Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zeitwort Nachrichten Diskussionsforum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

1

Mittwoch, 20. April 2011, 19:53

Gennahrung - Genfutter - Genanbau und das Geschäft dahinter.

Viel findet man ja noch nicht darüber, deswegen hier mal ein paar Informationen.

Mehreren Landkreisen in Bayern haben sich zusammengeschlossen, um auf Anbau von genmanipulierten Pflanzengut oder Genfutter zu verzichten. Ein grosses Problem was mit Genanbau auftaucht, ist, das dieser Prozess nicht mehr umkehrbar ist. Wenn genmanipulierte Pflanzen sich vermehren, können sie nicht mehr aus dem Kreislauf genommen werden. Dabei spielt zb auch Raps eine grosse Rolle, da er offen transportiert wird, und durch Pollenflug praktisch überall verbreiten kann. Soja wird zb in den USA zu 90% angebaut, und zu 70 % in den Welthandel gebracht. Also keine fleischlose Alternative, ohne weiter vergiftet zu werden. Weizen von Fertigkuchen sind grösstenteils mit genmanipulierten Pflanzen versetzt. Auch gibt es keine Studien über Langzeitschäden, die bei der Aufnahme von genmanipulierten Material enstehen können. AMflora, eine der ersten Genmanipulierten Kartofffeln hat zb resistente Bakterien gegen bestimmte Antibiotika im Magen produziert, die zusätzlich noch in die Umwelt ausgeschieden werden

Weitere Infos von der Seite http://www.zivilcourage.ro/php/index.php?lg=de

Auszüge unter http://www.zivilcourage.ro/php/info.php?lg=de

Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/futtermittel.php?lg=de
99 Prozent der argentinischen und 90 Prozent aller US-Sojabohnen sind genmanipuliert, weltweit sind es rund 70 Prozent. Durch Importe landen diese Produkte in unseren Ställen. Im Jahr 2007 wurden nach Angaben der Futtermittelindustrie 3,2 Millionen Tonnen Sojaschrot und 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen nach Deutschland importiert. EU-weit waren es sogar 34 Millionen Tonnen – der größte Teil davon gentechnisch verändert.
Für Fleisch nicht die Bohne. Futter und Agrokraftstoff – Flächenkonkurrenz im Doppelpack (2008)


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/bayern.php?lg=de
Trotz des Anbauverbots ist in sieben Bundesländern mit Genmais vermischtes Saatgut gepflanzt worden. Greenpeace spricht vom "bisher größten Skandal“ dieser Art in Deutschland.
(Zeit.Online 6.06.2010)


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/grundlagen.php?lg=de
Genetik / Grundlagen der Gentechnik

Neue Erkenntnisse in der Genetik legen nahe: Gentechnik beruht auf einem veralteten Bild von Vererbung
Erbgut in Auflösung (Die Zeit, 12.6.2008) [mehr]

Wie funktioniert Gentechnik bei Pflanzen?
Hier finden Sie eine Darstellung der am häufigsten angewandten Methoden des Gentransfers bei Pflanzen.
Grafik Gentransfer

Nach wie vor ist nicht steuerbar, an welcher Stelle des Genoms sich die eingebauten Fremdgene in der DNA verankern. Konsequenz: Je nach Ort, an dem das künstliche Gen eingebaut wird, kann auch die Funktion anderer Gene beeinflusst werden. Unbeabsichtigte Effekte können die Folge sein.
Epigenetische Effekte bei transgenen Pflanzen (2006) [mehr]

So kommt es oftmals zu Mutationen an dem Ort, an dem sich das Fremdgen zufällig in das Erbgut der Pflanze eingebaut hat bzw. zu Mutationen und Störungen im gesamten Genom. Dies kann unbekannte und potentiell gefährliche Auswirkungen haben.
Genome Scrambling—Myth or Reality? (2004) (engl.) [mehr]
The Mutational Consequences of Plant Transformation (2006) (engl.) [mehr]

Zusätzlich kommt es bei der Durchführung der gentechnischen Transformation oft zu starken Veränderungen des eingebauten Genkonstrukts. Was schlussendlich in der Pflanze bleibt ist oft nicht das, was in den Gentechniklabors ursprünglich eingebaut wurde. So fanden Forscher bereits im Jahr 2001 in Monsantos Roundup-resistenter Gen-Soja auch ein gänzlich unidentifiziertes DNA-Segment.
Characterisation of the Roundup Ready soybean insert (2001), (engl.) [mehr]

Auch in Monsantos MON810 veränderte sich das eingebaute Genkonstrukt, wie spanische Wissenschaftler bereits im Jahr 2003 erkannten. Ein Teil des Bt-Gens fehlte, ebenso ein weiterer Bestandteil des Konstrukts. Auch bei anderen als Lebensmittel zugelassenen Genmais-Linien wurden Veränderungen festgestellt.
A specific real-time quantitative PCR detection system for event MON810 in maize YieldGard® based on the 3’-transgene integration sequence (2003) (engl.) [mehr]
Characterization of commercial GMO inserts: a source of useful material to study genome fluidity (2003) (engl.) [mehr]

In einer Folgestudie aus dem Jahr 2008 bestätigten italienische Forscher, das die heutige genetische Charakterisierung von MON810 nicht mehr der ursprünglichen entspricht. Sie fanden zusätzlich „unbekannte DNA“ und stellten die Produktion von verschiedenen unbekannten Aminosäuren fest.
Characterisation of 3′ transgene insertion site and derived mRNAs in MON810 YieldGard® maize (2008) (engl.) [mehr]

Besonders drastisch sind die Folgen des gentechnischen Eingriffs beim Gen-Mais 1507 von Pioneer, den die EU-Kommission zum Anbau in der EU zulassen möchte. Hier fanden spanische Forscher nicht weniger als sechs Bruchstücke von unterschiedlichen Teilen des Genkonstrukts und weiterer unabsichtlich mit übertragener Mais-DNA.
Interlaboratory transfer of a real-time polymerase chain reaction assay for quantitative detection of genetically modified maize event TC-1507 (2006) (engl.) [mehr]

Dabei können sowohl die Schäden in der Erbinformation der Pflanze als auch Veränderungen am eingebauten Genkonstrukt zu starken Veränderungen im Stoffwechsel der Pflanze führen und gesundheitliche oder ökologische Risiken nach sich ziehen. So untersuchten italienische Forscher im Jahr 2008, ob sich einzelne Inhaltsstoffe in Monsantos Gen-Mais MON810 von den gentechnikfreien Ausgangssorten unterscheiden. Sie fanden heraus, dass der gentechnische Eingriff Auswirkungen auf verschiedene Proteine hatte. Während sie bei 100 Proteinen ein Umweltbezug herstellen konnten, blieb bei 49 anderen Proteinen nur die gentechnische Veränderung als Erklärung.
Proteomics as a complementary tool for identifying unintended side effects occurring in transgenic maize seeds as a result of genetic modification (2008) (engl.) [mehr]

Interessant in diesem Zusammenhang ist insbesondere die gegen das Pestizid Roundup resistent gemachte Sojabohne von Monsanto. Hier berichtete die Wissenschaftszeitung New Scientist bereits im Jahr 1999, dass die Stängel von RR-Soja bei Hitze platzten, möglicherweise eine Folge von Veränderungen im Genom.
Splitting headache: Monsanto’s modified soy beans are cracking up in the heat (1999) (engl.) [mehr]

Zusätzlich weicht der Gehalt einzelner Inhaltsstoffe (z.B. der Pflanzenhormone Daidzein und Genistein) offenbar deutlich von den konventionellen Ausgangssorten ab.
Alterations in clinically important phytoestrogens in genetically modified, herbicide-tolerant soybeans (1999) (engl. Zusammenfassung) [mehr]

Und schließlich stellt sich auch die Frage, ob durch die massiven Veränderungen in der Erbinformation der RR-Sojapflanzen möglicherweise neue, unbekannte Stoffe gebildet werden. Forscher des Bundesinstituts für Risikobewertung kamen im Jahr 2005 zu dem Schluss, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass so genannte „Fusionsproteine“ entstehen könnten, deren Wirkungen auf das Immunsystem nicht untersucht seien.
Detection of RNA variants transcribed from the transgene in Roundup Ready soybean (2005) (engl.) [mehr]

Dass sich Veränderungen im Genom oder im Zusammenspiel der Gene (so genannte epigenetische Effekte) direkt im Erscheinungsbild der Pflanze zeigen, wird in der wissenschaftlichen Literatur nur selten beschrieben. Verständlicherweise haben insbesondere die Gentechnikkonzerne und deren Wissenschaftler kein Interesse an der Veröffentlichung solcher Ergebnisse. Bei einem in Deutschland durchgeführten Freilandversuch mit Gen-Pappeln zeigten sich solche Veränderungen jedoch deutlich. „Die in der Sicherheitsforschung als Modellpflanzen verwendeten Pappeln zeigen ein von gewöhnlichen Pappeln abweichendes Erscheinungsbild. Besonders auffällig sind kleinere, hellgrüne Blätter. Im Laufe des Versuchs " verloren" einige Pappeln das eingeführte Gen: Sie bildeten wieder größere, dunkelgrüne Blätter aus.“ Bild ansehen
[mehr]

Kleine Veränderung – große Wirkung
Australische Wissenschaftler versuchten vor wenigen Jahren, ein Bohnen-Gen in die Felderbse einzubauen. Dieses sollte einen an sich harmlosen Stoff produzieren und Fraßschädlinge abhalten. Durch minimale Veränderungen an dem Bohnen-Gen wurde der Stoff jedoch offenbar zu einem starken Allergen.
Transgenic Expression of Bean α-Amylase Inhibitor in Peas Results in Altered Structure and Immunogenicity [mehr]

Gen-Weizen spielt im Freiland verrückt
Gentechnische Eingriffe können die natürliche Genregulation von Pflanzen durcheinander bringen. Bei einem Versuch mit gentechnisch veränderten Weizen in der Schweiz zeigte sich dies erneut in aller Deutlichkeit. Bei der Studie wurde gentechnisch veränderter Weizen freigesetzt, der gegen Mehltau resistent ist. Während die Pflanze im Treibhaus widerstandsfähiger gegen die Pilzerkrankung war und mehr Ertrag lieferte als die unveränderte Kontrollpflanze, kippte das Bild im Freiland: Der Ertrag lag teilweise um 50 Prozent unter dem der konventionell gezüchteten Vergleichspflanzen, es traten veränderte Ährenformen auf und der Befall mit Mutterkornpilz war bis zu 40mal höher.
Transgene x environment interactions in genetically modified wheat (2010) (engl.) [mehr]


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/gesundhei…olgen.php?lg=de
Gesundheitliche Folgen

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Gentechnik-Pflanzen sind nach wie vor mangelhaft untersucht. Negative Effekte könnten dabei sowohl durch den gentechnischen Eingriff selbst, die gebildeten Stoffen oder (im Fall von herbizidresistenten Gen-Pflanzen) durch die eingesetzten Pestizide entstehen. Fest steht jedoch, dass es bislang nur sehr wenige Studien (vor allem keine Langzeituntersuchungen) zu möglichen gesundheitlichen Folgen von Gentechnik-Pflanzen gibt. Der Großteil dieser Studien wurde von den Gentechnikkonzernen durchgeführt und brachte - erwartungsgemäß - keine Hinweise auf gesundheitliche Schäden. Ein Teil der durchgeführten Untersuchungen zeigt jedoch durchaus, dass es zu unerwünschten bzw. unerwarteten Auswirkungen kommen kann. Eine abschließende Bewertung ist nach derzeitigem Kenntnisstand allerdings nicht möglich.

Gesundheitsschäden durch Pestizideinsatz bei Gentechnik-Pflanzen
(Siehe Menüpunkt Pestizide)

„Wo sind die wissenschaftlichen Studien die zeigen, dass gentechnische veränderte Pflanzen und Lebensmittel toxikologisch unbedenklich sind?” Zu dieser Einschätzung kommt ein im Jahr 2007 veröffentlichter Artikel, in dem die wissenschaftliche Literatur nach aussagekräftigen Toxizitätsstudien durchleuchtet wird. Ergebnis: bei den meisten bisherigen Untersuchungen handelt es sich um Kurzzeitstudien, die zusätzlich zum Großteil Futterverwertungsstudien sind (nimmt z.B. das Versuchstier zu oder ab). Aus solchen Studien lassen sich so gut wie keine Rückschlüsse über die Giftigkeit einer gentechnisch veränderten Pflanze ziehen.
Toxicity studies of genetically modified plants: a review of the published literature (2007) (engl.) [mehr]

Laut einer Norwegischen Untersuchung gab es bis zum Jahr 2003 nur zehn veröffentlichte Studien, die sich mit den gesundheitlichen Aspekten von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln beschäftigen. Besonders interessant: Fünf davon wurden direkt oder indirekt von Gentechnikkonzernen durchgeführt. Natürlich zeigten sich keine negativen Auswirkungen. Die restlichen fünf wurden unter unabhängigen Bedingungen durchgeführt: Alle fünf kamen zu dem Ergebnis, dass es messbare Effekte gibt.
In vivo studies on possible health consequences of genetically modified food and feed—with particular regard to ingredients consisting of genetically modified plant materials (2003) (engl.) [mehr]


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/pestizide.php?lg=de
Pestizide/Roundup

Rund 80 Prozent der weltweit angebauten Gentechnik-Pflanzen (rund 100 Millionen Hektar) sind resistent gegen das Totalherbizid Roundup bzw. dessen Wirkstoff Glyphosat. Roundup galt lange Jahre als biologisch unbedenklich. Doch in den letzten Jahren wird immer klarer, dass das meistverkaufte Pestizid der Welt in seiner Giftigkeit erheblich unterschätzt wurde. Dies ist gravierend, da sein Einsatz in den Ländern, in denen herbizidresistente Gentechnik-Pflanzen angebaut werden, ständig steigt. Insbesondere in den USA, aber auch in Argentinien und Brasilien werden immer neue Unkräuter unter den Bedingungen großflächiger Monokulturen resistent gegen die Dauerbehandlung mit Roundup (siehe Ökologische Folgen). Die Folge: Immer mehr Roundup und Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier. Dass mit der Einführung von Gentechnik-Soja die Glyphosat-Rückstände in Lebensmitteln massiv ansteigen würden erkannte die EU bereits vor vielen Jahren: Der zulässige Höchstwert wurde daher drastisch erhöht und liegt jetzt 200mal höher als der Durchschnittswert für Pestizide in Lebensmitteln.

Höchstmengen für Glyphosat-Gehalte in Lebensmitteln in der EU
Richtlinie 2006/60/EG der Kommission [mehr]

Eine Zusammenfassung der Risiken von Roundup finden Sie in:
Gv-Soja - Nachhaltig? Verantwortungsbewusst? (2010) [mehr]

In den USA stieg der Verbrauch von Glyphosat zwischen 1994 und 2005 um das 15-fache. In Argentinien verdreifachte sich der Verbrauch allein zwischen den Wirtschaftsjahren 1999/2000 und 2005/06 von 65 auf 200 Millionen Liter.
Who benefits from gm crops? (2009) (engl.) [mehr]

Der intensive Einsatz des Pestizids bei Monsantos herbizidresistenter Soja führt z.B. in Argentinien oder Paraguay zu massiven gesundheitlichen Problemen bei der Landbevölkerung.
Paraguay Sojero (2006) (Studie liegt leider nur auf spanisch vor) [mehr]


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/lebensmit…hnung.php?lg=de
Lebensmittel

In Europa müssen Lebensmittel, die gentechnische Bestandteile enthalten, gekennzeichnet werden. Der Kennzeichnungsschwellenwert wurde auf 0,9 Prozent (pro Bestandteil eines Produktes) festgelegt.

Gekennzeichnet werden müssen in diesen Fällen:

* Lebensmittel ist selbst ein GVO (Mais, Tomaten, Sojabohnen, Schweine)
* Lebensmittel ist aus GVO hergestellt – auch wenn das im Endprodukt nicht nachweisbar ist (Öl aus Gen-Soja oder -Raps, Stärke aus transgenem Mais)
* Lebensmittel enthält GVO (Joghurt mit genmanipulierten Bakterien, Bier mit genmanipulierten Hefen)

Verordnung über Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit [mehr]

Eine große Lücke ist jedoch, dass Fleisch und andere tierische Produkte wie Milch und Eier nicht gekennzeichnet werden müssen, wenn sie von Tieren stammen, die mit Gentechnik-Futter gefüttert wurden. Um die Einführung einer solchen Kennzeichnung wird seit Jahren heftig gerungen.

Gentechnik im Supermarkt: Lücken bei der Kennzeichnung
Die gute Nachricht zuerst: In deutschen Supermärkten gibt es keine mit “gentechnisch verändert” gekennzeichneten Lebensmittel. Die weniger gute Nachricht: In den Verkaufsregalen warten zahlreiche Nahrungsmittel ohne Kennzeichnung auf den Käufer, bei deren Herstellung gentechnisch veränderte Bestandteile verwendet wurden.
(OVB, 6.5.2006) [mehr]

Im Jahr 2008 wurde in Deutschland eine Positiv-Kennzeichnung eingeführt. Damit ist es möglich, Lebensmittel als gentechnikfrei auszuloben, wenn Produkte nachweislich nicht mit Gentechnik in Berührung gekommen sind und Tiere GVO-frei gefüttert wurden.
Durchführungsgesetzes zur Änderung der neuartigen Lebensmittel- und Lebensmittelzutaten-Verordnung (2008) [mehr]

Eine entsprechende Kennzeichnung ist auch deshalb überfällig, als nach wie vor ungeklärt ist, ob gentechnische Konstrukte in Fleisch oder tierischen Produkten nachweisbar sind. Eine jüngst in Neuseeland veröffentlichte Studie fasst Untersuchungen zusammen, die darauf hindeuten, dass genau dies der Fall ist.
Report on animals exposed to GM ingredients in animal feed (2009) (engl.) [mehr]

Damit widerspricht der Bericht einer Untersuchung der EFSA, die keine Hinweise auf das Vorkommen von transgener Fremd-DNA in Tieren sieht.
EFSA statement on the fate of recombinant DNA or proteins in meat, milk and eggs from animals fed with GM feed (2007) (engl.) [mehr]

Gutachten über Gentechnik in der Milch
Detection of genetically modified DNA sequences in milk from the italian market (2006) (engl.) [mehr]

Genkonstrukte in Ziegenmilch
Wissenschaftler aus Italien fanden erstmals Genabschnitte von gentechnisch veränderter Soja in der Milch und im Blut von Ziegen. Die Genfragmente wurden auch bei Zicklein nachgewiesen, die diese Milch erhalten hatten. Beim Nachwuchs der Ziegen wurde zudem eine erhöhte Aktivität bestimmter Enzyme festgestellt.
Fate of transgenic DNA and evaluation of metabolic effects in goats fed genetically modified soybean and in their offsprings (2010) (engl.) [mehr]


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/oekologische_folgen.php?lg=de
Ökologische Folgen

Auch bei den ökologischen Folgen der Agro-Gentechnik gilt, dass viele Bereiche nach wie vor so gut wie nicht erforscht sind. Der Grund könnte u.a. darin liegen, dass insbesondere in den USA kritische Forschung so gut wie nicht mehr stattfinden kann. Als ökologischer Effekte werden vor allem verstanden:

* Auskreuzung in Kulturpflanzen bzw. Wildpflanzen
* Etablierung in der Umwelt
* Direkte Schädigung von Flora und Fauna
* Veränderungen der Landnutzung und des Landmanagements (sekundäre Effekte) wie erhöhter Pestizidverbrauch und die Folgen von Monokulturen


Gentechnikkonzerne kontrollieren Forschung
In einem Memorandum beklagten im Jahr 2009 mehr als zwei Dutzend US-Forscher die Kontrolle der Gentechnikkonzerne über ihre Forschungsergebnisse. Letzten Endes bestimmen die Firmen, welche Ergebnisse in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Dadurch, so die Forscher, gäbe es „keine wirklich unabhängige Forschung“ bezüglich zahlreicher wichtigen Fragen.
Crop scientists say biotechnology seed companies are thwarting research (New York Times, 19.2.2009) [mehr]

Das Wissen über die für die Risikobewertung von transgenen Pflanzen höchst bedeutsamen Auskreuzungsdistanzen wächst in den letzten Jahren rapide. Damit einher geht die Erkenntnis, dass Pflanzenpollen oft in jeder gemessenen Entfernung auch nachgewiesen werden können. Eine gute Überblicksstudie, die allerdings bereits einige Jahre alt ist und daher neuere Ergebnisse nicht berücksichtigt, wurde vom Freiburger Ökoinstitut verfasst.
Aufbereitung des Wissensstandes zu Auskreuzungsdistanzen (2004) [mehr]

Schweizer Forscher fanden bei einem Mais-Auskreuzungsexperiment (nicht mit Gentechnik-Mais durchgeführt) Fremdpollen noch in der weitesten gemessenen Entfernung von 4,4 Kilometern.
Simulation of transgenic pollen dispersal by use of different grain colour maize (2005) [mehr]

Einer Studie der Universität Lille zufolge konnten Auskreuzungen bei Zuckerrüben in bis zu 9,6 Kilometern Entfernung beobachtet werden.
Long distance pollen-mediated gene flow at a landscape level: the weed beet as a case study (2007) (engl.) [mehr]

Sogar beim selbstbestäubenden Weizen, der nicht als auskreuzungsfreudig gilt, konnten kanadische Wissenschaftler Auskreuzungen noch in 2,75 Kilometern Entfernung nachweisen.
Pollen-mediated gene flow in wheat at the commercial scale (2008) (engl.) [mehr]

Auch die Saatgutproduktion ist daher nicht vor gentechnischer Kontamination geschützt. Die Wissenschaftlervereinigung Union of Concerned Scientists untersuchte im Jahr 2004 gentechnikfreies Mais-, Raps-, und Soja-Saatgut in den USA. Ergebnis: 50 Prozent aller Mais- und Soja-Saatgutproben waren mit gentechnischen Konstrukten kontaminiert, bei Raps waren es sogar 83 Prozent.
Gone to seed (2004) (engl.) [mehr]

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Joit« (20. April 2011, 20:30)


Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

2

Mittwoch, 20. April 2011, 20:19

Auszüge 2

Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/bt_pflanzen.php?lg=de

Bt-Pflanzen

Neben herbizidresistenten Pflanzen hat die Industrie bislang nur eine weitere gentechnische Eigenschaft auf den Markt gebracht. Diese so genannten Bt-Pflanzen enthalten ein Toxin aus einem Bodenbakterium, dem Bacillus thuringiensis. Doch Bt-Pflanzen wirken auch an ihrem eigentlichen Ziel, z.B. dem Maiszünsler vorbei, so genannte Nichtzielorganismen werden ebenfalls geschädigt. Weitgehend ungeklärt sind Auswirkungen auf den Boden, Wasserökosysteme und die weitere Wirkung des Bt-Giftes in der Nahrungskette. Selbst bei der relativ gut untersuchten Gattung der Schmetterlinge klaffen gewaltige Forschungslücken: Obwohl man weiß, dass zahlreiche Schmetterlingsarten empfindlich auf das Bt-Toxin reagieren, wurden 33 von 80 in Deutschland betroffenen Arten noch nie untersucht. Allgemeingültige Aussagen über die Wirkung von Bt-Mais auf Schmetterlinge können auf dieser Datengrundlage kaum getroffen werden.

In einer Broschüre fasst der NABU die Wirkungen von Bt-Pflanzen auf die Umwelt zusammen.
Agrogentechnik und Naturschutz (2009) [mehr]

Bt ist nicht gleich Bt: Das in genveränderte Pflanzen eingebaute Bt-Gen ist mit dem im biologischen Pflanzenschutz eingesetzten Bt-Spritzmittel nicht zu vergleichen. Zum einen werden in der Gentechnik verschiedene Veränderungen am Bt-Gen vorgenommen, um dessen Funktion in der Pflanze zu verbessern. Zudem liegt das Gift (im Unterschied zum Bt-Spray) nicht als ungiftiges Protoxin, sondern in einer aktiven Form vor und hat damit ein weitaus größeres Wirkspektrum.
Another View on Bt Proteins – How Specific are They and What Else Might They Do? (2006) (engl.) [mehr]

In einer Übersichtsstudie kommen Wissenschaftler (darunter ein Mitglied der EFSA) zu dem Ergebnis, dass negative Auswirkungen des Bt-Giftes auf Nichtzielorganismen in Laborversuchen deutlich häufiger auftreten als bislang bekannt. In 20 Prozent aller Studien konnten die Forscher negative Effekte ausmachen. Von industrienahen Forschern wurde die Untersuchung sogleich massiv angegriffen.
Transgenic Insecticidal Crops and Natural Enemies: A Detailed Review of Laboratory Studies (2009) (engl.) [mehr]

In einer Meta-Studie kamen US-Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass es in Feldern, auf denen Bt-Pflanzen stehen, im Vergleich zu ungespritzten Äckern zu einer Abnahme der biologischen Vielfalt kommt.
A meta-analysis of effects of Bt cotton and maize on nontarget invertebrates (2007) (engl.) [mehr]


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/herbizids…anzen.php?lg=de

Über 80 Prozent der derzeit angebauten transgenen Pflanzen sind resistent gegen Totalherbizide, zumeist gegen Monsantos Roundup. Der Anbau herbizidresistenter Pflanzen (vor allem Soja) geht vor allem in Nord- und Südamerika mit einer drastischen Änderung der Landutzung einher, die sich insbesondere im Monokulturanbau manifestiert. Massiv geschädigte Böden, die Zunahme von Resistenzen bei Unkräutern, eine Erhöhung des Pestizideinsatzes sowie eine Schädigung der biologischen Vielfalt sind die sichtbaren Folgen. Neben ökologischen Folgen bestehen durch das Spritzen per Flugzeug auch gesundheitliche Risiken. [mehr]

Wissenschaftliche Datenbank von Unkräutern, die mittlerweile gegen das Pestizid Roundup (bzw. dessen Wirkstoff Glyphosat) resistent sind. [mehr]

Der Einsatz von gentechnisch veränderten Mais-, Soja- und Baumwolle-Pflanzen hat in den USA einer Erhöhung des Pestizideinsatzes geführt, hauptsächlich wegen der Ausbreitung von Unkräutern, die gegen Pflanzengifte resistent sind. Außerdem sind die Pestizid-Rückstände in Lebensmittel angestiegen. Zwischen 1996 und 2008 ist der Verbrauch von Herbiziden um 383 Millionen Pfund angestiegen.
Impacts of Genetically Engineered Crops on Pesticide Use: The First Thirteen Years (2009) (engl.) [mehr]

Über 99 Prozent der argentinischen Soja ist genmanipuliert. Der Anbau hat zu einem verstärkten Pestizideinsatz geführt, der Abholzung ökologisch bedeutsamer Wälder, einer Zunahme von Schädlingen, Pflanzenkrankheiten und Bodenschäden.
Problems facing soybean producers (2005) (engl.) [mehr]
Zusammenfassung auf Deutsch (Greenpeace, 2005) [mehr]


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/soziale_o…olgen.php?lg=de

Ökonomische Folgen

Der Einsatz von Gentechnik produziert wenige Gewinner und viele Verlierer. Während die Gentechnik-Konzerne satte Gewinne einfahren, kämpfen insbesondere Imker und ökologisch wirtschaftende Betriebe ums Überleben. Mit dem Monokulturanbau und der Umwandlung von Regenwald in Ackerland treten zudem verstärkt soziale Konflikte (besonders dramatisch derzeit in Paraguay und Brasilien) auf. Auch gesamtwirtschaftlich verursacht die Agro-Gentechnik hohe Kosten: Für die Reinhaltung von Lebensmitteln, Trennung von Warenströmen, aber auch durch Umsatzeinbrüche nach großen Kontaminationsfällen wie dem LL601-Reis von Bayer.

In einem ersten Versuch, die volkswirtschaftlichen externen Kosten der Agro-Gentechnik zu fassen, fanden die Autoren Christoph Then und Antje Lorch heraus, dass sich die Kosten für die Erhaltung der gentechnikfreien Warenströme allein in der EU und Japan auf jährlich 100 Mio US-$ summieren. Darin sind die Aufwendungen der regionalen Erzeuger und Händler nicht einmal eingerechnet. Hinzu kommen Kosten für die bisher bekannten großen Kontaminationsfälle (Starlink-Mais, Bt10-Mais, LL601-Reis), die sich auf insgesamt mehrere Milliarden US-$ summieren.
Schadensbericht Gentechnik (2009) [mehr]

Steht dem ein wirtschaftlicher Gewinn für die Gentechnik-Anbauer gegenüber? Zwei Studien über den Genmais-Anbau in Deutschland beantworten diese Frage mit Nein.
„Die erwarteten ökonomischen Vorteile (Ertragsplus durch geringeren Schaden, bessere Nährstoff- und Energiegehalte durch ungestörte Wasser- und Nährstoffversorgung) des Anbaus von Bt-Mais als Silomais blieb allerdings in den Untersuchungsjahren aus.“
Ökologische und phytomedizinische Untersuchungen zum Anbau von Bt-Mais im Maiszünsler-Befallsgebiet Oderbruch (2005) [mehr]

Zweijährige Untersuchungen in Sachsen ergaben, dass sich der Anbau von Bt-Mais nicht rechnet. Bei Körnermais ist davon auszugehen, dass ein Mehraufwand für Bt-Mais von ca. 60 Euro/Hektar erst dann ökonomisch lohnend ist, wenn ca. 3 dt/Hektar zu ca. 20 Euro/dt mehr geerntet werden. Bei Silomais wird diese ökonomische Schwelle wirksam, wenn ein Mehrertrag von ca. 5Prozent eintritt.
Untersuchungen zum Anbau von GVO in Sachsen: Schriftenreihe der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft (2008) [mehr]


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/imkerei.php?lg=de
Imkerei

Die Imker sind vom Gentechnikanbau stark betroffen. Ein Bienenvolk hat einen Flugradius von rund fünf, in Extremfällen sogar von zehn Kilometern. So genannte Koexistenzmaßnahmen wie Mindestabstände von 150 Metern zwischen konventionellem und genverändertem Mais sind daher absolut unrealistisch. Das Problem der Imker: Blütenpollen des gentechnisch veränderten Mais MON 810, aber auch z.B. aus nichtkommerziellen Freilandversuchen dürfen nicht im Honig nachweisbar sein.

So stellte das Verwaltungsgericht Augsburg am 30.5.2008 fest, dass Honig mit Blütenpollen von MON810 nicht verkehrsfähig ist. Nun wurde dieser Pollen trotz der vom Gericht vorgegebenen Vorsichtsmaßnahmen im Honig des Imkers Karl Heinz Bablok gefunden. Seine gesamte Jahreshonigernte war betroffen und wurde am 23.September in der Müllverbrennung Augsburg entsorgt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat nun beschlossen, das Problem dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vorzulegen. Denn offensichtlich sind einige rechtliche Fragen, die Imker betreffen, völlig unklar. Beispielsweise, ob es sich bei Pollen um ein vermehrungsfähigen gentechnisch veränderten Organismus (GVO) handelt.
Honig mit Gentechnik verboten - Imker jedoch ohne Schutz (Bienen und Agro-Gentechnik, 30.05.2008) [mehr]

Urteil des Verwaltungsgerichts Augsburg (30.05.2008) [mehr]

Immer wieder wird argumentiert, dass Mais keine Pollenquelle für Bienen darstellt. In einer Schweizer Untersuchung wurde jedoch gezeigt, dass Mais in unserer Agrarlandschaft eine der wichtigsten Pollenquellen für die Honigbiene darstellt.
Pollenernährung und Volkentwicklung von Bienen (2005) [mehr]

Bienentod durch Gensojafelder?
Argentinische Imker haben einen dramatischen Rückgang der Bienen verzeichnet. 2008 verloren sie fast ein Drittel ihrer Honigbienenvölker. Als Hauptgrund nennt der Präsident des argentinischen Imkerverbandes den Anbau von Gentechnik-Soja. Der damit verbundene massive Pestizideinsatz „killt die Bienen“, so Luca Martinez. [mehr]



Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/konzerne.php?lg=de

Konzerne

Die Agro-Gentechnik ist fest in der Hand weniger multinationaler Konzerne. Weniger als zehn Konzerne dominieren den Weltmarkt für Saatgut und Pestizide. Schon heute beherrschen Monsanto, Syngenta und DuPont knapp die Hälfte des kommerziellen Weltmarkts für Saatgut. Zusammen mit Bayer, Dow und BASF besitzen sie zudem einen Großteil der Patente im Bereich gentechnisch veränderte Pflanzen.
Who Owns nature? (2008) (engl.) [mehr]

Monsanto dominiert den Markt fast vollkommen. In rund 90 Prozent aller Gentechnik-Pflanzen befindet sich Monsantos patentiertes Genmaterial. Das Unternehmen beherrscht mittlerweile fast ein Viertel des kommerziellen Welt-Saatgutmarktes, auch durch den Aufkauf von Dutzenden anderer Saatgutfirmen im Wert von rund 15 Mrd. US-$. Laut der Arthur Anderson Consulting Group, die 1999 die Unternehmensziele von Monsanto präsentierte, soll spätestens 2020 sämtliches Saatgut auf der Welt gentechnisch verändert und patentiert sein.

„Technologievertrag“ von Monsanto für das Anbaujahr 2010
Die berüchtigten Technologieverträge von Monsanto enthalten unter anderem folgende Bestimmungen:

* Nachbauverbot
* Zahlung einer „Technologiegebühr“
* Offenlegungspflicht für Dokumente
* Zustimmung zu Betriebskontrollen und Probennahmen
* Ausschließlich Nutzung von Monsantos Roundup

Monsanto Technology/Stewardship Agreement (2010) [mehr]

Dass die seit 20 Jahren versprochenen Wunderpflanzen der Gentechnikkonzerne, die höhere Erträge bringen und dabei Salzwasser, Trockenheit und alle möglichen anderen Widrigkeiten ertragen, sich nach wie vor in sehr frühen Entwicklungsstufen mit unklaren Prognosen befinden, hat eine Studie des BUND im Jahr 2009 gezeigt. Nach wie vor arbeitet die Industrie überwiegend an neuen Bt- oder herbizidresistenten Pflanzen, die z.B. eine höhere Dosis von Monsantos Blockbuster-Pestizid Roundup ertragen
„Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie - ein Realitäts-Check“ (2009) [mehr]

Nicht immer hat Monsanto mit seinem Gentechnik-Saatgut Erfolg. Im Jahr 2009 fiel die Ernte des gentechnisch veränderten Monsanto-Maises auf 82.000 Hektar vor allem in den drei südafrikanischen Provinzen North West, Free State und Mpumalanga nahezu komplett aus.
Monsantos GVO-Desaster (2008) [mehr]
Schattenblick (2008) [mehr]

Wie auch deutsche Behördenvertreter und Wissenschaftler mit der Industrie gemeinsame Sache machen, kann man in einem Bericht von Christoph Then und Antje Lorch nachlesen. Die Studie zeigt: An zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
Kontrolle oder Kollaboration (2008) [mehr]

Wie offen auch deutsche Behördenvertreter mittlerweile mit der Gentechnikindustrie zusammenarbeiten zeigt eine Studie, in der eine Initiative angekündigt wird, die „bessere“ Standards für die Zulassung von Gentechnik-Pflanzen erarbeiten will. Daran beteiligen sich laut der Publikation neben allen namhaften Gentechnikkonzernen von Monsanto bis BASF auch deutsche und europäische Spitzenbeamte.
Assessment of risk of insect-resistant transgenic crops to nontarget arthropods (2008) [mehr]

Erntezeit: Wie der Gentechnikkonzern Monsanto den Weltmarkt aufrollt – und BASF dabei den Türöffner in Europa spielt
(Die Zeit, 26.3.2009) [mehr]

Monsanto will Patent-Sheriffs auch in Europa


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/patente.php?lg=de

Patente

Transgene Pflanzen sind grundsätzlich patentiert. Damit wird ein Teil unserer Lebensgrundlagen zu privatem „geistigen“ Eigentum. In der EU wurden bereits mehrere Hundert Patente auf genmanipulierte Pflanzen erteilt, weltweit ist es ein Vielfaches. In den letzten Jahren etabliert sich zusätzlich ein neuer Trend: Bei den so genannten Biopatenten geht es nicht mehr um gentechnische Veränderung als Basis eines Patentanspruchs auf Pflanzen (oder Tiere), sondern oft allein um die Beschreibung vorhandener genetischer Merkmale. 2008 machten diese Anträge schon 25 Prozent aller Patentanträge auf Pflanzen und Saatgut aus, während sie in den Jahren 2000 – 2002 noch unter 5 Prozent lagen. Die Initiative „Kein Patent auf Leben“ analysiert:

„Im Bereich der Pflanzenzüchtung betreffen zur Zeit mehr als 30% der Patentanträge der Firma Monsanto Verfahren zur konventionellen Zucht, während dieser Anteil in den Jahren vor 2005 unter 5% lag.“

Egal, ob es sich um Schweine, Brokkoli oder eine bestimmte Tomatenart handelt. Die Unternehmen wollen sich am liebsten alles patentieren lassen, um ihre Marktmacht zu steigern. Doch bei den Biopatenten ist das letzte Wort noch nicht gesprochen: Eine Grundsatzentscheidung des Europäischen Patentamts zur Patentierbarkeit nicht-gentechnischer Züchtungsverfahren steht noch aus.

Monsanto gegen Bauern
In welchem Ausmaß US-Bauern unter Rechtsstreitigkeiten leiden, die durch die Nutzung patentierter gentechnischer Pflanzen ausgelöst wurden, hat das Zentrum für Nahrungsmittelsicherheit (CFS) untersucht.
Monsanto gegen Bauern (2005) [mehr]

Die wahren Kosten der Gen-Patente: Ökonomische und soziale Folgen der Patentierung von Lebewesen und Genen
(Greenpeace, 2004) [mehr]

Olivier de Schutter, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung: "Die Oligopole einiger Anbieter können dazu führen, dass armen Landwirten der Zugang zu Saatgut, einem für sie lebenswichtigen Produktionsmittel, verwehrt wird. Und sie kann dazu führen, dass die Lebensmittelpreise steigen, wodurch die Lebensmittel für die Ärmsten noch weniger verfügbar werden."
Seed policies and the right to food (23.7.2009) (engl.) [mehr]

Eine Überblicksstudie zu aktuellen Biopatenten hat die Umweltorganisation Greenpeace veröffentlicht.
Saatgut und Lebensmittel: Zunehmende Monopolisierung durch Patente und Marktkonzentration (2009) [mehr]

In den Jahren 2007 und 2008 wurden etwa 40 Patentanträge gefunden, die sich auf die Zucht von Nutztieren erstrecken, mehr als die Hälfte betreffen Kühe bzw. Rinder. Die meisten Anträge beinhalten Zuchtverfahren ohne Gentechnik. Technische Hilfsmittel zur Auswahl von Zuchttieren, wie die Beschreibung von Erbanlagen, werden für weitreichende Monopolansprüche auf Gene, Zuchtverfahren und Tiere genutzt.
Neue Runde im Tier-Monopoly: Patente auf Kuh, Schwein, Milch und Schnitzel? (2009) [mehr]

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner fordert eine Änderung des europäischen Biopatentrechts. Landwirtschaftliche Züchter dürften nicht durch patentgestützte Verbietungsrechte und Lizenzgebühren unnötig behindert werden, so die Ministerin.
(BMELV, 10.6.2009) [mehr]

Eine Initiative zum Verbot von Biopatenten durch das Land Hessen wurde allerdings vom Bundesrat im Sommer 2009 abgelehnt. Hessen und Bayern hatten beantragt:
„...dass eine Patentierung von Erfindungen, deren Gegenstand Pflanzen und Tiere sind, zukünftig ausgeschlossen wird, wenn sie auf klassischen Züchtungsverfahren wie Kreuzung und Selektion beruhen. Die Regelungen zur Patentierbarkeit von Pflanzen und Tieren sind insgesamt kritisch zu überprüfen. Insbesondere wird die Bundesregierung gebeten, sich dafür einzusetzen, dass künftig der Erwerb von Patent-Ansprüchen auf Tiere und Pflanzen sowie deren Fortpflanzungsprodukte, die aus patentierten Verfahren hervorgehen, untersagt wird.“
[mehr]



Zitat



http://www.zivilcourage.ro/php/alternativen.php?lg=de
Alternativen

Schon heute, bei einer Weltbevölkerung von rund sieben Milliarden Menschen, ist die Landwirtschaft führend in der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und dem Verbrauch der wichtigsten Ressourcen. Sie ist einer der Hauptverursacher von Bodenschädigung, des globalen Wasserverbrauchs (70 Prozent), des Rückgangs der Biologischen Vielfalt und verantwortlich für 17 – 32 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. Ein weiter so wie bisher ist keine Option. Das ist auch das zentrale Aussage des Weltagrarberichts. Das im Auftrag von Welternährungsorganisation und Weltbank erstellte Dokument, an dem über 400 Wissenschaftler aus aller Welt mitgewirkt haben, kam zu dem Ergebnis, dass kleinbäuerliche Strukturen, Regionalität, Artenvielfalt, Mischanbau und organische Düngung – und nicht Industrielandwirtschaft, Patente und Gentechnik - die wichtigsten Garanten einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Lebensmittelversorgung von künftig 9 Milliarden Menschen ist. Die Industrievertreter verließen den Weltagrar-Rat wenige Monate vor Verabschiedung des Berichts unter Protest, als er zu dem Ergebnis kam, dass Gentechnik derzeit nichts zur Überwindung des Hungers beitragen kann. Bezeichnend auch, dass Deutschland, Heimat von zwei der weltgrößten Agrarkonzerne (Bayer und BASF), sich nicht an dem Bericht beteiligte. Alle wichtigen Dokumente finden Sie [hier]

54 Staaten wollen radikale Agrarreform
Monokulturen, gentechnisch veränderte Pflanzen, Biosprit: Die Landwirtschaft erreicht mit ihren bisherigen Anbaumethoden die Grenzen des Möglichen.
(Süddeutsche Zeitung, 15.4.2008) [mehr]

Eine kritische Studie zum Thema Landwirtschaft veröffentlichte im Jahr 2009 die Deutsche Bank. Ergebnis auch hier: Die Bedeutung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft für die globale Lebensmittelversorgung ist enorm. Der Bericht fordert eine Agrarpolitik, die sich an Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit orientiert. Die Gentechnik wird kritisch betrachtet und vor der Abhängigkeit armer Bauern von Saatgutfirmen gewarnt.
Lebensmittel – Eine Welt voller Spannung (Deutsche Bank Research, 2009) [mehr]

Energieintensiv: Die industrielle Landwirtschaft verbraucht - im Gegensatz zum Beispiel zu traditionellen Anbausystemen in Entwicklungsländern - mehr Energie, als sie in Form von Produkten wie Mais, Reis oder Weizen hervorbringt.
Energy Inputs in Food Crop Production in Developing and Developed Nations (2009) (engl.) [mehr]


Zitat


http://www.zivilcourage.ro/php/klonen.php?lg=de
Klonen

Neben der Agro-Gentechnik geht es auch in anderen Bereichen der Landwirtschaft um Patentierung und Monopolisierung. Zum Bespiel beim Klonen von Nutztieren. Mit den aus der Agro-Gentechnik bekannten Mustern soll auch das Klonen salonfähig gemacht werden. Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter: "Klonen ist eine Zukunftstechnologie. Es geht auch um Arbeitsplätze."

Die EU-Agrarminister haben sich im Jahr 2009 darauf geeinigt, das Klonfleisch auf den Teller kommen darf. Es soll jedoch ein Zulassungsverfahren geben, das dem für Gentechnik-Pflanzen ähnelt. Die zentralen Stellungnahmen sollen ebenfalls von der EFSA kommen.

EU-Staaten machen Weg für „Klonfleisch“ frei
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.6.2009) [mehr]

Die Pläne der EU zum Verkauf von Fleisch und Milch geklonter Tiere stoßen in Deutschland fraktionsübergreifend auf Ablehnung. Bundesagrarministerin Aigner (CSU) jedoch unterstützt den Vorschlag.
Politiker verschmähen Klonfleisch (taz, 23.6.2009) [mehr]

Schon bald könnte Fleisch geklonter Nutztiere auf dem Teller der Verbraucher landen. Die in den USA für Lebensmittel zuständige Food and Drug Administration (FDA) legte im Jahr 2009 ein vielbeachtetes und –kritisiertes Grundsatzpapier zum Klonen und zu Lebensmitteln von Klontieren vor. Die FDA sah keinerlei Hinweis auf mögliche Risiken.
[mehr]





Die kennzeichungspflicht von genmanipulierten Fleisch vor einem halben Jahr von der EU abgelehnt,

Zitat


http://www.stern.de/news2/aktuell/bundes…eu-1584383.html
Bundesregierung scheitert mit Gen-Kennzeichung in der EU

Die Bundesregierung ist mit ihrem Vorstoß für eine EU-weite Kennzeichnung für Fleisch von Tieren, die genmanipuliertes Futter bekommen haben, gescheitert.

Die Bundesregierung ist mit ihrem Vorstoß für eine EU-weite Kennzeichnung für Fleisch von Tieren, die genmanipuliertes Futter bekommen haben, gescheitert. "Wir haben versucht, in Europa eine Positivkennzeichnung durchzusetzen - leider ohne Erfolg", sagte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) der "Bild am Sonntag". Die Forderung finde weder bei der EU-Kommission, noch bei den anderen Mitgliedstaaten Unterstützung. Die Bundesregierung setzt laut Aigner nun auf freiwillige Lösungen wie das "Ohne Gentechnik"-Siegel, das in Deutschland immer mehr Lebensmittelhersteller nutzten.




und man nicht mehr sicher sein kann, was man bekommt, wobei es warscheinlich schon fast zweitrangig ist, wenn die Tiere in Massenhaltung sowieso schon mit Genfutter und Medikamenten vollgestopft werden und das Fleisch noch notfalls eingefärbt wird,

wird auch anderweitig der Hinweiss auf genmanipulierten Zutaten umgangen. Man kennt es ja, den plötzlichen Zusatz, " Kann Spuren von Nüssen und Soja enthalten", wobei es kein wirkliches Soja oder Nüsse sind, sondern nur die entsprechenden Verbindungen, die auch im Soja vorkommen.

Zitat


http://umweltinstitut.org/fragen--antwor…itteln-196.html

Fragen & Antworten - Gentechnik in Lebensmitteln
Nur auf den ersten Blick süß
Gentech oder nicht?
Bildquelle: www.dieblen.de

Welche gentechnisch veränderten Pflanzen sind bereits in den Geschäften?
In Europa sind einige wenige transgene Mais-, Soja- und Rapslinien für den Verzehr und als Futtermittel zugelassen. Ein Anbau findet jedoch so gut wie nicht statt. Daher werden Gentech-Pflanzen hauptsächlich aus den USA und Argentinien importiert. Bei Lebensmitteln mit soja- oder maishaltigen Zutaten ist das Risiko am größten, beim Einkauf auf gekennzeichnete Produkte zu stoßen. Dies können z.B. Öle, Granulate oder Lecithin sein, die sich in hoch prozessierten Lebensmitteln wiederfinden. Transgene Obst-, Gemüse- oder Getreidesorten wie Tomaten, Äpfel, Reis oder Kartoffeln sind noch nicht oder nicht mehr auf dem Markt.

Sind zugelassene GVO sicher?
Nein. Grundlage für die Zulassung in Europa sind Daten aus Ländern, in denen der GVO bereits zugelassen ist. Meist handelt es sich daher um Daten aus den USA. Die dortigen Zulassungsbehörden (FDA und EPA) verfügen jedoch über kein System für Sicherheitsüberprüfungen und bewilligen GVO nach dem Prinzip "freiwilliger Konsultationen". Das bedeutet, dass die Konzerne frei entscheiden können, ob und welche Informationen sie zurückhalten. Im Endeffekt lassen die Agro-Konzerne ihre Produkte also selbst zu. Zudem sind beide Behörden mit zahlreichen Ex-Mitarbeitern der Gentechnik-Konzerne besetzt. Viele Mitglieder der Behörden wechseln wiederum in die entsprechenden Konzerne. Leidtragende dieser skandalösen und undemokratischen "Drehtüren-Politik" sind Umwelt und Verbraucher.

Werden transgene Bakterien und Pilze zur Herstellung von Lebensmitteln benutzt?
Ja.
Transgene Bakterien und Pilze produzieren heute schon vielfach Lebensmittelzusatzstoffe wie Aromen, Vitamine oder Emulgatoren sowie Enzyme.
Mikrobiologen züchten diese in großen geschlossenen Behältern. Die gentechnisch veränderten Bakterien oder Hefen werden dem Lebensmittel selber nicht zugesetzt. Die gewünschten Stoffe werden extrahiert. Beispielsweise verwenden die Käsereien zur Käseherstellung häufig das Labferment Chymosin, das von transgenen Hefen oder Pilzen erzeugt wird. Bei der Saft- und Rotweinerzeugung oder Brotzubereitung benötigen die Hersteller zahlreiche Enzyme, die mit Hilfe der Gentechnik hergestellt sein können. Vorsicht ist vor den Vitaminpräparaten geboten, da auch sie häufig von transgenen Mikroorganismen stammen. Kennzeichnen müssen die Hersteller solche Produkte nicht. Auch ist die Informationsbereitschaft der Unternehmen auf diesem Gebiet unzureichend.
Unter www.transgen.de finden Sie zahlreiche Beispiele von Zusatzstoffen, die bereits mit Hilfe der Gentechnik erzeugt werden können. Auch der Ratgeber "Was bedeuteten die E-Nummern" der Verbraucher-Zentralen weist auf diese Möglichkeit bei den jeweiligen Zusatzstoffen hin.

Werden alle gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet?
Nur zum Teil: Nach der neuen Kennzeichnungsverordnung werden gentechnisch veränderte Lebensmittel in vier Kategorien aufgeteilt. Gekennzeichnet werden muss,
- wenn das Produkt ein gentechnisch veränderter Organismus ist: Genmanipulierter Mais oder Gen-Tomaten fallen in diese Kategorie;
- wenn das Produkt gentechnisch veränderte Organismen enthält oder daraus besteht: Z.B. Joghurt mit gentechnisch veränderten Milchsäurebakterien, Käse mit gentechnisch veränderten Schimmelpilzen, Weizenbier oder Hefeextrakt mit genmanipulierter Hefe, Salami mit transgenen Milchsäurebakterien;
- wenn das Produkt unmittelbar aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt ist - unabhängig davon, ob diese im Endprodukt nachweisbar sind: zum Beispiel Öl aus genmanipulierten Sojabohnen oder Gen-Raps, Ketchup aus transgenen Tomaten oder Cornflakes aus Gentech-Mais.

Produkte, die gezielt gentechnisch verändert wurden, sind grundsätzlich kennzeichnungspflichtig. Hier gibt es keinen Schwellenwert.
GVO-Anteile bis zu einem Schwellenwert von 0,9 Prozent sind jedoch von der Kennzeichnung ausgenommen, wenn
- die GVO-Beimischungen zufällig und unbeabsichtigt in das Produkt gelangt sind, oder
- der betreffende Hersteller nachweisen kann, dass die GVO-Anteile (bis 0,9 Prozent) technisch unvermeidbar sind und er sich um "gentechnikfreie" Rohstoffe bemüht hat.

Nicht kennzeichnungspflichtig sind vor allem Produkte von Tieren, die mit GVO gefüttert wurden, also Fleisch, Milch, Käse oder Eier. Dies ist eine eklatante Lücke in der Kennzeichnungsverordnung, die möglichst schnell beseitigt werden sollte.

3

Donnerstag, 21. April 2011, 15:59

für alle die es noch nicht kennem oder wissen
interesanntes über genfutter Nahrungs Lebensmittel ekel Essen & Mogelpackungen findet man hier

[url]http://lebensmittelkrieg.blogspot.com/[[/url]/b]


liebe grüße

4

Samstag, 23. April 2011, 20:17

Wusste jemand wirklich, das 2002 in Madagaskar ein Regierungswechsel nach heftigen Demonstrationen stattfand ? Der Auslöser waren versuchte Landverkäufe derRegierung an ausländische Investoren, die nun im Landerwerb in fast allen Dritten Welt Ländern weitere Spekulationensmöglichkeiten seit der Wirtschaftskrise 2008 sehen. Die teilweise noch ursprünglichen Boden, wo teilweise noch niemals, oder schon seit sehr lange nicht mehr, angebaut wurde, werden jetzt mit Monsanto und ähnlichen Lieferanten von genmanipulierten Pflanzengut bewirtschaftet, die Ernte grösstenteils auf dem Weltmarkt verkauft, selten im Ursprungsland, was eine Landflucht und neue Armut der Bauern und Einheimischen dort auslösst, da das Land mehr oder weniger zwangsenteignet wird, bzw, das Land im Besitz des Staates ist, dem eine Diktatur vorausgegangen ist, wo das Land enteignet wurde und die Preise für Pacht zu schnell und zu hoch steigen.

Dritte Welt im Ausverkauf ca 1:30.
http://videos.arte.tv/de/videos/dritte_w…uf-3835280.html

Zitat


Dritte Welt im Ausverkauf

In den letzten Jahren erschüttern Nahrungsmittel- und Finanzkrisen die Welt. Einige ihrer Nebenwirkungen blieben jedoch trotz ihrer Dramatik bislang weitgehend unbekannt. So gibt es inzwischen einen weltweiten Wettlauf um landwirtschaftliche Nutzflächen. Innerhalb weniger Monate haben 20 Millionen Hektar den Besitzer gewechselt. Und in absehbarer Zukunft werden es noch mehr werden. Diese Zahlen bereiten auch der UNO Sorgen. Jacques Diouf, Vorsitzender der UNO-Organisation FAO , warnt vor dem "Risiko eines neuen Agrarkolonialismus".
Die Käufer sind Investoren aus reichen Ländern und Schwellenländern wie Japan, China und den Golfstaaten. Sie wollen die Nahrungsmittelversorgung im eigenen Land gewährleisten. Folglich unterstützen die Regierungen ihrer Länder die folgenreichen Transaktionen. Doch auch Banken und Hedgefonds betätigen sich als Käufer, weil sie den Ankauf von landwirtschaftlichen Nutzflächen als rentabelste Kapitalanlage des 21. Jahrhunderts betrachten. So findet seit einiger Zeit ein bisher ungeahnter Ansturm auf die besten Agrarflächen der unterentwickelten Länder statt. Genau in diesen Ländern - im Sudan, in Senegal, auf den Philippinen oder in Pakistan - gab es 2008 große Hungersnöte. Und trotzdem verkaufen Staaten wie Kambodscha oder Äthiopien, die auf internationale Hilfe angewiesen sind, um ihre Bevölkerung zu ernähren, wertvolle Agrarflächen an ausländische Investoren.
Der Dokumentarfilm verdeutlicht, dass der Ankauf von Land ein globales Phänomen ist. In Paris, Rom und New York, in Äthiopien, Argentinien, Uruguay und Saudi-Arabien geführte Interviews mit Investoren und Regierungsvertretern geben Einblick in ein zynisches "Monopoly"-ähnliches Spiel mit dramatischen Folgen. Zu Wort kommen dabei auch Kleinbauern aus den vom Verkauf betroffenen Ländern, die oft ohne Entschädigung enteignet werden.

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

Ähnliche Themen

Thema bewerten