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Freitag, 18. Februar 2011, 17:21

Geplante Obsoleszenz-oder wer ist schuld an der Wegwerfgesellschaft?

Zitat

Geplante Obsoleszenz

Die geplante Obsoleszenz ist Teil einer Produktstrategie. Beim Herstellprozess werden in das Produkt bewusst Schwachstellen eingebaut oder Rohstoffe von schlechter Qualität eingesetzt. Das Produkt wird schnell schad- oder fehlerhaft, kann nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden und muss ersetzt werden (built-in-obsolescence). Ein Euphemismus aus der Betriebswirtschaft für geplante Obsoleszenz ist der Produktlebenszyklus.

Möglich ist auch der Einbau eines Mechanismus, welcher nach einer gewissen Betriebsstundenzahl, die größer als die Garantiezeit sein sollte, entweder eine Zerstörung wichtiger Funktionskomponenten hervorruft oder eine Betriebsstörung vortäuscht. Das Gerät kann dann nur durch eine in der Gebrauchsanleitung nicht beschriebene Aktion, welche nur Servicetechnikern bekannt sein sollte, wieder in Gang gebracht werden. Letzteres war (und ist womöglich) noch bei manchen PC-Druckern der Fall.

Durch das 1924 gegründete private Phöbuskartell wurde die maximale Brenndauer von Glühlampen auf 1000 Stunden international festgelegt.


[zitat wikileaks, Stichwort Obsoleszenz]


dazu lief auf arte ein schoenes filmchen http://www.youtube.com/watch?v=2wJZVU4k2lU "Kaufen fuer die Müllhalde"



Zitat

Glühbirnen, Nylonstrümpfe, Drucker, Mobiltelefone – bei den meisten dieser Produkte ist das Abnutzungsdatum bereits geplant. Die Verbraucher sollen veranlasst werden, lieber einen neuen Artikel zu kaufen, als den defekten reparieren zu lassen. Die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, nennt man “geplante Obsoleszenz”. Bereits 1928 schrieb eine Werbezeitschrift unumwunden: “Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft”. Gestützt auf mehr als drei Jahre dauernde Recherchen, erzählt die Dokumentation die Geschichte der geplanten Obsoleszenz. Sie beginnt in den 20er Jahren mit der Schaffung eines Kartells, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt, und gewinnt in den 50er Jahren mit der Entstehung der Konsumgesellschaft weiter an Boden. Heute wollen sich viele Verbraucher nicht mehr mit diesem System abfinden. Als Beispiel für dessen verheerende Umweltfolgen zeigt die Dokumentation die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra.




und hier ist sie, die Glühlampe, die schon seit 109 (!!!!!) Jahren leuchtet centennialbulb.org/photos.htm

fuer die Kartellbildung gibts zahlreiche Dokumente, ebenso fuer die erzwungene Verkuerzung der Lebensdauer einer Gluehbirne (es gab dazu innerhalb des Kartells saftige strafen, falls die Reduzierung unter 1500 h Lebensdauer nicht geschafft wurde, sowie die Unterdrueckung zahlreicher langlebiger gluehbirnenpatente)

bei Nylonstruempfen hat man schon lange trick17 gefunden, wie man laufmaschen verhindert (durch einen chem. zusatzmix, der das nylon vor der sonne schuetzt)...den zusatzmix hat man so gedrosselt, dass ein "vernuenftiger" lebenszyklusrausgekommen ist

bei tintenstrahldruckern wurde durch eine "tintenpampers" nach einer bestmmten nutzungsstaerke eine fehlercode aktiviert....voellig sinnlos...kann man durch open source programme auf null schalten lassen, den chip....muss ma aber erst mal wissen


Forderung: ueber begriffe wie wachstum und arbeitslosigkeit muss dringend nachgedacht werden, umweltkosten bei wegwerfartikeln muessen unbedingt in die preisfindung einzug finden, um nachhaltigere produkte zu foerdern


kranke welt

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Freitag, 18. Februar 2011, 19:52

Schön, das mal ab und zu mehr darüber berichten.
Ich kann das auch nur schon seit langem Bestätigen,
wenn ich mir die diversen Fehler in den Elektrogeräten ansehe,
es gibt auch ab nud zu noch bessere Geräte, wo Schaltkreise besser geschützt sind,
was aber sehr selten ist. In der Regel sind es Ausfälle von Kleinstbauteilen,
die entweder von Billigherstellern gekauft werden, und der Ausfall vorprogrammiert ist,
oder die Bauteile werden zu klein dimensioniert.
Oder oftmals sind es einfach Verschleissteile, wo genau diese
sehr schwach gebaut sind.

Solche Sachen sah man sehr oft bei Röhrenfernsehgeräten,
die aber zusätzlich schon nach 4 Jahren keinen Wert mehr hatten.
Die neue Flachbildtechnologie ist nicht besser, da alles zu sehr verbaut ist
ohne unzureichende Kühlung, und ein scon gar niocht mehr möglich ist.

Eine schwarze Liste braucht man da nicht einmal mehr machen,
da man warscheinlich dann alle Hersteller erwähnen kann, Egal ob
Automobilhersteller, Bosch, oder Computerhersteller
wie Dell, der Kondensatoren von Nichicon verbaute, die minderwertig waren,
und eine Lebenszeit von 2 Jahren hatten.
http://www.golem.de/1006/76077.html

Es Lebe der Müllberg, den wir produzieren, damit wir irgendwann einmal
das Wirtschaftswachstum darunter begraben können.

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