gab. Deshalb gibt es nur für die "Ausnahme" Durst eine Bezeichnung, jedoch nicht für den "Normalzustand" des "Trunkenseins" (ein besseres Wort finde ich jetzt nicht). Was in anderen Ländern und Sprachen dieser Erde anders ist - dort gibt es für das Gegenteil von Durst sehr wohl Wörter.

Das Gegenteil von Krieger ist schon eine interessante Sache:
Das einzige Wort, dass dem Gegenteil am ähnlichsten kommt, ist das Wort Pazifist. Jedoch würde ich dieses eher als "das Fremdwort" für unser noch fehlendes Wort einordnen. Wir haben hier nur die lateinische Variante dieses Wortes, aber wo ist das wirklich deutsche Wort dafür. Wenn du den durchschnittlichen Österreicher/Deutschen befragst, dann werden nicht mal die Hälfte das Wort "Pazifist" wirklich kennen, und wenn schon mal gehört, dann könnten sie es nicht Sinn bringend erklären. Vielleicht könnten wir uns bei unserer Diskussion darauf "einigen", dass wir das Wort Pazifist als das Fremdwort gelten lassen. Was schreibt Wikipedia dazu?

Wikipedia: Das Wort ist abgeleitet vom lateinischen Substantiv pax für „Frieden“ (Genitiv pacis) und dem Verbum facere für „tun, machen, herstellen“. Im klassischen Latein gab es Komposita dieser beiden Worte wie pacificus – „Friedensstifter“ – oder pacificare – „Frieden schließen; befrieden, besänftigen“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pazifismus

Für den Krieger gibt es eine eindeutige Bezeichnung, wogegen das Gegenteil nur aus zusammengesetzten Wörtern zu bilden ist. Könnte das jetzt daher kommen, dass es wie beim Durst (dessen Gegenteil bei uns sprachlich gar nicht vorkommt) der Normalzustand ist, ein "Friedensstifter" zu sein (dies ist jetzt wirklich das am nahe liegendste Wort für mich) - nur für die Ausnahme dessen ein Wort geschaffen wurde, nämlich der Krieger?
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

Michael Caine

unregistriert

6

Freitag, 11. Februar 2011, 20:37

Zitat

Die Begriffe Pazifismus und Friedensbewegung stehen heute oft als Synonyme nebeneinander. Allgemein ist heute der Leitgedanke des Pazifismus die Ablehnung von Krieg und Gewalt und die Suche nach gewaltlosen Lösungen zwischenstaatlicher Konflikte und Überwindung von kriegerischen Ursachen in der Gesellschaft. http://www.anarchismus.at/txt4/pazifismus.htm


Pazifist ist dem gesuchten Wort wohl am nächsten. Es steht jedoch nicht rein für Frieden, in Frieden sein mit
sich und allen und allem anderen, in Frieden gemeinsam auf neues, faszinierendes Unbekanntes schauen, was ein in der Interaktion, utopisches friedliches System, ein gereiftes Kollektiv voraussetzt. So ein Kollektiv, dass es, als glücklichen Nebeneffekt ihrer Reife, nur so schafft, andere weit entfernte Sterne zu bereisen. Eine kriegerische Spezies sprengt sich vorher selbst in die Luft. Die kommt im Universum nicht weit. Wir alle haben von einer weit fortgeschrittenen, friedlichen Spezies - Möglichkeit der eigenen Menschheit auf diesem blauen Planeten in hunderttausend Jahren oder mehr - keine Vorstellung, was alles, alles im Denken, Urteilen, Verstehen, Interpretieren geändert werden muss, wie oft wir unsere eigenen Weltbilder dafür umwälzen müssen und damit Hand in Hand einhergehend unsere eigenen reAktionen. Wenn wir heute so einem Wesen gegenüberstehen könnten, wie wollten wir es verstehen, wenn es unser kleines Weltbild und unsere unReife weit übersteigt.
(Ich wette bodenständig, diese glauben an Gott; und sie könnten mir ihre Beweislage nicht erklären, denn ich kann einer Ameise von Parallelwelten auch nicht erzählen.)

Die Bedeutung des Wortes Pazifist erschafft sich aus dem Krieg,
ebenso der Slogan der Anarchisten "Gegen jede Art von Herrschaft". (Führung von Weisen ist sinnvoll.)
Zitat Kratzbürste: "Für den Krieger gibt es eine eindeutige Bezeichnung,
wogegen das Gegenteil nur aus zusammengesetzten Wörtern zu bilden ist."

Kein Wort für dieses Umfassende, Wunderbare. Hm. Vielleicht weil diese kriegerische Menschheit, wir, nicht wissen, was Frieden wirklich ist?
Kriegerisch auch im Alltag. Liebe Menschen bekriegen sich gegenseitig, verletzen, nerven sich aus Unverständnis, Ungeduld, aus Nervosität, wegen gelebter Defizite, Bedürfnisse, Verlangen, so sein zu dürfen, wie man ist. Sehnsucht nach Verstandensein. Toleranz wird von allen gefordert. Wer gibt sie? Wer kann tolerant sein, wenn er gleichzeitig warum ein Defizit fühlt? Können wir aus einer anderen Quelle schöpfen, als den Zuspruch aller (suchender) Mitmenschen, der sich nie erfüllt? Nur wenn wir die andere Quelle finden, sind wir autonom.
(Symbole, metaphorische Sprache sind keine Erfindung. Sie sind seit Anbeginn mitgegeben für das Erkennen des Umfassenden oder sollte ich sagen des Unfassbaren.)

Durst - dessen Gegenteil bei uns sprachlich gar nicht vorkommt

Zeigt das, wie sehr wir alle täglich in Interaktion das nicht schätzen, was wir haben? Ist das Leid irgendwie auch da, dass wir lernen neu zu schauen, denken?

Es geht nicht allein um große Kriege
stoppen. Die alltäglichen sind auch zermürbend. In dieser modernen Friedenszeit aller Modernsten sind echte, innerlich starke Friedensstifter im gelebten Alltag rar. Irgendwie sind diese für mich wie hochentwickelte Ausserirdische.
(Bitte nicht physisch verstehen.)

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