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Freitag, 11. Februar 2011, 19:47

Kann man sich die Todesstrafe verdienen?

Dieses Thema wurde von ASY aus dem Thema nach folgendem Beitrag herausgelöst: 07.Februar 1968: Die Todesstrafe wurde in Österreich abgeschafft


Überlegen wir doch mal, wer sich die Todesstrafe wirklich verdient hätte.

Todesstrafe für Abtreiberinnen, die befruchtete Eizellen morden?
Hat eine Frau sich die Todesstrafe verdient, weil sie abtreibt und eine befruchtete Eizelle nicht austragen will? Nein. Es gehören ja auch ZWEI dazu, dass eine Frau schwanger wird. Was ist mit den Männern, die Abtreibung bis zur 12. Woche verurteilen? Haben diese Männer, solange sie ihr Sexleben genossen und ausgelebt haben, wirklich immer brav und anständig das Mitverhüten geschafft, auch wenns schwer fiel, damit die Frau auch wirklich nicht in die Abtreibungshölle hineingeriet? Oder haben diese Männer es großteils immer der Frau allein überlassen, dass sie nicht schwanger wurde? Wie oft sind diese Männer, die Abreibung nun verurteilen, selber in die Situation geraten, dass sie eine Frau ungewollt (nicht geplant) geschwängert haben? Übernehmen diese Männer nun, die Abtreibung verurteilen, auch Verantwortung oder sind sie bereit, jedes ungewollte Kind, welches ausgetragen wird auf ihren "guten Rat", ein Ersatzelternteil sein zu wollen, es zu adoptieren, ein Zuhause zu geben? Wie viele "fanatische Abtreibungsgegner" reden nicht nur groß, oder machen sich wichtig, sondern betreiben tatsächlich auch ein Kinderheim, welches sich jener Kindern animmt, die grade noch geboren werden durften, jedoch nach der Geburt abgegeben wurden? Oder soll es ein Gesetz geben, dass ALLE Frauen verpflichtet werden, auf jeden Fall eine ungewollte Schwangerschaft immer auszutragen? Bitte? Sollen Frauen staatliche Gebärmaschinen sein, nur damit das beschissene kranke Geld-System aufrecht erhalten bleibt? Und sollten Männer wegen "Vergewaltigung" angezeigt werden, wie in Schweden, wenn der aus Bequemlichkeit KEIN Kondom angewendet hat im Fall einer Schwangerschaft?

Abreibung ist sicher für keine Frau eine leichte Entscheidung. Aber überlegen wir mal so:
Wie viele Millionen Jahre zuvor mussten unsere weiblichen Ahnen sich einfach überrumpeln lassen, unfreiwillig ihren Körper für eine Schwangerschaft hergeben, ob sie wollte oder nicht? Überrumpelt nicht nur vom Sexualtrieb des Mannes, wo Schutz der Frau vor sexuellen Übergriffen es per Gesetz noch lange nicht gegeben hat, sondern vor allem überrumpelt von der "lieben" Natur, weil die Frau damals überhaupt keine Chance gehabt hat, ihren Zyklus zu erkennen! Man stelle sich vor: Die liebe Natur hat das gar "toll" eingerichtet, eine Frau könnte theoretisch vom 12. Lebensjahr bis zum 45. Lebensjahr einmal im Jahr schwanger werden! Theoretisch. Und wie viele Frauen mussten sich über Jahrtausende vergewaltigen lassen und schwanger werden, ob sie wollten oder nicht? Ich bin froh, dass die Frau heute NICHT mehr überrumpelt werden kann zu einer ungewollten Schwangerschaft, weder durch den Mann, noch durch die Natur. Es gibt Verhütungsmethoden genug, allein das ist ein riesengroßer Fortschritt für uns Frauen!!! Und wenn doch etwas "passiert", weil eben die Natur listig ist und auch die Pille nicht immer 100% hinhaut, warum soll eine Frau im "Notfall" nun nicht für sich in Anspruch nehmen, die Schwangerschaft zu unterbrechen, die am Plan nicht steht, indem die befruchtete Eizelle entfernt wird? Warum müssen Männer eigentlich ständig bumsen? Ehemänner und Lebenspartner erheben den Anspruch, auf Kondom zu verzichten. Das heißt, großteils bleibt die Hauptverantwortung, nicht schwanger zu werden, sowieso wieder an der Frau hängen.

Todesstrafe für Triebtäter, Kinderschänder und Mörder?
Jain. Triebtäter sind in meinen Augen kranke und gefühlstote Menschen, die kein Mitgefühl mit anderen (ihren Opfern) haben, sie sind demnach auch nicht Herr über sich selbst, der Trieb allein bestimmt einen solchen Menschen, ich glaube, es sind einfach unbeherrschte animalische Triebe, Sexsucht und Mordlust, in der Tierwelt findest man es "normal", kommt beim Menschen das Tier durch, wundern sich alle ganz groß. Dabei hat der Mensch seine Urinstinkte noch lange lange nicht ausgemerzt, man braucht ja nur gucken, wie sehr Hass, Neid, Missgunst und Eifersucht an der Tagesordnung stehen. "Normal" sind solche Gefühle sicher nicht, sondern nur "zu menschlich".Triebtäter kann man nicht in der Gesellschaft frei herumlaufen lassen, also wie wäre es statt Todesstrafe mit Voll-Sterilisation? Ich glaube, jedem Triebtäter müsste in einer besonnen Minute es selber einleuchten, dass es besser ist, sterilisiert zu sein als durch die Giftspritze tot.

Todesstrafe für Waffenproduzenten??? Warum nicht!
Aus Profitgier töten ist doch das Bestialischste was es gibt! Leute, die ihr grausiges Geld mit der Erzeugung von Tötungschmaschinen verdienen, mit Auslöschen anderer Menschenleben auch noch FETTEN MILLIARDENREICHTUM machen, die könnte man doch der Diskussion aussetzen von wegen Todesstrafe, oder? Solche Leute sind Kriegsverbrecher und Kriegstreiber, also Prototypen von Mördern. Die hätten es am ehesten verdient, am eigenen Leib zu erfahren, was sie anderen "geschäftsmäßig" antun, um dadurch reich und milliardenschwer zu werden. Wenn schon Todesstrafe, dann all all jenen, die Waffen in arme Drittländer verkaufen und dann auch noch schleimig und scheinheilig "Friedenstruppen" hinterher entsenden. Und da gehören Regierungen und ihre "Taten" wirklich einmal bis in ihre schwarze Seele durchleuchtet. Und komme mir jetzt keiner, der sagt, die Waffenindustrie schafft "Arbeitsplätze". Solche Arbeitsplätze hat ja auch schon der Hitler geschaffen - und was ist rausgekommen? Damals so wie heute: Nichts als Mord, Mord und nochmals Mord.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ASY« (11. Februar 2011, 20:52)


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2

Freitag, 11. Februar 2011, 20:02

Todesstrafe für Waffenproduzenten??? Warum nicht!
Aus Profitgier töten ist doch das Bestialischste was es gibt! Leute, die ihr grausiges Geld mit der Erzeugung von Tötungschmaschinen verdienen, mit Auslöschen anderer Menschenleben auch noch FETTEN MILLIARDENREICHTUM machen, die könnte man doch der Diskussion aussetzen von wegen Todesstrafe, oder?
am ehesten noch, aber ich bin gegen Todesstrafe, aber zur Verantwortung sollte man sie schon ziehen, nicht zu vergessen, die Menschen, die Atomkraftwerke zulassen und betreiben, die Kinder und Enkekinder werden uns fragen, warum wir das tatenlos zugelassen haben, wenn sie es denn überleben.
Die Nahrung soll deine Medizin sein, nicht die Medizin deine Nahrung.

HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

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3

Samstag, 12. Februar 2011, 15:43

Wir sollen doch gar nicht töten ?!

Deswegen erübrigt sich für mich diese Frage, da ich JA zum Leben gesagt habe.

Nur wo fängt das an?

Michael Caine

unregistriert

4

Samstag, 12. Februar 2011, 16:59

Zitat Erdbeeramazone

Zitat

Wenn schon Todesstrafe, dann all all jenen, die Waffen in arme Drittländer verkaufen und dann auch noch schleimig und scheinheilig "Friedenstruppen" hinterher entsenden. Und da gehören Regierungen und ihre "Taten" wirklich einmal bis in ihre schwarze Seele durchleuchtet. Und komme mir jetzt keiner, der sagt, die Waffenindustrie schafft "Arbeitsplätze". Solche Arbeitsplätze hat ja auch schon der Hitler geschaffen - und was ist rausgekommen? Damals so wie heute: Nichts als Mord, Mord und nochmals Mord.


Am ehesten die einzelnen Kriegstreiber und Waffenhändler. Das klingt überzeugend. Michael Moore interviewte kriegswerbende Entscheidungsträger, die er auf der Strasse abfing, er fragte sie, ob sie sich und ihre Söhne gerne anwerben lassen möchten und hielt ihnen dazu ein Formular entgegen. Sie sagten nichts und liefen fort.

Ich bin für den Schutz des Lebens, aber so einfach ist die Antwort der Abtreibungsgegner nicht. Daher, guter Beitrag, Erdbeeramazone. Ein Lebensbefürworter und militanter, also schuldzuweisender Abtreibungsgegner könnte darüber nachdenken, dass die Wertschätzung für Leben ein für ihn 100% Erreichbares ist, der 100% Schutz jeden Lebens jedoch auch für ihn in seinen eigenen Handlungen leider nicht oder noch nicht möglich ist. Militante Abtreibungsgegner könnten, neben Überlegungen einer egoistischen eigenen Arterhaltung und Gedanken zum Schutz für Leben mit einer befruchteten Eizelle im Glas eine Massentierhaltungshölle besuchen und da im Einzelnen mitverfolgen, wie es diesem verzweifelten Wesen geht, das er ein paar Tage später so anders auf seinem Teller anschaut.

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Linksaussen

unregistriert

5

Samstag, 12. Februar 2011, 17:37

Kein Mensch hat das Recht - außer bei einem gegenwärtigen Angriff - über Leben und Tod eines anderen zu entscheiden oder diese Entscheidung gar umzusetzen.

Kein Mensch hat das Recht von einem anderen Menschen eine derartige Entscheidung zu verlangen.

Todesstrafe als Sanktion stellt einen Staat auf die Stufe des Täters und darunter.

Innerhalb mitlitärischer Konflikte sieht dies allerdings etwas anders aus, selbst wenn die Todesstrafe dort als Mittel der Sanktionierung ebenso geächtet sein muss.

6

Samstag, 12. Februar 2011, 18:07


Todesstrafe als Sanktion stellt einen Staat auf die Stufe des Täters und darunter.


Und auf welcher Stufe stehen diejenigen, die die Todeststrafe fordern?
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

Linksaussen

unregistriert

7

Samstag, 12. Februar 2011, 18:40


Todesstrafe als Sanktion stellt einen Staat auf die Stufe des Täters und darunter.


Und auf welcher Stufe stehen diejenigen, die die Todeststrafe fordern?
Da sie in der Regel die sind, die Verantwortung von anderen fordern ohne selber welche zu übernehmen, weit im Abseits.

Michael Caine

unregistriert

8

Samstag, 12. Februar 2011, 19:02

Zitat ISS "auf welcher Stufe stehen diejenigen, die die Todesstrafe fordern?" Auf welcher Stufe stehen Menschen, die andere Menschen wissentlich und vorsätzlich in das schicken, was sie selbst niemals erleben wollen?

Die Stufen ergeben sich aus dem Vorsatz.

Es ist schon komisch, dass die Konsum- und Mediengesellschaft täglich und stündlich mit Nachrichten über Mord und Totschlag und mit Grausamkeiten daherkommt, das Thema Tod als inhärente Eigenschaft eines jeden Wesens jedoch vollkommen ausblendet. Wie ist damit umzugehen, wie ist es zu verstehen, ist ein Tabuthema. Weil die große Angst davor in jedem steckt.

Umso mehr wird davon abgelenkt. Daher kommt ja die Gier mit allen Auswüchsen. Erst wenn ein hartherziger oder todverleugnender Mensch sich dazu viel Zeit nehmen muss seiner eigenen Vergänglichkeit tief ins Auge zu schauen, kommt das große Umdenken, Neuverschaltungen in Synapsenzentren, die er anders nie geschafft hätte und plötzlich, ist er aufnahmefähig für Neues.

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Linksaussen

unregistriert

9

Samstag, 12. Februar 2011, 19:17

Ich glaube nicht, dass sich die Stufen bei der Todesstrafe und deren Befürwortung aus einem Vorsatz ergeben. Die Motive sind da relativ klar und überschaubar.

Die Diskussionen über die vorsätzliche Tötung eines Menschen in Form von Mord und Totschlag und über die Frage der Todesstrafe müssen getrennt geführt werden, wenn auch einzelne Vergleiche sinnvoll und notwendig erscheinen.

Die Tabuisierung des Todes bezieht sich in der Regel auf die eigene Person und das nahe Umfeld. Wir ereifern uns mittlerweile nach immer neuen Meldungen über Gewalt und Tod. So sehr, dass wir unsere Fantasien immer stärker Einfluß auf die Realität nehmen lassen.

Die Frage der Todesstrafe ist die Frage nach der Rechtsfertigung.

Die frage an den Befürworter, muss die Option beinhalten, dass er Richter und Henker sein muss.

10

Sonntag, 13. Februar 2011, 12:19

Militante Abtreibungsgegner könnten, neben Überlegungen einer egoistischen eigenen Arterhaltung und Gedanken zum Schutz für Leben mit einer befruchteten Eizelle im Glas eine Massentierhaltungshölle besuchen und da im Einzelnen mitverfolgen, wie es diesem verzweifelten Wesen geht, das er ein paar Tage später so anders auf seinem Teller anschaut.
Guter Denkansatz, Michael Caine! Die Tierleben ... ja ... wer kümmert sich um die Rechte derer, die stumm fühlen und klaglos leiden, leider unsere Sprache nicht sprechen können, um sich auszudrücken ... wir müssten uns glatt den "Holocaust in Tierfabriken" eingestehen ...

Aber weil jetzt von "Todesstrafe" gesprochen wird, also von der "Strafe zum Tod": Was ist mit dem "Wunsch nach Tod"?

Warum geht der militante Gesetzgeber, der reihenweise unsere jungen Soldaten bis zu den Zähnen schwer kampfbewaffnet in "Friedensmissionen" schickt - das ganz ohne jegliche Bedenken, womit diese jungen Leute sich die STRAFE eigentlich VERDIENT haben, den KRIEGSWAHNSINN am eigenen LEBENDIGEN GESUNDEN LEIB erfahren zu müssen (Missstände von "Friedenstruppen"-Soldaten, die "psychisch durchdrehen", fallen sowieso unter Militärgeheimnis und sollen an die Öffentlichkeit auch nicht dringen) - gar so engstirnig, kleinkariert und verbohrt mit dem Thema "Sterbewunsch" und Sterbehilfe um? Schaut man einen Todkranken nicht für zurechnungsfähig an, sodass der Gesetzgeber sich vorbehalten möchte, jederzeit über Leben und Tod des Einzelnen zu entscheiden?

Einerseits lässt der Gesetzgeber nun ganz ohne Bedenken zu, dass junge Leute im Ausland ihr Leben lassen "dürfen", aufgrund dessen, weil ein paar Oberste und Militärs ihnen erfolgreich einreden konnten, man könne ins Soldatenuniform und mit geladener Waffe in der Hand Frieden schaffen (ich behaupte das Gegenteil, Angst und Hass beim "Anderen" wird geschürt, mehr nicht), andererseits vergönnt der Gesetzgeber Todkranken nur widerwillig die eigene Entscheidung, wann ein solcher freiwllig aus seinem Leben scheiden will.

Der Widerspruch ist ja echt krass: Einerseits tagtäglich die Greueltaten und Tod als "Normalität" im Fernsehen, andererseits die Willkür, einem todkranken Menschen NICHT seinen "letzten Willen" zu lassen!

Niemand fragt uns, ob wir auf die Welt kommen wollen, aber sind wir auf der Welt, fragt uns auch keiner, wie lange wir bleiben wollen. Muss der Mensch wirklich dazu verdammt sein, solange in seiner Haut zu stecken bis z.B. der gnädige Tod dem Dahinvegetieren auf Morphiumbasis ein Ende gesetzt hat?

Und warum nennt man einen Selbstmörder eigentlich "Mörder"? Ein Mörder ist jemand, der einem anderen das Leben raubt und zwar gegen dessen Willen. Jemand, der sich selbst das Leben nimmt, tut dies immerhin noch immer "freiwillig" (außer Franz Kröll und Kirsten Heisig, die wurden aufgrund der Indizien von jemand "selbstgemordet" ...).

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »erdbeeramazone« (13. Februar 2011, 12:36)


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