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ASY

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Mittwoch, 30. März 2011, 13:19

EU erlaubt weiterhin Klonfleisch ohne Kennzeichnung

Zitat

Europäische Verbraucher werden es auch künftig nicht genau wissen. Stammt das Fleisch, das sie essen, oder die Milch, die sie trinken, von geklonten Tieren oder deren Nachfahren?

Am Dienstag scheiterten die Verhandlungen zwischen den EU-Staaten und dem Europaparlament. Prompt gaben sie sich gegenseitig die Schuld. Sicher ist jedenfalls, dass bis auf Weiteres der Versuch gescheitert ist, strikte Vorgaben bei der Vermarktung und Kennzeichnung von sogenannten neuartigen Lebensmitteln einzuführen. Die amtierende ungarische EU-Ratspräsidentschaft erklärte, das Parlament sei "unfähig für einen Kompromiss" gewesen.

Die Abgeordneten keilen zurück. "Offenbar wollen die Mitgliedsstaaten, dass die Verbraucher Klonfleisch essen, ohne dies zu erfahren", [...]

"Ein geklonter Bulle kostet 100.000 Euro, sein Fleisch wäre viel zu teuer zum Essen." Dessen Samen würde allerdings für die Befruchtung von Kühen eingesetzt. Vermarktet werde auch die Milch geklonter Kühe.

Durch den Dissens bleibt alles beim Alten
Mit dem Dissens in Brüssel ist der Weg frei für Produkte geklonter Tiere und deren Nachfahren. Das teilen die Ungarn offiziell mit. Es werde auf absehbare Zeit weder ein EU-weites Verbot noch Vorschriften für die Kennzeichnung von Lebensmittel aus geklonten Tieren und deren Nachkommen geben. Schweinelenden, Joghurt oder Würstchen, die aus den Nachfahren geklonter Tiere stammen, werden auf den Tellern nichtsahnender Verbraucher landen.

EU-Verbraucherkommissar John Dalli redet den Schaden für die Verbraucher klein. Wissenschaftliche Untersuchungen hätten ergeben, dass es gesundheitlich völlig ungefährlich sei, Eier, Butter oder Fleisch zu essen, das von Nachfahren geklonter Tiere stamme. "Ich würde geklontes Rindfleisch essen", erklärt Dalli. Er bestätigt, dass es nach dem Scheitern der Verhandlungen weiterhin "keine Kontrolle über Klontechniken und Klone" in Europa geben wird.
[...]
Sichere Exportmärkte für europäische Agrarüberschüsse seien "offenbar wichtiger als die elementaren Transparenzrechte der Verbraucher", kritisiert Wolfschmidt. Europas Bürger würden gleich mehrfach betrogen. Zuerst werde mit ihren Steuergeldern sowohl die Produktion von Agrarüberschüssen als auch der Export der preislich nicht wettbewerbsfähigen EU-Agrarprodukte subventioniert - und damit diese Exportgeschäfte nicht in Gefahr geraten, würden ihnen dann Klonprodukte untergejubelt.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/le…eiss--1.1078949
Das EU-Parlament ist somit völlig machtlos, denn der nicht gewählte EU-Rat besitzt diktatorische Kompetenzen. Da hilft nur, wenn der Konsument auf jedes Fleisch verzichtet ... also keine Chance auf Selbsthilfe. :schulter:

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Michael Caine

unregistriert

2

Donnerstag, 31. März 2011, 22:08

Fleischverzicht. Alternativen suchen!

Zitat

30.03.2011 EU-Sumpf: Europas Bürger kriegen jetzt Klonfleisch und verstrahlte Lebensmittel (1)
Eva Herman

Wie sagte neulich einmal ein frustrierter EU-Bürger? Wenn Du Bewohner der Europäischen Union bist, brauchst Du eigentlich keine weiteren Feinde mehr. Was der Mann damit meinte, versteht man erst richtig, wenn man sich zwei EU-Entscheidungen aus dieser Woche ansieht:

Klonfleisch ist in Europa ab sofort erlaubt und muss nicht gekennzeichnet werden.
Die weltweit geltenden EU-Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan wurden auf das bis zu Zwanzigfache angehoben.
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende…smittel-1-.html




Zitat

31.03.2011 EU-Sumpf: Europas Bürger bekommen jetzt Klonfleisch und verstrahlte Lebensmittel (2)
Eva Herman

Etwa 15.000 Lobbyisten nehmen Einfluss auf die EU-Politik, ermittelte die Verbraucherschutzorganisation LobbyControl. Politiker aus Land, Bund und EU, EFSA-Mitarbeiter, Gremien, die Lebensmittelindustrie, sie alle saßen Dienstagnacht zusammen, um über ein Verbot von Klonfleisch zu beraten, auf das die allermeisten EU-Bürger so dringend gewartet hatten. Heraus kam Enttäuschendes, vielleicht auch Gefährliches: Die Lobbyisten hatten gewonnen. Künftig gibt es überall in der EU Klonfleisch zu kaufen, ungekennzeichnet, versteht sich.

Dazu schreibt die Verbraucherschutzorganisation foodwatch pikanterweise auf ihrer Homepage: »Entlarvend ist vor allem die Argumentation der EU-Kommission: Sie wollte von vornherein Produkte von Klon-Nachfahren ohne Einschränkung zulassen, weil sie sonst ›Vergeltungsmaßnahmen‹ der USA fürchtet. Auch aus dem Europäischen Rat – nicht zuletzt von der Bundesregierung – gab es Widerstand gegen eine Kennzeichnung. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) blockierten eine verbraucherfreundliche Regelung.« Vergeltungsmaßnahmen der USA? Was steckt dahinter?
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende…el-teil-2-.html

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