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Mittwoch, 9. Mai 2012, 11:09

Die Japaner müssen nicht lange nach mutierten Löwenzahn suchen ... hier ein japanischer Blogger, der auch in Englisch darüber berichtet ...

http://fukushima-diary.com/2012/04/more-…lions-in-tokyo/


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162

Donnerstag, 10. Mai 2012, 11:47

Die Japaner müssen nicht lange nach mutierten Löwenzahn suchen ... hier ein japanischer Blogger, der auch in Englisch darüber berichtet ...
Dieser Blogger und auch die anderen Poster von Pflanzen- bzw. Tier-Missbildungen gehen immer davon aus, dass diese Missbildungen durch die Radioaktivität der Fukushima-Katastrophe verursacht wurden. Ausgeblendet wird dabei, dass solche Missbildungen vielfältige Ursachen haben und es etwa missgebildete Löwenzähne natürlich auch schon vor Fukushima gegeben hat. Zu beurteilen, was von diesen Missbildungen Fukushima zuzuordnen ist und was nicht, ist kein einfaches Unterfangen.

Glücklicherweise ist das aber auch keine vordringliche Notwendigkeit. Zur Abschätzung der gesundheitlichen Risken ist die gemessene Strahlung - sowohl die aktuelle als auch die der Vergangenheit, weil die Schädigungseffekte ja kumulativ sind - ein weit verslässlicherer Anhaltspunkt als Missbildungen von Pflanzen. Und wie man z.B. dem Posting 159 von HerrnAbisZ entnehmen kann, weden solche Messungen ja immer wieder gemacht. Und dies nicht nur von offizieller Seite sondern auch von anderen Organisationen.

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Donnerstag, 10. Mai 2012, 18:34

Übersicht, du bist doch sicher einer, der vor Jahren noch schrieb, die Atomkraftwerke hat man im Griff ... da fress ich einen Besen, wenn dem nicht so wäre ...

Mutationen kommen nun gehäuft vor, lies den japanischen Blogger, zudem berichtet er über Messungen ... über Messgeräte die nur bis 198 Messwert anzeigen, weil sie nicht weiter erfassen können ... und über das Blackout der Medien in Japan, darum auch bei uns ein Blackout ...

Die japanische Regierung erwähnt 30 MILLIONEN Japaner zu evakuieren (war auch in der Zeit zu lesen).

Die gebrauchten MOX-Brennstäbe lagern unter OFFENEN Himmel in einem Pool. Diese müssen Jahre lang gekühlt werden. Zurzeit wird einfach Meerwasser hinein gelassen und wieder ins Meer hinaus gelassen. Die Verseuchung mit Strontium geht bis 1000 Kilometer, das wird dann auch die Südhalbkugel via Meeresströmung erreichen.

164

Freitag, 11. Mai 2012, 13:51

Mutationen kommen nun gehäuft vor, lies den japanischen Blogger, zudem berichtet er über Messungen ... über Messgeräte die nur bis 198 Messwert anzeigen, weil sie nicht weiter erfassen können ... und über das Blackout der Medien in Japan, darum auch bei uns ein Blackout ...
Vermehrte Pflanzenmutationen als Folge von Fukushima halte ich an der Westküste der USA und noch mehr bei uns in Europa für bloße Gerüchte. Anders ist es in Japan. Selbstverständlich werden in der Umgebung von Fukushima durch die Radioaktivität vermehrte Pflanzenmutationen auftreten. Wenn es jedoch um praktische Entscheidungen geht - also ob etwa in einer Schule der Schulhof benützt werden kann oder nicht - wird man sich vernünftigerweise auf Messungen stützen und nicht auf die Zählung von mutierten Löwenzähnen.

Nun wird immer wieder behauptet, die Messwerte wären katastrophal, die offiziellen Stellen verschweigen das aber. Natürlich haben offizielle Stellen die Tendenz, zu beschwichtigen und Gefahren herunterzuspielen, das weiß jeder. Es kann aber keine Rede davon sein, dass nach den Messwerten schon viele in einer ausgesprochenen Todeszone leben, die Messwerte aber einfach unterdrückt werden. Denn Messungen werden nicht nur von offizieller Seite gemacht sondern auch von NGO's und auch viele Privatpersonen haben sich Messgeräte gekauft (wobei dann die Frage ist, ob sie damit richtig umgehen können). Das macht ein systematisches Verschweigen von katastrophalen Messwerten unmöglich. Und dass sehr wohl gemessen wird und daraus auch Konsequenzen gezogen werden, zeigt ja z.B. die Meldung im Posting 159.

Die japanische Regierung erwähnt 30 MILLIONEN Japaner zu evakuieren (war auch in der Zeit zu lesen).
Ich kann mir gut vorstellen, dass es derartige Evakuierungspläne gibt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass in der derzeitigen Situation irgend jemand daran denkt, solche Massenevakuierungen tatsächlich umzusetzen.

Die gebrauchten MOX-Brennstäbe lagern unter OFFENEN Himmel in einem Pool.
Warum stört dich der offene Himmel? Der macht den Brennstäben nichts und uns auch nicht. Die Brennstäbe verkühlen sich nicht unter offenem Himmel und wenn's regnet, freuen sie sich nur, zusätzlich gekühlt zu werden. Die Strahlung dieser Brennstäbe ist schwach und wird durch das Wasser im Becken abgeschirmt. Leider lagern die meisten Brennstäbe nicht unter offenem Himmel sondern im Block 4. Wären sie unter offenem Himmel, könnte man sie viel leichter an einen anderen Ort bringen. Der Abtransport von Brennstäben aus dem Block 4 ist jedoch schwierig, in dem von dir geposteten Interview mit Herrn Arnie Gundersen wird auf das ausführlich eingegangen. Im Gegensatz zu dir sieht Herr Gundersen nur Probleme, wenn es erneut zu einem schweren Beben kommt - was ja auch wirklich eine konkrete Gefahr darstellt. Der man zwar durch Betonverstärkungen schon vorgebeugt hat, aber evtl. noch nicht genug. An sich sind die Abkühlbecken eine harmlose Angelegenheit. Wenn sie aber trockenlaufen, dann kommt es zu Erhitzung und zu einem Feuer, und dann wäre tatsächlich eine neue Katastrophe da.

Zurzeit wird einfach Meerwasser hinein gelassen und wieder ins Meer hinaus gelassen.
Nein. Auf Meerwasser wurde in der akuten Notsituation zurückgegriffen, und solche können evtl. auch wieder auftreten, normalerweise wird jedoch mit Süßwasser gekühlt. Es ist aber richtig, dass durch Lecks immer wieder radioaktives Wasser in's Meer gelangt. Bei dem mittlerweile doch einigermaßen stabilisiertem Zustand des Kraftwerkes sind das aber relativ kleine Mengen.

Die Verseuchung mit Strontium geht bis 1000 Kilometer, das wird dann auch die Südhalbkugel via Meeresströmung erreichen.
So wie sich radioaktives Material von Fukushima in der Atmosphäre über die ganze Welt ausgebreitet hat - in großer Entfernung von Japan allerdings in verschwindenden Konzentrationen - so wird sich auch die Radioaktivität im Meer auf die ganze Welt ausbreiten, langsam aber sicher, und natürlich auch auf der Südkugel. Auch hier nimmt die Konzentration aber natürlich mit der Entfernung immer mehr ab.

So schrecklich die Katastrophe von Fukushima ist - vor allem für die Japaner, die ja durch den Tsunami selbst schon an die 30.000 Leben verloren haben: es gibt keinen sachlichen Grund anzunehmen, dass deswegen auf der Nordhalbkugel die "Party bald zu Ende sein wird". Wenn du mich davon überzeugen willst, Miry, musst du schon mit gewichtigeren Argumenten kommen als mit Funden von mutiertem Löwenzahn. Und du müsstest auch erklären, warum die "Party" nicht schon nach der Tschernobyl-Katastrophe zu Ende war. Denn die hat sich in Europa unvergleichlich stärker ausgewirkt als Fukushima.

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165

Freitag, 11. Mai 2012, 15:03

Übersicht, du bist doch sicher einer, der vor Jahren noch schrieb, die Atomkraftwerke hat man im Griff ... da fress ich einen Besen, wenn dem nicht so wäre ...


:frag: :frag: :frag:

166

Samstag, 12. Mai 2012, 16:17

Zitat von »Miry«
Übersicht, du bist doch sicher einer, der vor Jahren noch schrieb, die Atomkraftwerke hat man im Griff ... da fress ich einen Besen, wenn dem nicht so wäre ...
Nein, so einer bin ich nicht. Ich habe die damaligen Diskussionen über die Sicherheit der Atomkraft in sehr schlechter Erinnerung. Dann da traten immer "Experten" auf, die vollkommen konträre Standpunkte einnahmen und sich vor laufender TV-Kamera darüber in die Haare gerieten. Die einen versicherten, es könne überhaupt nichts passieren, die anderen dagegen, es würde etwas passieren und das wäre dann der Weltuntergang. (Nach Diktion Miry: "dann wäre die Party zu Ende".) Der Zuschauer von solchen Diskussionen konnte sich dann nur wundern, wer von den beiden recht haben soll. Der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft und Technik hat das sehr geschadet.

Mit Übersicht war es von Anfang an klar, dass es zu Atomkraftwerk-Unfällen kommen wird. Denn es war eine neue Technologie, mit der es noch keine Erfahrung gab. Da muss man immer damit rechnen, dass etwas eintritt, an das vorher niemand gedacht hat. Natürlich lernt man wie etwa auch bei Flugzeugabstürzen aus jedem Zwischenfall dazu und versucht, bei neuen Konstruktionen entsprechende Absicherungen vorzusehen. Für viele ist dieser Lernprozess bei den Atomkraftwerken aber mittlerweile untolerierbar geworden, auch wenn weder Tschernobyl noch Fukushima den Weltuntergang ausgelöst haben. Die Atomkraft hat außerdem noch das Problem des radioaktiven Abfalls. Es gibt heute zwar schon Technologien, diesen Abfall unschädlich zu machen, diese sind aber noch im Versuchsstadium und werden noch nicht im Großen eingesetzt. (Allerdings ist der radioaktive Abfall nicht das große Abfallproblem unserer Welt. Wenn man sich vor Augen führt, was überall an hochgifitigen Substanzen oft auf sehr dubiose Art und Weise deponiert wird, dann stellt das auch ein Gefährdungspotential dar, über das aber kaum geredet wird.)

In den kommenden Jahrzehnten wird sich zeigen, wie es mit der Energiebereitstellung weitergeht und wie weit es gelingt, Atomstrom durch andere Energieformen zu substituieren bzw. den Stromverbrauch überhaupt deutlich zu reduzieren. Weltweit werden etwa 15% der Elektrizität durch Atomkraft erzeugt, in einigen Ländern wie etwa Frankreich liegt der Prozentsatz bei 70%. Praktisch heißt das, dass der Ausstieg von der Atomkraft nicht von heute auf morgen passieren wird und es nur gut ist, wenn sich Techniker weiterhin bemühen, diese Technologie möglichst sicher zu machen. In Japan hat man unter dem Eindruck von Fukushima alle Atomkraftwerke außer Betrieb genommen. Richtig jubeln kann man darüber auch nicht, denn als Ersatz werden Kohlekraftwerke betrieben. Diese verbrauchen unwiederbringliche fossile Ressourcen, erzeugen massig CO2 und Luftverschmutzung, und ungefährlich sind sie natürlich auch nicht: tausende Menschen kommen durch diese Technologie direkt oder indirekt zu Tode. Die zählt aber niemand, denn diese Todesfälle sind uns nicht so unheimlich wie die, die durch die unsichtbare Radioaktivität entstehen.

Die Atomkraftfrage ist eine sehr komplexe, mit Schwarz-Weißmalerei und Panik-Mache ist niemanden gedient. Ich persönlich bin der Meinung, dass besonders die alten Atomkraftwerke, die vielfach noch in Betrieb sind, keineswegs sicher genug sind und sobald wie nur möglich eingestellt werden sollten. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es vielleicht in hundert Jahren sichere Formen der Atomkraft geben wird und wir dann mehr als froh sein werden, dass eine solche Technologie zur Verfügung steht. Denn der derzeitige Raubbau an fossilen Energien ist in Hinblick auf zukünftige Generationen schlicht kriminell und Wind- und Sonnenenergie haben auch nicht nur angenehme Seiten.

167

Montag, 14. Mai 2012, 20:12

Kopp schreibt nun auch über den bevorstehenden E.L.E. ... nur weiss Koop nichts über das Plutonium, es sind halt auch nicht die Hellsten ...

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende…67FDAA407AA2A9D

Wenn es nur die Narren nicht gäbe ... !!!

168

Dienstag, 15. Mai 2012, 14:53


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169

Dienstag, 15. Mai 2012, 17:52

Kopp schreibt nun auch über den bevorstehenden E.L.E. ...
Vorausschicken möchte ich einmal, dass der "E.L.E." in den letzten Beiträgen aus der Gefahr durch die Abklingbecken abgeleitet wird. Das hat also nichts mit mutierten Löwenzähnen oder radioaktivem, schwarzen Pulver zu tun, weil es sich ja erst um eine Gefahr in der Zukunft handelt.

Kopp! Das ist ja wieder eine hoch seriöse Informationsquelle, Miry! Kopp hat sich übrigens auch schon sehr positiv zur Atomenergie geäußert (KOPP-Artikel1, KOPP-Artikel2), die hängen ja ihr Mäntelchen nach dem Wind. An Tatsachen ist der Kopp-Verlag wenig interessiert, für Kopp geht's immer nur um Schlagzeilen. UFO's, Mittelalter gab's nicht, Mondlandung gab's nicht, Japan-Erdbeben kein Erdbeben sondern HAARP-Angriff, Japan-Erdbeben doch kein HAARP-Angriff sondern Atombombe, Raumenergie, Logenmord an J. Haider, all das und noch vieles mehr hat der Kopp-Verlag im Repertoire. Deshalb wurde Kopp wohl nicht ganz zu Unrecht als "Hauptquartier der deutschen Spinner" tituliert.

Es stimmt natürlich, die Abklingbecken, insbesondere das im Block 4 von Fukushima, stellen ein Gefahrenpotential dar. Das, was man dagegen tun kann, wurde und wird aber ohnehin getan. Die Betonkonstruktion wurde zur Verbesserung der Erdbebensicherheit verstärkt, die Gehäusehülle soll wieder hergestellt werden und schließlich sollen die Brennstäbe verlagert werden. All das dauert freilich seine Zeit. Was passiert nun, wenn es zu einem Super-GAU mit diesem Abklingbecken käme? Nach dem Interview von Herrn Gundersen (Posting 156 von Miry) könnte es dann zu Zehntausenden Krebstoten kommen. Das ist mehr als schlimm, würde sich aber im wesentlichen auf Japan beschränken und wäre noch keine globale Katastrophe. (Zum Vergleich: weltweit sterben mehr als eine Million Menschen jährlich bei Verkehrsunfällen.) Wieso kommt der von Miry zitierte Kopp-Artikel jetzt zur Einschätzung, die Nordhalbkugel wenn nicht die ganze Erde sei akut bedroht? Weil sich Kopp nicht wirklich auf Experten stützt sondern auf Außenseitermeinungen wie die von R. Alvarez oder M. Murata. Wirklich sachkundige Experten werden von Kopp nicht interviewt; denn das könnte der beabsichtigten Sensationsmache nur schaden.

(Anmerkung: In der Tendenz, sich eher an obskure Meldungen zu halten als an sachlich fundierte, übertrifft Miry aber wohl noch den Kopp-Verlag. Denn Kopp hat zumindest im Elenin-Fall vor der Realität kapituliert und Elenin zum banalen Kometen erklärt. Diese Einsicht ist bei Miry vielleicht noch nicht hundertprozentig angekommen ...)

Es wäre klug gewesen, wenn der Blogger einen Teil dieser Substanz zu einer offiziellen Stelle gebracht hätte. Denn die hätten dann nicht nur die Radioaktivität gemessen sondern auch festgestellt, aus was diese Substanz überhaupt besteht, womit man vermutlich auch gewusst hätte, woher sie kommt. Der angegebene Sievert-Wert für diese Substanz ist nicht besonders aufregend, weil das "schwarze Pulver" ja offenbar nur stellenweise zu finden ist. Wie der Blogger daraus aber seinen schwindelerregenden Wert für die Bodenstrahlung ableitet ("rough estimate", in Tokio höher als in der "Todeszone"), führt er leider nicht aus ...

170

Dienstag, 15. Mai 2012, 18:07

die hängen ja ihr Mäntelchen nach dem Wind

... so ist es ... aber auch eine Windfahne kann einmal nach dem richtigen Wind wehen ... !!!

Es wäre klug gewesen, wenn der Blogger einen Teil dieser Substanz zu einer offiziellen Stelle gebracht hätte.

:bruell:

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